Lords Of The Crimson Alliance Lords Of The Crimson Alliance (1986) - ein Review von bloodfreak

Lords Of The Crimson Alliance: Lords Of The Crimson Alliance - Cover
2
Reviews
6
Ratings
9.33
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Heavy Metal


bloodfreak
22.01.2013 01:48

Lords Of The Crimson Alliance sind wohl eine der merkwürdigsten und mysteriösesten Metal Bands auf diesem Planeten (wenn sie denn von hier überhaupt stammen). Es ist eigentlich GARNIX über die Band bekannt, außer dass sie eine LP mit selbem Titel im Jahre 1986 auf dem GRUDGE Label eingespielt haben und höchstwahrscheinlich aus den USA kommen. Also kann ich ja meiner Fantasie freien Lauf lassen, wenn ich hier mein Review verfasse:

Vier Krieger mit Plastikschwertern (und batteriebetriebenem Laserlicht!!) bewaffnet, machten sich auf eine tödliche Reise um das Schwert (aus echtem Stahl) von Zeus zu stehlen. Mussten allerdings auf ihrem abenteurlichem Weg einen Drachen bekämpfen, wurden mit dem sagenumwobenen "Feuertänzer" konfrontiert, landeten im Kerker des Zauberers, wo sie einen Wolf nachbauen mußten um die Wachen zu täuschen und schließlich in die Arme des Morpheus gelangten und eine Tasse heiße Schokolade mit ihm tranken. Ob sie das Schwert von Zeus bekommen haben, wird wohl ein Mysterium bleiben, da uns die Band kein Textblatt hinterlassen hat.

Gerüchte besagen, dass es sich bei LOTCA um die Band "GRUDGE" handelt, die ebenfalls im Jahre 1986 auf dem gleichnamigen GRUDGE Label das "Barbarians Of The New Earth" Album veröffentlicht haben (wer beide Alben kennt, wird dieses Gerücht unterstreichen und für logisch erachten). Ich hab noch einen "Hinweis" dafür, dass es sich eventuell um dieselbe Band oder Projekt handelt: Alle Songs von beiden Bands kommen aus der Feder von einem Songwriter "R. DiGregorio".

Die Musik von LOTCA in Worte zu fassen ist schwierig, da sie einen sehr eigenen Sound besitzen. Der Gitarrenverzerrer hört sich recht merkwürdig und eigenständig an, die Drums klingen ein wenig nach Drumcomputer und die Vocal Effekte sind die merkwürdigsten, die ich jemals gehört hab. Der Gesamtsound klingt ein wenig nach "R2D2" aus Krieg der Sterne; dennoch ist das Produkt faszinierend geil und kauzig.

Man könnte die Lords LP als eigenwilligen, epischen Power Metal beschreiben mit leichten King Diamond Parallelen in den Vocals (es wurden immer zwei Gesangsspuren übereinandergelegt: Eine Falsetto und eine in mittleren Lagen).
Die Songs find ich klasse! Songwriterisch einzigartig und verdammt eingängig. Der Gitarrist mit dem Namen "Cutterjon" hat auch einiges auf'm Kasten und noddelt auf seiner "Speed Guitar" ohne Erbarmen.

Jeder Song wird mit einem verzerrt gesprochenen Intro eingeleitet. Lyrics sind wohl im Fantasy-Bereich angesiedelt und behandeln die oben gennanten Themen, wie Drachentöter, das Schwert des Zeus, Zauberer usw.
Als Highlights kann man im Grunde jeden Song nennen, aber ich finde vor allem "Sword Of Zeus", "The Sorcerer", "Firedancer" und "Dragonslayer" ganz genial.

Viele werden sich an der merkwürdigen "Plastikschwert und Kaba"-Produktion, den eigenwilligen Vocals und den kauzigen Songstrukturen und Arrangements stören. Mir egal, ich find's erste Sahne und bin stolzer Besitzer der LP, die recht häufig bei mir auf'm Plattenteller rotiert.

Punkte: 9 / 10