Mr.Killjoy

Mr.Killjoy
Registriert seit: 26.08.2010

Zum Verkauf 0 Eingetragen 31
Bewertungen: 126 Reviews: 23
Genres: Metal
Bewertungsverteilung von Mr.Killjoy
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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8.0: 20% (8x)

8.5: 27.5% (11x)

9.0: 62.5% (25x)

9.5: 52.5% (21x)

10.0: 100% (40x)

Die letzten Bewertungen
9.0 für Dark Tranquillity: Construct (2013) (08.08.2013 17:33)
9.5 für Children Of Bodom: Halo Of Blood (2013) (23.06.2013 20:35)
9.5 für Heaven Shall Burn: Veto (2013) (05.06.2013 22:42)
10.0 für Cannibal Corpse: Torture (2012) (03.01.2013 23:08)
7.0 für Huntress: Spell Eater (2012) (02.01.2013 23:08)
7.5 für Aeon: Aeons Black (2012) (02.01.2013 23:06)
7.5 für Nile: At The Gate Of Sethu (2012) (02.01.2013 23:06)
Insgesamt 126 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

05.06.2013 22:42 - Heaven Shall Burn: Veto (2013)

9.5 / 10
Ich bin fast dazu geneigt, zu behaupten, dass es sich hier um das bisher beste Album von Heaven Shall Burn handelt. Das Songwriting ist super, viel Liebe zur Melodie, undzwar oft zu sehr packenden und emotional mitreißenden Melodien, wie vor allem bei dem Opener "Godiva". Ausreichend hart, manchmal sogar brachial und "mitten in die Fresse", wie zum Beispiel bei "You will be godless". Der Gesang neigt zu häufigerem Einsatz tieferer Growls, als bisher. Alles dicke + Punkte. Die Songs sind kreativ aufgebaut, haben alle ihren eigenen Wiedererkennungswert und klingen unterschiedlich. Es gibt kaum Stellen in dem Album, bei denen man denkt "naja, das war jetzt nicht sooo geil". Die Texte gefallen dem stählernen Rebellenherz sehr gut und das Blind Guardian Cover "Vallhala" mit deren Sänger als Gastsänger gelingt auch bestens. Beim ersten Hören dachte ich mir, naja, dieser Power-Metal lastige Song und gerade der Refrain passt nicht wirklich zu Heaven Shall Burn, aber der Song wächst bei jedem Hören und der Refrain setzt sich schließlich noch fieser als beim Original im Ohr fest. Das Outro "Beyond Redemption" ist ein göttlicher Rausschmeißer, denn es rundet das ganze Album als überwiegend instrumentales und wunderschönes Stück perfekt ab. Tatsächlich übertrifft das Album knapp mein bisheriges Lieblingsalbum der Band, "Antigone". Der Sound auf der Schallplatte, also von dem Blizzard Over England Mix, ist astrein und viel besser, als der Sound auf der CD, wobei auch der schon besser ist, als zuletzt. Versteht mich nicht falsch, man kann sich den Mix von der CD gut anhören. Im Gegensatz zum neuen Album auf CD klingt Invictus wie Brei, aber im Gegensatz zur neuen LP, klingt die CD wie Brei. Demnächst könnte man sich noch zu selbst komponierten Gitarrensoli trauen, ich bin mir sicher, bei der Melodieverliebtheit könnten die Gitarristen der Band das und ich steh auf Gitarrensoli. Außerdem könnte man noch den "guten Sound" auch auf die CD packen. Würde man diese beiden Punkte noch korrigieren, dann gäbe es für dieses Album 10 Punkte. Anspieltipps: Godiva, Die Stürme rufen dich, Fallen, Hunters Will Be Hunted, Valhalla, Beyond Redemption [Review lesen]

03.01.2013 23:08 - Cannibal Corpse: Torture (2012)

10.0 / 10
Um seit langem mal wieder ein ausführliches Review zu schreiben habe ich mir das aktuelle Werk von Cannibal Corpse ausgesucht, für mich das Album des Jahres 2012. Das mittlerweile zwölfte full-length Studio Album von Cannibal Corpse gibt einem wie bei der Band üblich absolute Brutal Death Metal Feinkost. "Torture" ist allerdings ungewöhnt "eingängig" und bedient sich nicht selten dem mittleren Tempo, anstatt immer Vollgas zu geben und das steht der Band meiner Meinung nach sehr gut zu Gesicht. Natürlich wird auch der Standard Cannibal Corpse Fan nicht enttäuscht, denn die volle Packung in die Fresse Songs und Parts auf maximalem Tempo sind immernoch im genügenden Maße vorhanden. Auch die Texte und das Cover geben dem geneigten Hörer die übliche Kannibalenkost. Das Cover erinnert vom Stil her ein Wenig an das Cover des Zweitwerks "Butchered At Birth", ist allerdings nicht ganz so blutig. Wie immer hat das ganze wegen seinem Comicstil auch etwas komisches und karrikaturistisches. Auch wie immer liegt uns das echte Cover in Deutschland nicht vor. Scheiß Zensur. Aber auch das alternative Cover hat seinen künstlerischen Wert. Die Texte sind teils in der Ich-Perspektive verfasst, was dem Horrorfan definitiv gefallen müsste. Man kann sowohl in die Rolle des verrückten Massenmörders, als auch in die Rolle des verängstigten Opfers schlüpfen. Was hat man von solch brutalen Texten mit Zombies, verrückten Mördern ausgenommenen Menschen und Nekrophilie und entsprechenden comicartigen Covern zu halten? Meine Meinung dazu ist folgende: Seit jeher erzählen sich Menschen Horrorgeschichten und verspüren einen Reiz an den philosophischen Fragen über den Tod. Der Tod fasziniert als Ende des Lebens, was man sich als Lebender kaum vostellen kann. Zudem verspüren die meisten Menschen einen Reiz an Nervenkitzel und Grusel, wobei der Tod an sich ein sehr gutes literarisches Mittel zur Erzeugung von Spannung und Grusel ist. Früher konnten Iron Maiden noch alte Omis mit Eddie schocken, das funktioniert heute nicht mehr. Also wurde man immer härter und abartiger. Das ist eine logische Entwicklung der Kunst. So lange man also über die übertriebene Abartigkeit der Bilder und Texte bei Cannibal Corpse und anderen Bands lachen kann und andere Leute erschrecken kann, so hat das ganze sein Ziel erreicht und das ist in Ordnung so. Man will als Künstler im Metal, gerade in den extremeren Gangarten, ja auch eine Gegenwelt zu dem oberflächlichen heile Welt Getue der modernen Popmedien schaffen und zeigen das es noch anderes gibt undzwar ernstere Themen, als Promis und deren Beziehungen und so weiter. Und das funktioniert halt heute nicht mehr mit Eddie, sondern eher mit zermetzelten Leichen. Außerdem passen die Horrortexte super zu der brutalen Musik, entsprechend bekommt man die ganze Packung Aggression vermittelt, was Death Metal ja auch tun soll. Perfekt zum abreagieren und abbauen der eigenen Aggressionen. Ich spreche mich klar gegen die Zensur von CC in Deutschland aus. Nun gut, nach diesem kleinen Exkurs, der die Texte und Cover von Cannibal Corpse legitimieren soll, kommen wir in diesem Musik-Review endlich wieder zur Musik: "Demented Aggression" eröffnet den Tripp durch die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche. Ein guter Opener, hohes Tempo, mitten in die Fresse und herrlich brutal. Die ganze Band wirkt unglaublich präsent und arbeitet mit höchster Präzision. So will ich meine Lieblingskannibalen hören. Der zweite Track "Sacrophagic Frenzy" schlägt in die selbe Kerbe wie der Opener, haupsächlich im hohen Tempo aber auch mit etwas langsameren Parts die für spannungserzeugende melodische Einschübe der Gitarren und ein irres und gut passendes Solo herhalten. Der dritte Song "Scourge Of Iron" ist eine doomig stampfende Mid-Tempo Walze. Das erste Highlight des Albums und das war mir schon nach dem ersten Durchlauf klar. Hört euch diese wahnwitzige Sologitarre an! Man hätte das lebendig einbetoniert werden musikalisch nicht besser untermalen können als CC es mit dem nächsten Song "Encased In Concrete" tun. Gerade auch das Video zu dem Song lässt einen überlegen, wie es wäre, langsam im Beton zu ersticken, nachdem man bereits vollkommen bewegungsunfähig ist. Gänsehaut beim Lyrics mitlesen nicht ausgeschlossen! Das zweite Highlight des Albums makiert der fünfte Song "As Deep As The Knife Will Go". Irgendiwe hat der Titel was poetisches. Herrlich knüppelnde Strophen sowie eine hämmernde Doublebass im Refrain und im pre-Chorus nageln einen durch die Boxen in die Wand. Und was die Melodie im Refrain angeht: Ich hätte nicht gedacht, dass ich das bei Cannibal Corpse jemals sagen werde, aber: Ohrwurm pur! "Intestinal Crank" ist ein guter Song, kein Highlight, aber grundsolide. Hier sind wieder sowohl knüppelndes Up-Tempo, als auch walzendes Mid-Tempo vertreten. "Followed Home Then Killed" hat einen sehr atmosphärischen Beginn mit für CC recht hohen Gitarrennoten und anschließend dem wohl brutalsten Growling der Platte zu bieten. Dieser Refrain und dieses Intro sind vom Corpsegrinder sehr gut rübergebracht. Außerdem ist es wohl eine der schlimmsten Vorstellungen in seinen eigenen vier Wänden ermordet zu werden. Großes Kopfkino! "The Strangulation Chair" hält sich meist im Mid-Tempo auf. Der wohl musikalisch beeindruckendste Part ist ein Tappingsolo von Alex Webster und der folgende Instrumentalpart. Grundsätzlich ist der Bass auf diesem Album sehr gut abgemischt, sodass auch Webster's Großtaten endlich mal im Studio richtig zur Geltung kommen. "Caged...Contorted" sticht ähnlich wie Intestinal Crank für mich nicht sonderlich heraus. Aber ein guter Song. Inzwischen sind wir beim zehnten Song "Crucifier Avenged" angekommen. Aber auch dieser sticht nicht sonderlich hervor wie ich finde. Bei "Rabid" wird auf ein instrumentales Intro zwar verzichtet, aber dafür hat der Song eines der besten Gitarrensoli der Platte, das beste Up-Tempo Riffing des Albums und den morbidesten Refrain-Gesang dieses Albums zu bieten. Als zwölfter und letzter Song befindet sich "Torn Through" auf "Torture". Er bietet einen würdigen Abschluss und einen letzten Schlag ins Gesicht bevor die normale Version des Albums und damit ein rasanter Tripp durch die Folterkammer endet. Die Bonus Live Tracks sind verzichtbar. Der Sound ist im Albumkontext viel zu leise abgemischt, die Bassdrum hat überhaupt kein Volumen und der Gesang und die Hi-Hat breien. Da das aber mit dem album an sich nichts zu tun hat, gibt das in meiner Gesamtwertung keinen Abzug. Zusammenfassend lässt sich sagen: Sehr gutes, gewöhnt brutales, technisch einwandfreies (die Jungs entwickeln sich immer weiter), überraschend eingängiges, aber dennoch überhaupt nicht langweiliges Death Metal Album! Jeder beteiligte Musiker macht ordentlich Feuer! Ein Höhepunkt der Cannibal Corpse Diskografie! [Review lesen]

30.12.2011 23:03 - Kampfar: Heimgang (2008)

0.5 / 10
Etwas so schlechtes hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie gehört. Der Sound ist so undifferenziert, dass das ganze nur noch nach Brei klingt. Die Gitarren sind kaum hörbar unter all dem Soundmatsch. Der Gesang klingt einfach nur belanglos. Die Musik an sich, wenn man sie denn noch so nennen darf, ist stark beschränkt auf eine Melodie pro Song. Dazu schlechten Gesang und wegen des Sounds unidentifizierbare, kaum auseinanderhaltbare Instrumente. Das einzige Gefühl, das ich zu diesem Machwerk habe, ist eins der Übelkeit. Das ganze ist langweilig, schlecht produziert und grottig. 0,5 Punkte sind ja Pflicht, aber selbst die halte ich hier für zu viel des Guten... . [Review lesen]

17.12.2011 17:17 - Iced Earth: Dystopia (2011)

10.0 / 10
Iced Earth sind definitiv eine Institution im Metal. Auch wenn ihre letzten Alben nicht als große Bereicherungen bekannt wurden, haben Iced Earth ihren hohen Status nie verloren. Nach ihren ersten beiden Alben wurde der großartige Sänger Matthew Barlow in die Band aufgenommen. Mit ihm wurden vier Alben veröffentlicht, darunter auch „The Dark Saga“ und „Something Wicked This Way Comes“, welche ich heute noch für die besten beiden Alben der Bandgeschichte halte. Die ersten fünf Alben der Band gelten in der Szene allgemein als Klassiker, die jeder Metaller mindestens einmal gehört haben sollte. Auf dem letzten Album “The Crucible of Man (Something Wicked Part 2)” aus dem Jahre 2008 sang noch einmal Barlow die Texte ein. Danach ging er mit der Band noch mal auf Tour und stand auf dem Wacken Open Air 2011 das letzte Mal mit der Band auf der Bühne. Es war ein großartiges Konzert. Mit den anderen Sängern der Band konnte ich bis jetzt nicht viel anfangen. Das hatte sich nach dem ersten Hören des neuen Albums „Dystopia“ schlagartig geändert. Der neue Sänger Stu Block singt meist in einer ähnlichen Tonlage und mit einer ähnlichen Stimme wie Barlow, hat allerdings noch mehr Volumen, zeigt sich sehr variabel mit einigen Shouts und Growls im Hintergrund, singt meist mit einer leicht angerauten Stimme, wie Barlow ja auch, und lässt manchmal Schreie aus, die an Rob Halford von Judas Priest in deren Song „Painkiller“ erinnern. Vorher sang Stu bereits in der Progressive Death Metal Band Into Eternity, was sein Können in den aggressiveren Gesangsstilen erklärt. Aber auf „Dystopia“ finden sich auch zwei sehr emotional und ruhig gesungene Balladen, in denen Stu seine Variabilität noch einmal mehr unter Beweis stellt. Der Opener und Titeltrack „Dystopia“ ist ein perfekt gesungenes, bis ins Detail genial durchkomponiertes und trotzdem hittaugliches Stück Musik, welches mich, nachdem ich sein Musikvideo auf YouTube sah, zum Kauf des Albums überzeugt hatte. Der Song beginnt mit einem melodiösen Intro. Danach kommt ein langer Schrei des neuen Sängers. Und danach fängt der Song an drauf los zu ballern. Nach einem schnellen mit Doublebass unterlegten Teil beginnt die erste Strophe. Sofort überzeugt Stu mit seiner durchdringenden Stimme. Später im Refrain bekommt man dann den Ohrwurm, den man drei Tage nicht mehr los wird. Das Gitarrensolo ist auch nett und passt super. Erstes Highlight der Scheibe. Der zweite Song „Anthem“ ist in mittlerem Tempo gehalten und erneut grandios gesungen. Von der Stimmung her passt der Song perfekt zu seinem Titel, er ist einfach hymnisch. Auch hier wieder ein gutes Gitarrensolo und ein Ohrwurmrefrain. „Boiling Point“ ist wohl zusammen mit „Days Of Rage“ der härteste Song des Albums. Er drischt drauflos, durchgehend mit viel Doublebass, ist sehr spannend und wird nicht langweilig. Am Ende hört man Stu Block zum ersten Mal auf der Scheibe mit Kreischgesang aufwarten, wie man es von Halford kennt. Der vierte Song ist die sehr emotionale Ballade „Anguish Of Youth“. Mit ruhigem Tempo, schönen Melodie und Sologitarren, melancholischem Gesang, passendem Text und einer Atmosphäre die echt unter die Haut geht, ist sie die bessere Ballade und das zweite Highlight des Albums. Wer hier keine Erpelkutte bekommt, der ist innerlich längst tot. Der fünfte Song mit dem treffenden Titel „V“ ist ein guter Song, der zwar nicht besonders hervorsticht, aber durchaus ziemlich gut ist. Auch hier wieder ein Ohrwurmrefrain. Der sechste Song „Dark City“ wartet mit etwas auf, was man von Iced Earth schon lange nicht mehr gehört hat. Zusätzlich zu den düsteren Melodien hört man hier nämlich die rhythmisch galoppierenden Triolen, die mal ein typisches Merkmal für Iced Earth waren. Der Song hat einen grandiosen Spannungsaufbau und ist mal wieder perfekt komponiert, alles ist mehr als nur gefällig, ganz großes Kino. Eindeutig das dritte Highlight des Albums. „Equilibrium“ schließt atmosphärisch an „Dark City“ an. Auch die Triolen sind wieder vorhanden. Dennoch kommt der Song nicht ganz an „Dark City“ heran. „Days Of Rage“ ist, wie bereits erwähnt mit „Boiling Point“ vergleichbar. Das trifft nicht nur auf die Härte sondern auch auf die Qualität zu. Also gut. „End Of Innocence” ist die zweite und schlechtere Ballade des Albums und der einzige Song des Albums, der mir nicht sehr gefällt. Er kommt ein Bisschen zu poppig und weniger emotional rüber, als „Anguish Of Youth“. Aber versteht mich nicht falsch, der Song ist okay, aber „Anguish Of Youth“ ist einfach besser. Der zehnte und letzte Song „Tragedy and Triumph“ ist das vierte Highlight der Scheibe. Wieder eine großartige, recht düstere Atmosphäre, Triolen und viel Spannung. Großartige Melodieführung nette Soli und abschließend noch mal eine wunderbare Gesangsleistung. Ich hatte wohl mein Album des Jahres zu früh gewählt, denn diese Scheibe ist die erste dieses Jahr, der ich volle Punktzahl gebe. Jetzt steht mein Album des Jahres erst wirklich fest. Dieses Album hat echt das Zeug dazu ein weiterer Klassiker der Band zu werden. Es ist wirklich großartig und langhaltig. Es blockiert jetzt bereits seit einem Monat meinen CD Player. Der neue Sänger Stu Block, ist ein mehr als würdiger Nachfolger von Matt Barlow und der beste Sänger den Iced Earth jemals hatten. Ich bin komplett begeistert und kann das Album nur jedem Heavy Metal Fan ans Herz legen und Iced Earth Fans sowieso. Für die meisten Fans und für mich auch: Das beste Iced Earth Album seit 13 Jahren! [Review lesen]

01.09.2011 19:26 - The Agonist: Lullabies For The Dormant Mind (2009)

8.5 / 10
Die Musik von The Agonist geht doch sehr in die Richtung Metalcore/Deathcore und das ist normalerweise nicht mein Ding. Die bekanntesten Bands aus dem Bereich ("Heaven Shall Burn", "All Shall Perish", "Trivium", "As I Lay Dying", usw.) halte ich alle für technisch einwandfrei und sie machen gute böllernde Musik, die schön abgeht. Aber mir fehlt einfach das besondere bei diesen Gruppen, da ist nichts innovatives, da steckt kein traditioneller Heavy mehr drin, da steckt kein Oldschoolfeeling drin und da steckt auch kein ehrliches wir wollen nur Krach machen und brutal sein und das auf technisch hohem Niveau drin. Die klingen alle irgendwie wie eine härtere Kopie von alten In Flames. Und dann gibt es auch noch die völlig überbewerteten Metalcore Truppen wie "Bullet For My Valentine". Das ist mir alles zu modern. Aber "The Agonist" sind anders, die sind was besonderes. Zumal ich die Band sowieso auch in den Melodic Death Metal Bereich packen würde. Die Band hat was magisches und das ist wohl vor allem der Gesang von der schönen (sex sells) Frontfrau Alissa White-Gluz, die sowohl die lieblichsten Klänge, als auch die härtesten und kranksten Growls und Shouts aus ihrem Organ presst. Außerdem ist die Frau eine engagierte Tierschützerin und setzt sich auch politisch ein. Dies spielgelt sich natürlich in ihren Texten wieder, die allesamt einen tieferen Sinn haben und auf unsere Gesellschaft anspielen bzw. diese kritisieren. Die Musik ist auf technisch hohem Niveau, wie bei dem Stil nicht anders zu erwarten war. Die Melodien und Riffs haben oft etwas melancholisches, und schönes, aber es sind eben auch harte böllernde und Heavyriffs vertreten. Schon der Opener "The Tempest (The Siren's Song; The Banshee's Cry)" beginnt mit einem harten Riff, und krassem Gesang. Der Geasang wechselt ständig zwischen Growls und Klargesang, was viel Abwechslung und einen schönen Kontrast bietet. Das abwechslungsreiche Drumming tut sein übriges. Der zweite Song "...And Their Eulogies Sang Me To Sleep" ist wohl der härteste Song der Scheibe. hier wird, bis auf ein paar Einschübe im Hintergrund, auf Klargesang verzichtet. Der dritte Song "Thank You, Pain" ist das erste Highlight der Scheibe. Wunderbare Gesangsmelodien, klar strukturierte Riffs, ein schönes Solo und ein Hammerrefrain hat dieser Song zu bieten. Hierzu gibt es übrigens ein tolles Video! Der vierte Song "Birds Elope With The Sun" wirkt auf mich ziemlich unstrukturiert. Er ist wohl zusammen mit dem Rausschmeißer der schlechteste Song des Albums. Der an einigen Stellen fast schon balladeske Midtemposong "Waiting Out The Winter" hingegen ist der Song, der wohl am Meisten auf Klargesang setzt. Er ist hinreißend schön und meisterhaft gesungen. Das zweite Highlight der Scheibe. "Martyr Art" polarisiert mit orchästralen Chören und sehr düsterer Atmosphäre. Mir gefällt's. "Globus Hystericus" ist das dritte Highlight der Platte. Er weist verschiedene gute Soli, ein ziemlich hohes Maß an Aggression, einen super Refrain und klasse Riffing auf, ohne auf eine gewisse Melancholie zu verzichten. Die melancholische Atmosphäre zieht sich nämlich durch das ganze Album. Alissa ist nicht nur unglaublich sexy, sie hat's auch gesanglich total drauf', wie ihr in frag mich nicht wie vielen verschiedenen Gesangsspuren aufgenommenes Acapella "Swan Lake" aus dem Ballet Schwanensee endgültig beweist. "The Sentient" ist mit "Globus Hystericus" vergleichbar. Für mich auch ein Highlight. Vor allem der Part vor dem letzten Refrain ist genial. "When The Bough Breaks" ist gut, sticht aber nicht besonders hervor. "Chlorpromazine", der Rausschmeißer, gibt mir fast nichts. Zu unstrukturiert ist er. Wie "Birds Elope With The Sun". Das Album wird dominiert von Alissas unglaublich geilem Gesang, abwechslungsreichem Drumming, guter Gitarrenarbeit, melancholischer Atmosphäre, einem gewissen Grad an Härte und meist hoher Geschwindigkeit. Gefällt sehr gut. 8,5 Punkte gibt es, weil nach einem zweiten Album mit zwei nicht so berauschenden Songs ja noch Platz nach oben sein muss. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass die Songs mit einem rein instrumentalen Riff beginnen, was hier nur selten der Fall ist, mehr geniale Soli, wie in Thank You Pain und dafür weniger unstrukturierte mit zu vielen Ideen gespickte Songs und Parts, also mehr Eingängigkeit. Letzteres zieht das Gesamtbild des Albums nämlich nochmal um einen ganzen Punkt nach unten. [Review lesen]

01.09.2011 16:03 - Children Of Bodom: Follow The Reaper (2000)

10.0 / 10
Nach Hatebreeder ein weiteres super Album, auch wenn es nicht ganz an die Klasse des Vorängers herankommt. Wir haben wieder haufenweise geile Soli, mit erkennbaren Einflüssen aus der Klassik. Der Härte und Aggressionsfaktor wurde nochmal höher geschraubt. Zudem ist dies das erste Album von COB mit interessanten rhythmischen Spielereien (siehe: "Bodom After Midnight"). Außerdem ist mit "Everytime I Die" einer der schönsten Mid-Tempo Songs aus dem Hause Children Of Bodom auf dem Album vertreten. Auch "Kissing The Shadows" ist erwähnenswert, da er das bis Dato längste Soloduell zischen Laiho und Wirman (Gitarre und Keyboard) enthält und der technischste Song von Children Of Bodom ist. Auf disem Album wird zum erstenmal eine Entwicklung in Richtung Thrash angedeutet, welche auf "Are You Dead Yet?" ihren bisherigen Höhepunkt erreicht hat. Auf "Follow The Reaper" steckt diese Entwicklung allerdings noch in den Kinderschuhen weshalb sich hier größtenteils noch Oldschoolfeeling breitmacht. Insgesamt ist "Follow The Reaper" ein geiles Album in guter alter Children Of Bodom Manier mit tollen Songs, großartigen Soli und Melodien, einem gewissen Grad Oldschoolfeel und viel technischer Finesse. Anspieltipps: Follow The Reaper, Bodom After Midnight, Kissing The Shadows, Mask Of Sanity, Everytime I Die [Review lesen]

01.09.2011 03:54 - Children Of Bodom: Relentless Reckless Forever (2011)

7.5 / 10
Ich gehöre zu den Leuten, die mit der Blooddrunk nicht viel anfangen konnten. Das Album bietet mir nur vier gute Songs, und mit "Tie My Rope" nur einen Übersong. Are You Dead Yet? halte ich hingegen für ein super Album, sogar für das Beste Album von Children Of Bodom, meiner Lieblingsband mit meinem Lieblingsgitarristen. Hier kommt ein neues Album von Children Of Bodom. Der Opener "Not My Funeral" hat sofort eine Euphorie in mir ausgelöst, die ich so schnell nicht mehr losgeworden bin. Der Eindruck zieht sich durch das ganze Album. Und der zweite Song "Shovel Knockout" übertrifft den grandiosen Opener sogar noch knapp. Den Langzeittest übersteht diese Euphorie allerdings nicht. Insgesamt enthält das Album viele gute Melodien und somit viele Anleihen zu dem älteren Bodom Style -allerdings lange nicht so genial und ausgefeilt- aber auch Fans der AYDY? werden nicht enttäuscht. Hier wird so ziemlich alles verbunden, was die Band so gemacht hat. Gute Bilanz. Lediglich Songs wie der Titeltrack oder "Pussyfoot Miss Suicide" hätten ein wenig härter sein können, dafür ein Punkt Abzug, denn ich habe Angst, dass meine Lieblingsband poppig wird. Die genannten Songs enthalten anstelle von übermäßiger Härte Ohrwurmmelodien, aber auch kleine erfreuliche Gefrickeleinheiten, die sich überall im Album finden lassen. Und der beste Song ist "Ugly", ein Song der alles niedermetzelt, mit Hilfe von schrägen Melodien und ausreichend Härte, und am Ende mit einem göttlichen Old-School Gitarrensolo, von Alexis Flitzefingern aufgewertet, nochmal so richtig die Sau raus lässt. Ein größeres Problem gibt es allerdings und das ist der Sound. Die Gitarren und das Schlagzeug sind einfach nicht bissig genug. Der Schlagzeuger scheint sowieso auf dem ganzen Album etwas zu schlafen. Auf dem nächsten Album würde ich mir wieder einen härteren Sound wünschen. Außerdem hätte ich gerne mehr hammer Soli wie in "Not My Funeral" und "Ugly". Deshalb noch 1,5 Punkte Abzug. Fazit: Nach dem schwächelnden Blooddrunk Album muss ich sagen: Bodom are Back! Aber besser oder genau so gut wie "Are You Dead Yet?" und alles davor ist es nicht. [Review lesen]

01.09.2011 03:53 - In Flames: Clayman (2000)

10.0 / 10
In Flames hatten mich bereits vollends begeistert. Ich habe es kaum für möglich gehalten, dass sie sich nochmal verbessern. Aber dieses Album bietet deutlich mehr Abwechslung als sein Vorgänger "Colony" und setzt dem ganzen Werk von In Flames eine Krone auf. Ich nenne dieses Album jetzt einfach mal Offenbarung des Melodic Death Metal. Auch seine drei Vorgänger sind im Prinzip als solche zu betrachten, aber hier haben wir die vollendete Version von diesen. "Clayman" und seine drei Vorgänger, aber vor allem "Clayman" sind jedem Metaller ans Herz zu legen und vor allem Fans von (Melodic) Death Metal. Songs wie "Bullet Ride", "Pinball Map", "Only For The Weak", "Brush The Dust Away", "Suburban Me" und vor allem "Swim" suchen in der gesamten Geschichte des Metal nach ähnlich perfekten Offenbarungen. In Flames haben es tatsächlich geschafft nach "The Jester Race" noch ein Refferenzalbum des Melodic Death Metal zu schreiben. Aber auch Leute, die normalerweise nicht auf das Gegrunze von Death Metal Sängern und die Härte dieses Genres stehen, können hier ruhig mal reinhören. Denn diese Melodien und diese hochanspruchsvolle Gitarrenarbeit dürfte jedes Herz, welches Gitarren und Schlagzeuglastige Musik mag erfreuen. Eigentlich hat dieses Album 11/10 Punkten verdient. Schade nur, dass In Flames danach nie wieder ein auch nur Ansatzweise so starkes Album veröffentlicht haben. Da dieses Album nicht nur das Beste der Bandgeschichte, sondern auch das letzte gute sein sollte, sind In Flames für mich seit 2000/2001 tot. Alles was danach kam ist kein In Flames mehr, sondern nur ein verkrampfter Schrei nach Kommerz. Ich halte In Flames in positiver Erinnerung und höre ihre Alben bis Clayman, dem kröneneden Abschluss der wahren Bandgeschichte, immernoch gerne. [Review lesen]

01.09.2011 03:52 - Deicide: Stench Of Redemption, The (2006)

10.0 / 10
Diese Brutalität, diese Urgewalt, diese genialen Soli. Nachdem Glen und Steve die Hoffman Brüder rausgeworfen haben und sich endlich richtig gute Gitarristen geholt haben wurde Deicide für mich, wo ich ansonsten nur die "Serpents Of The Light" lieben lernte, endlich mal richtig interessant. Wenn man sich die früheren Bands der beiden neuen Gitarristen Ralph Santolla (ex-Iced Earth) und Jack Owen (ex-Cannibal Corpse) anschaut, dann fragt man sich, wie zur Hölle die beiden in ein und der selben Band fungieren sollen. Ein Mix aus Cannibal Corpse, Iced Earth und Deicide? What The Fuck! Das ist aber gar kein Problem, wie sich herausstellen sollte. Beide Gitarreros haben die Macht, die derbsten Riffs zu spielen und die technische Finesse, die geilsten Soli rauszuhauen. Jeder Song ist ein Feuerwerk harter Monster Riffs, krasser Vocals, amüsanter und sypathischer Texte und hat eines mindestens ein Minütigen epischen Ausflugs in die tollsten Gefrickel. Und sowohl Owens als auch Santollas Soli fügen sich nahtlos in die Songs ein und passen wunderbar. Tatsächlich kommt es einem so vor als hätten die Beiden noch nie in einer anderen Band gespielt. Einfach geil! Ich hoffe, dass Deicide in dieser traumhaften Besetzung noch viele ähnlich geniale Alben auf den Markt bringen werden. Denn genau so hat guter Death Metal zu klingen. Oldschool Riffs, kranker Gesang und Hammer Soli. Anspieltipps: The Stench Of Redemption, Crucified For The Innocence, Homage For Satan, The Lord's Sedition [Review lesen]

02.06.2011 18:46 - HammerFall: Infected (2011)

9.0 / 10
Klingt der Vorgänger "No Sacrifce, No Victory" schon ein wenig frischer, so wird dies hier konsequent fortgesetzt. Dieses mal liegt das am längst überfälligen Produzentenwechsel. Insgesamt klingt das Album aber nicht nur frischer, sondern auch härter, schneller und abwechslungsreicher. Es ist das abwechslungsreichste HammerFall Album ever. Es ist der Band tatsächlich mal gelungen interessantere Songs zu schreiben als das ewige Schema F, auch wenn das nie schlecht war. Der erste Song "Patient Zero" stampft schon fast etwas zu ruhig, aber zielsicher und düster daher und gibt einen guten Vorgeschmack auf das kommende. Der zweite Song, "B.Y.H." (Bang Your Head) böllert dann drauf los, als ob es kein Morgen mehr gäbe und erinnert an alte Stärke: Doblebass, schnelle Metalriffs. Einzig der hymnische Refrain fehlt, sonst hätte der Song auch auf "Glory To The Brave" sein können. Geiles Solo, super Gesang. "One More Time", die Vorab Single ist der langweiligste Song der Scheibe, der mich - zusätzlich zum Cover - schon fast im Vorraus vom Album abgeschreckt hätte, sogar das Solo ist stinklangweilig, sehr untypisch für HammerFall. "The Outlaw" beginnt mit dem besten HammerFall Riff, dass es jemals gab und ist unglaublich abwechslungsreich, mit klienen, coolen Breaks in den Strophen. Der Refrain ist prima (Ohrwurm) und hymnisch. Wieder prima gesungen. Der Song könnte original von Judas Priest sein. "Send Me A Sign" ist eine gecoverte und ins englische übersetzte Ballade von der ungarischen Band Pokolgep. Der Song ist so genial gesungen, dass es mir eine Gänsehaut über den Rücken jagt. Gute Ballade. Würde mir jemand sagen, dass der Song von HammerFall geschreiben ist, ich würde es glauben, auch wenn ich ihn nicht so gut finde, wie z.B.: "Always Will Be", "Glory To The Brave", oder "Last Man Standing". Leider gibt's hier kein Solo, aber der Gesang kann alles. "Dia De Los Muertos" ist schon wieder ein super harter Song, wie man ihn von HammerFall heute gar nicht mehr erwarten würde. Der Refrain und die vorallem die Bridge davor sind typisch hymnisch. Der Song klingt recht düster. "I Refuse" erinnert mich am Anfang ein wenig an Judas Priest's "The Rage" und bricht danach in gute HammerFall Kost aus, die auch weiterhin stark an Priest erinnert. Wieder tolles Solo. "666 - The Enemy Within" ist gut. Der Song hat viel Atmosphäre, auch wieder düstere. Er ist aber nichts besonderes. "Immortalized" ist der Song der Scheibe der noch die meisten Chöre hat. Die Soli sind wieder absolut überzeugend. Sogar das von Oscar. Interessantes Riff. Sehr geiler Song. Bisher ziemlich unterbewertet. "Let's Get It On" ist ähnlich stark wie "B.Y.H.". Pontus Solo ist wieder sehr geil. Der Refrain ist wieder ein totaler Ohrwurm. "Redemption" ist ganz okay, aber das Plastik Keyboard nervt total. Das Album hat eine für HammerFall merkwürdige Atmosphäre. Dafür ist das Album eins der härtesten HammerFall Alben bisher, das abwechlungsreichste überhaupt, es hat klasse Soli und geilen Gesang (ist aber klar bei HammerFall) und es schlägt neue Wege ein. Textlich distanziert sich das Album vom Power Metal und von den Klischees. Die Musik an sich ist nicht mehr so episch und geht mehr in Richtung Heavy Metal als Power Metal. HammerFall wollten wohl einfach mal was anderes machen als immer nur das Selbe Schema. Und das Experiment ist gelungen. Es ist eines der stärksten HammerFall Alben überehaupt dabei rausgekommen. Glücklicherweise sind auch diese chlerikalen Chöre zurückgefahren worden, so dass der Chor nicht mehr nervt sondern sinnvoll eingesetzt wird. 1 Punkt Abzug gibt es, weil es in sich noch nicht alles zusammenpasst, ich denke die veränderte Ausrichtung muss noch optimiert werden. Außerdem stören "One More Time", die Platikkeyboards in "Redemption" und das total öde Cover, welches einfach nur langweilig ist und überhaupt nichts mit HammerFall und der Musik zu tun hat. Außerdem fehlt das Maskottchen Hektor, welches immer auf den kunstvoll gestalteten Covern zu sehen war. Da die Zombiethematik nur auf zwei oder drei Songs und nicht das ganze Album zutrifft, ist das Cover nicht nur langweilig und hässlich sondern auch noch unpassend. [Review lesen]

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