Panzerballett X-Mas Death Jazz (2017) - ein Review von Mystic Melissa

Panzerballett: X-Mas Death Jazz - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Jazz Metal



02.10.2020 19:37

Nachdem vom Ensemble um Jan Zehrfeld in der Vergangenheit bereits Stücke wie „Pink Panther“, „Smoke On The Water“, „Thunderstruck“, „Paranoid“, „Gimme, Gimme, Gimme“ oder „Wind Of Change“ auf krasse Art und Weise auseinandergenommen und neu zusammengesetzt wurden, haben sich PANZERBALLETT diesmal traditionelle und moderne Weihnachtslieder vorgeknöpft und im hartem Jazz-Metal Gewand wieder zu neuem Leben erweckt.

So wird das ursprünglich gemütliche, von Bing Crosby eingesungene „White Chrismas“ mit Prog-Jazz-Riffs zerhackstückt, um dann plötzlich in von FREAK KITCHEN Frontmann Matthias Eklund gesungenen Passagen doch wieder kurz den Ohren zu schmeicheln. „Kling, Glöckchen“ wird zu einem variationsreichem Instrumental mit Lead-Saxophon, wie man es vom Panzerballett bereits kennt. „Little Drummer Boy“ wird mit eruptiven Stakkatoriffs, lautstarken Shouts und dissonanten Melodievariationen besonders heftig auseinandergenommen. Am abgefahrensten finde ich „Es kommt bald“, das mit der Melodie von „We wish you a merry Christmas“ auf Highspeed beschleunigt und mit aggressiven Shouts kombiniert wird.
Auch das längst totgedudelte „Last Chrismas“ wird einer radikalen Frischzellenkur unterzogen. „Rudolph, the Red Nosed Reindeer“, wieder mit Eklundh am Gesang, wird ebenfalls variationsreich durcheinandergewirbelt. Es folgt eine aufgewühlte instrumentale Version von Jingle Bells“, die mit „For Whom the Bell Tolls“ kombiniert wird. Zu guter Letzt wird „Let It Snow“ auf krasse Weise verfremdet und wartet zum Schluss gar mit Growls auf. Es folgen noch vier Instrumentalversionen von den Songs mit Gesang. PANZERBALLETT legen ein stimmungsvolles Album vor, das auf großartige Weise abgefahren ist!

9/10
(geschrieben für FFM-Rock)

Punkte: 9 / 10