Die neuesten Album-Reviews

Eric Burdon: No Man's Land (1990)

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7 / 10 Punkte

Tony Carey scheint ja ein musikalischer Grenzgänger zu sein. Mir war er zuerst bekannt als Keyboarder von "Rainbow" zu Zeiten der Traumbesetzung mit Powell und Dio. IMHO DIE Rockplatte schlechthin! 100% Rocker?? Hhmm - Später produzierte er dann in Deutschland u.a. Filmbeiträge und Pop-Rock, wie die

Anne Haigis: Geheime Zeichen (1987)

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7 / 10 Punkte

Der Sound ist typisch 80er. Na ja, muss man mögen und in jedem Fall als Zeitgeist typisch zu akzeptieren. Schließlich sollte diese Produktion Erfolg haben. Die Songs würde ich aus heutiger Sicht im Bereich des Pop-Rock ansiedeln. Wegen der deutschen Texte erinneren einige Passagen auch an Schlager

Faces: We Better Get Ourselves Back Home - Live In London 1973 (1990)

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5 / 10 Punkte

So wars damals - rauh, unprofessionell, dafür ohne Vocal-Harmonizer, Videowand und digitalen Stimmgeräten..... Einerseits werfen die Faces enorme Frische und Kraft in die Waagschale, andererseits hört man am laufenden Band peinliche Verspieler der Band, eher nicht Versinger von Rod Stewart. Ein Gru

Jason D. Williams: Tore Up (1989)

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8 / 10 Punkte

Kennt keine Sau, oder? Zumindest bin ich der einzige, der "Tore Up" in seiner Sammlung hat. Anfang der 90er habe ich diese CD für DM 1.- (!!) aus einer Wühlkiste im Media- Markt geborgen. Selten war eine Münze so gut angelegt wie hier. Dieses Album gehört seitdem zu meinen absoluten Favoriten. Jaso

Georgie Fame & The Blue Flames: Rhythm And Blues At The Flamingo (1964)

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8 / 10 Punkte

Das hier ist Pionierarbeit: 1964, zeitgleich mit den Stones u.a., bringt Organist Georgie Fame eine, aufgrund der opulenteren Besetzung mit Bläsern, etwas jazzigere Variante früher Rockmusik auf die Bühne. Wie damals üblich fand auch dieser Auftritt in einem Club statt, dem Londoner "Flamingo". Die

Emerson, Lake & Palmer: Love Beach (1978)

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6.5 / 10 Punkte

Das letzte Album vor der ersten Auflösung: ELP hatten sich durch ihren Anspruch, Musik und Show immer weiter zu steigern, schon 1974 in eine Sackgasse manövriert, weil die möglichen Grenzen eines Rocktrios erreicht waren. Es folgten drei Jahre Schweigen (Ratlosigkeit?) und schließlich die Doppel-LP

Wolf Maahn: Himmel Ist Hier, Der (1992)

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9 / 10 Punkte

Zum Ende der Zusammenarbeit von Wolf Maahn und Axel Manrico Heilhecker kommt noch einmal ein absolutes Meisterwerk, auf dem Heilhecker jedoch nur noch musiziert und zusammen mit Nachfolger Helmut Krumminga geniale Gitarrenarbeit einbringt, die Kompositionen sind jedoch durchweg von Wolf Maahn. Und m

Wingenfelder:Wingenfelder: Besser Zu Zweit (2011)

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9 / 10 Punkte

Die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder, bis 2008 und seither alle paar Jahre wieder Stimme und Leadgitarre bei Fury in the Slaughterhouse, haben sich 2 Jahre nach der Trennung der Furys zusammengefunden, um wieder gemeinsam gute Musik zu machen. Nun jedoch mit deutschen und z.T. sehr persönlichen

Erasement: Beyond Recovery (2018)

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9 / 10 Punkte

ERASEMENT sind wieder da! Drei Jahre nach ihrem Debüt-Album 'It Comes To Life' von 2015 hat es die Band geschafft, einen neuen Longplayer auf den Seziertisch zu wuchten. Dass die (persönlichen) Erwartungen dabei sehr hoch sind, darf man erwarten. Schliesslich ist deren Erstling ein Meisterwerk und e

Manigance: Machine Nation (2018)

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8 / 10 Punkte

Sortilege, ADX und H-Bomb, so heißen die Bands die mir bei melodischem französischsprachigem Heavy Metal in den Sinn kommen. Alles tolle Bands, in deren Riege sich Manigance mit ihrem sechsten Werk seit 2002 einreihen. In Frankreich sind die Jungs bereits etabliert und gehören zu den Größen. Ich hat

Hitten: Twist Of Fate (2018)

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8 / 10 Punkte

Hitten sind längst keine Unbekannten mehr. Mit ihren ersten beiden Alben konnten sie schon aufhorchen lassen und mit dem neuen Output „Twist Of Fate“ machen sie sich nun auf, dem Underground endgültig zu entwachsen. Allerdings müssen die Spanier seit einiger Zeit ohne ihren bisherigen Sänger Aitor N

Cauldron: New Gods (2018)

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7 / 10 Punkte

Ein neues Album der Kanadier Cauldron steht an. „New Gods“ heißt es. Wie immer bei dieser einzigartigen Band, ist man gespannt und weiß im Prinzip was einen erwartet, oder doch nicht? Cauldron haben sich bislang nie um Erwartungen geschert und das tun sie auf dem neuen Album noch weniger als sonst.

Jared Threatin: Breaking The World (2017)

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7 / 10 Punkte

Mit einer Fake-Fanbase, gekauften Klicks bei YouTube und einer eigentlich nicht existenten Karriere ein Musiker sein... Kann nicht funktionieren, sorgt aber für ausreichend Furore um einige Käufer anzuziehen. Erwartet wird von dieser Scheibe nichts umso positiver überrascht ist man danach. Einfac

Them: Manor Of The Se7en Gables (2018)

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6.5 / 10 Punkte

Manchmal ist es schon eigenartig. Als THEM vor zwei Jahren mit "Sweet Hollow" auf der Bildfläche erschienen, war ich richtig begeistert von dem Album. Nur logisch, dass ich auch gespannt wie ein Flitzebogen auf "Manor Of The Se7en Gables" war. Man kann deutlich hören, dass die Band spielerisch gerei

Dynazty: Firesign (2018)

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8.5 / 10 Punkte

Vier Jahre sind seit meinem letzten DYNAZTY-Review ins Land gezogen und leider ist "Titanic Mass" vor zwei Jahren total an mir vorbeigezogen. An der Besetzung hat sich seit dieser Zeit allerdings nichts geändert (abgesehen vom Weggang des Bassisten Joel Fox Apelgren, der noch auf "Renatus" zu hören

Dark Funeral: De Profundis Clamavi Ad Te Domine (2004)

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9 / 10 Punkte

Wer mit "De Profundis Clamavi Ad Te Domine" ein schrammeliges Black Metal Live Album erwartet, dass mit einem Fisher-Price Kasettenrecorder in irgendeiner miefigen Turnhalle in Südamerika aufgenommen wurde, der irrt gewaltig. Dark Funeral beweisen hier mehr als Eindrucksvoll, wie mächtiger Black

Wolf Maahn: Direkt Ins Blut - (Un)Plugged (1993)

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10 / 10 Punkte

Das war die erste deutschsprachige Unplugged-Scheibe und sie ist bis heute aus meiner Sicht immer noch das Maß aller Dinge, was die akustischen Live-Scheiben aus dem Deutschrock-Bereich betrifft. Da kann kein Gröni mithalten und auch die letzten Werke von Lindenberg, Maffay und Westernhagen sind vie

Ulla Meinecke: Kurz Vor Acht (1986)

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9 / 10 Punkte

Dieses Live-Album dokumentiert die erfolgreichste Phase der Karriere von Ulla Meinecke in den 80ern und wurde im Jahr nach dem Rockpalast-Auftritt in der Zeche Bochum aufgenommen. Kern des Sets bilden vier hervorragende Songs vom Album "Wenn schon nicht für immer, dann wenigstens für ewig", mit dem

Erasement: It Comes To Life (2015)

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10 / 10 Punkte

Dieses wird ein längeres Review, also haltet schon einmal Bier und Grillhähnchen bereit. Bekanntlich sind die bekanntesten Thrash Metal Bands aus Deutschland TANKARD, KREATOR, SODOM und DESTRUCTION; für mich in dieser Reihenfolge. Die Frage wäre nun: Welche Bands könnte man in die zweite Reihe se

Eisregen: Fegefeuer (2018)

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7 / 10 Punkte

Wenn man sich so unter ehemaligen Eisregen-Fans umhört, dann stellt man schnell fest, dass "W*ndwasser" für einen Großteil wohl das letzte gute Eisregen-Album war. ich persönlich fand sie bis einschließlich "Schlangensonne" noch recht gut, alles was danach kam war allerdings Grütze. Langweilige Albe

Samsas Traum: Live In Berlin 19.11.2015 (2016)

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7 / 10 Punkte

Es handelt sich bei dieser DVD um einen Livemitschnitt zur "Poesie"-Tour in Berlin. Wer sich mit dem "Poesie"-Album von Samsas Traum befasst hat, der weiß, dass das dort verarbeitete Thema kein Zuckerschlecken ist. Wie lässt sich das nun auf die Bühne übertragen? Die DVD liefert die Antwort, auch fü

Bloodbath: Arrow Of Satan Is Drawn, The (2018)

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9 / 10 Punkte

ES IST WIEDER SÄGEZEIT! Leute, ich gebe ja zu, mit den Vorveröffentlichungen zum neuen Album "The Arrow of Satan is drawn", habe ich wiedermal etwas schnippisch reagiert. Klang zu sehr nach dem Vorgänger, wenig Neues. Das stieß mir vor allem sauer auf, weil ich doch gerade bei der schwedischen De

Van der Graaf Generator: Live At The Paradiso 14:04:07 (2009)

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10 / 10 Punkte

Intensiv! Das ist das richtige Wort um die Musik von Van der Graaf Generator in Kürze zu beschreiben. Der Generator generiert hier ein Sound-Bad, wie man es von den frühen Aufnahmen der 70er kennt und liebt. Dass diese Aufnahme von 2007 und nicht aus den 70ern ist, hört man nur am etwas moderner

Thursday: War All The Time (2003)

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3.5 / 10 Punkte

Erster! Wer weiß...?! Vielleicht auch letzter, der dieses Album Reviewted. Denn um ehrlich zu sein, ist dieses Album wirklich nur was für Fans dieses Genres. Denn meiner Meinung nach klingt hier fast jedes Lied gleich. Okay. Vielleicht hebt sich der 6. Track ein wenig ab und man könnte ihm vielleic

Glass Hammer: Chronometree (2000)

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8 / 10 Punkte

Wer sich grämt, dass ELP, Yes und Konsorten viel zu wenig starkes Material hinterlassen haben, dem verschaffen Glass Hammer mit mittlerweile knapp 20 Studioalben deutlich Linderung. "Chronometree" gilt als bislang stärkstes Werk und bietet wirklich alles, was Prog-Rock Fans schätzen: komplexe Struk

Donald Byrd: Street Lady (1973)

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8 / 10 Punkte

Das Cover legt es nahe: "Street Lady" klingt wie ein Soundtrack zu einem Blaxploitation-Film aus den frühen 70ern! Donald Byrd ist ein Jazz-Trompeter, sodass neben rhythmischen Passagen auch viel soliert wird. Die Instrumentierung ist stilsicher: Neben der Trompete, viel Querflöte, elektrische Gitar

System Of A Down: Steal This Album! (2002)

Review von

4.5 / 10 Punkte

Lustlos, kraftlos, halbgar und weitgehend nervtötend. Vielmehr gibt es da nicht anzumerken und somit ist das Review auch in-line mit dem minimalistisch gestalteten Produkt. Die paar wenigen "Momente" rechtfertigen die ebensowenigen Punkte.

Status Quo: Bula Quo! (2013)

Review von

8.5 / 10 Punkte

Erst fand ich das Album etwas langweilig. Dann hab ich den Film gesehen. Durch die belanglose Story habe ich erst die Songs etwas genauer wahr genommen. Daraufhin habe ich mir das Album nochmal intensiver angehört und war überrascht welche Vielfalt mich dort eigentlich erwartet, die man so von Quo n

Status Quo: Not At All (1989)

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4.5 / 10 Punkte

Recht magere Status Quo Kost. Belangloses Liedchen in einer Ära des Songschreibens mit Bernie Frost, welches schon fast in den Bereich Pop geht. Eine niedrigere Bewertung verhindert die etwas bessere B-Seite, die von Andy Bown geschrieben wurde.

Maxxwell: Metalized (2018)

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7.5 / 10 Punkte

Na holla! Das ist doch mal eine Kurskorrektur. Die schweizer Hard Rocker MAXXWELL waren lange Zeit in einem Atemzug mit GOTTHARD und SHAKRA zu nennen, da sie stilistisch verdammt nahe dran waren. Nun haben MAXXWELL die Hard Rock-Elemente so gut wie abgelegt und präsentieren sich auf ihrem vierten Al

Aborted: Terrorvision (2018)

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9 / 10 Punkte

ABORTED schroten sich jetzt schon seit 1995 durch das Unterholz und haben mit "TerrorVision" nun ihr zehntes Studioalbum im Sack. Nicht übel, vor allem wenn man bedenkt, dass sich die belgischen Deather nie eine Auszeit genommen haben und in regelmäßigen Abständen entweder ein Studioalbum oder eine

Free: Free At Last (1972)

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8 / 10 Punkte

Free - Paul Rodgers: Er hat ja nicht gerade den größten Stimmumfang, seine Stimme ist auch nicht sehr wandlungsfähig, doch was für ein Timbre und was für Phrasierungen! Das hievt ihn definitiv in meine persönlichen Top-5 Rocksänger neben David Coverdale, Ann Wilson, John Lawton und Dio (oder doch Lo

John Wetton: New York Minute (2015)

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6.5 / 10 Punkte

John Wetton wird hier begleitet vom "Les Paul Trio", bestehend aus Gitarre, Piano und Bass, also ohne Drums. Wetton selbst singt ausschließlich. Diese Konstellation gab es im umfassenden Schaffen von John Wetton meines Wissens noch nie. Neben dem Gesang spielt er sonst meist Bass oder auch Gitarre u

Dream Theater: Astonishing, The (2016)

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6 / 10 Punkte

Nun hat es also auch Dream Theater erwischt. Hat die Band in den ersten 15 Jahren ihres Bestehens durch die Bank Klassiker abgeliefert (das etwas weichgespülte "Falling into Infinity" mal ausgenommen), geht es seit dem Ausstieg von Mike Portnoy stetig bergab. Konnte man über das gesichtslose "A Dram

Lalo Schifrin: Talkin' Verve (1999)

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9 / 10 Punkte

Jeder kennt Ennio Moricone, doch wer kennt Lalo Schifrin? Ich hoffe, doch mehr als Leute als, als ich befürchte.... Seine Musik hat aber jeder, der schon mal im Kino war oder einen Fernseher eingeschaltet hat, gehört: Unzählige Filmmusiken für Hollywood Blockbuster enstammen seinem kreativen Kopf: "

Slutet: Slutet (2015)

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7.5 / 10 Punkte

Der erste Song beginnt mit einem Nachrichtensample von den Terroranschlägen des 11. September (und endet mit Maschinengewehrsalven und Allahu-Akbar-Rufen), die daraufhin einsetzende Musik könnte man in etwa so beschreiben, als würde die behinderte Band "The Feminists" aus dem Film "Ex Drummer" versu

Nick Lowe: Party Of One (1990)

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9 / 10 Punkte

Für mich ist "Party Of One" Nick Lowe's Meisterwerk. Jeder Song ist ein Volltreffer. Man ist geneigt, es für ein Greatest Hits Album zu halten. Kompositorisch auf Augenhöhe mit Paul McCartney oder Elton John. Umso erstaunlicher, als keine Coversongs drauf sind. Stilistisch gibts hier das von Lowe g

Inmates, The: Albums 1979-82, The (2017)

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7 / 10 Punkte

Wer auf Dr. Feelgood und Konsorten steht, kann hier bedenkenlos zugreifen! Die Inmates (zu deutsch Knastbrüder) bieten den gleichen schnörkellosen, gitarrenbasierten Losgeh-R&B. Dass die Band kaum bekannt wurde, lag wohl daran, dass ihr markante Bühnenpersönlichkeiten wie Wilko Johnson und Lee Brill

Alvin Lee Band, The: Free Fall (1980)

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7.5 / 10 Punkte

Alvin Lee war bekannt für nicht immer songdienlich eingesetzte Hochgeschwindigkeitsgitarre. Doch konnte er auch durchaus anders, wie auf dem akustisch geprägten "In The Road To Freedom" zu hören ist. "Free Fall" fällt insofern aus dem Rahmen, als es mehr Wert auf gutes Songwriting als auf ausufernd

Pointer Sisters, The: Priority (1979)

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7 / 10 Punkte

Die Pointers begannen mit Cabaret-lastigem Jazz und sind mit 80er Pop am besten in Erinnerung geblieben. Noch deutlicher als auf dem Album "Energy" gibts auf "Priority" aber astreinen gitarrenlastigen Rock mit Coverversionen von Ian Hunter, Bruce Springsteen, den Rolling Stones, Graham Parker u.ä.!