Miles Davis In A Silent Way (1969) - ein Review von Kampfgelse

Miles Davis: In A Silent Way - Cover
1
1 Review
10
10 Ratings
9.30
∅-Bew.
Aka: Complete In A Silent Way Sessions, The
Typ: Album
Genre(s): Jazz


Kampfgelse
03.05.2016 22:36

„In A Silent Way“ ist kein Album für traditionelle Jazzfans, Rockhörer oder Freunde von Fusion. Doch es ist mit Sicherheit ein Album für Leute, die ihre Musik gern ohne Eile genießen, die die Sensibilität eines Künstlers schätzen, der die Stille ebenso sprechen läßt wie die Musik, und die Freude daran haben, dass Musiker auf ihren Entdeckungsreisen über uneingeschränkte Freiheit verfügen.
Zwei lange, fast 20-minütige Songs: „In A Silent Way“ (selten war ein Plattentitel so zutreffend) ist ein Werk, das nur Ende der sechziger Jahre geschaffen werden konnte – von einem Musiker, der die Möglichkeiten der ersten, extrem einflußreichen Hälfte seiner Karriere fast ausgeschöpft hatte. Zu den Höhepunkten der A-Seite gehören die makellosen Keyboards von Herbie Hancock und Chick Corea, das träumerische Sopransaxsolo von Wayne Shorter und die unglaubliche Arbeit von Joe Zawinul. Auf der B-Seite liegen Ozeane der Ruhe zwischen den wunderschönen, subtilen Melodien von Miles und John McLaughlins schier unendlichem Gitarrensolo – ein Meisterwerk.
„In A Silent Way“ liegt zwischen Miles` frühen, etwas zu enthusiastischen Ausflügen ins elektrische Medium und dem elektrischen Jazzrock, den er mit seiner hochtalentierten Band im folgenden Jahrzehnt aufnehmen sollte. Es ist die Vorbereitung auf den absoluten Höhepunkt des Genres: Bitches Brew von Miles Davis. Ältere Jazzfans schüttelten bedauernd den Kopf, die jüngere Generation war begeistert. Mehr als dreißig Jahre später ist der Triumph komplett und allgemein anerkannt.

Punkte: 9 / 10


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