Wurzeltomte

Wurzeltomte
Registriert seit: 16.12.2012

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Bewertungen: 3 Reviews: 3
Genres: Blues, Comedy, Country, Dark Wave/Gothic, Elektronische Musik, Hardcore, House, Hörspiel/Hörbuch, Jazz, Klassik, Metal, Musical, Pop, Punk, Rap/Hip Hop, Reggae, Rock, Schlager, Singer/Songwriter/Liedermacher, Ska, Sonstiges, Soul/R&B, Soundtrack, Volksmusik/Folklore, World Music
Bewertungsverteilung von Wurzeltomte
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Die letzten Bewertungen
9.0 für Hamferð: Evst (2013) (16.09.2015 19:25)
6.0 für Ahab: Boats Of The Glen Carrig, The (2015) (16.09.2015 19:21)
8.0 für Alternative 4: Obscurants, The (2014) (28.07.2015 18:20)
Die letzten Reviews

16.09.2015 19:25 - Hamferð: Evst (2013)

9.0 / 10
Seit gut einem Jahr habe ich kaum noch neue Metal-Stile oder -Szenen kennengelernt. Na gut, man kennt mittlerweile ja auch fast alles. Jetzt schnappe ich nur noch einzelne Bands auf, die mich dann aber auch irgendwie umhauen. Neben Primordial, Septicflesh, Warning oder Ayreon sind es vor allem Hamferð, die es mir angetan haben. Deshalb möchte ich mich hier nun ihrem Debüt-Longplayer „Evst“ widmen. Die färöische Band gründete sich 2008 und brachte 2010 schon eine erste EP („Vilst er síðsta fet“) heraus. 2013 dann die erste CD mit langer Spielzeit. Erschienen ist es auf dem einheimischen Plattenlabel Tutl. Das Label beheimatet bzw. beheimatete eigentlich alle bekannten färöischen Künstler. So zum Beispiel die Metal-Band Týr, die Folksängerin Eivør Pálsdóttir, oder die experimentierfreudige Gruppe Orka. Ein Label also, für das man gerne Schleichwerbung macht. Verorten lässt sich das Album ganz klar im Death-Doom, der symphonische Elemente nicht verschmäht. Als Referenz-Bands sind hier frühe Anathema, oder aber auf jeden Fall die Finnen von Swallow The Sun zu nennen. An Letztere erinnern vor allem die gegrowlten Parts und einige Gitarren-Melodien. Dennoch würde ich behaupten, dass Swallow The Sun ein ausgefeilteres Songwriting an den Tag legen. Die Texte des Albums sind allesamt auf Färöisch und fügen sich nahtlos in die düstere Musik ein, ja haben sogar einen großen Anteil an der melancholischen Stimmung. „Evst“ ist der erste von insgesamt sechs Titeln. Er beginnt krachend mit einem Death-Doom-Riff, bevor das Tempo etwas herausgenommen wird und gegrowlter Gesang erklingt. Dann wechseln die Gitarren zu einem (für Doom-Metal) ungewohnten Tremolo-Picking und Sänger Jón Aldará geht in cleanen Gesang über. Der ist so eindringlich, dabei hymnisch und verzweifelt zugleich. Sein Gesang sticht ganz klar heraus und ist neben den färöischen Texten ein Grund warum ich Hamferð auf jeden Fall einen eigenen Sound attestieren würde. Diesen Wechsel, diese emotionale Achterbahnfahrt spielt sich schon während der ersten Minute des Songs ab. Eigentlich ungewöhnlich für eine Musikrichtung, die sonst mehr Zeit für sich in Anspruch nimmt. “Deyðir varðar“ und „Við teimum kvirru gráu“ lassen sich dann auch ein bisschen mehr Zeit. Beide Songs kommen melodischer daher, mit klaren gebrochenen Akkorden in den Strophen und einem Gesang, der was epische Verzweiflung angeht kaum zu überbieten ist. „At jarða tey elskaðu“ ist ein vierminütiges Zwischenspiel mit akustischer Gitarre und ruhigem Gesang, welches gen Ende von unheilschwangeren, tiefen Klavier- bzw. Gitarren-Tönen und Toms begleitet wird. Man hört schon förmlich die „Bells of Doom“. Das Lied „Sinnisloysi“ ist eindeutig der härteste Track des Albums. Außerdem ertönt hier das erste Mal eine andere Stimme, nämlich die von der oben erwähnten Eivør Pálsdóttir. Darüber war ich sehr überrascht, doch auch wenn sie eine nicht unbekannte Größe in der skandinavischen Musikszene ist, ist es auf einer so kleinen Insel-Gruppe wie den Färöer wohl nicht ungewöhnlich, dass man sich untereinander hilft. Der Gesang bereichert das Stück und klingt wie ein vom stürmischen Meer her wehender Sirenengesang. „Ytst“ bringt zum Schluss noch mal alle Elemente des Albums auf den Punkt: Melancholische Ruhe, emotionaler Gesang und harte Riffs. Neben „Deyðir varðar“ ganz klar mein Favorit! Abschließend ist denke ich auch eine durchaus berechtigte Kritik zu nennen. Der hier zu recht hoch gelobte Gesang (!!!), überdeckt die an einigen Stellen eher weniger kreativen Arrangements. Und damit wirkt das Album auf ganzer Länge nicht besonders abwechslungsreich. Wenn man sich aber von der Stimmung der Musik einfangen lässt, ist das nur ein kleiner Malus. Hamferð wissen sehr genau wie man mit negativen Emotionen spielt, bleiben dabei aber melodiös und reichern ihre Musik mit vergleichsweise hymnischem Gesang und druckvollen Gitarren-Riffs an. [Review lesen]

16.09.2015 19:21 - Ahab: Boats Of The Glen Carrig, The (2015)

6.0 / 10
Nach drei Jahren und einem Album, das definitiv mehrere Anläufe brauchte um zu zünden, melden sich Ahab in diesem Jahr mit „The Boats of the Glen Carrig“ zurück. Das Album war eines DER Alben aus 2015 auf die ich gespannt gewartet habe. Im Voraus: ich war nie jemand der dem ersten Album besonders nachgetrauert hat. Nicht, weil ich den Stil der Musik oder den Sound nicht mochte, ganz im Gegenteil! Sondern eher, weil die Entwicklung der Band schon mit ihrem zweiten Werk „The Divinity of Oceans“ in die richtige (wenn auch weniger funeral-doomige) Richtung ging! Bei dem nun vorliegenden Album haben sich Ahab einer neuen literarischen Vorlage bedient. Nach Melville und Poe wurde nun William Hope Hodgsons gleich betitelter Roman von 1907 gewählt. Das Artwork hatte auf mich einen ungewöhnlichen Eindruck gemacht, deshalb sei kurz ein Augenmerk darauf gelegt: Es viel für mich aus dem Rahmen – Alles sehr farbig! Nachdem die ersten beiden Platten von romantischen Gemälden und „The Giant“ von psychedelisch angehauchter Kunst geziert wurden, findet sich auf diesem Cover eine collagenartige Ansammlung von Meeres(un)getier in farbenfrohen Stil, die einen eher an ein Mastodon-Cover erinnern lassen. Nun aber zur Musik. Das zehnminütige „The Isle“ beginnt Ahabs Nacherzählung von Hodgons Geschichte. Beim erklingen des Intros kommen einem gleich Erinnerungen an „Further South“ von „The Giant“ ins Gedächtnis. Wobei der Sound der Gitarren (auf dem gesamten Album) wieder viel klarer ausgefallen ist, finde ich als bei „The Giant“ und so erinnert das Ganze dann auch wieder an „The Divinity of Oceans“, bei dem der klare Klang sehr heraus stach. „The Giant“ klang dadurch finde ich ein bisschen zu „jamig“. Mit „The Isle“ meistern Ahab wieder das, was sie wie ich finde perfektioniert haben: Den Einstieg in ein Album zu komponieren! „The Thing that made Search“ ist nach zwei, drei Wiederholungen des Albums das Eingängigste Stück. Ruhige Einleitung, danach sehr zerstörerische Riffs begleitet von noch zerstörerischen gegrowlten Vocals, die auf diesem Album (vielleicht wegen der Produktion) echt abgrundtief ausgefallen sind. Da müssten eigentlich alle Funeral-Doom-Metal-Puristen vor Freude in die Hände klatschen. Der dritte Titel „Like red Foam (The great Storm)“ kommt eher „sludgig“ daher, was nicht verwundert, wenn man die Vorliebe der Band für z. B. Omega Massif verfolgt hat. Hier finde ich den cleanen Gesang irgendwie deplatziert, er klingt in Verbindung mit Bass und Gitarre einfach nach zu viel Dissonanz auf einmal. „The Weedman“ ist bis heute Ahabs längster Song. Ganze fünfzehn Minuten dauert der Spaß. Hier zeigen sich als Gesamtbild die eindeutigsten Übereinstimmungen mit „The Call of the wretched Sea“. Extrem langsam und tief beginnt es, sehr angelehnt an den Funeral-Doom-Sound. Nach dem Intro wird das Tempo etwas angezogen, aber da man hier ja Doom-Metal spielt, ist der unterschied nur minimal. Alles in allem ein monumentales Doom-Werk, das einen in die Knie zwingt. „To mourn Job“ ist ein Lied, das hart und unerbittlich im Klang beginnt und Live sicher zum Headbangen anregt. Natürlich gibt es aber auch hier ein ruhiges, atmosphärisches Zwischenspiel, das sich zum Ende in wütenden Doom-Akkorden ergießt. Der Bonus Track „The Light in the Weed (Mary Madison)” beendet die Geschichte der Glen Carrig, verzichtet dabei ganz auf gegrowlten Gesang und endet in einer eindringlichen, emotionalen Elegie. „The Boats of the Glen Carrig“ knüpft in vielen Punkten an „The Giant“ an, lässt den Rückgriff auf die bisherigen Veröffentlichungen aber weniger verleugnen. Man kann gerade in der Melodieführung der Gitarren viele Parallelen zu allen drei Vorgänger-Alben ausfindig machen. Einerseits besinnt sich die Band auf abgrundtiefen Doom, andererseits spielt man noch viel mehr mit „jazzigen“ atmosphärischen Unterbrechungen, die klingen, als ob man langsam in einen tiefen Ozean hinabsinkt. [Review lesen]

28.07.2015 18:20 - Alternative 4: Obscurants, The (2014)

8.0 / 10
Alternative 4 bringen mit “The Obscurants” ihre zweite CD, diesmal via Prophecy Productions heraus. In dem Roster von Prophecy, das von bekannten „künstlerisch anspruchsvollen“ Metal-Bands und über deren Wirkungskreis hinaus agierenden Künstler gespickt ist, hat diese Band einen passenden Platz gefunden. Geboten wird melancholischer Progressive Rock, der auch noch auf der zweiten Veröffentlichung in der Vorgänger-Band Anitmatter vom kreativen Kopf der Band Duncan Patterson zu wurzeln scheint. Der Songschreiber bleibt wahrscheinlich einfach bei seiner Art Melodien zu schreiben und Songs zu arrangieren. Das ist auch weiter nicht schlimm. Im Gegensatz zum Erstlingswerk „The Brink“ von 2011, sucht man auf diesem Album eher ruhigere Stücke. Gitarren- und Synthesizergetragene Ausbrüche wie z. B. in dem Stück „Alternate“ gibt es nicht mehr. Die ruhigere (und melancholischere) Stimmung wird auch durch den Gesang unterstützt. Den hat Duncan Patterson bei „The Obscurants“ an Simon Flatley (ein wohl noch unbeschriebenes Blatt) abgegeben und das macht sich bemerkbar. Während Patterson auf dem ersten Album einen variantenreichen und prägnanten Gesang bietet, bleibt der neue Sänger auf fast der gesamten Länge des Albums (die Ausnahme bildet der Song „Closure“) bei einem fasst schon gehauchten Gesang. Dies liest sich jetzt augenscheinlich als Kritik am neuen Sänger, doch so soll es nicht verstanden werden. Denn dieser Gesang hat etwas sehr Intimes und Trauriges, was der Stimmung des Albums nur zutut. Konstanten auf dem neuen Alben bleiben, neben der melancholischen Grundstimmung, auch ein unbehagliches, unheimliches Gefühl, das man auch in den Melodien Opeths oder anderer moderner Prog-Bands hören kann. Dieses Gefühl, „dass hier etwas etwas nicht stimmt“, bringt die Band gekonnt durch spannungsreiche Klavier- und Synthesizer-Melodien (z. B. im Intro des Albums „Theme for the Obscurantists“ oder in „Closure“) und düstere Bass-Gerüste zustande. Alles in allem ist Alternative 4’s zweites Album ein sehr gelungenes und für mich neben Anathemas „Distant Satelites“ sogar die beste Veröffentlichung aus der Sparte melancholischen Prog Rocks (Kscope and all its relatives) aus 2014 geworden. [Review lesen]