Goblins Blade Of Angels And Snakes (2020) - ein Review von iron

Goblins Blade: Of Angels And Snakes - Cover
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8.50
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Power Metal


iron
07.02.2021 19:47

Lange hat man nichts mehr gehört von Florian Reimann, der 2002 das letzte Lebenszeichen in Form der dritten Destillery-Scheibe "Ferrum" eingesungen hatte. Damals wurde er noch als der deutsche Bruce Dickinson gehandelt, aufgrund seiner ähnlichen Stimmfarbe kein all zu abwegiger Vergleich. Destillery konnte man damals auch locker als Maiden-Methadon verkaufen, auch wenn sie das nicht so over-the-top betrieben haben wie das heut zu tage beispielsweise Monument, Starblind oder Attick Demons betreiben.
Von Goblins-Blade-Gründer Jörg M. Knittel durfte man in "echtmetallischer Hinsicht" ähnlich lange nichts hören. Seit seinem Ausstieg bei Sacred Steel (im Jahre 2006) kümmerte er sich vornehmlich um Doom (bei Dawn Of Winter) respektive Death Metal (bei My Darkest Hate).
Gemeinsam ist den beiden nun nicht weniger als eines der stärksten Heavy-Metal-Alben des Jahres gelungen. Durch Jörg's urtypisches Riffing wird man teilweise zurück in frühe Sacred-Steel-Tage versetzt. Aber auch klassischer US-Metal, Judas Priest, teutonischer Power Metal, härtere NWOBHM und (logisch) eine feine Prise Iron Maiden sind Bestandteile des Bandsounds. Florian klingt inzwischen nicht mehr ganz so stark nach Mr. Dickinson sondern bringt etwas mehr eigene Farbe ins Spiel. Unter den neun Stücken befindet sich kein Ausfall.
Kaum zu glauben das fast die ganze Band (minus Florian) aus My-Darkest-Hate-Musikern besteht. `Snakes From Above`, `Pay For Your Sins` oder `When The Night Follows The Day`: scheißegal welchen Song du ancheckst, du wirst diese Scheibe lieben. Wenn nicht? Dann kannst du anscheinend mit Heavy Metal nicht viel anfangen.

geschrieben für DARK STEEL ZINE.

Punkte: 8.5 / 10