Die neuesten Album-Reviews

Tony Williams: Million Dollar Legs (1976)

Review von

8.5 / 10 Punkte

Mit seiner Band "Lifetime" gehörte Tony Williams ab den späten 60ern zu den Pionieren des Fusion-Jazz. "Million Dollar Legs" stammt aus 1976: Keyboarder Alan Pasqua, Bassist Tony Newton und der überaus hoch gehandelte Gitarrist Allan Holdsworth bilden zusammen mit den Drums von Tony Williams die Ban

S‧O‧T‧O: Origami (2019)

Review von

6.5 / 10 Punkte

Drittes Album für Jeff Scott Soto, der mit seiner Solokarriere unter der Flagge SOTO unterwegs ist. Es ist ja bekannt, dass ich mit dem Vorgänger "Divak" nicht wirklich warm werden konnte. Umso gespannter war ich nun, ob "Origami" dieses ändern würde. Und tatsächlich bin ich vom Opener 'HyperMan

Crystal Ball: 2020 (2019)

Review von

8 / 10 Punkte

Anlässlich ihres zwanzigjährigen Bestehens spendieren die Schweizer Hard Rocker/Melodic Metaller von CRYSTAL BALL der Welt ein Doppelalbum, das sich gewaschen hat! Zwanzig Jahre, zwanzig Songs und genannt wird das Ganze einfach "2020". Ist ja ohnehin bald soweit. Produziert hat wieder einmal Stefan

RAM: Throne Within, The (2019)

Review von

10 / 10 Punkte

Songs geil, Sound passt, Paket passt. Tjo, ich mag RAM halt. Klassischer Metal mit einigen Priest Trademarks. Wiedererkennbarer Gesang, coole Riffs, mal sägend meist melodisch. Eine tolle Ballade obendrauf und als Sahnehäubchen noch den Primordial-Sänger an Board. Kein Ausfall zu verzeichnen, daher

Life Of Agony: Sound Of Scars, The (2019)

Review von

10 / 10 Punkte

Bin schwer begeistert von diesem Album, am Erscheinungstag jetzt schon 5 mal gehört. Gesamter Mischung von Gitarren, Bass und Gesang -vor allem die geilen Drums von Veronica Bellino - überzeugen mich. Für mich nach River Runs Red das beste Album von Life of Agony. Kann noch keinen schwachen Song erk

Heart: Beautiful Broken (2016)

Review von

8 / 10 Punkte

"Beautiful Broken" enthält nur drei neue Tracks: "Two" (von einem externen Songschreiber und ein großer poppiger Ohrwurm), "Beautiful Broken" (gabs schon in einer anderen Version als Bonustrack zu manchen Ausgaben von "Fanatic" 2012, dafür jetzt mit James Hetfield als Gastsänger und was Härte angeht

Frequency Drift: Letters To Maro (2018)

Review von

7.5 / 10 Punkte

"Frequency Drift" kommen aus der Wagnerstadt Bayreuth und haben mit "Letters To Maro" ihre achte Veröffentlichung vorgelegt. Andreas Hack und Nerissa Schwarz sind die Konstanten um die sich das Besetzungskarusell munter dreht. Für diese CD ist Sängerin Irini Alexia neu dazu gekommen. Sie hat eine en

David Bowie: Reality Tour, A (2004)

Review von

8.5 / 10 Punkte

Diese DVD dokumentiert David Bowies letzte Tour aus dem Jahr 2004. Und anders als zum Beispiel die Rolling Stones oder AC/DC beweist Bowie, dass er musikalisch bis in die Neuzeit hinein gute, wichtige und interessante Musik gemacht hat. Während genannte Genossen sich (und ihre Fans) damit begnügen d

Peter Herbolzheimer Rhythm Combination & Brass & Inga Rumpf: Hip Walk (1976)

Review von

9 / 10 Punkte

Funkige Fusion-Musik mit rockig instrumentierter Big-Band erwartet den Hörer auf "Hip Walk". Peter Herbolzheimer war damit absolut am Puls der Zeit. Auch heute klingt dieses Gebräu noch frisch und groovt enorm ab. Für zwei Titel kommt Inga Rumpf ans Mikro ("Superstiton" und "Spirit"), alles andere i

Traffic: John Barleycorn Must Die (1970)

Review von

8 / 10 Punkte

"John Barleycorn Must Die" fiel sehr proggig aus, kein Vergleich mehr mit Outputs wie "Mr. Fantasy" von 1967, die noch ziemlich psychedelisch klangen. Drei Jahre später, 1970, gefiel sich die Band in langen Improvisationen und ausladend angelegten Gesangsmelodien. "Glad" und "Freedom Rider" sind in

Eric Burdon & War: Black-Man's Burdon., The (1970)

Review von

9 / 10 Punkte

Sowohl "War" als auch Eric Burdon mag ich sehe sehr gerne, auf "Black Man's Burdon" sind beide drauf, sehr vielversprechend. E.B. darf hier stimmlich Vollgas geben: Von Sprechgesang bis hin zu souligen, bluesigen und rockigen Passagen. Seite 1 wird dominiert von einer 13 Minuten Version von "Paint

One Way: Wild Night (1982)

Review von

7.5 / 10 Punkte

"One Way" sind hierzulande eher wenig bekannt. Die LP habe ich mal günstig 2nd-Hand abgegriffen auf Verdacht, jetzt habe ich die CD als Japan-Import. Wer eine tolle Disco-Funk Scheibe, etwa im Stil von "Kool & The Gang", sucht, kann bedenkenlos zugreifen. Fette Grooves, toller Soul-Gesang, Bläsersät

Heart: Desire Walks On (1993)

Review von

9 / 10 Punkte

Im Gegensatz zu den drei Vorgängeralben bekommt man auf "Desire Walks On" wieder deutlich mehr von der musikalischen Persönlichkeit der Wilson-Schwestern mit, da es diesmal wieder gestattet war, eigene Songs einzubringen. Außerdem fanden die Aufnahmen im eigenen "Bad Animals" Studio in Seattle stat

Festival Der Geisteskranken (F.D.G.): Satanische Surfer, Der (2006)

Review von

8 / 10 Punkte

8 Jahre können für eine Band oder ein Musikprojekt ein sehr langer Zeitraum sein. So konnte man 2006 auch einiges an musikalischer Entwicklung erwarten, als DJ Demian unter seinem Projekt Festival Der Geisteskranken ein neues Album released hat. Mich wundert eher, dass das Projekt nach der langen Pa

Blow Monkeys, The: Limping For A Generation (1984)

Review von

6 / 10 Punkte

Es war die Hochzeit des 80er-Hedonismus. Punk war vergangen, New Wave verebbte und überall krochen Gestalten in Anzügen und Krawatten aus ihren Löchern. POPPER! So auch die Blow Monkeys aus London. Auf dem Cover schwarze edle Anzüge tragend und die Gesichter fratzenartig verzerrt, zerschnitten. Ja -

Heart: Brigade (1990)

Review von

9 / 10 Punkte

Für "Brigade" gilt in etwa das gleiche, was ich schon über das Album "Heart" geschrieben habe: Vor lauter externen Songschreibern hört man kaum die musikalische Persönlichkeit der Schwestern Wilson durch. Doch sind auch einige Unterschiede auszumachen: Das Album klingt deutlich rockiger, die Songs

Heart: Heart (1985)

Review von

8 / 10 Punkte

92 Wochen in den Billboard-Charts, Spitzenplatzierung Nr.1, 5-fach Platin: angesichts dieser Superlative wird der Leser hier wohl zurecht eine Lobeshymne erwarten. Und selbstverständlich hat dieses Album auch seine Stärken: Durchwegs starke Songs mit Hitpotenzial, eine Produktion auf Höhe der Zeit

Bollock Brothers, The: Faith Healer (1986)

Review von

9.5 / 10 Punkte

Rock, New Wave, Indie, Punk? Wie immer man das Genre des Tracks auch bezeichnen mag, eine geniale Mischung aus Synthesizer, Gitarre und der Stimme von Jock McDonalds haben den Titel wohl geprägt, obwohl es ein Cover Song (im Original von Alex Harvey) ist. Für mich einer der besten Maxis aus den 80er

Jethro Tull: A (1980)

Review von

8 / 10 Punkte

"A" markierte einen Wendepunkt in Jethro Tull's Karriere: Zu einen fehlte nicht nur im Cover die folkige, ländliche Atmosphäre der Vorgängeralben (z.B. "Heavy Horses"), des weiteren war zum ersten Mal der Synthie voll in den Tull-Sound integriert. Außerdem sollte es ursprünglich ein Soloalbum von Ia

Steve Porcaro: Someday / Somehow (2016)

Review von

7 / 10 Punkte

Tja, was soll man von dem ersten Solo-Album von Toto's Elektroniker Steve Porcaro halten? Der erste Durchlauf als reiner Hörer läßt mich mit einem großen Fragezeichen zurück. Ich kann kaum einen Unterschied feststellen zwischen den 13 Tracks. Alles ist einem ruhigen, weichgespülten Fluß ohne irgend

Festival Der Geisteskranken (F.D.G.): Burn Manson Burn (1998)

Review von

5 / 10 Punkte

So, diesmal habe ich wirklich tief in meiner Sammlung gewühlt und etwas rausgekramt, was ich schon sehr lange nicht mehr gehört habe. Ich glaube so richtig aufmerksam habe ich mir "Burn Manson Burn" vom Projekt mit dem klangvollen Namen Festival Der Geisteskranken eigentlich noch gar nicht angehört.

Renaissance: Grandine Il Vento (2013)

Review von

8.5 / 10 Punkte

44 Jahre nach ihrer Gründung hauten Renaissance 2013 ein Highlight wie "Grandine Il Vento" ( 2014 um einige Songs erweitert als "A Symphony Of Light" noch mal veröffentlicht) heraus. Ich habe mir heute konzentriert über Kopfhörer sowohl diese CD als auch das Renaissance Referenzalbum "Schehezerade A

Peter Maffay: Im Konzert Live In Berlin, 1987 (1987)

Review von

10 / 10 Punkte

Absolute Spitzenklasse, was Peter hier im DDR Fernsehen abgeliefert hat. Ein Wunder, das das Konzert bis heute noch nicht veroffentlicht war. Ein absolutes Muss fur jeden Fan. Aber auch Tony Carey (Burning bridges) und Bertram Engel (Wonderful tonight) sind sehr gut. Das einzige, was einen etwas arg

Dave Edmunds: Plugged In (1994)

Review von

6 / 10 Punkte

Was hat Dave Edmunds doch für groovige, frische, poppige Rock‘n‘Roll Scheiben rausgebracht: „Track on Wax 4“ oder „Repeat When Neccessary“. 1990 lief er mit „Closer To The Flame“ noch einmal zu großer Spätform auf. Doch „Plugged In“ lässt beinahe alle alten Tugenden vermissen. Der nach vorne treiben

Carla Bley: Live! (1982)

Review von

9 / 10 Punkte

Moderner Big-Band Sound mit einer gehörigen Portion Avantgarde erwartet den Hörer auf „Carla Bley Live!“ von 1982. Steve Swallow‘s unorthodoxer Bass und vor allem die spannungsreichen und markanten Kompositionen, die nie ins Gedudel abgleiten, bestechen hier. Das Artwork ist auch der Hammer und da

Chris Youlden: Second Sight (1991)

Review von

4 / 10 Punkte

Chris Youlden war von 1967-1970 Sänger von Savoy Brown, einer Band mit Kultfaktor und Pionierstatus. Mit solch einem Hintergrund erhält man wohl immer wieder mal einen Plattenvertrag und kann ein langweiliges Album wie „Second Sight“ aufnehmen. Dass Chris Youlden nie erfolgreich war, wundert mich je

Danny Gatton: In Concert 9/9/94 (1996)

Review von

8 / 10 Punkte

Aufgepasst Freunde von Brian Setzer, Joe Bonamassa, Steve Morse, Robben Ford und Konsorten: Danny Gatton geht zwar deren Prominenz aber rein gar nichts vom entsprechenden Können ab! Die Musik ist meist instrumental und bewegt sich zwischen den Eckpunkten Rockabilly, Rock'n'Roll, Rock, Blues gewürzt

Heart: Private Audition (1982)

Review von

6 / 10 Punkte

„Private Audition“ war nicht zu unrecht kommerziell wenig erfolgreich. Man merkt der ganzen Produktion eine gewisse Ratlosigkeit an, wie man die 80er musikalisch angehen soll. Von den Folk-Elementen und den längeren Sologitarrenpassagen aus den 70ern hat man sich hier verabschiedet, ebenso wie die A

Heart: Jupiters Darling (2004)

Review von

9.5 / 10 Punkte

"Jupiter's Darling" war 2004 die erste Studioproduktion in der dritten Karrierephase der Wilson-Schwestern: Nach den Anfängen mit Hard-Rock-Folk bis 1983 und der nachfolgenden MTV-kompatiblen Pop-Rock-Phase bis 1995 konnten Ann und Nancy nun unbeeinflusst von kommerziellen Zwängen und Mitmusikern ih

Eisheilig: Elysium (2006)

Review von

8.5 / 10 Punkte

Eisheilig ist eine dieser Bands, über deren Auflösung ich so richtig traurig bin. Immerhin hat die Truppe um Dennis Mikus es geschafft recht tiefsinnigen Gothic Metal in die Ohren des Hörers zu zaubern, ohne dabei langweilig, kitschig oder plakativ zu klingen und dabei echt geniale Songs auf die Bei

Bomber19: Stiefel Auf Asphalt (2019)

Review von

10 / 10 Punkte

Man meint, man wäre in die 80er Jahre zurück versetzt worden. Geniale Mischung aus sehr alten Onkelz und damaligem Oi! aus Frankreich. Ich will mehr davon! Leider war das Tape sehr schnell ausverkauft, weswegen ich euch die bandcamp Seite der Band nahelege: https://bomber19.bandcamp.com/

Mystery: One Among The Living (2010)

Review von

8 / 10 Punkte

"One Among A Living" ist eine saustarke Scheibe im Spannungsfeld von Progrock - Melodikrock - AOR! Der ex-Yes Sänger David Benoit kommt hier wesentlich besser zur Geltung als bei der zeitlich kurz danach liegenden Yes-Produktion "Fly From Here". Außerdem beeindruckt mich Gitarrist Michel St-Pere be

Stam1na: Raja (2008)

Review von

9 / 10 Punkte

TERVETULOA! Eigentlich müsste man dieses Review laut schreiend und auf finnisch vortragen, erst dann würde es der Musik von Stam1na gerecht, aufgrund des reinen Textverständnisses verzichte ich aber auf dieses Schmankerl, vielleicht aber auch nur weil ich kein finnisch kann. Ich muss gleich vo

FCKR: Kiezpille (2019)

Review von

10 / 10 Punkte

Sechs neue Lieder von FCKR. Seit dem ersten Album bin ich Fan und werde auch diesmal alles andere als enttäuscht. Nach einem kurzen Intro (Ficker!) geht es mit „Pille“ los, ein sauberer Smasher. Auf der EP sind keine Ausfälle. Die B-Seite sticht heraus. Mein Hit der Platte ist eindeutig „Strasse“. W

Wake The Nations: Sign Of Heart (2015)

Review von

6 / 10 Punkte

WAKE THE NATIONS sind vielmehr ein Projekt als eine richtige Band. Das Ziel war, eine fette Achtzigerjahre-Party vom Stapel zu lassen, und dafür hat sich Band(projekt)chef Risto Tuominen eine ganze Reihe an Gästen eingeladen, die sich hauptsächlich am Gesang abwechseln sollen. Estef Martinez (INSIDE

Thaurorod: Coast Of Gold (2018)

Review von

7 / 10 Punkte

Als die finnischen Progressive Power Metaller THAUROROD 2010 mit ihrem Debüt "Upon Haunted Battlefields" ein erstes Lebenszeichen von sich gaben, zeigten sich nicht gerade wenige Power Metal-Fans beeindruckt. Großartige Melodien, prima Stimme, spannendes Songwriting ... Für THAUROROD schienen die Ze

Tarchon Fist: Celebration (2015)

Review von

5 / 10 Punkte

Ein viertes Album von TARCHON FIST? Einspruch, euer Ehren! Denn was der Promozettel uns hier weismachen will, ist so nicht ganz korrekt. "Celebration" besteht nämlich, abgesehen vom titelgebenden Song und dem knapp 20 Sekunden langen und deswegen verzichtbaren 'The Game Is Over (Reprise)', ausschlie

Secret Sphere: One Night In Tokyo (2016)

Review von

8 / 10 Punkte

Bevor es nächstes Jahr ein neues Album von den italienischen Power Metallern SECRET SPHERE geben wird (der Schreibprozess ist in vollem Gange), haben die Musiker um Mastermind und Gitarrist Aldo Lonobile ihre Show in Japan mitgeschnitten und legen das Ergebnis nun mit "One Night In Tokyo" vor. Das K

Phobiatic: Phobiatic (2017)

Review von

7 / 10 Punkte

Es ist immer schwerer geworden, sich auf dem Technical Death Metal-Sektor Gehör zu verschaffen. Hunderte Bands versuchen sich in Tempo, Facettenreichtum und ... ähem ... Geschwurbel gegenseitig die Butter vom Brot zu klauen. PHOBIATIC aus NRW reihen sich hier leider auch mit ihrem dritten und selbst

Kalopsia: Angelplague (2017)

Review von

7.5 / 10 Punkte

Wer hier auf Play drückt, bekommt direkt auf die Fresse! KALOPSIA hauen den Death Metal-Fans auf ihrem dritten Longplayer "Angelplague" direkt die Blastbeats nur so um die Ohren, was nach fünf Jahre Wartezeit nach "Amongst The Ruins" erst einmal ein gutes Zeichen ist. Doch 'Destined To Return' zeigt