Carnophage Monument (2016) - ein Review von Akhanarit

Carnophage: Monument - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Death Metal


Akhanarit
09.08.2019 06:40

"Monument" ist das zweite Album der türkischen Technical Brutal Death Metaller CARNOPHAGE und wurde von Unsal Ozata im Studio Deep (BURIAL INVOCATION, CENOTAPH, DECAYING PURITY, INHUMAN DEPRAVITY etc.) aufgenommen und von Sasha Borovykh von TsunTsun Productions (CEREBRAL EFFUSION, SOILS OF FATE, EPICARDIECTOMY, FLESHBOMB etc.) gemixt und gemastert. Das von der Barock-Ära beeinflusste Cover-Artwork stammt von Cihan Engin.

Mit ihrem Debüt "Deformed Future//Genetic Nightmare" aus dem Jahre 2008 konnte die 2006 gegründete Band aus Ankara für einiges Aufsehen sorgen und abgesehen von dem Weggang von Gitarrist Berkan Başoğlu, für den nun Serhat Kaya (ex-CENOTAPH) einspringt und sehr wahrscheinlich mit Mert Kaya (ebenfalls Gitarre) verwandt ist, gab es auch besetzungstechnisch keine Veränderungen. Geboten wird hier ein Sound mit vielen Windungen und auch wenn natürlich derbes Geknüppel das Geschehen weitestgehend bestimmt, so scheuen sich CARNOPHAGE keineswegs, auch an geeigneter Stelle stimmungsvolle Solo-Passagen einfließen zu lassen. Nach dem komplett verzichtbaren, weil langweiligen Intro 'Incandescent' verdeutlichen die Musiker schon bei 'Second Genesis', was ich meine. Allerdings empfinde ich die Produktion als etwas verhalten. Zwar hat man sich um einen möglichst klaren Sound bemüht, damit einzelne Feinheiten nicht verloren gehen, doch irgendwo ist der druckvolle Bestandteil auf dem Weg dorthin etwas verloren gegangen. Doch daran gewöhnt man sich ziemlich schnell und Songs wie 'Unbroken Fortitude' sind durchaus nicht unspannend.

Wer mit Bands wie NILE oder auch NERVECELL warm geworden ist, kann hier gerne mal ein Ohr riskieren, denn die türkischen Genre-Brüder zeigen auf "Monument" ganz deutlich, dass sie verstanden haben! Der einzige Grund, warum der Vergleich mit NILE dann doch etwas hinkt, ist der Umstand, dass von "Monument" auch nach ein paar Durchläufen relativ wenig hängen bleibt. Man muss CARNOPHAGE zwar zugute halten, dass dies erst das zweite Album und das auch noch mit einer achtjährigen Pause ist, andererseits war ein 'Smashing The Antiu' direkt im Kopf verankert. Von 'Black Seeds Of Vengeance' wollen wir gar nicht erst anfangen.

Wir haben hier also ein Album, mit dem man sich prima mal die Ohren durchpusten lassen kann, das auf lange Sicht jedoch nicht wirklich fesseln kann. Wobei ein 'Sparks Of The Experiment' nun wirklich alles andere als schlecht ist. Großes Kompliment an die Growls von Frontmann Oral Akyol (CIDESPHERE)! Jetzt noch ein paar mehr Momente, an denen man hängen bleibt, und CARNOPHAGE schaffen mit etwas Glück auch den größeren Wurf. Die Fähigkeiten haben sie schon einmal.

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=8101

Punkte: 7 / 10