Iron Maiden No Prayer For The Dying (1990) - ein Review von Monolith

Iron Maiden: No Prayer For The Dying - Cover
4
4 Reviews
124
124 Ratings
7.60
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Heavy Metal


Monolith
18.07.2015 23:48

Beim Musikvideo von "Holy Smoke" musste ich schon ziemlich lachen. Wenn Iron Maiden bis zum Besetzungswechsel am Mikro eines nicht verloren haben, dann war das immer die gute Laune, die sie in ihren Liedern zum Vorschein gebracht haben. So startet "No Prayer of the Dying" auch gleich mit zwei Muntermachern, bevor sich Maiden auf dem Titeltrack so melodisch zeigen wie noch nie. Der Weggang von Adrian Smith macht sich sehr bemerkbar, denn alles, was sich Iron Maiden bis zu "Seventh Son of a Seventh Son" aufgebaut haben, all die Entwicklung, all die Epik, wurde fast gänzlich über Bord geworfen, und man scheint nicht so ganz zu wissen, was jetzt gemacht werden soll. Gespielt wird einfach alles, was einem so einfällt. Ich erkenne sogar Parallelen zu den Di'Anno Zeiten (siehe "Public Enema No. 1" und "Fates Warning"), allerdings ist hier mit "Bring your Daughter... to the Slaughter" auch der so ziemlich unspektakulärste Track in der gesamten Schaffenszeit von Iron Maiden vertreten. Dennoch, solche Höhen und Tiefen machen das Album erst interessant, denn die einzige Alternative, die ich mir vorstellen könnte, wäre eine weitere Nachfertigung von "Somewhere in Time" oder "Seventh Son", und das wäre doch sehr vorhersehbar gewesen oder nicht?

Iron Maiden haben mich mit diesem Album zumindest überzeugt. "No Prayer for the Dying" mag etwas weiter von der Perfektion entfernt sein, als bisher von der Band Dargebotenes. Doch gelungen ist das Album dennoch allemal.

Punkte: 8.5 / 10


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