Steve Porcaro Someday / Somehow (2016) - ein Review von heka

Steve Porcaro: Someday / Somehow - Cover
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1 Review
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1 Rating
7.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Rock: AOR, Melodic Rock, Progressive Rock


heka
13.09.2019 08:49

Tja, was soll man von dem ersten Solo-Album von Toto's Elektroniker Steve Porcaro halten?
Der erste Durchlauf als reiner Hörer läßt mich mit einem großen Fragezeichen zurück. Ich kann kaum einen Unterschied feststellen zwischen den 13 Tracks. Alles ist einem ruhigen, weichgespülten Fluß ohne irgendwelche Ausreißer. Auf zwei Songs hören wir den Ex-Doobie Brother Michael McDonald (trk 4, 11), da klingt wenigstens die Stimme anders. Warum Steve auf die stimmliche Hilfe von Jamie Kimmet (trk 5, 7), Michael Sherwood (trk 9) und Mabvuto Carpenter (trk 12) angewiesen ist, erschließt sich mir nicht, da man das kaum bemerkt. Klar, Steve Porcaro ist natürlich kein begnadeter Sänger, hat er doch auf den Alben von Toto kaum einmal den Mund aufgemacht, aber für Songs im Slow- oder Midtempo-Bereich ist das schon okay.
Ein andere Aspekt ist natürlich die Sache, dass dieses Album im Grunde ein Tribute an seine verstorbenen Brüder Jeff & Mike ist.
Da hat dieses Projekt einen ganz anderen Ansatz. Steve hat Bass- und Drum-Spuren von Mike & Jeff hier in seinen Songs verarbeitet und mit Hilfe seiner Toto-Kollegen Steve Lukather, Shannon Forrest, Toto- Sidekick Lenny Castro und Sam Porcaro, Sohn von Mike sowie etlichen namhaften Studiocracks wie Marc Bonilla und Jimmy Haun ein Album fertiggestellt, das seinem Anspruch als Tribute mehr als gerecht wird.
Die Songs sind handwerklich auf höchstem Niveau eingespielt, Steve Porcaro hält sich mit elektronischen Spielereien wohltuend dezent zurück, setzt seine Keyboards sehr songdienlich ein, im Vordergrund steht immer der Song. Vergleiche mit Toto sind hier trotz der beteiligten Musiker nicht angebracht.
Es würde dem Album gut tun, wenn Steve Porcaro bei einigen Songs den Härtegrad angezogen hätte, so wird es mit zunehmender Spieldauer immer eintöniger, will nicht sagen langweiliger, aber man sollte natürlich den Hintergrund dieser ganzen Geschichte sehen.
Für die Songs kann ich nur 6,5 Punkte geben, 0,5 dazu für den Hintergrund, macht leider nur 7 Punkte.

Punkte: 7 / 10