MrPsycho


Registriert seit: 14.06.2010

Zum Verkauf 0 Eingetragen 69
Bewertungen: 11 Reviews: 5
Genres: Metal, Rock
Bewertungsverteilung von MrPsycho
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 1 1 4 0 2 0 2

0.5: 0% (0x)

1.0: 0% (0x)

1.5: 0% (0x)

2.0: 0% (0x)

2.5: 0% (0x)

3.0: 0% (0x)

3.5: 25% (1x)

4.0: 0% (0x)

4.5: 0% (0x)

5.0: 0% (0x)

5.5: 0% (0x)

6.0: 0% (0x)

6.5: 0% (0x)

7.0: 25% (1x)

7.5: 25% (1x)

8.0: 100% (4x)

8.5: 0% (0x)

9.0: 50% (2x)

9.5: 0% (0x)

10.0: 50% (2x)

Die letzten Bewertungen
8.0 für Nargaroth: Era Of Threnody (2017) (19.09.2018 19:52)
8.0 für Ghost: Prequelle (2018) (12.07.2018 15:01)
3.5 für Metallica: Load (1996) (15.04.2018 19:47)
7.5 für Nargaroth: Jahreszeiten (2009) (15.04.2018 19:45)
8.0 für Watain: Wild Hunt, The (2013) (20.03.2018 16:20)
9.0 für Lifelover: Pulver (2006) (08.01.2015 16:20)
10.0 für Alcest: Souvenirs D'un Autre Monde (2007) (12.11.2013 18:27)
10.0 für Silencer: Death - Pierce Me (2001) (01.10.2012 11:21)
7.0 für Fuel: Sunburn (1998) (18.06.2011 12:37)
9.0 für Dark Fortress: Ylem (2009) (08.11.2010 16:12)
Insgesamt 11 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

19.09.2018 19:52 - Nargaroth: Era Of Threnody (2017)

8.0 / 10
Huch, was ist denn das? Ist das Nargaroth? Ja, irgendwie schon. Aber irgendwie auch noch was ganz anderes. Sowas wie Melodie, Hooklines, Epik. Aber passt das? Darf das passen? Bei Nargaroth? Spätestens seit dem - zugegebenermaßen etwas experimentiellen, aber dennoch tollen Jahreszeiten-Album - steht für mich fest: Ja, verdammt, auf jeden Fall! Hätte man nach der Spectral Visions Of Mental Warfare direkt meinen können, Ash bzw. Kanwulf hätte zu sehr Gefallen an den Knast-Alben Vikernes' gefunden, so überrascht Era Of Threnody auf ganzer Linie. Weder findet man auf dieser Platte den hundertprozentig typischen, rohen Black Metal-Sound der "normalen" Alben Nargaroths, noch wird der mit dem Vorgängeralbum eingeschlagene burzumeske Weg weiterverfolgt. Dafür bekommt man mit dem 2017er-Album ein essentielles Stück Musikgeschichte serviert, das sich im Kopf festsetzt. Ash schafft mit Era Of Threnody ein Kunststück, von dem viele alteingesessene Bands nur träumen können: Nach knapp 20 Jahren immer noch überraschen und begeistern zu können, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen. Bereits der Opener Dawn Of Epiphany ist eine Klasse für sich und zeigt, wohin die Reise gehen soll: Nach dem einleitenden Sprechpart übernehmen cleane Gitarren mit einem romantischen Flamenco-Theme, begleitet von Chor und Glockenschlägen, bevor Ash in gewohnter Manier mit infernalischen Distortion-Gitarren sowie gewohntem Gesang loslegt. Selten bekommt man mit einem Intro bereits einen solchen Gänsehaut-Moment beschert, Wahnsinn. Auf dem zweiten Song, Whither Goest Thou, darf man dann den erwähnten Chor nochmal etwas ausladender belauschen. Und spätestens hier wird einem klar, dass Ash durchaus ein Händchen dafür hat, zu experimentieren und entsprechende Passagen wohldosiert einzusetzen. Gerade immer dann, wenn man sich an den Ausflügen in ferne Gefilde sattzuhören droht, reißt einen das bekannte Black Metal-Gewand aus der Träumerei. Und wo wir schon bei Träumerei sind: Die anfangs erwähnten romantischen Flamenco-Gitarren ziehen sich ebenfalls wie ein roter Faden durch das jüngste Werk Nargaroths. As Orphans Drifting In A Desert Night, The Agony Of A Dying Phoenix und der Titelsong Era Of Threnody sind da die perfekten Beispiele dafür. Und so seltsam es klingt, aber Ash schafft es, der Platte gerade durch diese Art des Gitarrenspiels einen unverwechselbaren und sehr harmonischen Touch zu geben, der in extremer Ambivalenz zu den Black-Passagen steht und gerade deshalb wunderbar funktioniert. Und als wäre das alles nicht schon genug, hat Era Of Threnody mit Love Is A Dog From Hell und TXFO noch zwei reinrassige Black 'n' Roll-Granaten mit an Bord, wie man sie vielleicht eher von Carpathian Forest erwarten würde. Und spätestens dann weiß man gänzlich nicht mehr, was man an diesem facettenreichen Album nun am besten finden soll. Ist man also mit TXFO, dem neunten Song des Albums, durch, drängt sich die Frage auf, wie man dieses Ausnahmewerk nun beenden wird. Und dann beginnt mit melancholisch-schleppenden Gitarren My Eternal Grief, Anguish Neverending, parallel dazu Doppelstimme in Form von klarem Sprechgesang sowie Keifgesang. Das letzte Drittel des Songs gehört nur noch einem fast zerbrechlich wirkenden Cleangesang. Ein würdiger, erhabener Schluss für solch ein Meisterwerk von Album. Man kann von Nargaroth und Ash respektive Kanwulf halten, was man will - auch ich hatte und habe da so manche Probleme mit dem Kerl. Was er da aber auf Era Of Threnody mit über einer Stunde Spielzeit geschaffen hat, sucht im heutigen Black Metal-Bereich seinesgleichen. Wo andere Bands auf der Stelle treten oder lieber Experimente vermeiden, um die traditionellen Fans nicht zu verärgern, schreibt man hier moderne Black Metal-Geschichte mit Chören, romantischen Flamenco-Gitarren und ruhigen, melodiösen Passagen. Era Of Threnody ist schlicht eine der Überraschungen im Black Metal schlechthin. [Review lesen]

12.07.2018 15:01 - Ghost: Prequelle (2018)

8.0 / 10
Ghost - was gibt es über diese Band im Jahre 2018 noch zu sagen, außer, dass ihr Erfolgs- und Eroberungszug im Bereich eines Art "Popmetals" unbestreitbar und verdammt nochmal wohlverdient ist? Nun, nicht wirklich viel, denn auch das 2018er-Album reiht sich nahtlos in die von Hits strotzende Diskografie der Schweden ein und stellt - mit minimalen Abstrichen - ein weiteres Kapitel der Ghost-Erfolgsgeschichte dar. Was wohl am meisten auffällt: Prequelle schlägt die Kerbe des typischen Popsounds Ghosts noch ein ganzes Stück tiefer - sodass das Okkulte, Düstere, das damals mit der Opus Eponymous Einzug gehalten hat, fast gänzlich in den Hintergrund rückt. Einzig Faith erinnert mit seinem knackigen Refrain analog zu Mummy Dust auf dem Vorgängeralbum noch an die Anfangszeiten Ghosts. Und wo wir schon bei Refrains sind: Diese bekommen auf der Prequelle ganz besondere Aufmerksamkeit spendiert: Rats, Pro Memoria, Witch Image oder natürlich das obergeniale Dance Macabre - die Songs bohren sich auf dem aktuellen Album leichter denn je in den Gehörgang. Leider geht das etwas zu Lasten der Songstrukturen, denn die fallen deutlich simpler und weniger aufregend aus als auf der Infestissumam oder Meliora. Schädlich ist das bei der Musik, die Ghost machen, jedoch natürlich nur bedingt: Gerade bei den oben genannten Songs ist man bereits beim zweiten bis dritten Durchgang geneigt, gesanglich direkt miteinzusteigen und Prequelle nach Herzenslust zu zelebrieren. Gänzlich ohne Komplexität muss man dann aber doch nicht auskommen, denn hier punkten gerade wieder die tollen Instrumentale Helvetesfönster und vor allem Miasma: Spätestens, wenn die Jungs da am Ende noch das Saxophon auspacken, ist alle Nörgelei um die Einfachheit der neuen Platte (fast) wieder vergessen. Und zur Abrundung ist mit Life Eternal natürlich auch wieder was für's Gefühl mit an Bord - wenn da auch He Is auf dem Vorgänger mehr Eindruck hinterlassen hat. Als Bonus gibt es, je nach gekaufter Version, noch zwei Coversongs obendrauf, von denen vor allem It's A Sin der Band recht gut steht. Fazit: Prequelle ist (wieder mal) ein richtig tolles Ghost-Album geworden, das sich noch zugänglicher und weniger komplex als die älteren Werke präsentiert - nutzt sich deswegen wohl aber auch etwas flotter ab. Opus Eponymous-Puristen werden da wohl etwas die Nase rümpfen, letztlich sollten jedoch alle Freunde süßer satanischer Klänge mit der neuen Platte ein weiteres Mal glücklich werden. Denn ganz ehrlich: Wer aktuell Ghost auch im Entferntesten nichts abgewinnen kann, der sammelt besser Bierdeckel oder Briefmarken. [Review lesen]

20.03.2018 16:20 - Watain: Wild Hunt, The (2013)

8.0 / 10
Sicher kennt jeder das Gefühl, beim ersten intensiven Hören von bestimmten Platten genau die dort herrschende Zeit "eingefangen" zu haben, die einem beim erneuten Hören ein paar Monate bzw. Jahre später wieder mit all ihren Facetten in den Sinn kommt. The Wild Hunt von Watain war bei mir so eine Platte. Es war der Übergang vom Herbst in den Winter anno 2013, an dem meine Tage von langen, stressigen Bibliotheksaufenthalten zum Zwecke meiner Studienarbeit und die Abende bzw. Nächte von klirrender Kälte, Dauernebel und vereinzeltem Schneefall geprägt waren. Und genau an diesen Abenden, an denen ich mich immer bereits bei Dunkelheit zu besagtem Wetter auf den Heimweg von der Uni machte, begleitete mich dieses Album Tag für Tag. Und wie alle persönlichen großen oder kleinen Höhepunkte im Leben wurde es für mich von dieser Zeit an etwas ganz besonderes, mich jedes Jahr zu Anfang des Winters mindestens ein paar Tage lang ausschließlich dieser Band zu widmen, einschließlich des mystischen Titeltracks dieses Albums. The Wild Hunt steht insofern auch recht weit oben in meiner Gunst, was die Werke der Schweden betrifft - einzig die Lawless Darkness würde ich da noch weiter oben ansiedeln. Vor allem schätze ich, auch heute noch, die Experimentierfreudigkeit, mit der die Band an dieses Album herangegangen ist. Einerseits zeigen Watain mit The Wild Hunt und They Rode On, dass sie auch noch mehr auf dem Kasten haben als das übliche Geknüppel, andererseits kommt aber auch dieses in gewohnt melodischer und eingängiger Weise auf dem Album nicht zu kurz. Insbesondere Black Flames March, De Profundis, Outlaw und The Child Must Die bleiben da schon nach den ersten zwei, drei Durchläufen gut im Ohr und bieten den infernalischen Konterpart auf diesem Album, den ich an Watain so schätze. Meine heimlichen Stars auf der Platte sind aber dennoch - mittlerweile wohl deutlich erkennbar - The Wild Hunt und They Rode On. Man mag von diesen beiden Tracks halten, was man will. Aber statt sich im Erfolg der Lawless Darkness zu wälzen und stets nur das zu machen, was man erwartet, haben Watain mit diesen beiden Prachtstücken von Songs noch einmal eindrucksvoll gezeigt, dass sie schlicht eine der musikalisch besten und ernstzunehmendsten Bands im Black Metal-Bereich der heutigen Zeit sind. [Review lesen]

08.01.2015 16:20 - Lifelover: Pulver (2006)

9.0 / 10
Müsste ich aus meiner kompletten Musiksammlung eine Band anführen, die das Prädikat "außergewöhnlich" in vielerlei Hinsicht verdient, so wäre das wohl Lifelover aus Schweden. Bereits bei der Auswahl einer Platte aus der Diskografie für ein Review fällt es mir schwer, mich zu entscheiden - von daher beginne ich einfach mal mit dem Debüt. Was den Hörer hier erwartet, ist - gelinde gesagt - eine echte musikalische Grenzerfahrung, und das in jeder Hinsicht. Nahezu spielerisch jonglieren Lifelover mit süßen, fröhlichen Melodien und Rhythmen (am Ende des Openers "Nackskott" ist gar mit "Bom Sicka Bom" ein Teil des schwedischen Liedes vom "Michel aus Lönneberga" enthalten), bevor sie einem mit erdrückender, aber dennoch stets melodischer Wucht derart an die Gurgel gehen, dass man am liebsten an Ort und Stelle auf die Knie gehen sich zusammensacken lassen möchte. Ausgelöst wird dieses Gefühl vor allem durch die Gesangsarbeit Jonas „B“ Berqvists, der - egal ob zu klingendem Piano oder dem mal abgrundtief verzerrten, mal cleanen Gitarrensound - das Leid einer ganzen Welt hinauszuschreien scheint. Nicht selten jagt einem genau dieser mal kreischende, mal wimmernde, mal resignierende, mal wutentbrannte Gesang einen eiskalten Schauer über den Rücken - exemplarisch hierfür wohl Lifelovers Paradesongs "Nackskott" und "M-S Salmonella" oder "Söndag". Aber auch die Songs mit überwiegend klaren Vocals wissen zu gefallen, allen voran "Nästa Gryning", der eine schicksalhafte Atmosphäre verbreitet, die seinesgleichen sucht. Alles in allem verstehen es Lifelover, eine ganze Palette an unterschiedlichen Einflüssen und Melodien zu kombinieren, von denen man sich nur schwer vorstellen kann, dass sie zusammen funktionieren. So reicht das Repertoire vom Depressive Black Metal bis hin zum Jazz, wobei Lifelover nie bei einer Station zu lange anhalten, sondern sich immer wieder einzelner Elemente bedienen. Lediglich einige wenige Lückenfüller trüben den Eindruck dieses ansonsten tadellosen Meisterwerkes. [Review lesen]

12.11.2013 18:27 - Alcest: Souvenirs D'un Autre Monde (2007)

10.0 / 10
Erinnerungen aus einer anderen Welt - Souvenirs D'un Autre Monde: Das ist der Titel des Debütalbums von Alcest und für mich nunmehr, ganze neun Jahre nach dessen Release, immer noch die beste Platte der Franzosen, ja sogar eine der besten Platten meiner kompletten Sammlung. Und auch heute noch lege ich die CD regelmäßig in meinen Player, um mich von diesem einzigartigem Stück Musik vereinnahmen und begeistern zu lassen. Und wahrlich sind Souvenirs D'un Autre Monde hier die Erinnerungen aus einer anderen Welt, aus einer anderen Zeit. Diese stellen Alcest auf ihrem Debüt primär mit verzerrten Gitarrenwänden, melodisch-verspieltem, sanftem Akustikpicking und vor allem dem ungemein zerbrechlich wirkenden, ja fast schon kindlich anmutenden Gesang dar. Das gesamte Album strotzt nur so von musikalischer Atmosphäre und wirkt in sich enorm schlüssig, jeder Song fühlt sich genau dort am richtigsten an, wo er auch letztlich seinen Platz fand. Dazu kommt, dass sich durch den partiellen weiblichen Gesang auch keinerlei Monotonie einstellt und das Abschlussstück "Tir Nan Og" nochmal eine ganz eigene Nummer darstellt. Souvenirs D'un Autre Monde lädt zum Stehenbleiben, zum gedanklichen Davonschweifen ein und ist eine Platte, der man schon fast Unrecht tut, sollte man sich keine Zeit nehmen, knapp 42 Minuten die Augen zu schließen und all die Klänge einfach auf sich wirken zu lassen. Denn wie niemand anderes schafft es die Musik von Alcest auf diesem Album, den Hörer in seinem tiefsten Inneren zu berühren und ihn mitzunehmen in diese eine "andere Welt", von der im Titel die Rede ist. Eine Welt voller Unschuld, Kindheitserinnerungen und Träume, eine Welt, strahlend in der sorgenlosen Unbeschwertheit einer warmen Frühlingssonne, eine Welt, die vielleicht so mancher schon vergessen hat. [Review lesen]