adarkmind

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Registriert seit: 08.07.2008

Zum Verkauf 35 Eingetragen 204
Bewertungen: 102 Reviews: 12
Genres: Comedy, Dark Wave/Gothic, Metal, Rock, Singer/Songwriter/Liedermacher
Bewertungsverteilung von adarkmind
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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8.0: 60% (15x)

8.5: 100% (25x)

9.0: 100% (25x)

9.5: 32% (8x)

10.0: 36% (9x)

Die letzten Bewertungen
10.0 für Des Ark: Everything Dies (2015) (01.01.2020 21:29)
9.0 für Tapping The Vein: Another Day Down (2008) (26.10.2019 01:17)
9.5 für W.A.S.P.: Crimson Idol, The (1992) (19.10.2019 23:11)
10.0 für Nevermore: Dreaming Neon Black (1999) (17.12.2017 12:00)
9.0 für Anna Murphy: Cellar Darling (2013) (30.07.2017 00:20)
9.0 für Green Carnation: Acoustic Verses (2005) (05.08.2016 23:27)
4.0 für Sonata Arctica: Ecliptica (1999) (24.10.2015 00:35)
6.5 für Apocalyptica: Shadowmaker (2015) (23.10.2015 13:18)
8.0 für All Ends: Road To Depression, A (2010) (29.09.2015 07:57)
Insgesamt 102 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

01.01.2020 21:29 - Des Ark: Everything Dies (2015)

10.0 / 10
Da ist sie nun - die "neue" Scheibe. Und wie nicht anders zu erwarten war, zieht auch diese Scheibe einen wieder in den Bann. Der Kenner sieht schon an den Titeln, dass es ich hierbei um Studioaufnahmen bereits schon bekannter Songs handelt, welche sich auf den Live Alben wiederfinden. Auch wenn es somit kein neues Material ist, macht es nichts. Die Songs bleiben einfach großartig und gehen gewohnt leicht ins Ohr, sind aber schwer verdaulich. Dabei dreht sich hier alles um Beziehungen und wenn ich richtig deute, hört man eine Geschichte Rückwärts. Vom Ende bis zum Anfang einer Beziehung im fröhlich wirkenden Gewand mit bitterem Unterton. Die Band bleibt seiner Linie treu und verändert der Sound dabei dezent. Es ist ruhiger geworden, was heißt dass man oft nicht viel mehr (braucht) als Aimée Argote Stimme und eine Gitarre u/o Klavier. Es gibt an der ein oder anderen Stelle noch wunderbar ergänzende Folkeinfüsse. Insgesamt finde ich das Album leichter zugänglich. Anders als bei dem Vorgänger, welcher wie ein Rausch wirkte bleibt hier der Kater aus. Vorsicht es macht dennoch süchtig! [Review lesen]

27.10.2019 00:26 - Des Ark: Don't Rock The Boat, Sink The Fucker (2010)

9.5 / 10
Mein Ausblick über den Metal Tellerrand geht heute mal zum Indie. Und dies ist harter Tobak, nicht weil schon im Titel Geflucht wird sondern weil die Musik "hart" ist von der Atmosphäre. Die besungenen Thematiken sind schwer verdaulich, aber bilden mit den ruhigen und manchmal etwas lauten Passagen eine Wundervolle Symbiose. Der Gesang und auch die Gitarre klingt etwas neben der Spur, als wäre Aimée Argote betrunken gewesen. Und das passt wunderbar zu der schummrigen Stimmung des Albums. Man muss sich schon etwas Zeit nehmen um, da die Songs nicht als Ohrwürmer funktionieren. Aber wenn es Klick gemacht hat sieht es einen ganz ordentlich in den Bann. Wie im Rausch hört man sich durch. Und der erste Song "My Saddle is waitin' (c'mon jump on it)" klingt zwar fröhlich ist aber ein Schnaps mit bitterem Abgang. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Album, in den verschiedenen Facetten der Realitätsflucht oder warum geflüchtet wird. Es fühlt sich an als wäre man selbst etwas neben der Spur, alles dreht sich und versucht einen klaren Gedanken zu den Lyrics zu bekommen. Aber dabei ist es nur die LP auf dem Plattenspieler die sich dreht. Man muss also aufstehen, zum Laptop taukeln und irgendwie endlich die Bestellung abschicken, denn es gibt bereits einen Nachfolger zu dem Album... [Review lesen]

26.10.2019 01:17 - Tapping The Vein: Another Day Down (2008)

9.0 / 10
Diese Band begleitet mich nun schon ein paar Jahre und ich möchte nun meinen Senf zu einem meiner Meinung nach unterbewertetem Album geben. The Damage war "damals" erfolgreich, aber leider ist sieben Jahre später die Veröffentlichung des neuen Silberlings scheinbar unbemerkt an vielen vorbei gegangen. Zugegeben auch so bei mir und das ist schade, denn man sollte sich hier die Zeit nehmen um diesen Tonträger für sich zu entdecken. Also was haben sieben Jahre aus der Band gemacht? Evolution? Neuer Sound? - Ja, aber man bleibt den Wurzeln treu. Das Album ist auf jeden Fall leiser und das nicht nur beim Pegel, sonst auch von den Instrumentierungen her. Der Gesangspart tritt etwas mehr in den Vordergrund und es wird rockiger als vorher. Alles in allem klingt es in meinen Ohren ein wenig erwachsener. Das mag aber auch an den Lyrics liegen, die ungeschönter sind als die auf dem Vorgänger. Aber dass hier keine Party/gute Laune Musik gespielt wird muss ich wohl keinem erklären der das Cover gesehen hat. Es ist in meinen Augen ein würdiger Nachfolger, der mir nach dem nochmaligen Durchhören der bisher zwei veröffentlichten Langspielern eindeutig besser gefällt. Wem "the Damage" gefallen hat, sollte auf jeden Fall hier auch mal reinhören! Es macht Lust auf mehr, aber mehr als Zehn Jahre seit der letzten Veröffentlichung lässt leider Zweifeln ob es noch eine weitere Veröffentlichung geben wird. Schade! [Review lesen]

17.12.2017 12:00 - Nevermore: Dreaming Neon Black (1999)

10.0 / 10
Aus aktuellem Anlass möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch mein Lieblingsalbum vorstellen, um Warrel Dane meinen Respekt zu zollen. Und bevor ich damit starte muss ich etwas ausholen. Damals in der Ausbildung hatte ich einen Englisch for Business Kurs und irgendwie kam es dazu dass eines Tages keiner außer mir Zeit hatte. So saß ich allein mit der Lehrerin und sie meinte es wäre doch eine tolle Idee über Musik bzw. über Lyrics zu sprechen. Dazu sollte ich doch bitte ein Album meiner Wahl nehmen und die Texte mit ihr durchzugehen. Eine tolle Idee wie ich fand. Sie hatte ja keine Ahnung worauf sie sich eingelassen hatte. Ich werde darauf jetzt nicht explizit eingehen. Ihr solltet selbst die Lyrics lesen. Meine Lehrerin war jedenfalls sehr begeistert von der Vielschichtigkeit und dem Verständnis des Sängers mit Metaphern umzugehen. Sie hat sich sogar das eine oder andere Lied angehört. Gefallen hat ihr natürlich nichts davon. Cenotaph hat ihr aber eine Gänsehaut verpasst aufgrund der ganzen Konzeptes. Etwas Vorgeschichte: Warrel Dane hat in einem Interview hat er durchblicken lassen, dass dieses Album eigentlich anders geplant war. Die Bandkollegen waren vorher immer gegen ein Konzeptalbum, doch Warrel hat sich darum nicht geschert. Er hat die Lyrics den Kollegen vorgelegt und nach dem ersten Einspielen fragte er: „Na was haltet ihr von unserem ersten Konzeptalbum?“. Und es gab keine Einwende weil jeder Song auch für sich stehen kann, aber im Ganzen noch größer wirkt, da die Songs untereinander aufeinander referenzieren. Um zu verstehen warum dieses Album so tiefgründig ist muss man sich auch mit Warrels Vorgeschichte befassen, denn das Konzept und die Lyrics sind allein von ihm selbst geschrieben worden. Warrel hatte in den 80ern eine enge Freundin die sich einem religiösen Kult angeschlossen hat. Er hat sie nie wiedergesehen, außer in einem Traum, welchen er in diesem Album verarbeitet hat. Der Traum ist schon auf dem CD Cover dargestellt wie sie erst im Wasser treibt (Front) und dann ertrinkt (Rückseite). Dieses Album ist sein Tribut an jene Freundin und macht es zu dem wahrscheinlich „gefühlvollsten“ Nevermore Album. In diesem Konzept muss man keinem Handlungsstrang folgen und zum interpretieren reichen die Überschriften aus dem Booklet, welche mit – markiert sind. 1. Ophidian 2. Beyond within – welcome to the fall - 3. The Death of Passion - Time has no meaning for me. She is gone and the void speaks to me - 4. I am the dog - The darkwave came again last night. I want it all to end, I want the world to end - 5. Dreaming neon black - Again it poured over me in waves. When she left with them she said I must break free from the dark. I tried to tell her of their poison, she chose not to hear. She was never seen again - 6. Deconstruction - My perfect reflection swims through the drowning pool. The sky is gone. My world is in deconstruction - 7. the fault of the flesh - Sometimes bitterness is all you can hold on to, and within the bitterness I realized my weakness - 8. the lotus eater - Why is this happening to me? Why have I been forsaken? Nothing numbs the pain any longer......please....I'm slipping away - 9. Poison godmachine - I know what it wants now...the void has swallowed the light and the machine wants my soul - 10. All play dead - I know she can hear me still. I know she can feel me. The velvet sleep has stilled her, for they are feeding, while time is ever shifting - 11. Cenotaph - And I will build this in her name. The dream will not allow failure, only servitude, for I am it's slave - 12. No more will - For some there are no choices - 13. Forever - What has been put asunder shall again be whole - Schlusswort: - As the curtain calls, and the cast recedes, I am all that ever was and all that ever will be. In wither and repose this frayed chapter now does close, and fade into neon black - Wer bis zum Ende von „Forerver“ (die ganzen 9 Minuten) aufgepasst hat, merkt dass es sich um einen Kreislauf handelt. Der Herzmonitor startet den Kreislauf neu. Ein Großartiges tiefgehendes Album bei dem es keine Anspieltipps gibt. Einfach durchhören denn es fesselt von Anfang bis Ende. Volle Punktzahl. [Review lesen]

30.07.2017 00:20 - Anna Murphy: Cellar Darling (2013)

9.0 / 10
Seit dem Austritt bei Eluveitie ist Anna Murphy an vielen Projekten beteiligt gewesen. Sei es Nucleus Torn, Lethe oder godnr.universe! und nun ist dies ihr erstes eigenes Album. Die Messlatte lag hoch und die Frage ob das Album den Erwartungen gerecht wurde lässt sich meiner Meinung nach mit einem klaren JA beantworten, obwohl das Album ein Problem hat. Denn es ist gar nicht so einfach nach den anderen Projekten das musikalische Level zu halten. Man muss zugeben das alles vorher etwas "abgedreht" war. Irgendwie war die Musik Folk verbunden, aber immer experimentel. Und man erwartet irgendwie genau so etwas. Aber genau hier liegt der Hund begraben. Es ist es eben nicht über allen Schubladen schwebend, sondern Bodenständig, fast poppig und leichter verdaulich als das Vorherige. Damit will ich nicht sagen das es schlechter ist, sondern dass es keine ausufernden Experimente gibt. Es ist trotzdem vielfälltig und gerade für diejenigen die mit Folk nicht unbedingt etwas anfangen können. Nach mehreren Durchläufen bleibt eins klar. Es mag anders klingen, aber es ist dann doch wie man erhofft hatte verrückt. Dies zeigt sich in u.a. in Songs wie "out of control", dem Titelsong "cellar darling", "woebegone" oder dem grandiosen "Harley Quinn". Letzteres ist eine Hommage an die Figur aus der Batman Animated Serie, aus einer Zeit als die immer beliebter werdende Harley Quinn noch kein vermeintlich emanzipiertes Hotpants tragendes Vorbild war. Anna lässt sogar den Joker sprechen. Sie nimmt ein paar Zitate aus der preisgekrönten Folge "Mad Love" und Mark Hamill's Stimme lässt dem Song noch eine andere Qualität bekommen. Feinheiten wie diese oder auch der Titelsong, der wirkt wie ein Thriller, wo man angewiedert ist und doch irgendwie Verständnis hat für die Mörderin, machen das Album besonders. *Spoiler* ;-) Man bewegt sich lyrisch immer am Rande des Wahnsinns. In "woebegone" verlässt uns sogar die personifizierte Vernunft völlig und ich finde es großartig. Bei den 17 Songs gibt es nur einen Song der mir nicht gefällt. Das wäre das Cover von "Johnny Guitar" daher gibt es keine volle Punktzahl. Alles in allem ein tolles Album, wo ihr meiner Meinung nach mal reinhören solltet. Da das Album schon ein paar Tage alt ist, gibt es natürlich schon wieder was neues von Anny Murphy. Es ist an dieses Album angelehnt bzw. gab der Titel des Albums "Cellar Darling" Anna's neuestem Projekt einen Namen. Dazu an anderer Stelle mehr. [Review lesen]

24.10.2015 00:35 - Sonata Arctica: Ecliptica (1999)

4.0 / 10
Das hat man davon wenn man nicht aufpasst - ich dachte es wäre die gute alte Platte in neuem remastered Gewand. Den Aufkleber mit Rerecorded habe ich dabei übersehen. Deswegen bewerte ich nicht das ursprüngliche Album, sondern nur die Neuaufnahmen. Die erste Frage die mir dabei in den Sinn kommt: Warum? Klar es ist nicht die erste Band die ihre Alben neu vertont wie zum Beispiel Andromeda - Extention of the Wish . Und da war es verständlicher, weil es einen Sängerwechsel gab und man mit der Qualität vom Gesang von Lawrence Mackrory unzufrieden war. Aber zurück zum Thema: Hier gab es auch Lineupwechsel, aber es gab nie was auszusetzen. Ich habe den direkten Vergleich durchgeführt und ja man hört einen Unterschied. Es klingt druckvoller und an vielen Stellen anders, aber nicht unbedingt besser sondern ungewohnt. Da gefällt mir das "original" wesentlich mehr, alleine schon weil man es x-mal gehört hat und sich an den Stellen aufhängt, wo man einen Unterschied bemerkt. Um "neu" zu klingen hört es sich dann doch einfach zu "gleich" an. Eine weitere remasterte Special-Edition mit Bonus Track hätte es auch getan um dieses Jubiläum zu feiern. [Review lesen]

23.10.2015 13:18 - Apocalyptica: Shadowmaker (2015)

6.5 / 10
Mit diesem Album bestreiten Apocalyptica ungewohnte Pfade. Denn mit Franky Perez gibt es nur einen Sänger auf Shadowmaker. Aber natürlich kommt der instrumentale Part auch nicht zu kurz. Ist das Experiment mit nur einem Sänger also gelungen? Diese Frage lässt sich nur mit einem Jaein beantworten. Denn wer Herrn Perez gebotene Arbeit zu schätzen weiß wird dieses Album etwas besser bewerten. Ich persönlich finde das die Stimme zu dem ein oder anderen Song gut, aber im Ganzen gesehen nicht zu dem passt was man an Vielfalt und Qualität von Apocalyptica gewohnt ist. Das mag aber auch der Tatsache geschuldet sein, das verschiedene Sänger/innen ein Album auch variabler machen. Dennoch wirken unabhängig vom Sänger, die Songs ein wenig flach und vor allem fehlt dem puristen der unverzerrte Chelloklang. Zu der ersten Singleauskopplung "cold blood" macht Franky Perez eine gute Figur, ebenzu zum Albumhighlight und Titelsong "Shadowmaker", dessen Mittelteil an alte Alben wie Refections erinnern lässt. Die restlichen Songs stechen leider nicht sonderlich hervor und wirken nicht so verspielt, sogar etwas zerfahren. Ein gutes Beispiel ist "til death do us part", was stellenweise interessante Passagen hat. Fazit: Nach über 20 Jahren befinden sich Apocalyptica mit diesem Album am "Tiefpunkt" ihrer Schaffenskarriere, wobei es noch weit davon entfernt ist wirklich schlecht zu sein. [Review lesen]

13.07.2015 13:03 - Guano Apes: Offline (2014)

4.5 / 10
Da läuft man durch Saturn und sieht das die Apes wieder ein neues Album haben. Also gleich zugeschlagen, obwohl ich wusste dass der Vorgänger nicht so dolle war. Den Vorgänger Bel Air hab ich auch gleich mitgenommen um vergleichen zu können. Joah... Zuerst hab ich mir "Offline" reingezogen... äh ... äh ... - "was war dass?", würde meine Nichte fragen... Liebes Kind, ich habe keine Ahnung! "Bel Air" ist dagegen eine Offenbahrung, obwohl dass ja auch schon fragwürdig poppige Massenwahre war. Wenn man die Feile rausholt um bei den Bands die Ecken und Kanten zu glätten, damit man massentauglichere Musik verkaufen kann, verliert die Musik leider die Identität. Genau das ist hier passiert. 0815 Pop/Rock der vereinzelt an die guten alten Zeiten erinnern lässt, siehe Jiggle. Klar sind Veränderungen gut und wer will schon einen Neuaufguß vom alten Material hören? Aber wer sich neu erfindet, sollte einen gewissen Wiedererkennungswert haben. Und das ist hier in meinen Ohren reichlich mißlungen. Es bleibt auch nach mehreren Durchläufen leider nichts hängen. [Review lesen]

01.06.2014 22:25 - Eyevory: & The Euphobia Orchestra - A Symphonic Night Of Prog Rock (2014)

10.0 / 10
Musikprojekte direkt über die eigenen Fans finanzieren zu lassen steht bei vielen Bands hoch im Kurs, siehe Edenbridge's Album „the Bonding“ oder My inner Burning's „Dead and Gone“. Auch Eyevory zeigen mit Ihrer neuen DVD „& the Euphobia Orchestra – a symphonic night of prog rock“ dass Crowdfunding funktionieren kann. Im Jahre 2013 hat sich die Band einen Traum erfüllt und hat quasi direkt im Anschluss an die Aufnahmen zum Debutalbum „Euphobia“, mit der Organisation eines Konzertes mit Orchester begonnen. Durch das Crowdfunding kann man nun auch an dem einmaligen Erlebnis teilhaben. Wie man es schon vom Album her gewohnt war, lässt auch die DVD es nicht an Qualität missen. Die Arrangements zwischen Orchester und Band harmonieren hervorragend. Jeder Song wird ergänzt und auf eine ganz neue Ebene gehoben, die erst zeigt wie gut u.a. die Instrumentalarbeit wirklich ist. Wie immer starten Eyevory mit dem Song „Sacrifice“ und zeigen von Anfang an, dass das Orchester nicht nur ein Klangteppich ist, auf dem man sich tragen lässt. Dies wird deutlich bei simpleren Songs wie „on my way to bliss“, geht über progressive Leckerbissen wie „the tower“ und der bisher unveröffentlichten Ballade „hope“. In letzterem kommt der Gesangspart von Kaja und Jana in Verbindung mit den zahlreichen Streichern, sowie Klavier etc. besonders gut zur Geltung. Auf die Spitze wird das ganze zum Ende hin getrieben, wo der Traum in einer Kakophonie zerbricht. Das ganze macht viel Spaß zu sehen, aber noch viel mehr zu hören. Wenn man nun das vorhergegangene Album „Euphobia“ einlegt, scheint etwas zu fehlen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung kann nicht besser gewählt sein, da Eyevory gerade sehr erfolgreich wieder mal mit Saga auf Tournee waren und sich nun eine Pause gönnen. Aber nicht um auf der faulen Haut zu liegen, sondern um sich u.a. ins Studio zu begeben, für ein weiteres Album bzw. eine geplante EP mit keinem anderen als Mike Thorne von Saga. Wenn kein anderer Schlagzeuger gerade zur Hand ist, warum nicht!? Achja und Babypause ist auch noch. Spaß beiseite – man darf gespannt sein was auf diese DVD folgen wird. Die Songs die man bisher nur Live erleben durfte wie „the star“, „human“ und „hope“ lassen die Erwartungen hoch steigen. Letzterer ist ja auch schon auf der DVD zu sehen/hören und versüßt die Wartezeit auf Neues. Fazit: Eine Rundum gelungene DVD und man ärgert sich nicht dabei gewesen zu sein. Volle Punktzahl! VÖ am 25.07.14 auf http://www.eyevorymusic.com/dvd/ vorbestellen oder jetzt schon bei Konzerten erhältlich! [Review lesen]

07.05.2013 17:20 - Eyevory: Euphobia (2013)

9.0 / 10
Dem Review von Gunnar Claußen habe ich nichts hinzuzufügen, daher zitiere ich: Auf den Fotos im Booklet zu "Euphobia" kauern die Mitglieder von Eyevory verschüchtert in dunklen Ecken oder halten sich ostentativ die Ohren zu. Das mag man interpretieren, wie man will, aber Fakt ist, dass die vier Jungs und Mädels aus Bremen zwar überwiegend auf Grundlage süßlichster Popmusik arbeiten. Diesen Stil entwickeln sie aber mit beeindruckender Narrenfreiheit in alle möglichen Richtungen, sodass am Ende ein höchst vergnügliches Album steht. Das weniger spektakuläre untere Ende markieren dabei noch einige Nummern im Mittelteil von "Euphobia": "On My Way To Bliss" ist eine eher simple Halbballade, aber sowas haben selbst Dream Theater noch zur Genüge gemacht. "Black Bird" erinnert mich an diverse 80er-Alben wie beispielsweise "Invisible Touch", "Torn" ist eine beschwingte Artpop-Nummer mit luftigem Arrangement, und "In My Dream" weist eine latente AOR-Tendenz auf. Aber das wäre jeweils nur die halbe Wahrheit, denn letztlich nehmen solche Stücke meistens eine interessante Wendung: So endet "In My Dream" mit einer Kakophonie à la King Crimson - "The Devil's Triangle", "Torn" kippt kurzzeitig ins Düstere (abgesehen davon, dass mich die Melodie ohnehin an das famose "Game Of Life" von Circus Maximus erinnert), und "Black Bird" setzt auf einen reichlich abgedrehten Instrumentalpart. Und auch in den restlichen Stücken geben sich zuckrige Eingängigkeit und schräge Momente immer wieder die Klinke in die Hand. So kontrastiert sich in "I Trust In You" die kühle New-Romantic-Strophe mit einer Marillion-verdächtigen Bridge und einem ziemlich vertrackt unterlegten Mainstream-Refrain, und in "Sacrifice" rahmt Progmetal-Riffing eine Pop-Strophe und eine recht wilde Uffta-Uffta-Bridge ein. Den Vogel schießt man bei soviel Abwechslungsreichtum dann mit "Monster" und "Requiem Aeternam" ab: In ersterem gibt es nicht nur einen hübschen Jethro-Tull-Anfang (was im Übrigen auch am Martin-Barre-Gedächtnis-Riffing festzumachen wäre, damit sich nicht jeder bloß auf die Flöte stürzt), und zur süßlichen Strophe gibt es plötzlich Dance-Beats und zwischendrin einen krummtaktigen Refrain. Und im abschließenden Longtrack ertönen Raps zu melancholisch dahinfließendem Groove-Rock, ehe im Mittelteil die Reise zwischen Schwärmerei und variantenreichem Progmetal-Spektakel angetreten wird. Zwischen diesen beiden Extremen stehen dann nochmals ein paar etwas konsistentere, aber ebenfalls hörenswerte Nummern: "1001 Nights" ist nicht nur orientalisch, sondern auch metallischer und demonstriert mit der stilvollen Mellotron(?)-Begleitung der Strophe gelungene Detailarbeit. "Good Times Are Now" ist schön nach vorne gehender Sommerprog mit latenten Yes-Tendenzen, bei dem selbst Keyboardfanfaren in jeder Hinsicht interessant klingen. Und "Euphoria" weiß man ebenfalls geschmackvoll zu inszenieren, wobei ich umso dankbarer bin, nicht auf einen der zahlreichen ESC-Reinfälle ("Fly On The Wings Of Love", uargs...) zurückgegriffen zu haben. Was gibt's noch zu sagen? Das ziemlich wuchtige Schlagzeug hat mich anfangs etwas irritiert, der Gesang ist durchwegs gelungen (wobei mich "Requiem Aeternam" etwas an jenen von Atari Teenage Riot erinnert hat), und ansonsten habe ich einen der höheren Trümpfe von Eyevory noch gar nicht erwähnt: Die Instrumentalarbeit! Und zwar scheint es hier, dass sich der Vierer nur im Team in die weite musikalische Welt hinauswagt. Soli (im Wortsinne) gibt es also kaum, aber dafür gekonntes und geradezu sinfonisches Zusammenspiel, das immer wieder für Erheiterung sorgt. Wie es überhaupt auch das ganze Album tut. "Euphobia" hat mir von Anfang bis Ende durchwegs gefallen, was ich insgesamt auch, um es mal auf den Punkt zu bringen, dem Gesamtbild anlaste: Eyevory reiten hier auf der Rasierklinge zwischen aalglattem Mainstream und geradezu grotesken Einfällen und liefern damit ein Album ab, das zugegebenermaßen manchmal etwas nervt, mich ansonsten aber mit seiner Freigeistigkeit die meiste Zeit zutiefst beeindruckt. Quelle: http://babyblaue-seiten.de/album_13442.html#21418 [Review lesen]

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