Die neuesten Album-Reviews

Cygnus Atratus: Empyrean Heaven, The (2019)

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6.5 / 10 Punkte

Viel Prog-Potential - nur mittelmäßig ausgenutzt. Der belgische Trauerschwan CYGNUS ATRATUS wurde 2015 von Gitarrist und Mastermind Erik Callaerts gemeinsam mit seinem den Bass bedienenden Weggefährten Benny Vercammen noch unter dem Namen CYGNUS gegründet. Die übrige Besetzung der Band hat seitde

Rama: Everything Is One (2019)

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9.5 / 10 Punkte

Italienische Feinkost, die einen mitnimmt. Im Piemont im Jahr 2011 gegründet hat die Stoner-Rock-Band RAMA bereits 2015 eine selbstbetitelte EP im Studio aufgenommen und als Eigenproduktion veröffentlicht. Nun folgt mit "Everything Is One" das erste Album über das Label Escape From Today. Die

Pure Tonic: Bliss N' Bleakness (2019)

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7 / 10 Punkte

Hard Rock auf die Zwölf mit Luft nach oben Schon 2010 gründete sich die Band PURE TONIC in Oelkershusen in Niedersachsen. Jahrelang spielte man auf allen möglichen Bandcontests und Festivals im norddeutschen Raum, bis nun in diesem Jahr die erste professionell produzierte Veröffentlichung über di

Shaking Sensations, The: How Are We To Fight The Blight? (2019)

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9.5 / 10 Punkte

Post Rock zum verlieben! Wie sollen wir diese Seuche bekämpfen? Tja, das weiß ich leider genauso wenig wie die Formation THE SHAKING SENSATIONS, die uns diese Frage mit dem Titel ihres dritten Albums stellt. Gut wäre es auch zu wissen, um was für eine Art von vermeintlicher Seuche es sich handelt

Eisblut: Schlachtwerk (2005)

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8 / 10 Punkte

"Schlachtwerk" ist das einzige Album der Band Eisblut, aber es würde wohl wenig Sinn machen, sich direkt auf das Album zu stürzen ohne vorher etwas Kontext zur Band anzubringen. Eisblut ist ein Sideproject der Blutkehle M. Roth und Bursche Lenz von Eisregen (daher auch der unglaublich kreative Name)

Denial Of God: Hallow Mass, The (2019)

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10 / 10 Punkte

Normalerweise warte ich bei neuen Alben mit meiner Bewertung immer eine Weile, aber bei der neuen Denial Of God Scheibe wage ich die Prognose, dass sie mir auch in einem Jahr und darüber hinaus so gut gefällt wie jetzt bereits. Die Platte hat sich nur um Nuancen gegenüber dem Vorgänger "Death And Th

Denial Of God: Death And The Beyond (2012)

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10 / 10 Punkte

Ein Album welches auch nach ca. 8 Jahren keine Abnutzungserscheinungen zeigt. Die Atmosphäre ist schön düster und erinnert mich immer wieder an Mercyful Fate- und alte King Diamond Scheiben. Es gibt keinen Ausfall auf dem Album und es ist auch schwer einzelne Songs hervorzuheben, da die Platte wie a

Des Ark: Everything Dies (2015)

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10 / 10 Punkte

Da ist sie nun - die "neue" Scheibe. Und wie nicht anders zu erwarten war, zieht auch diese Scheibe einen wieder in den Bann. Der Kenner sieht schon an den Titeln, dass es ich hierbei um Studioaufnahmen bereits schon bekannter Songs handelt, welche sich auf den Live Alben wiederfinden. Auch wenn es

AC/DC: Live In Nashville August 8th 1978 (2016)

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9.5 / 10 Punkte

Es hat lang gedauert, aber seit ein paar Jahren sind sie endlich erhältlich: die Radioshows von AC/DC aus den 70er Jahren. Als Fan der ersten Stunden ist das absolute Pflicht. Der Sound ist besser als bei den Konzerten damals und hat die Qualität einer offiziellen Liveaufnahme. Die Performance unsch

Agentpunch: Soothsayer (2019)

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7.5 / 10 Punkte

“Soothsayer” heißt das neue und damit zweite Album der Osnabrücker Agentpunch. Und wenn diese im letzten Interview mit uns die Wahrheit gesagt haben, bekommt man es hier mit viel Abwechslung zu tun. Ersteindruck: Stimmt so! Leider trifft dieser positive Eindruck erst einmal nicht auf das Cover zu

David Bowie: Hunky Dory (1971)

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8.5 / 10 Punkte

Als Bowie dieses Album veröffentlichte stand er auf der Schwelle zum großen Erfolg. Erste Achtungserfolge konnte er zwar verbuchen, aber der Megaerfolg war noch nicht zu erkennen. Das Swinging London seines Debüts war schnell vergessen. Major Tom war (noch) eine Randnotiz und der Mann der die Welt v

Joan Baez: Noël (1966)

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10 / 10 Punkte

Vielleicht ist Noël nicht das beste Joan Baez Album, aber mit Abstand ist es eines der schönsten Weihnachtsalben. Persönlich hätte ich mir statt der Instrumentalteile mehr gesungene Lieder gewünscht, die ja auch vorhanden waren und als Bonustracks später dazu kamen, aber das Album ist auch so ex

Flying Colors: Second Nature (2014)

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7 / 10 Punkte

Die Flying Colors sind eine Prog-Rock Supergroup bestehend (ex)-Mitgliedern von Dream Theater, Deep Purple/Kansas/Dixie Dregs und Spock's Beard. Das zweite Album "Second Nature" von 2014 zerfällt in zwei Abschnitte: Am Anfang und am Ende hört man je einen sehr proggigen Longtrack, die Stücke dazwis

Robert Palmer: Sneakin' Sally Through The Alley (1974)

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7.5 / 10 Punkte

Auf "Sneakin' Sally Through The Alley" ist Robert Palmer noch meilenweit vom Hochglanz-Pop der 80er a la "Johnny And Mary" entfernt. Das Album klingt über weite Strecken so, als wäre es von Little Feat. Die typischen Phrasierungen, die verzinkten Grooves und die Slidegitarre sind stets präsent. Und

Pointer Sisters, The: Energy (1978)

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7.5 / 10 Punkte

1978 waren die Pointer Sisters zum Trio geschrumpft, nachdem Bonnie Pointer ausgeschieden war. Außerdem wurde ein Labelwechsel hin zu Planet vollzogen. Da lag es nahe, auch die musikalische Ausrichtung zu ändern: Weg von den schrägen Experimenten der Frühzeit, stattdessen eine LP mit einheitlichem R

Alphonse Mouzon: Mind Transplant (1975)

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9 / 10 Punkte

"Mind Transplant" war ein ganz großer Wurf. Die Stücke sind enorm ideenreich arrangiert, weisen sehr viel Wiedererkennungswert auf und grooven mächtig ab. Alphonse Mouzon lebt sich als Drummer natürlich genüsslich aus, doch spielt er niemals zu dominant, sodass die Songs stets ausgewogen instrumenti

Herbie Hancock: Feets Don't Fail Me Now (1979)

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7 / 10 Punkte

"Feets Don't Fail Me Now" offeriert fette Grooves, die die Füße mühelos zum Wippen bringen, wie es der Titel und das Coverfoto versprechen. Herbie Hancock verwendet jede Menge Synthesizer-Sounds, Slap-Bass, funky Gitarrenlicks und lässt den Schlagzeuger Disco-Beats klopfen. Gesang kommt sparsam vor

Heart: Heart Presents A Lovemongers' Christmas (2001)

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10 / 10 Punkte

Aus gegebenem Anlass, weil heute der 24.12. ist, schreite ich zur Besprechung der Weihnachts-CD der Schwestern Ann und Nancy Wilson. Gekauft habe ich sie mir nur der Vollständigkeit halber, weil ich Fan bin. Normalerweise hasse ich Weihachts-CDs aus Überzeugung, doch als ich "Heart Presents A Lovemo

Ambros Seelos: Funky Songs For Private Eyes (2002)

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10 / 10 Punkte

Ambros Seelos (1935-2015) stammte aus dem oberbayrischen Landkreis Altötting und wuchs ganz in der Nähe des ehemaligen Pabstes Benedikt (vormals Kardinal Ratzinger) auf. Seelos führte ein Showorchester an, mit dem er in der Regel Tanzmusik a la James Last spielte. Phasenweise während der 1970er spie

Dave Edmunds: Repeat When Necessary (1979)

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8 / 10 Punkte

"Repeat When Neccessary" - Es ist tatsächlich dringend nötig, das Album gleich nochmal durchlaufen zu lassen! Man kann, die richtige Stimmung vorausgesetzt, kaum genug davon bekommen. Die Songs sind etwas poppiger als bei früheren Edmunds-Alben, wo er sich mehr an Rhythm'n'Blues und Rock'n'Roll hie

David Coverdale: Into The Light (2000)

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7 / 10 Punkte

Es ist ziemlich egal, was vorne drauf steht: Whitesnake oder David Coverdale. Man bekommt in jedem Fall, was man erwartet. So ist auch "Into The Light" von 2000 ein weitgehend typisches David Coverdale Album. Man hatte damals alles, was hier geboten wird, schon mal gehört von Coverdale und würde es

Larry Carlton: Fire Wire (2006)

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8 / 10 Punkte

2006 brachte Fusion-Altmeister Larry Carlton "Firewire" heraus. Wer Jazz normalerweise nicht mag, könnte hier trotzdem mal ein Ohr riskieren. Denn "Firewire" ist vergleichsweise rockig, sowohl vom Gitarrensound als auch von der Rhythmusgruppe her, außerdem eher songorientiert anstatt allzu ausufernd

Regina Carter: Something For Grace (1997)

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7.5 / 10 Punkte

Wer würde angesichts des Coverfotos ein Album von einer Geigerin erwarten? Genau das bekommt man aber. Mit Klassik hat Regina Carter hier aber gar nichts zu tun. Auf dem Label "Atlantic Jazz" wurde "Something For Grace" veröffentlicht. Es handelt es sich aber auch nicht um Jazz im Sinne von wagemuti

Hanne Boel: Dark Passion (1990)

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6.5 / 10 Punkte

Es macht schon Spaß, dieses Album durchzuhören. Da wurde viel richtig gemacht: transparenter, klarer und fetter Sound, geschmackvolle Instrumentierung und eine Songauswahl, die den Bereich des dezenten Pop-Rock souverän abdeckt. Bei "Light In Your Head" kommt ein afrikanisches Moment rein: Das Thema

Willy DeVille: Victory Mixture (1990)

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9 / 10 Punkte

Was für ein Dandy sitzt da vor einer Südstaaten-Villa! Der Willy hat halt immer sehr sehr dick aufgetragen: Auf der Bühne das Mikro mit roten Rosen umwickelt, vergoldete Gitarre in einem mit Plüsch ausgeschlagenen Gitarrenkoffer, Brilli im Zahn usw. Er konnte sich's leisten, denn kaum jemand vermo

Ian Hunter: You're Never Alone With A Schizophrenic (1979)

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8 / 10 Punkte

Ein spitzenmäßiger Albumtitel ist schon mal das erste Plus bei diesem Album. Dazu kommt das Songmaterial, wo sich einige Ian Hunter Klassiker darunter befinden: "Just Another Night", "Cleveland Rocks" und "Bastard" wären da zu nennen. Ersteres erinnert nicht unangemehm an "The Golden Age Of Rock'n'R

Duke Robillard Band, The: Turn It Around (1991)

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8 / 10 Punkte

"Turn It Around" offeriert Rhythm'n'Blues, der sehr nach Südstaaten klingt. Die "Fabulous Thunderbirds" klingen ähnlich. Dort war Robillard auch mal Bandmitglied. Erstaunlich, denn der Duke selbst stammt aus dem äußersten Nord-Osten der USA. Duke's eigener Gesang wird um die kraftvolle Stimme von S

Delbert McClinton: I'm With You (1990)

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5 / 10 Punkte

Eigentlich wurde hier alles richtig gemacht: Eine tolle Stimme mit viel Timbre, kompetente Musiker, fetter Sound usw. Dennoch langweilt mich die ganze Platte tödlich. Ein einzelnes Stück mal zu hören, ist ok, aber ein kompletter Durchlauf grenzt für mich an Folter :-) Warum das? Die Stücke kommen s

Al Jarreau: High Crime (1984)

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7.5 / 10 Punkte

"High Crime" atmet ganz ganz tief den Geist der 80er: Sequenzer "Grooves", synthetisch klingendes Schlagzeug, kühl klingende Keyboards, die massenweise eingesetzt werden, Bläser, die klingen wie Keyboards (oder umgekehrt?) etc. Normalerweise führt eine Produktion dieser Art zu einer seelenlosen, ste

Gene Page: Hot City (1974)

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8 / 10 Punkte

Gene Page war ein umtriebiger Arrangeur und Komponist, der für unzählige Künstler hinter den Kulissen gearbeitet hat. Solo-Alben gibt es laut Wikipedia nur vier, "Hot City" ist das erste davon und erschien 1974. Bei Musik-Sammler sind allerdings noch zwei weitere von 1970 bzw. 1972 gelistet. Wer Is

Maynard Ferguson: Big Bop Nouveau (1990)

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9 / 10 Punkte

Eben habe ich eine Rezi zu Count Basie's Album "Basie" beendet, da fiel mir Maynard Ferguson ein: "Big Bop Nouveau" von 1990 ist nämlich musikalisch sehr ähnlich: viel Groove und präzise Bläsereinwürfe wie Blitz und Donner prägen beide Platten. Ebenso der einzigartige Stil der beiden Bandleader: May

Count Basie & His Orchestra: Basie (1958)

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10 / 10 Punkte

Explosiv wie eine Atombombe ist die Musik tatsächlich. Das Coverfoto verspricht nicht zuviel. Beim Opener "The Kid From Red Bank" empfehle ich dringend sich gut festzuhalten. Schließlich will man ja unverletzt das Album komplett durchhören :-) Ultraschnell, mit messerscharfen Bläserattacken und Bas

10cc: How Dare You! (1976)

Review von

8.5 / 10 Punkte

"How Dare You!" von 1976 ist das vierte und letzte 10cc Album mit Kevin Godley und Lol Creme. Manche Zeitgenossen betrachten damit das Kapitel 10cc als abgeschlossen. Das sehe ich nicht so, mir gefallen die späteren Alben auch. Doch brachten Godley & Creme schon ein Plus an skurilen Ideen rein. Ohne

Beth Hart: Fire On The Floor (2016)

Review von

9 / 10 Punkte

"Fire On The Floor" von 2016 halte ich für eine der allerbesten Veröffentlichungen von Beth Hart. Die Produktion ist top: Glasklar, weil kaum verzerrte Gitarren vorkommen und weil viel akustisches Piano spielt zu Lasten von fetten Keyboardflächen. Lediglich eine dezenzte Orgel unterlegt gelegentlich

David Coverdale: Northwinds (1978)

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9.5 / 10 Punkte

Nach sehr langer Zeit habe ich diese Platte mal wieder aufgelegt (Das passiert, wenn man zuviel hat.) und bin wie damals schwer begeistert. Es handelt sich um das zweite Solo-Album Coverdales und liegt zeitlich zwischen dessen Engagement bei Deep Purple und Whitesnake. Musikalisch lässt der Mittzwan

Cocteau Twins: Victorialand (1986)

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7 / 10 Punkte

Als ich das erste Mal mit den Cocteau Twins in Kontakt kam, war das mit der Maxi-Single "Peppermint Pig". Eine - gelinde gesagt - sehr durchschnittliche "Alternative-Irgendwas-PopRock-Scheibe". Und eigentlich hatte ich damit auch genug von der Band. Sehr würdigende, lobende Kritiken im Musikexpress

Godslave: Out Of The Ashes (2008)

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8.5 / 10 Punkte

Gut 11 Jahre ist es her, dass Godslave ihr Debüt "Bound By Chains" veröffentlicht haben. Obwohl ich es auf keinen Fall als schlechtes Werk empfunden habe hat es mich nicht zu 100% überzeugt. Einige Längen, teilweise etwas seltsames Songwriting und die nicht unbedingt perfekte Produktion wären da ein

Ravi Shankar: Traditional Ragas (2007)

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0.5 / 10 Punkte

eigentlich wären 0 Punkte angemessen, nicht wegen der Musik, sondern weil im 12seitigen Booklet jegliche Angaben zu den Aufnahmen (wann, wo, ggf. weitere beteiligte Musiker) fehlen, man erfährt nur, dass es sich um historische indische Musik handelt

Johnnie Taylor: Eargasm (1976)

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8 / 10 Punkte

Johnny Taylor kennt hierzulande wohl kaum jemand. Das ist schade, denn der Mann hatte enorme Qualitäten. 3 Grammy Awards und 21 Singles in den Billboard-Charts, darunter die Nummer 1 "Disco Lady" vom hier zu besprechenden Album "Eargasm" sprechen eine deutliche Sprache. Johnny Taylor nahm rund 40 J

Whitesnake: Come An' Get It (1981)

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9 / 10 Punkte

Mit "Come An' Get It" hat sich nicht der musikalische Stil, wohl aber die Produktion verändert: Der Sound kommt klarer, prägnanter, transparenter, schärfer, druckvoller. Der Bass schnurrt besser, die Drums klingen sauberer, die Gitarren und die Keyboards besser abgegrenzt. Die Scheiben davor klangen