Rhinozaur

Rhinozaur
Registriert seit: 31.08.2005

Zum Verkauf 0 Eingetragen 349
Bewertungen: 21 Reviews: 21
Genres: Blues, Dark Wave/Gothic, Hardcore, Metal, Pop, Punk, Rock, Singer/Songwriter/Liedermacher, Ska, Sonstiges
Bewertungsverteilung von Rhinozaur
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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9.5: 100% (8x)

10.0: 37.5% (3x)

Die letzten Bewertungen
10.0 für Jóhann Jóhannsson: Fordlandia (2008) (15.01.2016 18:20)
9.5 für Jeff Beadle: Where Did We Get Lost (2015) (14.01.2016 17:27)
9.5 für Billy Talent: Dead Silence (2012) (10.09.2012 11:11)
9.0 für Biffy Clyro: Only Revolutions (2009) (18.02.2010 14:03)
8.5 für Rhett Miller: Instigator, The (2002) (07.11.2009 10:42)
9.0 für Eddie Vedder: Into The Wild (2007) (29.10.2009 13:30)
Insgesamt 21 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

15.01.2016 18:20 - Jóhann Jóhannsson: Fordlandia (2008)

10.0 / 10
Jóhann Jóhannsson ist bekannt als talentierter Komponist von Filmmusik. Er zeichnet verantwortlich für die Soundtracks zum Drama „The Theory of Everything“, zum Psycho-Thriller „Prisoners“ oder dem 2016 für den Oscar nominierten Streifen „Sicario“. Doch der Isländer vertont nicht nur fesselnde Szenen auf der Kinoleinwand, er beweist auch grosses Geschick wenn es darum geht, Geschichten aus dem wahren Leben mit Geräuschen, Klängen und Melodien nachzuzeichnen – insbesondere wenn es sich dabei um ein düsteres Kapitel menschlichen Scheiterns wie Fordlândia handelt. In den 1920er Jahren erwirbt der Autoriese Ford ein rund 10‘000 Quadratkilometer grosses Stück Urwald im Einzugsgebiet des Amazonas mit der Absicht, eine Kautschuk-Plantage mitsamt Kleinstadt für die Arbeiterschaft hinzupflanzen. Ford zwingt den einheimischen Arbeitskräften den amerikanischen Lebensstil des industrialisierten Zeitalters auf und es kommt, wie es kommen musste: es bricht ein Aufstand der Arbeiter los, den erst das brasilianische Militär niederschlagen kann. Fordlândia ist am Ende und verfällt über die Jahre zur Geisterstadt – und das alles für ein bisschen Gummi. Jóhannsson wagt sich vorsichtig an „Fordlândia“ heran. Fast eine Minute lang lässt er beim gleichnamigen Opener fast gar nichts geschehen, ehe eine subtile Andeutung von Bläsern die Stille bricht. Wenn sich dann die zarten Streicher in gleicher Manier dazugesellen und wenig später die ersten – immer dezent eingesetzten – elektronischen Klänge ihr Übriges tun, ist man schon mitten drin im Klangkosmos des isländischen Meisters. Dann darf man richtig eintauchen, in eines seiner bemerkenswertesten Werke. Ein Album, das nur langsam Fahrt aufnimmt, damit man auch jedes neu hinzugesellende Arrangement voll auskosten kann. Ein Album, das einen auf eine Reise durch düstere Melancholie, lichte Momente der Hoffnung und schlicht vollkommener Schönheit mitnimmt. Ein Album, das einen auf den Höhepunkten seiner Songs immer wieder aufs Neue seine Wärme, Spannung und ganz eigene Atmosphäre erfahren lässt. Es ist ein Album, in das ich mich schwer verliebt habe und wohl noch sehr lange mein treuer Begleiter sein wird. [Review lesen]

14.01.2016 17:27 - Jeff Beadle: Where Did We Get Lost (2015)

9.5 / 10
Jeff Beadle ist ein richtiger Pfundskerl. Kräftige Statur, Bart im Gesicht, Tattoos auf den Armen, oft mit Kippe im Mundwinkel, immer mit Käppi oder Mütze auf dem Kopf. Man würde ihm den Holzfäller geben oder den Lastwagenfahrer. Doch wenn der Kanadier alleine und mit Akustik-Gitarre die Bretter der Bühne betritt und loslegt, weiss man: Der Typ kann spielen. Der Typ kann singen. Und er kann Texte schreiben. Diese handeln beim Musiker aus Toronto zumeist von schwermütigen Themen. Von menschlichem Verlust etwa oder den Irrwegen, die das Leben für uns bereithält. Getragen werden die Geschichten von Jeff Beadles– auch das gibt man ihm auf den ersten Blick nicht – gefühlvollen wie ausdrucksstarken Stimme und dem reduzierten doch warmen und harmonischen Gitarrenspiel. Jeff Beadles Musik erfüllt und macht Spass, man nimmt dem sympathischen Barden die Ehrlichkeit seiner Texte ab und spürt die Emotionen, die Beadle der Musik einverleibt, in jeder Note. „Where Did We Get Lost“ ist bereits das zweite Werk des Singer/Songwriters, sein Debut „The Huntings End“ nicht minder gut. [Review lesen]

14.01.2016 16:39 - A Winged Victory For The Sullen: Winged Victory For The Sullen, A (2011)

10.0 / 10
Gut möglich, dass „A Winged Victory For The Sullen“ das Werk in meiner Musiksammlung ist, das mein Trommelfell am häufigsten entzückt. Immer wieder landet das – durch den inflationären Gebrauch längst durchgenudelte – Vinyl auf der Nadel meines Plattendrehers. Und immer wieder wandert mein Daumen auf dem Display des MP3-Players über die geheimnisvolle, barbusige Frau auf dem Cover dieses Albums. Ich stehe auf lauten Gitarrenrock, auf gehaltvolle Singer/Songwriter-Musik und Ambient- und Postrocksachen, die nach minutenlangen Aufbauphasen mit ordentlichem Getöse explodieren. All das sucht man bei Dustin O’Halloran und Adam Wiltzie, dem Duo hinter AWVFTS, vergebens. Und trotzdem haben die beiden ein grosses Album geschaffen. Ein Album, bei dem es um subtile Schönheit und sublime Tiefe, um reduzierte Eleganz und um raumergreifende Streicher-, Orgel und Klavierklänge geht. Es ist Musik, die sich langsam und allmählich übereinanderlegt, miteinander verschmilzt, dabei aber niemals überbordet. „A Winged Victory For The Sullen“ ist ein Album von bedrückender Melancholie und gleichzeitig magischer Intensität. Ein Album, das ich zutiefst schätze und nie missen möchte. [Review lesen]

10.09.2012 11:11 - Billy Talent: Dead Silence (2012)

9.5 / 10
Billy Talent sind zurück! Nach über 3 Jahren Album-Abstinenz präsentieren die Kanadier ihr neues, fulminantes Werk „Dead Silence“. Nach einem kurzen, mehrstimmigen Intro fetzt „Viking Death March“ schön revoltierend los und lässt erstmals erahnen, mit welch herrlichem Songwriting auf dem neuen Album operiert wurde. Mit wütend protestierenden Zeilen wie „You preach about love and teach about faith, but all your beliefs are still rooted in hate“ läuft es dem Zuhörer kalt den Nacken hinunter, als würde die herrliche Gitarrenarbeit oder die präzisen und erbarmungslosen Drums nicht bereits für diesen Effekt sorgen. Es scheint, als wäre die Schreibblockade, die Frontmann Benjamin Kowalewicz nach eigenen Aussagen plagte, von einem wahren Feuerwerk an guten Textideen und Schreiblaune abgelöst worden. Und auch bei Schlagzeuger Aaron Solowoniuk, der sich einer Operation am offenen Herzen unterziehen lassen musste, scheint diese Erfahrung neue Energie freigesetzt zu haben. Gerade die tollen Up-Tempo Nummern wie „Runnin‘ Across The Tracks“ oder „Love Was Still Around“ erhalten durch sein gekonntes Spiel ihren herrlich druckvollen Drive. Neben den tollen Rock-Nummern servieren Billy Talent dem Zuhörer mit „Stand Up And Run“ und „Swallowed Up By The Ocean“ auch zwei Beinahe-Balladen, die etwas Ruhe ins Album bringen und so für gute Abwechslung sorgen. Mit „Dead Silence“ haben uns Billy Talent ein durch und durch tolles Rock-Album beschert, für das man die lange Wartezeit gerne in Kauf genommen hat. „Dead Silence“ wird es schwer haben, an meiner Jahres-Top10 vorbeizukommen. Ich prophezeie gar einen Platz in den ersten drei Rängen… [Review lesen]

03.03.2010 09:28 - The Album Leaf: Chorus Of Storytellers, A (2010)

9.5 / 10
4 Jahre sind seit dem letzten Meisterwerk von Jimmy LaValle vergangen. Während "Into The Blue Again", sowie sämtliche frühere Werke vom Multitalent LaValle noch selbst eingespielt wurden, nimmt er für "A Chorus Of Storytellers" zum ersten Mal auch die Hilfe diverser Gastmusiker in Anspruch. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist, meiner Meinung nach, schlichtweg genial. Sphärische Klänge zwischen Elektronik und Glockenspiel, zwischen Violine und Piano, jeweils unterlegt mit kreativen und abwechslungsreichen Beats und Basslinien. Bemerkenswert ist auch der Gesang seitens LaValle der im Vergleich zu den früheren Alben, auf "A Chorus Of Storytellers" um Weiten präsenter und weniger zurückhaltend ist. Tolle Lyrics, vorgetragen mit einer schönen Stimme. Ein fantastisches, ambientes Album zum Entspannen, Träumen, Kuscheln oder um mit Kopfhörern stundenlang durch die Natur zu spazieren (ein Tipp meinerseits! Gibt nichts besseres um die Welt um sich herum wahrzunehmen)... Anspieltipps sind das wunderschöne Instrumental "Blank Pages", das mit tollen Lyrics bestückten "There Is A Wind" und um noch ein weiteres, grossartiges Instrumental zu erwähnen, das Stück "Stand Still". [Review lesen]

18.02.2010 14:03 - Biffy Clyro: Only Revolutions (2009)

9.0 / 10
2 Jahre sind seit dem Geniestreich "Puzzle" der schottischen Indie-Rocker "Biffy Clyro" vergangen, und Mitte 2009 kam mit der Single "Mountains" der Vorgeschmack auf das neue Album "Only Revolutions". Wie erwartet folgten die 3 sympathischen Schotten ihrem seit dem Album "Puzzle" eingeschlagenen Weg und brachten mit ihrem 5. Studioalbum zwar keine wirkliche Revolution, jedoch einen mehr als würdigen Nachfolger des genialen "Puzzle" auf den Markt. Nach einem noch etwas zurückhaltenden "The Captain", wird der Zuhörer spätestens mit dem energischen Feuerwerk von "That Golden Rule" in seinen Bann gezogen. Fetzige Gitarrenwände, tolle, eingängige Melodien, coole Songtexte gepaart mit der vielseitigen Stimme seitens Simon Neil, die zwischen gefühlvollem, erdigem Gesang auch gerne Mal in krankes Geschrei ausartet. Meine beiden Lieblingstracks des Albums dürften das innovative, groovige Stück "Born On A Horse" sowie das Meisterwerk "Bubbles" sein, welches mich besonders mit seinem mehrstimmigen Gesangs im Refrain mitreisst. Einfach grossartig! Weitere energiegeladene Anspieltips sind sicherlich die Songs "Shock, Shock", "Booooom, Blast And Ruin" und "Cloud Of Stink". Daneben dürfen ein paar schöne Balladen natürlich nicht fehlen. Diese kommen in Form der Songs "Many Of Horror" und dem fantastischen "God And Satan" und runden das Album perfekt ab. Für mich ist "Only Revolutions" eines der grössten Alben des Jahres 2009 und dürfte bei Freunden des energiegeladenen Indie-Rocks für ein tolles Hörvergnügen sorgen... [Review lesen]

07.11.2009 10:42 - Rhett Miller: Instigator, The (2002)

8.5 / 10
Der Leadsänger- und Gitarrist der Alternative Country Band "The Old 97's" auf Solopfaden. Dabei projeziert er seine Liebe für Country-Klänge gekonnt auch auf sein Solo-Album "The Instigator", dass 2002 in die Läden kam. Wer die Musik der Old 97's gerne mag, wird sich sicher auch bei "The Instigator" zu Hause fühlen. Das soll aber nicht heissen, dass Rhett Miller's Soloarbeit an der seiner Band anknüpft. Das Album überzeugt mit pfiffigen Power-Pop Melodien und raffiniert klugen Texten, die von Miller gewohnt gefühlvoll gesungen werden. Die Highlights des Albums sind für mich aber Balladen wie "Come Around" oder "World Inside The World", deren melancholischer Energie und Ehrlichkeit fast zu Tränen rühren. Gegen Ende des Albums wird es aber mit "Your Nervous Heart" und "Terrible Vision" für meinen Geschmack fast etwas zu schnulzig. Echter Country Herz-Schmerz, halt. Wer das aber gerne hört, der wird diesem Album sogar noch mehr als 8.5 Punkte geben... [Review lesen]

07.11.2009 09:56 - Oren Lavie: Opposite Side Of The Sea, The (2007)

8.5 / 10
Der gebürtige Israeli, Theater-Student und Songwriter Oren Lavie legt mit "The Opposite Side Of The Sea" ein sehr schönes Debut-Album vor. Mit einem hübschen Mix aus Tasten-, Saiten- und Streichinstrumenten sowie dem gefühlvollen, leicht rauhen Gesang Oren Lavies beinhaltet das Album 11 Songs voller schöner, aber auch dunkler Momente. Geschichten über seine Lebensreise, begonnen in Tel Aviv über sein Theaterstudium in London, seine Zeit in New York bis nach Berlin wo er in seiner Wohnung ein kleines Studio einrichtete, in dem er in Eigenregie "The Opposite Side Of The Sea" produzierte. Das Resultat ist eine rohe, mit weitgehend analogem Studioequipment kreirte Produktion, die zum Träumen und Nachdenken anregt. Ein Debut-Album eines Songwriters von dem in Zukunft hoffentlich noch einiges zu erwarten ist... [Review lesen]

29.10.2009 13:30 - Eddie Vedder: Into The Wild (2007)

9.0 / 10
Den Film "Into the Wild" von Regisseur Sean Penn habe ich mir relativ spät, fast ein Jahr nach seiner Veröffentlichung angesehen. Für mich ein absolut grossartiger Film mit gewaltigem Bildmaterial, Dialogen und Zitaten die unter die Haut gehen und zum Nachdenken anregen. Als wäre der Film alleine nicht schon toll, werden hier Bild und Ton mit Pearl Jam-Mastermind Eddie Vedder's Solostücken absolut stimmungsvoll untermalt. Mit Akkustikgitarre, Ukulele und Banjobegleitung kreirte Vedder einen einmaligen Soundtrack mit 11 Songs voller Freiheit, Natürlichkeit, endloser Weite aber auch Einsamkeit, Stille und Besinnlichkeit... Ein absolutes Highlight für mich ist der Song "Long Nights", dessen Traurigkeit nur noch von Eddie Vedder's gewaltigem aber gefühlvollem Barriton überschattet wird. Ein Song, zu dem ich nur zu gerne eines Tages in der eisigen Wildnis Alaska's sterben würde... :-) Für mich ein absolutes 10-Punkte Album, voller Songwriter-technischer Genialität, dem ich aber einen Punkt abziehen muss. Denn mit etwas mehr als 33 Minuten Spielzeit ist die Platte doch etwas arg kurz geworden... [Review lesen]

20.10.2009 11:54 - Dakota Suite: Waiting For The Dawn To Crawl Through And Take Away Your Life (2007)

9.0 / 10
Melancholie, Schwermut, Kälte und Schmerz - Mit diesen Worten lässt sich das bereits siebte Meisterwerk der Briten aus Leeds grob beschreiben. Mit ihrem Mix aus zarten Gitarrenklängen, Klavier- und Streichinstrumenteneinlagen, sowie der von Schmerz und Depression geplageten, fast flüsternd leisen Stimme Chris Hooson's, lässt diese Band den Zuhörer einen dicken Kloss der Traurigkeit und Einsamkeit im Hals bekommen. Schier machtlos ist man gegenüber den 11 Songs dieses Albums, die einen unweigerlich in ihren schmerzhaft schönen Bann ziehen. Genau das Richtige für die ersten kalten Tage des Jahres... Ein weiteres Highlight des Albums ist auch die beigelegte DVD, die eine Bandbiografie, Interviews sowie schöne Naturimpressionen enthält... [Review lesen]

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