st3vie

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Registriert seit: 08.05.2006

Zum Verkauf 0 Eingetragen 22
Bewertungen: 42 Reviews: 5
Genres: Blues, Comedy, Country, Dark Wave/Gothic, Elektronische Musik, Hardcore, House, Hörspiel/Hörbuch, Jazz, Klassik, Metal, Musical, Pop, Punk, Rap/Hip Hop, Reggae, Rock, Schlager, Singer/Songwriter/Liedermacher, Ska, Sonstiges, Soul/R&B, Soundtrack, Volksmusik/Folklore, World Music
Bewertungsverteilung von st3vie
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Die letzten Bewertungen
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9.0 für Katatonia: Discouraged Ones (1998) (18.05.2014 16:40)
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Die letzten Reviews

18.05.2014 16:40 - Katatonia: Discouraged Ones (1998)

9.0 / 10
2 Jahre nach dem großartigen Brave Murder Day mussten Katatonia einen Schnitt machen. Jonas konnte stimmlich einfach nicht mehr die Kraft und Ausdauer mitbringen um an seine Leistung auf der Dance Of December Souls anzuknüpfen, zudem niemals die Intensität eines Åkerfeldt (Brave Murder Day) erreichen. Vielleicht war der Song Day auf der damals schon ein Anhaltspunkt, in welche Richtung sich der Katatonia Sound entwickeln würde. Auch wenn man sicherlich an Härte verloren hatte, die jedoch nie ausschlaggebend für die Musik war, so konnte man die todtraurige schwedische Melancholie aufrecht erhalten. Auf Discouraged Ones zelebrieren Katatonia sehr melancholischen Gothic Rock. Wie auch schon auf Brave Murder Day sind die Riffs sehr repetitiv, wirken jedoch deutlich rockiger und werden von bittersüßen Leadmelodien begleitet. Jonas Gesang ist noch nicht wirklich gut, passt sich jedoch aufgrund seiner phlegmatischen und melancholischen Art ausgezeichnet zum Gesamtbild der Platte. Auch wenn Discouraged Ones vom Grundcharakter her sehr monoton ist, bietet sie viel Abwechslung. So haben zum Beispiel viele Song richtige Ohrwurm-Refrains, wie z.B. I Break oder Saw You Drown. Im Song Deadhouse gibts neben tollen Leadgitarren sogar einen Walgesang zu hören. Stark ist auch das fast schon interlude-artig beginnende Gone, das dann doch noch zum Ausbruch kommt und mit herrlich depressiven Melodien umsich wirft. Ganz nebenbei konnte Mikael Åkerfeldt auch hier seine Finger wieder nicht ganz aus dem Spiel lassen, er ist auf ein paar Songs als Gastsänger vertreten und half bei den Gesangsaufnahmen als Co-Producer. Beim hören von dieser Scheibe fühl ich mich übrigens immer wieder in eine verwitterte Holzhütte, die direkt an einem See liegt, versetzt. Drinnen liegt man einsam und nachdenklich auf einer alten, zerklüfteten Ledercouch vor dem flackernden Kamin, während es draußen rastlos regnet und stürmt…und die Tage an einem vorbeiziehen. Discouraged Ones ist rundum gelungen, die Erwartungen nach Brave Murder Day waren riesig. Gerade durch den Stilbruch war es schwierig abzusehen, wie die Platte ankommen würde. Katatonia haben es trotzdem geschafft viele alte Fans zu begeistern. Für mich eine der stärksten Platten der Schweden, weniger “technisch” als die neuen, dafür umso trauriger… Melancholie pur! [Review lesen]

08.11.2011 23:05 - Ne Obliviscaris: Aurora Veil, The (2007)

9.0 / 10
Australien hat viel zu bieten, fantastische Landschaften, fremde Kulturen und einzigartige Tiere. Auch musikalisch lassen sich die “Aussies” nicht lumpen, sei es der pechschwarze Black Metal von Abyssic Hate oder der schon seit 30 Jahren fabrizierte Rock ‘n’ Roll der Altherrenmannschaft AC/DC, Innovationen sind jedoch oft Fehlanzeige. Was die 6-köpfige Band Ne Obliviscaris jedoch im Jahr 2007 mit ihrer Demo The Aurora Veil fertig gebracht hat verdient höchsten Respekt und Anerkennung! Ne Obliviscaris spielen eine Art progressiven Metal mit starkem Black/Death Einfluss. Es gibt ausschweifende Akkustikpassagen, donnernde Doublebass Attacken, ein jazziges Bass-Spiel, wilde Rasereien oder wunderbar melodische Gitarren-Harmonien. Besonders zu erwähnen ist die Violine, gespielt von Tim Charles, die im Soundgewand von Ne Obliviscaris oft eine Art “Lead”-Funktion übernimmt. Eben dieser Tim Charles sorgt auch mit seinen cleanen Vocals zu einem guten Kontrast zum übrigen Kreischgesang von Xenoyr. Die drei Songs Tapestry Of The Starless Abstract, Forget Not & As Icicles Fall erstrecken sich über 33 Minuten. Man hat es also mit ziemlichen Mammutsongs zu tun welche sich dem Hörer nicht auf Anhieb erschließen und anfangs aufgrund ihrer Vielschichtigkeit doch recht überladen wirken. Die Produktion ist glücklicherweise sehr gut ausgefallen, denn bei dieser vielschichtigen Musik hätte eine schlechte Produktion tödlich sein können. Tapestry Of The Starless Abstract legt sofort rasant los, schnelles Riffing und hämmerndes Schlagzeug-Spiel leiten den Song ein. Nach einer kurzen Bridge setzt die Doublebass ein. Die beiden Gesangsstile harmonieren perfekt miteinander und haben eine leichte “Beauty And The Beast” Ästhetik. Der Song geht mit dem einsetzen der Violine in einen ruhigeren Akustikpart über. Eine atmosphärisch Akustikgitarre wird nur von Tim Charles Violine begleitet, verträumt schön. Im restlichen Teil des Songs gehts dann wieder härter zur Sache. Die Violine fügt sich nahtlos in den rasanten Sound ein und treibt den Song weiter voran, der nach einem schönen Gesangspart von Tim Charles sehr locker ausklingt. Sanft und zerbrechlich beginnt Forget Not. Die Jungs schaffen ein dichtes Klangbild aus zarter Akustik, warmem Bass-Spiel, treibendem Schlagzeug und einer trauernden Violine. Knapp 5 Minuten wird hier ein famoser Instrumentalpart dargeboten. Mit dem Einsetzen der E-Gitarren nimmt der Song an Fahrt auf. Dieser Song ist ein ständiges auf und ab, in einer Art “Refrain” gibt es wunderbar gefühlvolle clean Vocals zu hören die von Xenoyr’s Growls unterstützt werden. Ein E-Gitarrensolo leitet nochmal einen rasanten Knüppelpart ein und der Song entläd sich zum Ende nochmal in einem sehr dynamischen Höhepunkt! Wahnsinn! Elegische Gitarrenläufe starten den letzten Song As Icicles Fall. Dynamisches Schlagzeug-Spiel und Tim Charles Gesang stoßen hinzu. Nach knapp 1:30 Minuten bricht der Song wütend los, geht bis zum Ende straight nach Vorne. Violine und Lead-Gitarre treiben den Song, Blastbeat-Parts regen zum Headbangen an. Das E-Gitarren-Solo und der dramatische Violinenpart gegen zum Ende des Songs sind einfach unglaublich intensiv und lassen einem kaum noch Luft zum atmen bis der Song letztendlich zu Ruhe kommt. Fazit: Diese Demo ist unglaublich und steckt viele hoch gepriesene Studioalben locker in die Tasche! Die Intensität der Musik von Ne Obliviscaris ist bemerkenswert, auch hab ich selten einen Silberling gehört der so aus einem Guss kommt. Wenn die Jungs ihre Virtuosität, ihren Spielwitz und die Unbeschwertheit auf ihr, hoffentlich bald erscheinendes, Debüt-Album(2009) übertragen können, dann bin ich mir sicher, das Ne Obliviscaris der ganz große Wurf gelingt! Gegönnt sei es dieser fantatischen Band. 9/10 Punkten, ich muss mir ja Steigerungsmöglichkeiten für das kommende Album bereithalten. ;-) (Das Review habe ich damals für www.schwarze-news.de verfasst) [Review lesen]

07.03.2011 23:12 - SAHG: I (2006)

9.0 / 10
Black Sabbath galten schon immer als einer der größten Einflüsse der Hardrock/Metal-Szene, sei es nun die okkult mysteriöse Thematik welche die Band an den Tag legte, oder die schweren schleppenden Riffs die ja quasi als Geburtsstunde des “Doom” galten. Was viele Bands versuchten, nämlich den Sabbath Sound zu adaptieren und trotzdem eine gewissen Eigenständigkeit zu bewahren, gelingt den Mannen Olav Iversen, Thomas Tofthagen & King aus Bergen wirklich ausgezeichnet. Mit ihrem Debüt Album, schlicht und einfach Sahg I betitelt, legen sie einen Silberling hin, der einen wieder zurück in die alten Tage versetzt und dabei doch so erfrischend neu klingt. Die Musik bewegt sich irgendwo zwischen Hardrock, Stoner-Anleihen, Doom-Riffs und schwummrig, psychedelischer 60er/70er Akustik. Olav Iversen klingt manchmal mehr nach Ozzy Osbourne als Ozzy selbst und textlich bewegt man sich auf ähnlichen Sphären wie die Altmeister aus Birmingham. Das Intro Parade Macabre baut sich ruhig auf. Die gut gewählte Percussion und die psychedelische Note kommen einem vor wie ein gemächlich beruhigender Drogentrip. Das Intro geht direkt in den zweiten Song Repent über. Olav Iversens Stimme passt sich der psychedelischen Atmosphäre an bis man von einem knallharten Riff aus den Träumen geholt wird. Der Song doomt im besten Midtempo voran und am Ende gibts noch ein endgeiles klassisches Solo! The Executioner Undead ist sozusagen der Hit der Platte. Klasse Hooks, markantes Riffing und ein wunderbarer Ohrwurm Refrain. Zudem geht der Song die ganze Zeit in bester Paranoid-Manier straight nach vorn. Mein persönlicher Favorit des Albums. The Alchemist entwickelt sich nachflottem Anfang zu einem Mid-Tempo Doomer der durch seine psychedelischen Einsprengsel aufgelockert wird. Rivers Running Dry besitzt einen unverkennbaren Sabbath Groove und könnte fast von den Meistern persönlich stammen. Im kurzen Interlude Whisper Of Abbadon werden ruhige Keyboardklänge von einer Akustikgitarre begleitet. Ein guter Zeitpunkt um mal kurz zu verschnaufen, denn mit dem nachfolgenden Song Godless Faith wirds wieder tonnenschwer. Zwischen den harten, ausbruchartigen Refrain-Parts driftet der Song immer wieder in okkultes Gefiedel ab das von Olav Iversens umnebelter Stimme unterstützt wird. Klasse ist in diesem Song auch das feinfühlige Schlagzeug. Soul Exile und Boundless Demise sind zwei straighte Rocker im Stile von The Executioner Undead. Kings Bass tritt besonders in Soul Exile in den Vordergrund während Boundless Demise mit einem ekstatischen Solopart auftrumpft. Der letzte Song Black Passage enthält dann nochmal alle wichtigen Trademarks der Band. Der schleppende Refrain ist absolut stark und das Album kommt nach einem hübschen Akustikspiel zum Ende. Sahg servieren hier einen grandiosen Mix aus Doom Metal, Stoner- und Hardrock. Es ist beachtlich wie die Band trotz der offensichtlichen Anleihen bei Sabbath trotzdem eine gewissen Eigenständigkeit bewahrt und diesem “alten Sound” neue Frische verleiht. Allen die etwas mit Doom Metal oder generell mit Sabbath und Co. anfangen können sei diese Scheibe wärmstens an Herz gelegt. Alle anderen sollten vielleicht lieber erstmal probehören, denn diese Musik ist für ungeübte Hörer wahrlich kein leichter Brocken. (Ehemals verfasst für www.schwarze-news.de) [Review lesen]

15.02.2010 22:16 - Sólstafir: Masterpiece Of Bitterness (2005)

10.0 / 10
Als am 30. Dezember 2005 Sólstafirs zweites Album Masterpiece Of Bitterness erschein ahnten wohl nur wenige, dass dieser bis dato noch recht unbekannten Band, damit ein wegweisendes Album gelungen war. Wo auf I Blodi Og Anda noch größtenteils ein wilder Mix aus chaotisch, punkigem Black Metal zu hören war, besticht Masterpiece of Bitterness durch ein progressives Soundgewand, ausschweifende Intrumentalparts, schwarzmetallischen Spirit, isländische Melancholie und eine äußerst beeindruckenden Atmosphäre. Der zwanzigminütige Opener I Myself And The Visionary Head ist ein absolutes, wenn auch sicherlich am Anfang schwer verdauliches, Highlight. Ob nun der seltsame sopranartige Frauengesang ganz am Anfang, der flotte Beginn/Schluss des Songs, oder der grandios monotone, nie enden wollende, Mittelteil der sich über fast 15 Minuten erstreckt und trotzdem voller Überraschungen und Wendungen steckt, dieser Song versprüht eine unglaublich Intensität und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Sólstafir betreiben hier ganz großes (Kopf-)Kino! “Although i mourn that place…” mit diesen Zeilen beginnt Nature Strutter. Der Song steigert sich rasant in eine nach vorn peitschende Nummer, die durch geschickte Tempobreaks teilweise doomige Züge annimmt. Die “jaulenden” Leadgitarren, Tryggvasons rauer melancholischer Gesang, und das mitreißende Schlagzeug tragen wunderbar zur Atmosphäre bei. Bloodsoaked Velvet ist eine absolut geile progressive Schwarzmetall Nummer mit astreinem Riffing und verrücktem Krächzgesang von Tryggvason. Der kürzeste Song des Albums, der noch gewisse Parallelen zum alten Stil der Band besitzt. Ljosfari, auch bekannt unter Lux Fare, ist eine wunderschöne, treibende Progressive Metal Nummer der Sólstafir ihren eigenen Stempel aufdrücken. Gerade hier kommen die majestätischen Leadgitarren sehr schön zu Geltung. Beim ruhigen, fast schon retromäßigen, Part ab Minute 2 fühl ich mach an alte Progrockgrößen erinnert und zum Schluss zündet der Song nochmal ein wahres Feuerwerk an Emotionen! Phantastisch! Das ruhig beginnende Ghosts Of Light steigert sich in einen wahnsinnig starken Knüppelpart mit Doublebass Attacken und einem irrsinnigem Bass-Spiel von Svavar Austman. Tryggvason schreit sich die Seele aus dem Leib und nach ca. der Hälfte des Songs schwingt man in einen sehr atmosphärischen und schwermütigen Part über, absolut mitreißend! Mit den letzten Zeilen: “If i try i will rise… with the ghosts of light!” entlädt auch dieser Song seine geballte Energie und kommt zu Ruhe. Ritual Of Fire vereint nochmal alles was Sólstafir ausmacht und ist mit einer Länge von 13 Minuten, der zweitlängste Song des Albums. Die Gitarren erschaffen eine starke Atmosphäre, das Schlagzeug gibt dem Song immer neue Impulse und Tryggvason elegischer Gesang thront über allem! Mit dem Outro Náttfari vereint man nochmal akustische und elektrische Gitarren, gibt dem Album einen runden Ausklang und hat sich für Live-Auftritte die perfekte Einmarschhymne geschaffen. Sólstafir gelingt es den Spirit Islands einzufangen und wunderbar auf ihren Sound zu übertragen. In Sachen Intensität und Leidenschaft können es wohl nur wenige Veröffentlichungen aufnehmen und mit Masterpiece Of Bitterness hat man wohl den perfekten Namen für diese Platte gefunden, denn es ist wahrlich ein Meisterwerk der Schwermütigkeit. [Review lesen]

23.12.2008 13:38 - Orphaned Land: Mabool - The Story Of The Three Sons Of Seven (2004)

10.0 / 10
Es gibt gute Alben, es gibt großartige Alben und ab und zu gibt es auch mal einzigartige Alben. Mabool (The Story of the Three Sons of Seven) von Orphaned Land ist so ein Album. 8 Jahre ließen sie die Herren um Kobi Farhi, Yossi Sa’aron, Uri Zelcha, Matti Svatizky, Eden Rabin und Avi Diamond Zeit und bescherten uns nach ihren ersten beiden Werken, Sahara und El Norra Alila, ihr drittes Album, oder sagen wir besser Abenteuer. Das Konzept des Abenteuers lässt sich am besten so zusammenfassen: „Es beginnt mit der Geburt der drei Söhne, führt durch ihre gesamte Reise mit all den Abenteuern und endet mit der Flut, die das sündige „Orphaned Land“ überschwemmt und mit einem wütenden Sturm zerstört. Die drei Helden sind die Schlange, der Adler und der Löwe, die als die drei Söhne der Sieben beschrieben werden. Sie sind die Söhne der drei monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) und ungeachtet der heutigen Realität versuchen die Helden weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Leider schlägt ihre Mission fehl und sie werden der Flut ausgeliefert.“ Es wird außerdem in 5! Sprachen gesungen, Englisch, Hebräisch, Arabisch, Jemenitisch und Lateinisch und Gibberish(Kunstprache) und rund 30 Gastmusiker wirken dem Album bei. Selbst alte fernöstliche Folkloreinstrumente, wie Saz, Bouzouki und Oud, vereinen sich im Soundgewand der Band, aber kommen wir nun zu den Songs. Das Abenteuer beginnt mit Birth of the three (The unification), nach einem kurzen Intro, welches eine Straßenmusikerin erklingen lässt, setzen die Gitarren ein, mitreißend und treibend. Growlender und cleaner Gesang wechseln sich wunderbar harmonisch ab(Akerfeldt aus Israel. ). Die folklorischen Instrumente fügen sich nahtlos in den Sound ein. Der Höhepunkt wird zum Schluss festgemacht, ein mitreißender „Halb“-Refrain und Chöre lassen den Beginn dieser Reise ausklingen. Ocean Land (The Revelation) beginnt folklorisch und mit passenden Percussioneinsätzen. Kraftvoll werden die ersten Zeilen gegrowlt, eher Kobi Farhi einen wieder mit seinem wunderschönen Gesang bezaubert. Das Gitarren-Solo was darauf folgt verleiht dem Song noch mehr Dramatik. Energisch lässt man den Song ausklingen, um beim nächsten Song The kiss of Babylon (The Sins) genauso energisch fortzufahren, wie man in Ocean Land (The unification) aufgehört hat, bevor man in einen wunderbar sphärischen Part von Kobis cleanem Gesang und Keyboarduntermalung entführt wird. Dazu gesinnen sich noch einige folklorische Klänge. Der Song klingt mit fernöstlichem Frauengesang aus(Ich kann leider nicht sagen welcher der Spachen es ist), welcher im kurzen Stück A’salk weitergeführt und später noch mit Akustikgitarre, einigen Folkintrumenten und Percussion begleitet wird. Wunderschön... Die Songs Halo dies (The wrath of god) und A call to awake (The quest) weisen beide ziemlich deathige Growl-Parts in ihrer Mitte auf, während Halo dies (The wrath of god) einen sehr feines Solospiel enthält und episch ausklingt, wird A call to awake (The quest) mit Frickelleien beendet die etwas an Dream Theater erinnert, aber trotzdem den orientalischen Flair der Band nicht verfälschen. Der Song Building the ark wird akutisch dargeboten und wird von männlichem und weiblichem Chorgesang unterstützt, ehe zum Ende auch Kobi Farhi hinzustößt. Ein toller Song, der entspanned wirkt und einen nach den beiden wilden Vorgänger eine kleiner Verschnaufpause gönnt. Norra El Norra (Entering the ark) ist ein flotter und hymnenhafter Song, der zum mitsingen animiert. Es wird diesmal kein Englisch gesungen, sonder in einer der oben genannten Sprachen. Zur Rhythmik gesellen sich noch Keyboardklänge, die dem Song noch lebendiger wirken lassen. Danach wird nochmal ruhig, wie der Name vom nächsten Song, The calm before the flood, vermuten lässt. Geradezu beängstigend wird die Ruhe vor dem nahendem Unheil dargeboten, akustische Zupfereien und leise Windgeräusche lassen die Situation schon erahnen, unglaublich wie viel Gefühl hier drin steckt. Den Höhepunkt machen die beiden Songs Mabool (The flood) und The storm still rages inside fest, da beide eigentlich nahtlos ineinander übergehen könnte man auch von einem ganzen Song sprechen. Mabool (The flood) beginnt mit Regenschauern, die Flut beginnt, langsam gesellen sich Geigen und andere Streichinstrumente dazu. Die Gitarren setzen ein und Kobi Farhis Growls stehen wohl auch sinnbildlich für die Gewalt der Flut. Wieder kommt es zu einem wunderschönen und abwechslungsreichen Zusammenspiel der Growls und des cleanen Gesangs. Als die Gitarren langsam auszuklingen versuchen wird das Feuer noch einmal mit The storm still rages inside entfacht, meinem persönlichem Highlight der CD. Allein schon das 4 Minütige Solospiel ist der reine Wahnsinn, es könnte ewig so weiterlaufen, ich würde es am liebsten heiraten. Kobi Farhi erzählt inzwischen immer in kurzen und rar aufkommenden Sätzen welches Schicksal das Land erlitt und unterstreicht die abenteuerliche Art und Weise des Album. Später sing er auch noch mal clean, einfach großartig, episch, einmalig! Und dann, 6:25min, Stille..... aber die Reise ist noch nicht vorbei.. Akustikgitarren fügen sich in die Rhythmik des Song ein und lassen den Song, noch einmal begleitet von Chorgesängen, fast schon tragisch ausklingen, zum heulen schön. Das Outro Rainbow (Resurrection) welches Vogelzwitschern und eine kleine akustische Spielerei vereint, zeigt, dass doch noch nicht alles verloren ist und wirkt beruhigend nach diesem aufreibenden Finale. Einen besseren Schlusspunkt hätte man nicht setzen können. Eigentlich kann man dieses Album kaum in Worte fassen, aber ich hab es trotzdem versucht.. und es ist mir einigermaßen geglückt. Ich kenne viele Alben, die mir an Herz gewachsen sind, aber wenige, welche ich wohl immer im Herz behalten werde, Mabool - The Story of the Three Sons of Seven ist eins davon. Wer offen für ungewöhnliche und doch wunderbar harmonierende Musik ist sollte, nein MUSS, sich dieses Album anhören. [Review lesen]