Black DevilNB

Black DevilNB
Registriert seit: 21.04.2007

Zum Verkauf 0 Eingetragen 73
Bewertungen: 12 Reviews: 12
Genres: Dark Wave/Gothic, Hardcore, Klassik, Metal, Punk, Rock, Sonstiges, Soundtrack
Bewertungsverteilung von Black DevilNB
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Die letzten Bewertungen
9.5 für Shining: V - Halmstad (2007) (25.06.2010 15:33)
7.0 für Subway To Sally: Bastard (2007) (18.06.2010 17:39)
8.5 für Watain: Rabid Death's Curse (2000) (14.04.2010 13:04)
8.5 für Necrophobic: Death To All (2009) (04.02.2010 23:10)
9.5 für Nightwish: Century Child (2002) (28.09.2009 14:40)
5.5 für Kreator: Endorama (1999) (23.09.2009 15:13)
9.0 für Megadeth: Endgame (2009) (22.09.2009 17:21)
8.0 für Metallica: Death Magnetic (2008) (12.09.2008 21:22)
8.0 für Blackjazzmaster: Pictures (2007) (15.07.2008 23:20)
Insgesamt 12 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

25.06.2010 15:33 - Shining: V - Halmstad (2007)

9.5 / 10
Man kann über SHINING sagen, was man will, aber die Schweden um Sänger Kvarforth gehören zum innovativsten, was der (Black) Metalbereich zu bieten hat. Jedes Album hat eine eigenen, unverkennbaren Stil, was SHINING Fans schon gerne Mal schlucken lässt, denn es wird gerne mal ein riesig scheinender Abgrund, der die Musik vom klassischen Black Metal trennt, deutlich. Eines ist jedoch immer vorhanden: tiefschwarze Emotionen wie Trauer und Hass, die den Hörer gefangen nehmen und den Reiz dieser Band ausmachen. "Halmstad" ist der Höhepunkt dieser Entwicklung, ein pechschwarzer Bastard, der in dunkle Gefühlswelten eines überzeugten Menschenhassers führt, voller hochmusikalischer, absichtlich ungefälliger Kopositionen, deren Komplexität und Progressivität kein Selbstzweck ist, sondern eine emotionale Tiefe widerspiegelt, die den meisten Bands, egal aus welchem Bereich, komplett abgeht. Bereits der zähe, auf brutale Art depressive Opener "Yttligare Ett Steg Närmare Total Jävla Utfrysning" entführt, begeistert und verstört den Zuhörer mit seiner Mischung aus schwarzmetallischer Kälte, einem frequenzfüllenden, um nicht zu sagen orchestralem Arrangement und Seelenhämmern anstatt von Schlagzeugschlägen. In Opeth artiger Weise werden tonnenschwere und ruhige, melancholische Momente wie selbstverständlich zusammengeführt und teilweise auch gezielt kontrastiert. Ein Stilmittel, das auf dem ganzen Album Anwendung findet... "Längtar Bort Från Mitt Hjärta" funktioniert genau anders herum. Auf einen langen, ruhigen Anfang mit sehr gefühlvollen, singenden Gitarrensolo folgt ein finsterer, doomiger Part voller Angst und Beklemmung, der dann in einen treibenden Teil mit komplexen Drumming übergeht, in dem Kvarforth seine bis dato beste Gesangsleistung abliefert, bevor das mühsam aufgebaute, von Schmerz, Depression und Misanthropie getragene Soundgerüst in sich zusammenstürzt, um einem weiteren ruhigen Part Platz zu machen. So kann man jeden Song hier eindringlich beschreiben, ob nun "Låt Oss Ta Allt Från Varandra" mit seinem tollen, ruhigen Mittelteil, oder der hypnotische Rausschmeisser "Neka Morgondagen", jeder Song auf diesem Album ist ein absoluter Volltreffer, der von extrem starker Gitarrenarbeit, abwechslungsreichem Drumming und Kvarforths manischem Kreischen, Jammern, Stöhnen und Grunzen getragen wird. Ebenso bestimmend ist die Produktion: Manchmal knallt sie, mal ist sie bewusst unauffällig, aber in jedem Moment authentisch und die Emotionen der Musik einfangend. Zudem haben die Drums die beste mir bekannte Schlagzeugproduktion verpasst bekommen, die jede Triggerproduktion im Bezug auf Druck, Volumen und Extremität vernichtet. Fazit: Ein absolut starkes Album und einer der Höhepunkte des Genres. [Review lesen]

18.06.2010 17:39 - Subway To Sally: Bastard (2007)

7.0 / 10
Ein neues Konzept, ein neuer Weg: Nach dem von Gitarrist Ingo Hampf quasi alleine komponierte "Nord Nord Ost" gehen SUBWAY TO SALLY genau andersherum an das Album ran. Das Album wird von allen mehr oder weniger gleichermaßen mitkomponiert. Das Ergebnis ist ein recht basisches, rifforientiertes Album, das über weite Strecken ohne die Komplexität und Detailverliebtheit von "Nord Nord Ost" auskommt, im Vergleich zu den alten Platten aber sehr rockig, teilweise schon metallisch wirkt. Opener ist das epische und eher getragene "Meine Seele brennt", das mit seinem einfachen, aber effektiven Riffing bereits die Richtung vorgibt.Der Refrain ist hymnisch und unbedingt mitsingtauglich und folglich entwickelte sich der Song schnell zum Livekrache. Das gibt es auf diesem Album ein paar Mal: "Die Trommel" überzeugt als Riffmonster mit spannungsgeladener Strophe, "Hohelied" hat ein zähes Intro, entwickelt sich dann aber zur Schwarzhymne erster Güte. Direkt angeschlossen kommt das a capella Stück "Canticum Satanae", bevor mit dem schnellen Brecher "Tanz auf dem Vulkan" der letzte Höhepunkt des Albums ausgepackt wird. Wer hingegen auf einfache, eher poppige Songs steht, wird noch vorbildlicher bedient. "Auf Kiel" ist eine klassische Hitsingle, die sich schnell als Ohrwurm erweist, aber auch schnell langweilig wird. Dasselbe gibt es in schwächerer Form noch einmal in Form von "Unentdecktes Land". Wer "Sieben" mochte, wird auch an diesen Songs seinen Spaß haben. Leider gibt es auch Schattenseiten: "Puppenspieler" ist trotz interessantem musikalischen Konzept recht belanglos geraten, "Vodoo" ist trotz bemühter Rifflastigkeit leider eher nichtssagend als wirklich heavy, und in der Balladendisziplin liefern SUBWAY TO SALLY leider nur Schwaches ab. "In der Stille" will sich auf teufel komm raus nicht festhacken und "Wehe Stunde" könnte die schwächste Subway-Ballade aller Zeiten sein. Auch "Fatum" kann kaum überzeugen. Lediglich der halbruhige Quasititelsong "Umbra" kann mit hoher Emotionalität überzeugen. Fazit: Es klingt etwas an: Ich bin enttäuscht. Der große Wurf, den ich auf jedem Album gefunden habe, ist komplett ausgeblieben. Das Album bleibt immer vorraussehbar, Gänsehaut will sich leider in keinem Moment einstellen. Das sollte man nicht falsch verstehen: SUBWAY TO SALLY haben nie ein schlechtes Album abgeliefert. An bandinternen Maßstäben gemessen sollte man das Experiment aber noch einmal überdenken [Review lesen]

04.06.2010 15:58 - Dream Theater: Black Clouds & Silver Linings (2009)

8.5 / 10
Mit Alben wie "When Dream and Day Unite", "Images an Words" oder "Scenes from a Memory" haben DREAM THEATER Musikgeschichte geschrieben, heute sind sie eine Band, die Fans progressiver Musik und Metalheads zu tausenden vor einer Bühne vereint. Nachdem die Band auf den letzten Alben eher härter und Metallastiger geworden sind, wagt man nun die Rückbesinnung auf alte Werte. Die Songs sind wieder länger und vor allem abwechslungsreicher, "Scenes.." oder "Awake" schimmern gelegentlich durch, ohne die Spätphase der Band komplett ad acta zu legen. Leider hapert es in diesen Vergleichen fast durchgängig am Songmaterial. "A Rite of Passage" hat einen großartigen Melodierefrain, doch der Rest des Songs geht im DREAM THEATER Backkatalog unter. Das ist schon fast symptomatisch für das Album, daher sei ihm ein Abschnitt gewidmet. Der Song ist keineswegs schlecht, und beim Intro kommen schönste Klassikererinnerungen auf, die vom schönen, entspannten Aufbau noch unterstützt wird. Schön - aber nicht spannend, packend. Nach der Bridge wird der Song von einem absoluten Überrefrain gekrönt, dem zweitbesten des Albums (zum besten komme ich gleich). Und er hackt sich fest, kann jedoch nicht gegen das alte Material bestehen. So etwas erlebt man häufiger: Der Prog-Thrasher "A Nightmare t remember" fließt ziemlich gut rein, kommt aber gegen "Panic attack" nicht an, "Wither" wirkt in die Länge gezogen, "The Shattered Fortress" unterliegt klar gegen "The Root of all evil", "The Best of Times" plätschert trotz aller Trademarks recht langweilig vor sich hin. Am Ende kommt dann noch einmal die Wende, und zwar in Gestalt des Monstertracks "The Count of Tuscany". Die DREAM THEATER Magie, die vorher nur angedeutet wurde, wird plötzlich wie aus einem riesigen Topf gut durchgekocht über einem ausgeschüttet. Mit der Leichtigkeit, die dem restlichen Album fehlt, werden thrashige, atosphärische und balladeske Parts zu einem Monumetalwerk verschweißt, das meiner Meinung nach ALLES, was es im Progmetalbereich gibt, in den Schatten stellt. Zwischen Grusel und Trauer, Geschwindigkeit und Bedacht schwenkt das Pendel hin und her und bedient dabei die gesamte emotionale Palette, und trotz ausufernder Soli wirkt der Song immer schlüssig und egofrei. Fazit: Fünf Durchschnittswerke im Backkatalog und ein absoluter Höhepunkt: Eine für DREAM THEATER Verhältnisse eher schwache Ausbeute, die sie kaum gegen die Genrekonkurrenz schützen wird. Ohne "The Count of Tuscany" wären wohl nur 7 Punkte gegangen. [Review lesen]

14.04.2010 13:04 - Watain: Rabid Death's Curse (2000)

8.5 / 10
In zehn Jahren haben WATAIN "nur" drei Alben herausgebracht. Ob das Ergebnis eines strengen Auswahlprozesses ist oder an der Songwritingmethode der Band liegt, sei jetzt mal dahingestellt, aber Fakt ist, das diese drei Alben von überragender Qualität sind. Dementsprechend ist es auch keine Abwertung im absoluten Sinne, wenn man im Bezug auf "Rabid Death's Curse" vom schwächsten Album der Schweden spricht. Es ist lediglich die Einordnung innerhalb einer der stärksten Diskographien im Black Metal, in der dieses Album aufgrund der beiden "großen" Brüder und auch seines Alters gelegentlich übersehen wird. "Rabid Death's Curse" ist das Debut von WATAIN, und es ist mehr noch als die anderen Alben in aller erster Linie ein starkes Black Metal Album. Der individuelle WATAIN-Stil ist bereits dabei, sich herauszubilden, doch von den Death Metal Anleihen, die zumindest auf "Sworn to the Dark" recht häufig sind und den entwickelten Stil bereichern und abwechslungsreicher machen, ist noch nicht so viel zu hören. Das Album ist homogen, aufgrund von seinen finsteren Melodien, dem bereits jetzt recht abwechslungsreichen Songwriting und dem im Vergleich zu anderen rohen Black Metal Bands hohen technischen Niveau aber nie langweilig. Besagte Rohheit ist es, die dieses Album gegenüber den Nachfolgern heraushebt, denn die filigranen Arrangements à la "Stellarvore" fehlen noch komplett. Stattdessen gibt es mit dem straighten Opener "The Limb's Crucifix", dem walzenden Titelsong oder "On Horns Impaled" noch eher rohe und simple, aber nichts desto trotz absolut finstere Kunstwerke, die einem den Schauer über den Rücken jagen. Was die volle Entfaltung des Albums in meinen Augen leider etwas verhindert, ist der Sound. Es gibt Leute, die würden ihn als Kult bezeichnen, meiner Meinung nach haben es WATAIN absolut nicht nötig, sich Bathory-like hinter einer verwaschenen Produktion zu verstecken (NEIN, ich hab nix gegen Bathory, aber Quorthon hat selbst gesagt, das die Produktionen so verwaschen klingen, weil er nicht besser spielen konnte). Dementsprechend bin ich dankbar für die Remaster, die ich jedem ans Herz legen möchte. Bei der CD ist hier sogar noch der starke Bonussong "The Essence of Black Purity" drauf. Fazit: Ein Einstand nach Maß, in seinem Bezug zu den Nachfolgern vergleichbar mit Slayers "Show no Mercy". Das Potential, das in WATAIN noch schlummerte, war bereits überdeutlich erkennbar. Ohne Frage ein starkes Album. [Review lesen]

04.02.2010 23:10 - Necrophobic: Death To All (2009)

8.5 / 10
NECROPHOBIC waren schon immer eine Band, die sich ihre Nische in der Schnittmenge zwischen Black und Death Metal gesucht hat. Das hat, gerade in Schweden, durchaus Tradition, man höre sich nur Dissection an, aber auch Marduk, die gerne mal einen Ausflug in den heimischen Death Metal unternehmen, oder Hypocrisy, die aus genau umgekehrter Perspektive gelegentlich Black Metal in ihre Songs einfließen lassen. NECROPHOBIC sind hier allerdings Grenzgänger, und daran ändert sich auch mit dem neuen Album nichts. Und auch das neue Album fließt ganz ausgezeichnet ins Ohr rein - ohne so schnell wieder rauszuwollen. Die Marke liegt allgemein eher im schwarzmetallischen Bereich - die Freunde von Watain lassen grüßen. Das beginnt bereits beim Opener "Celebration of the Goat" - einem Sprintstart voll unheilvoller Atmosphäre und produktionstechnisch gut in Szene gesetzt. Finsternis und Brutalität sprechen gleichermaßen aus diesem großartigen Song, doch die Finsternis überwiegt. Auch ansonsten setzen NECROPHOBIC häufig auf den Mix aus rasender Geschwindigkeit, dunkler Atmosphäre und ausgefeilten, interessanten Songstrukturen, etwa bei "Temple of Damnation", dem überlangen Kickstarter "Revelation 666" oder dem ebenfalls überlangen Titeltrack am Ende des Albums. Der eigentliche Höhepunkt des Albums liegt meiner Meinung nach aber auf Position vier und nennt sich "For Those Who Stay Satanic". Der ebenfalls bekannte, persifliert wirkende Operngesang trifft auf einen sich langsam steigernden, majestätischen Beginn, bevor ein Feuersturm losbricht, der den Hörer mitreißt. Wer einen solchen Song am Start hat, kann sich auch eine etwas schwächere zweite Plattenhälfte leisten, die leider auch etwas Durchschnittskost (vor allem das eher mal langweilige "The Tower" und das etwas ungeschickt arrangierte "Wings of Death") bereithält. Dazu passt auch die transparente, aber nicht gebügelte Produktion, die dem Album viel von seiner Klasse gibt. Fazit: Ob "Death to All" das stärkste NECROPHOBIC Album ist, möchte ich nicht entscheiden, Fakt ist aber, dass sich NECROPHOBIC in großartiger Form präsentieren. [Review lesen]

28.09.2009 14:40 - Nightwish: Century Child (2002)

9.5 / 10
Mit "Century Child" haben NIGHTWISH eines ihrer stärksten Alben überhaupt abgeliefert, das einerseits durch starke symphonische Arrangements glänzt, andererseits auch eine hohe Grundhärte hat. Die Songs sind sehr abwechslungsreich und haben kompositorisch ein durchgehend hohes Niveau. Zudem ist das Album durchgehend sehr eingängig, obwohl sich keine poppige Hitsingle à la "Nemo" finden lässt. Bereits der Opener "Bless the Child" nimmt einen sofort gefangen, Tarja brilliert wie gewohnt, aber ihre Stimme ist gerade im Kontext des Songs so stark. Sicherlich erreicht das nicht immer einfache Zusammenspiel zwischen ihrer sehr markanten Stimme, der bratenden Rockfraktion sowie den symphonischen Elementen oder den Keyboards hier einen seiner Höhepunkte - wie so oft auf "Century Child". Überhaupt zeigen NIGHTWISH, die ja schon immer ausgefeilte Arrangements am Start hatten, wie man die verschiedenen Elemente des symphonischen Metal souverän miteinander verbindet. Die Band macht gar nicht soviel anders als auf den früheren Alben - nur klingen sie dabei auf diesem Album ausgereifter denn je. Bestes Beispiel ist das grandiose "Phantom of the Opera", dessen bekannte Motive durch den Gitarrenfleischwolf gedreht werden und dabei nicht nur runderneuert, sondern mächtiger denn je wieder herauskommen. Wo wir gerade beim Gitarrenfleischwolf sind: "Slaying the Dreamer" haut mit seinem Thrashriffing aus den Socken. Mit extremem Gesang und Doublebass (und natürlich ohne keys) könnte dieser Song auch auf dem Album einer extremeren Band stehen. Und auch in den Uptempo.Nummern (z.B. "Dead to the World", "Everdream") überzeugen NIGHTWISH mit einer heavy Schlagseite. Das heißt aber nicht, dass NIGHTWISH keine Balladen mehr schreiben. Mit "Forever Yours" hat zumindest eine den Weg auf das Album gefunden. Die ist ganz schön, wenn auch in der Diskoigraphie nicht überragend, aber zumindest mit einem tollen orchestralen Arrangement versehen. Fazit: NIGHTWISH überzeugen in allen Belangen und "Century Child" ist ein ausgereiftes Album, meiner Meinung nach das beste Album der Finnen überhaupt. Echte Makel sind nicht zu erkennen, dennoch kann ich mich nicht zur vollen Punktzahl durchringen. Dennoch: Ich behaupte, das NIGHTWISH in diesem Leben nicht mehr stärker werden. [Review lesen]

23.09.2009 15:13 - Kreator: Endorama (1999)

5.5 / 10
"Endorama" ist neben dem klinisch-straighten "Outcast" das experimentellste Album der Essener Ur-Thrasher. Damit nimmt dieses Album ohne Zweifel eine wichtige Stellung in der Diskogrphie von KREATOR ein, da es ein wichtiger Bestandteil des neuen, weiterentwickelten Sound der Band ist. Allerdings ist dieses Album, gerade für Fans der alten Scheiben, mit Vorsicht zu genießen, denn einige Trademarks von KREATOR sucht man hier vergebens. Beispielsweise kommen alle Songs ohne die typische Aggression, die die Frühwerke (z.B. "Extreme Aggression", "Reneval" oder "Pleasure to Kill") genauso wie die folgenden Werke des neuen Jahrtausends ("Violent Revolution", "Enemy of God" und "Hordes of Chaos") auszeichnet, aus. Stattdessen stehen melodische und ruhigere, teilweise schon poppige Songs auf dem Album, die auch häufig mit Soundspielereien und Keyboards ergänzt werden. Das klappt teilweise ganz gut, so ist der Einstand mit "Golden Age" sehr gelungen. Hier ist zwar die Produktion etwas basslastig geraten, dafür ist die bewusst simpel gestrickte Nummer unbedingt mitgröhltauglich. Ebenfalls sehr gelungen ist der Titelsong, in dem Tilo Wolff(Lacrimosa) ein schaurig-schönes Duett mit Mille singt. Leider gelingt das Pop-Experiment nicht immer. So ist das sehr ruhige "Everlasting Flame" einfach nur öde und kommt nicht mal annähernd mit dem ähnlich gearteten "Outcast"-Song "Black Sunrise" mit. Und auch sonst stehen diverse Lückenfüller ("Shadowland", "Soul Eraser") auf dem Album. Und auch die eher starken Songs (neben den oben erwähnten u.a. "Passage of Babylon") kommen nie mit späteren melodischen Großtaten (z.B. "Voices of the Dead" oder "To the Afterborn") mit. Zu sehr fehlt die Abwechslung, die spätere Alben auszeichnet, zu häufig beschränkt man sich auf die simple Popformel. Da hilft es wenig, das Mille stellenweise wirklich starke Gesangsleistungen abliefert. Fazit: Man sollte sich über eins im Klaren sein: Ein wirklich ranziges Album von KREATOR gibt es nicht. Allerdings gibt es einige absolut geniale und prägende Machwerke. "Endorama" gehört hier nicht zu, denn es geht weder straight nach vorne heraus wie die alten Machwerke, noch ist es so abwechslungsreich wie die neuen Scheiben. In jedem Fall fehlt aber die Wut, die alle wirklich starken Scheiben von KREATOR auszeichnet. Stattdessen regiert eine gewisse Gleichförmigkeit und eine zahnlose Produktion. [Review lesen]

22.09.2009 17:21 - Megadeth: Endgame (2009)

9.0 / 10
Und da ist es, das neue Album von Megadeth. Die Vorschusslorbeeren für dieses Album waren zahlreich, und die Appetithappen "Headcrusher" und "1,320" versprachen viel. Und dieses Album hält auch viel. Aber der Reihe nach. Bereits der Beginn des Albums hat es in sich. "Dialectic Chaos" nennt sich das Instrumentalintro, das nahtlos in den ersten Song "This day we fight" übergeht. Der starke Uptempoopener ist ein purer Adrenalinrausch, der den beileibe nicht schwachen Opener des letzten Albums "Sleepwalker" locker in den Schatten stellt. Die Soli fräsen sich nur so durch die Landschaft, und Dave klingt angepisst wie zu seinen besten Tagen. Zudem ist die grandiose Brücke zwischen Punk und Progrssivität endlich wieder da. Dasselbe gilt auch für die anderen Hochgeschwindigkeitsnummern, in denen sich MEGADETH so stark präsentieren, wie zu "Rust in Peace"-Zeiten. Das vorab bekannte "Headcrusher" beginnt mit einem Steinschlagriff, um im Refrain die Nackengymnastik endgültig auf die Spitze zu treiben. "1,320" kommt dagegen mit melodischem, treibenden Riffing um die Ecke, und ist trotz diverser Tempowechseln sehr eingängig. Allerdings gibt es auch melodische Momenta auf dem Album. "44 Minutes" ist ein absoluter Ohrwurm, der mit seiner einprägsamen Gitarrenmelodie und dem Widerhakenrefrain das Gedächtnis gar nicht wieder verlassen will. Zudem kommen immer wieder pfeilschnelle Soli, die den Song kurzzeitig beschleunigen, ohne den Grundcharakter zu zerstören. "Bodies" schlägt musikalisch in eine ähnliche Kerbe, ist aber nicht ganz so stark. Noch ruhiger beginnt "The hardest part of letting go...", der zwar kaum Hitsinglepotenzial hat, dafür aber mit bedrückter, melancholische Stimmung glänzt. Die ruhigen Akustikpassagen verschmelzen mit Dave Mustaines Stimme, der hier mit starkem Gesang punktet, bevor das Gewitter losbricht und der Song eine 180° Wendung vollzieht. Einer der absoluten Höhepunkte ist sicherlich der Titeltrack "Endgame". Hier zeigen MEGADETH einerseits ihr ganzes Können, andereseits zeigt Mustaine aber auch seine ganze Wut, die sich im Mittelteil dieses stark progressiven Songs in unmelodisch geshouteten Parts entlädt. Ganz großes Kino. Fazit: Auch wenn ein, zwei Songs nicht ganz so stark sind, hat diese Scheibe an sich alles, was ein gutes MEGADETH-Album braucht. Viele Songs kommen gut an das Niveau der alten Klassiker à la "Holy Wars", "Wake up Dead", "Rust in Peace - Polaris" oder "My Darkest Hour" heran. Dazu kommt noch eine Killerproduktion, und MEGADETH demonstrieren, wie man den Bay-Area-Thrash ins neue Jahrtausend rettet. [Review lesen]

12.09.2008 21:22 - Metallica: Death Magnetic (2008)

8.0 / 10
Was haben viele der größten Musikstücke, egal aus welchem Genre, gemeinsam??? Sie lassen sich nicht beim ersten Mal komplett erfassen. Das haben bei Metallica schon mindestens drei Alben gemeinsam, nämlich "Master of Puppets", "Ride the Lightning", vor allem aber das vermutlich unterbewertetste Metallica Album "...and Justice for All"(Ja, auch "Kill 'em all" ist ein verdammter unverzichtbarer Klassiker, passt aber nicht wirklich in diese Reihe). Das ist der Grund, warum ich mir eigentlich vorgenommen habe, dieses Review erst in einem Monat zu schreiben. Aber einerseits ist ja auch der bekannte erste Eindruck was wert, andererseits kannte man ja zumindest die Hälfte des Albums schon vorher(vor allem mit "Cyanide" und "The Day that never comes" wurde man ja schon im Vorraus zugedröhnt). Zu aller erst mal der Sound. Da hat man sich ja berechtigte Sorgen gemacht, nach dem, was in den Internetsongs so zu hören war, das Vorgängeralbum "St.Anger" nicht zu vergessen. Zur Beruhigung kann man sagen, dass der Sound doch ziemlich gut ist. Rick Rubin hat hier sicher nicht seine Beste Arbeit abgeliefert, aber man hört ihn eindeutig raus. Der Sound ist roh und bodenständig, sicherlich auch recht energetisch. Nennen wir es mal solide, ohne besonders herauszustechen. Kommen wir also zum eigentlich wesentlichen: Den Songs. Auffällig ist die Rückkehr zu den Songstrukturen der 80er. Die Songs sind wieder überlang und es werden endlich wieder mehr als zwei Riffs verwendet. Auch die Rückkehr der Soli ist zu verzeichnen. Das alles ist erstmal eine schöne Sache, und hebt "Death Magnetic" zumindest über die letzten vier Alben heraus. Besonders stark erscheinen dabei "Broken, Beat and Scarred", "The Judas Kiss" und "My Apokalypse". Es wäre eine Übertreibung, zu sagen, hier klingen METALLICA wie zu ihren besten Zeiten, aber man meint zumindest eine Art Echo herauszuhören, das man zumindest versucht, an sein altes Werk anzuschließen. Dazu gibt es häufig einen Schuss des "St.Anger"-Stils, der das Material teilweise durchaus zu veredeln weiß und es zumindest über den Status eines einfachen Stehlens beim alten Material erhebt. Dankenswerterweise sind auch die "Hero of the Day"-Zeiten vorbei. Die beiden Balladen auf "Death Magnetic" stellen alles was in den 90ern so von METALLICA in Balladenform abgefallen ist, locker in den Schatten. "The Day that never comes" erinnert dabei angenehm an "Fade to black", leider ohne das großartige Niveau dieses Songs zu erreichen. Naja, der Maßstab bleibt halt der Maßstab. "The Unforgiven III" ist komplett anders gelagert, und wird ein paar Durchläufe brauchen, bis es sich festsetzt. Immerhin beweisen METALLICA hier, dass sie hier durchaus in der Lage sind, mehr als eine weitere Hitsingle à la "The Unforgiven" zu bieten. Eine andere Seite präsentieren uns METALLICA bei "Cyanide". Hier schwächelt das Gespann eindeutig. Trotz schönem Ansatz kommen METALLICA hier kaum über "Load"-Niveau heraus. Und hier wird vermutlich die größte Schwäche des Albums deutlich. "Death Magnetic" scheint auf einem Konzept aufgebaut zu sein. Der Versuch, die 80er wiederzubeleben. Ein solches Unterfangen kann kaum gut gehen. Und so wirken einige Passagen halt durchkonstruiert, und es fällt auf, dass die Riffs, vor allem aber die Soli, für sich nur selten das hohe Niveau des METALLICA Backkatalogs erreichen können. Nie werden Riffgewitter wie bei "Master of Puppets" entfesselt, und auch ein Ohrwurm-Riff wie "Enter Sandmann" sucht man nach zwei, drei Durchläufen immer noch vergebens. Fazit: "Death Magnetic" ist kein schlechtes Album. Das es ein Klassiker wird, kann ich mir auch nicht vorstellen, aber es ist die Rückkehr einer Band, an deren Rückkehr kaum jemand noch geglaubt hat. Und die Rückkehr kann sich sicherlich sehen lassen. Trotz einiger Schwächen geht dieses Album als das Stärkste seit "...And Justice For All" über die Ziellinie. Es wird kaum an die ganz alten Sachen anschließen können, aber immerhin klammert es die jüngsten Soundschantaten aus, schafft es, aus der destruktiven und kaum erträglichen Wut von "St.Anger" noch etwas positive Kreativität zu ziehen und zeigt METALLICA als das, was sie halt sind: Eine Thrash Metal Band, die diese Bezeichnung auch endlich wieder verdient. Das Album mag seine Schwächen haben, aber man sollte auch seine Stärken zu schätzen wissen. [Review lesen]

15.07.2008 23:20 - Blackjazzmaster: Pictures (2007)

8.0 / 10
Da sind sie wieder, die Gründe, den Underground zu unterstützen. Man geht auf ein kleines Konzert in einen Jugendclub, man sieht eine tolle Band, man labert die Truppe an, und wenn man sie nur lange genug nervt, dann hat man irgendwann auch eine CD in der Hand. Man muss nur ganz lieb gucken, dann bekommt man das Ding, auch wenn die Band der Meinung ist, dass sie nicht gut genug ist. Was diese Band in ihrem Perfektionismus lieber nicht unter die Leute bringen will, ist dabei durchaus hörenswert. Die Schwäche dieser ziemlich groß geratenen Demo ist in aller erster Linie die Produktion. Zudem ist der Gesang in einigen Fällen doch ein wenig neben der Spur. Das kann allerdings nicht über die Qualitäten der Scheibe hinwegtäuschen. Das Genre, zudem sich BLACKJAZZMASTER zählen, ist der Alternative Rock, und es ist erfrischend zu hören, wie ernst diese Truppe diesen Begriff nimmt. Das übliche Einheits-Geschrubbe fehlt dankenswerterweise, stattdessen regieren interessante Rock-Arrangements, die mit Versatzstücken aus verschiedenen Genres angereichert werden. Da ist eine gewisse Progressivität genauso zu erkennen wie Grunge-Anleihen, ab und an mal ein wenig Blues oder auch klassischer Hard Rock. Das klingt schon reichlich abwechslungsreich, und genauso ist "Pictures" auch. Mal schnell, mal langsam, mal rockig, mal balladesk, jeder Song einzigartig, doch die Stimmen der Sänger und das Songwriting haben einen hohen Wiedererkennungswert. Ich würde micht so weit gehen, hier irgendwo einen Hit aufzustöbern, aber Songs wie "Conflict", "For" oder das wunderschöne "Jane" sind echte Ohrwürmer. Fazit: Bereits ein reifes Werk, viele sehr gute Songs, auch wenn der echte Überhit noch fehlt. Ich kann nur jedem raten, sich den Namen BLACKJAZZMASTER zu merken, und auf die erste CD zu warten. Sich mal umzuhören, ob sie bei euch in der Nähe spielen, kann auch nicht schaden. Und sollte die Band das hier lesen: Macht euch nicht schlechter als ihr seit, und wenn ihr mit "Pictures" nicht zufrieden seit, dann zeigt uns, dass ihr es noch besser könnt. Euch und euren geilen Songs wäre es zu gönnen. Anspieltipps: Kann mich nicht entscheiden... [Review lesen]

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