Swan Valley Heights The Heavy Seed (2019) - ein Review von TYiORi

Swan Valley Heights: Heavy Seed, The - Cover
1
Review
2
Ratings
8.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Rock: Grunge, Psychedelic Rock, Stoner Rock


TYiORi
24.01.2020 11:23

Space and Fuzz and Rock 'n' Roll.

Eine ganze Weile dauert es, bis es mit dem immerhin 13-minütigen Titeltrack von "The Heavy Seed" so richtig losgeht. Zeit genug, einen Blick in den Rückspiegel zu werfen: Vor drei Jahren gab es das Debüt des Trios SWAN VALLEY HEIGHTS aus München und Berlin, das in Szene-Kreisen als perfektes Heavy-Psych-Album gelobt wurde. In diesem Jahr folgt demnach also Album Nummero zwei, das mit scheinbar dilettantisch zusammengeflicktem Cover-Artwork schon eine erste Duftmarke setzt.

Fast schon doomig-schwer klingen die Gitarren im Opener, wenn sie denn mal in Fahrt gekommen sind. Der Gesang spielt hier definitiv eine untergeordnete Rolle und dennoch ist es genau richtig, dass es sich nicht um rein instrumentale Musik handelt: Wie ein besonderes Instrument, das nur ab und zu in ausgewählten Passagen zu Saiten und Trommeln hinzugenommen wird.

Beim Bahnenziehen im Waschvollautomaten des lieben Gottes persönlich treten die Vocals dann zumindest ein kleines bisschen mehr in den Mittelpunkt: Im gelungenen Kontrast einerseits und in passender Untermalung ein paar Takte später bilden sie gemeinsam mit erdschweren Riff-Walzen ein Gesamtkonstrukt, dass immer mal wieder den Kopf mitwippen lässt. Es mangelt aber auch nicht an psychedelischen Blues-Momenten; sie sorgen sowohl für Abwechslung als auch für Unterstützung. Stimmig ist das alles durchweg, was das Trio hier unter tollen Songtiteln auftischt.

Kritiker des ersten Albums fanden eine Vielzahl an Stil-Bezeichnungen für die Musik von SWAN VALLEY HEIGHTS: Progressive Stoner - Psychedelic Fuzz-Rock - Space Grunge. Alles scheinbar wild zusammenkombinierte Genres und am Ende aber doch alle nicht weniger treffend als auf den ersten Blick unterschiedlich. Eine Platte, die trotz aller härterer Momente trotzdem in erster Linie ruhig und beruhigend wirkt.

Dieses Review erschien zuerst auf POWERMETAL.de

Punkte: 7 / 10