frankjaeger

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Registriert seit: 03.04.2008

Zum Verkauf 0 Eingetragen 1386
Bewertungen: 1994 Reviews: 129
Genres: Blues, Dark Wave/Gothic, Hardcore, Metal, Pop, Punk, Rock
Bewertungsverteilung von frankjaeger
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10 0
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4.0: 5.1351351351351% (19x)

4.5: 5.6756756756757% (21x)

5.0: 8.6486486486486% (32x)

5.5: 13.783783783784% (51x)

6.0: 30.27027027027% (112x)

6.5: 34.594594594595% (128x)

7.0: 55.945945945946% (207x)

7.5: 66.486486486486% (246x)

8.0: 100% (370x)

8.5: 70.540540540541% (261x)

9.0: 80.27027027027% (297x)

9.5: 38.108108108108% (141x)

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Die letzten Bewertungen
7.5 für Amber Light, The: Play (2008) (29.11.2025 17:27)
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Insgesamt 1994 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

14.11.2025 16:12 - The Lord Weird Slough Feg: Traveller Supplement 1: The Ephemeral Glades (2025)

9.0 / 10
Die großartige Rückkehr in die Spinwärts-Marken! "The Spinward Marches lie on the edge of Imperial space, and area that borders rival interstellar governments that directly oppose any further expansion. Far from the major centres of power the local rulers have more practical power than the Emperor himself. It is here that bands of daring individuals can take advantage of the hostile factions in order to carve out a fortune for themselves. The Spinward Marches offer untold adventure for those willing to seek it out." - Spinward Marches, Mongoose Publishing. "Die Spinwärts-Marken sind eine Region am Rande des Imperialen Raumes, die an verschiedene rivalisierende interstellare Reiche grenzt, die jeglicher territorialen Ausweitung entgegenstehen. So weit entfernt vom Herrschaftszentrum sind die lokalen Herrscher einflussreicher als der Imperator selbst. Hier können Gruppen wagemutiger Einzelgänger ihre Vorteile aus den Rivalitäten ziehen und ihre eigene Zukunft gestalten. Die Spinwärts-Marken bieten denen unzählige unerzählte Abenteuer, die es wagen, sich ihnen zu stellen." Das ist der Klappentext zum Erweiterungsband "Die Spinwärts-Marken" des Rollenspiels "Traveller". Viel nerdiger als die Band THE LORD WEIRD SLOUGH FEG kann es wohl nicht werden. Nicht nur haben die Burschen ihren Bandnamen einer doch recht obsuren Comic-Serie entnommen, nein, 2003 veröffentlichte die Band ein Album namens "Traveller", das genau auf diesem Rollenspiel, erstmals 1977 veröffentlicht, basierte. Das Werk ist nicht nur für mich eines, wenn nicht das beste Album der US-Nerdrocker, wenn die Band also zweiundzwanzig Jahre später den Titel wieder aufgreift, ist die mögliche Fallhöhe ziemlich beeindruckend. Zum Glück ist das SLOUGH FEG und bei dieser Band wird nicht gefallen! Die EP greift die Geschichte wieder auf, macht da weiter, wo wir vor mehr als zwei Jahrzehnten den Glücksritter Baltech Budapest verlassen haben, nachdem er mit Hilfe des Zhodani Consulates den Plan Professor Rickets zum genetischen Genozid der menschlichen Rasse und der Verwandlung in Mensch-Vargr-Hybriden aufhalten konnte. Tatsächlich klingt auch "Traveller Supplement 1: The Ephemeral Glades" genau wie diese Fortsetzung der Geschichte und zudem wie typisches THE LORD WEIRD SLOUGH FEG-Material. Da sind die hochmelodischen, an THIN LIZZY erinnernden Passagen, die epischen Kompositionen, die typisch-abgehackte Rhythmik, die immer wieder bewusst den Fluss der Stücke stoppt, und natürlich Mike Scalzis charakteristische Stimme. Im Vergleich zum ersten Werk klingt das "Supplement" etwas erdiger, rockiger, lässt den Bombast etwas zurück und reduziert vor allen die Stücke auf das Notwendige. Bis auf den Opener 'Knife World' mit fünf Minuten sind die anderen Stücke kurz und auf den Punkt komponiert, ich habe den Eindruck, hier ging es der Band tatsächlich im die Geschichte, weswegen die Rückkehr dann doch überhaupt kein Risiko darstellt, sondern im Gegenteil tatsächlich passend anfühlt und vor allem eines ist: typisch, großartig, SLOUGH FEG, ohne sonderlich plakativ zu Werke gehen zu müssen, einige der Stücke entfalten ihre Wirkung mit jedem Hören mehr. "Traveller Supplement 1: The Ephemeral Glades" ist leider nur knapp dreiundzwanzig Minuten lang. Eine EP, in der Tat, und das ist der größte Wermutstropfen der Veröffentlichung, der sich bei mir aber bisher nicht negativ ausgewirkt hat, denn ich höre die EP eigentlich immer mehrmals am Stück oder mittlerweile als Fortsetzung des Originalalbums "Traveller". Dass das so nahtlos funktioniert, ist eine große Leistung, weswegen einfach jeder, der mit der Band überhaupt etwas anfangen kann, ganz schnell zurückkehren sollte in die Spinwärts-Marken! Ich habe auch die Hoffnung, dass wir schon allein aufgrund des Titels "Supplement 1" eventuell noch mindestens ein weiteres Mal zurückkehren werden, um die Abenteuer von Baltech Budapest mit zu erleben. (Original erschienen auf powermetal.de: https://www.powermetal.de/review/review-Lord_Weird_Slough_Feg__The/Traveller_Supplement_1__The_Ephemeral_Glades,44253,44031.html) [Review lesen]

16.09.2025 18:46 - The Young Gods: Appear Disappear (2025)

9.0 / 10
Nach fünfzehn Jahren wieder ein echter Gassenhauer! Die schweizer Pioniere des Industrial-Rocks sind wieder da. Nicht, dass die Band weg gewesen wäre, nur ihren Elektro-Industrial-Rock hat die Band, deren Alben sich immer als brillante Wundertüten entpuppen, zuletzt nicht gemacht. Natürlich sind die Live-Alben genauso wie die Studiowerke "Data Mirage Tangram" und das instrumentale "The Young Gods Play Terry Riley In C" künstlerisch stark, aber eben abseits dessen, wofür die drei Eidgenossen bekannt sind, nämlich eindrucksvollen Post-Industrial. Das sind Alben, die es mir regelmäßig schwierig machen, Zugang zu finden. Aber mit dem neuen Album klappte das sofort! Hier muss ich vorwegschicken, dass die Band aus drei Mitgliedern besteht, die nicht unserem normalen Instrumentarium entsprechen, denn den Hauptteil übernimmt der Computer bei THE YOUNG GODS. Sänger Franz Treichler greift zwar auch zur Gitarre, aber eben auch zu Samples und Computer, Schlagzeuger Bernard Trontin schreckt ebenfalls nicht davor zurück, elektronisch zu agieren, und Cesare Pizzi ist tatsächlich ausschließlich digital unterwegs und ist der Sampler der Band. Na, abgeschreckt? Das wäre ein Fehler. Deiner. Natürlich muss man bereit sein, die rockige oder metallische Komfortzone zu verlassen und hinüber zu spähen in das Land der Merkwürdigkeiten, aber nach einem kleinen Rundgang im Klangkosmos von "Appear Disappear" wird sich selbiger sicher mit hoher Intensität erschließen. Vor allem, da die Drei am Anfang des neuen Werkes so kraftvoll und elektro-rockig zu Werke gehen wie eben seit Langem nicht. Der Titelsong ist ein cooler Tanzschuppenfeger in bester KONG-Manier, an die Niederländer fühle ich mich später in 'Mes Yeux Des Tous' nochmal erinnert, 'Systemized' ist typisch THE YOUNG GODS mit coolem Drumming und 'Blue Me Away' ist ein flirrender Dreiminüter zwischen Spannung und Ausbruch. Natürlich ist auch "Appear Disappear" keinesfalls eintönig, jeder Song hat einen völlig anderen Charakter, ruhige Passagen und Stücke wechseln sich ab mit Uptempo und tanzbaren Rhythmen, dem einen oder anderen experimentellen Teil und auch hypnotischen Körperwiegern wie 'Shine That Drone', das ein wenig klingt wie eine unpunkige Version von KILLING JOKE aus ihrer Neunziger-Phase. Das mag alles etwas seltsam klingen, wenn man es liest, und zugegeben, es klingt auch etwas seltsam, wenn man es hört, aber es zieht den Hörer mit einer geradezu unwiderstehlichen Faszination an. Waren die Burschen in den Achtzigern und frühen Neunzigern beeindruckende Pioniere, haben sie es jetzt verstanden, aus ihrer langen Schaffensphase ein Album zu basteln, das ihre besten Seiten vereint. Zwar fügt "Appear Disappear" dadurch dem Kanon der Band keine neue künstlerische Facette hinzu, aber dafür ist es möglicherweise einfach ihr insgesamt bestes Werk, das in den Clubs Europas zu einem Renner werden müsste. Zumindest wenn die Welt gerecht wäre. (erschienen bei POWERMETAL.de: https://www.powermetal.de/review/review-Young_Gods__The/Appear_Disappear,44980,44757.html) [Review lesen]

13.07.2024 10:56 - Jadis: See Right Through You (2012)

8.0 / 10
Brit-Prog voller Harmonie und Gefälligkeit. Mittlerweile dürfte man JADIS wohl als feste Größe im britischen Neo-Prog bezeichnen. "See Right Through You" ist das siebte Album der Band um Gary Chandler, wenn auch in 23 Jahren. Nicht gerade große Arbeitstiere, aber dafür empfand ich immer jedes neue Album als eine schöne Begegnung mit einem Freund, den man etwas aus den Augen verloren hatte. Das gilt auch für die oft geschmähten Alben der späten 90er "Somersault" und "Understand", aber in besonderem Maße für die letzten Releases. Auch auf dem vorliegenden Album hat sich stilistisch bei Chandler und Co wenig geändert. Dominant ist seine singende Gitarre und seine progressiv-melodische Stimme, beides Markenzeichen der Band, die den eigenen Sound JADIS' kreieren und es ermöglichen, sie problemlos an wenigen Takten zu erkennen. Seit dem Vorgänger "Photoplay" hat sich einiges ereignet, so sind nämlich zwei Mitstreiter, Martin Orford und John Jowitt der Brit-Prog-Institution IQ nicht mehr mit von der Partie. Am Auffälligsten ist das bei den Keyboards, denn Arman Vardanyan hat einen sehr unterschiedlichen Stil gegenüber seinem Vorgänger. Da gibt es Hammond-Sounds und unverhoffte Wendungen, die mich gelegentlich verwundert aufhorchen lassen. Das passt nicht immer in das typische Soundkonzept der Band, das setzt Haken, aber es ist auf jeden Fall eine Weiterentwicklung, die JADIS im Ganzen gut zu Gesicht steht. Allerding klingt der zweite Track 'Try My Behavior' etwas unausgegoren, da ihm der JADIS-Fluss irgendwie fehlt. Natürlich ist es für ein Album gut, wenn der Künstler etwas Abwechslung ins Spiel bringt, doch der abgehackte Stil passt wenig zu den sphärischen Teilen, und das Keyboard macht hier irgendwie merkwürdige Dinge, und genau das mache ich verantwortlich dafür, dass ich diesen Song in letzter Zeit häufiger überspringe. Das ist dann aber auch der einzige Kritikpunkt an "See Right Through You". JADIS sind konsequent, Chandler verändert seinen Stil nur minimal, und liefert dadurch ein feines Stück Progressive Rock ab, wie wir es von ihm gewohnt sind. Natürlich wird er damit keine neuen Fanschichten erschließen, aber für ein "hey, ich bin wieder da!" reicht es allemal. Ich bin froh, dass es wieder Zeit ist für ein neues Album. Ich habe schon sehnsüchtig gewartet. Sechs Jahre war ungewöhnlich lang. Zu lang. (https://www.powermetal.de/review/review-Jadis/See_Right_Through_You,22153,22042.html) [Review lesen]

13.07.2024 10:48 - Jadis: No Fear Of Looking Down (2016)

7.5 / 10
Leichter, luftiger Prog. Gary Chandler ist mit seiner Band JADIS seit über zwei Jahrzehnten in der Szene unterwegs, ohne dass er größere Erfolge hätte verzeichnen können. Trotzdem ist "No Fear Of Looking Down" sein mittlerweile zehntes Album, von denen schon der Vorgänger "See Right Through" als Eigenproduktion erschienen ist. Daher kann man davon ausgehen, dass "No Fear Of Looking Down" genau so geworden ist, wie Chandler, der wieder auf die Unterstützung des Brit-Prog-Veteranen Martin Orford zählen kann, es wollte: ohne Kompromisse, aber auch ohne Einflüsse von Seiten Dritter. JADIS ist seit geraumer Zeit für eher ruhigen Neoprog bekannt, und Chandler vor allem für seinen charakteristischen Gitarrensound. Und da kommt die Überraschung des Albums zum Vorschein, denn eben dieser Sound ist auf der aktuellen Platte nur sporadisch hörbar. Erst spät im sechsten Song 'Seeds Of Doubt' hört man seinen typischen Gitarrenstil, was "No Fear Of Looking Down" zu einem ungewöhnlichen und überraschenden Album macht. Allerdings ausschließlich in dieser Hinsicht, denn Gary Chandler hat natürlich seine musikalische Ausrichtung auch im Jahr 2016 nicht verändert. Wer bereits mit JADIS Bekanntschaft gemacht hat, weiß, was ihn erwartet. "No Fear Of Looking Down" bietet wieder einige sehr tolle Stücke wie 'Where I Am', 'A Thousand Staring Eyes' und 'Abandonded', kann aber auch mit einem echten Langweiler aufwarten, der den programmatischen Titel 'Just Let It Happen' trägt. JADIS-Fans werden sicher zugreifen und keinen Fehlgriff tun, wer jedoch die Band nicht kennt, aber Neoprog mag, könnte eventuell mit einer der "typischeren" JADIS-Scheiben wie 'Fanatic' oder dem brillanten'Across The Water' besser bedient sein. Nichtsdestotrotz, es ist schön, dass Gary Chandler unbeirrt seinen Weg geht. Ich werde ihn sicher mitgehen, denn auch auf "No Fear Of Looking Down" gibt es viel zu entdecken und viel zu genießen. Auch wenn JADIS wohl leider weiterhin ein Tip für Kenner bleiben wird. (https://www.powermetal.de/review/review-Jadis/No_Fear_Of_Looking_Down,29550,29550.html) [Review lesen]

24.05.2024 16:39 - Inrae: Inrae (2024)

9.0 / 10
Brillanter DEATH Metal! Death Metal ist nicht direkt mein Fachgebiet, aber in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch viele Bands auf dem SUMMER BREEZE, habe ich diese Metalspielart, die zuvor hauptsächlich durch DEATH und UNLEASHED in meinem Regal vertreten gewesen ist, besser kennen und schätzen gelernt. Dazu kommt mein Faible für technischen Thrash, der auch gerne mal ins Growlige abdriftet. Wenn nun eine Band es schafft, sich in diese Schnittmenge zu setzen, werden meine Ohren natürlich spitz! INRAE ist eigentlich nur der Pole Szymon Dardzinski, der vier komplexe, großartige Stücke Progressive Death Metal komponiert hat, die Freunden des komplexen Todesstahls mit Stoßrichtung DEATH, die ich immer wieder raushöre, Spaß machen werden. Er hat sich einige mehr oder weniger bekannte polnische Musiker als Unterstützung engagiert, die größte Bekanntheit dürfte dabei BELPHEGOR-Drummer Krzysztof Klingbein haben. Die Aufnahmen entstanden mit Piotr Polak im Dobra 12 Studio und auch die Aufmachung ist absolut professionell und gut umgesetzt durch die Künstlerin Natalia Nowacka. Gleich der siebenminütige Opener 'Will Made Flesh' setzt hier Maßstäbe in Sachen Komplexität, Riff-Folge und auch Abwechslung im Gesang, wenn der brillante Session-Sänger Mateusz Sibila tief growlt, hoch keift und sogar beinahe klar singt. Das ist absolut beeindruckend und funktioniert doch hervorragend. Die Doppel-Leads in 'Factions' lassen ebenso auf den guten Chuck schließen, auch wenn das Stück dann eine völlig andere Wendung nimmt und eine neue Seite des Projektes zeigt. Aber auch hier passiert in über sechs Minuten Vieles, aber nur Gutes, Wendungen zu einem melodischen Solo, einem atmosphärischen Teil, der INRAE zwischen Death und Black Metal platziert, dann wieder technisch vertracktes Stakkato-Riffing. Und trotzdem funktioniert es als Musikstück hervorragend, wenn man knotige Ohren hat wie ich. 'The Oaken Fortress' beginnt ruhiger, nimmt dann aber den DEATH-Bogen zumindest teilweise wieder auf und setzt den Siegeszug der Prog-Death-Hymnen fort, genauso variabel und spannend wie die Lieder zuvor, nur diesmal komplett instrumental, aber das funktioniert genauso. In 'Dead In Youth', dem mit fünf Minuten kürzesten Song, der von einer Violine eingeleitet und unterstützt wird, darf Mateusz aber wieder ran. Das Lied ist so etwas wie der Popsong der EP und relativ gradlinig. Beeindruckend. Dabei kommt Pop doch erst noch, denn der letzte Song der Scheibe ist eine Coverversion von 'Black Celebration' der Synthie-Popper DEPECHE MODE, die durch den Death-Metal-Wolf gedreht wird. Coole Sache, aber auch deutlich fünfter Sieger auf dieser herausragenden EP. Nur eine EP, deswegen sind meine Jubelschreie noch ein wenig leise, aber Freunde des vertrackten Todesstahls müssen "Will Made Flesh" unbedingt gehört haben. Ich gehe mal unter die Propheten: Wenn Szymon in dieser Qualität nachlegen kann, wird INRAE bald ein neuer, großer Name am DM-Himmel sein. (https://www.powermetal.de/review/review-Inrae/Will_Made_Flesh,42261,42050.html) [Review lesen]

06.04.2024 11:24 - Z Machine: Merging Worlds (2024)

8.0 / 10
Progressive Rock aus Wales ist doch schon mal ein Etikett, das mich neugierig macht, zumal ich von Z MACHINE noch nie etwas gehört habe. Kein Wunder, "Merging Worlds" ist das Debütalbum der Fünf aus Swansea, die sich auf rein instrumentale Musik beschränken. Diese allerdings überrascht mich gleich von Beginn an, denn nach einem Soundcollagen-Intro namens 'Amphibiosapien' überfällt mich ein durchaus wildes Jass-Rock-Inferno mit prominenten Blasinstrumenten. Tatsächlich, mit Rob Harrison hat die Band einen eigenen Bläser in den Reihen, der für Saxophon und Flöte verantwortlich ist. 'Bonus Eruptus' ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber ab der Mitte des Stückes ertappe ich mich beim Mitwippen und mit jeder Sekunde bildet sich die Struktur deutlicher heraus, ein Rockarrangement, dessen Konturen uns Unscharfe verjazzt werden. Ja, was habe ich denn da aufgelegt? Das nächste Stück, der Siebenminüter 'Big Old Hen', ein Songtitel, den man auch nur im Prog rechtfertigen kann, setzt dem Ganzen mit einem ruhigen Solo-Mittelteil und Flöte noch einen drauf. Ohrenscheinlich macht sich Z MACHINE nichts aus Konventionen und dem berühmten roten Faden, hier wird der Kreativität der Protagonisten keine Grenze gesetzt. Das mag an manchen Stellen zuerst etwas überfordernd wirken, aber nach ein paar Drehungen erkennt man die individuellen Charakteristika der Stücke und vermag das vertrackte 'Myrtle The Turtle', das fluffige 'Spacewalk', das groovig-lässige 'Joining The Q' und das wilde Jamfest 'Synoceratus' einzuschätzen und zu genießen. Die Zwischenspiele von jeweils unter einer Minute sind sozusagen das Gari zwischen den Kompoasitionen, die die Gehirnwindungen wieder neutralisieren und aufnahmefähig machen für den nächsten Gang. So befinden sich nur sechs echte Stücke auf "Merging Worlds" mit einer Länge von 34 äußerst spannenden Minuten, die allerdings eine gewisse musikalische Offenheit erfordern, denn die sich verbindenden Welten sind ein anderer Ausdruck für Fusion und das muss man eben mögen. Insgesamt schaffen die Waliser durch das gesamte Konzept eine tolle Scheibe, die als Gesamtwerk funktioniert und eigentlich nur mit dem Begriff Hörerlebnis umschrieben werden kann. Schade find ich wieder die spartanische Ausmachung der CD mit einem vierseitigen Booklet, das nur die nötigsten Informationen enthält. Na gut, Texte gibt es ja keine. Eine runde, coole Sache, diese Z MACHINE. (www.powermetal.de) [Review lesen]

09.02.2024 18:40 - Terraplane: When You're Hot (1985)

8.0 / 10
Die beiden Titel der B-Seite sind unveröffentlicht und beide starke Songs, die auch auf dem Album eine gute Figur gemacht hätten. Dabei wurde 'Tough Kind Of Life' auf dem CD-Re-Release als Bonus hinzugefügt, 'If You Could See Yourself' allerdings nicht. [Review lesen]

31.12.2023 15:05 - Shiva: Into The Eye Of The Storm (2023)

8.5 / 10
Manchmal ist es gut, dass es Promoschreiben für den Rezensenten gibt. Es wäre mir sonst völlig verborgen geblieben, das ZHIVA eigentlich die schwedische Band SHIVA ist, die ein neues Album nach siebzehn Jahren Funkstille an den Start gebracht hat. Okay, SHIVA ist vielleicht nicht der geschickteste Name der Welt, aber das war er auch vor über zwei Jahrzehnten nicht. Ist ZHIVA aber so viel besser? Ich gebe darauf mal keine Antwort und hoffe, dass es einen triftigen Grund für die Umbenennung gab. Es ist schon blöd, mehr als zwei Jahrzehnte Bandgeschichte aus den Augen zu verlieren. In diesem Fall ganz besonders. Leider kenne ich nur das Album "Desert Dreams" aus dem Jahr 2003, das 2006 erschienene "The Curse Of The Gift" ging leider an mir vorbei. Leider, weil ich "Desert Dreams" ganz töfte finde, aber auch, weil das aktuelle Scheibchen ebenfalls gut ins Ohr geht. Die beiden Masterminds hinter SHIVA/ZHIVA, Anette Johansson am Mikrophon und Mats Edström an den sechs Saiten, sind weiterhin tonangebend und haben sich mit einigen Musikern verstärkt, deren Bio immerhin durch Namen wie CLOUDSCAPE, SAPPHIRE EYES und ALYSON AVENUE aufhorchen lässt. Was darf man also erwarten? Gut gemachten, melodischen Hardrock von Musikern, die wissen, was sie an ihren Instrumenten tun, genau. Doch "Into The Eye Of The Storm" ist tatsächlich noch mehr, denn es ist auch symphonisch und im Ansatz sogar progressiv, vor allem in den ersten Stücken vom Opener 'Breaking The Chains' bis zum Titelsong. Die erhofften Killermelodien darf der Hörer in 'Evelyn', 'Autumn Sky' und 'Broken' hören, bei letzteren kann die gute Sängerin Anette zeigen, was sie drauf hat. Dabei darf man aber keine Keyboard-Allergie haben, denn der dick aufgetragene Bombast ist allgegenwärtig. "Into The Eye Of The Storm" ist ein sehr gut gemachtes Album in einem Genre, in dem sich unzählige Bands tummeln. ZHIVA sticht auf jeden Fall heraus, auch wenn sie das Genre nicht neu erfinden. Aber das Wichtigste ist in Fülle vorhanden: Große Melodien, Herzschmerz und dazu eben die eine oder andere Kleinigkeit, die die Lieder interessant und anders machen. Was anfangs konventionell klang entwickelte sich nach ein paar Durchläufen zu einem wirklichen Gute-Laune-Album und wuchs immer mehr, bis ich sagen möchte, dass obiges Namedropping nett ist, deren Alben bis auf CLOUDSCAPE aber diesen 2023er Output nicht in den Schatten stellen können. Wer also Ohren für diese Art von kräftigem Hardrock hat, muss hier unbedingt reinhören. [Review lesen]

02.12.2023 15:59 - Terraplane: I Can't Live Without Your Love (1984)

7.5 / 10
Eine oft verkannte Perle der NWoBHM war die AOR-Band TERRAPLANE. Diese Maxi von dem formidablen Album "Black And White" enthält den Albumsong 'I Can't Live Without Your Love' als A-Seite. Auf der B-Seite befinden sich mit 'Beginning Of The End' und 'Let The Wheels Go Round' zwei gute Stücke, die nicht auf dem Album zu finden sind, aber nur wenig schlechter sind als das Material des Longplayers. [Review lesen]

02.12.2023 15:51 - Terraplane: Good Thing Going (1987)

6.5 / 10
Einer der schwächsten Songs des zweiten Studioalbums kommt zu Maxi-Ehren, dadurch wird der Schunkelsong aber nicht erträglicher. Interessant für Fans ist hier allerdings die B-Seite, enthält sie doch zwei Non-Album-Tracks, nämlich das gute 'A Night Of Madness' und das durchaus fetzige 'The Good Life'. Vielleicht nicht gerade Pflichtprogramm, aber auch keine Fehlinvestition. [Review lesen]

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