The Beatles Rubber Soul (1966) - ein Review von Kampfgelse

Beatles, The: Rubber Soul - Cover
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Review
1
Rating
7.00
∅-Bew.
Typ: Single/EP
Genre(s): Rock: Pop-Rock


Kampfgelse
23.09.2018 11:44

1964 lernten die Amerikaner die Beatles in Anzügen kennen (Meet The Beatles). Knapp zwei Jahre später kamen die Fans etwas näher an die echten Musike heran – Popstars mit lebhafter Fantasie und Kreativität. Noch viel später würden die Bandmitglieder – besonders Lennon – ihr Seelenleben offenlegen. Doch diese Plastikseele (engl.: Rubber Soul) ist wesentlich interessanter.

Die FabFour injizierten der LP ein mystischer Flair. Auf dem psychedelischen Coverbild – mit Froschauge fotogragiert und gekippt montiert – macht die Band einen ziemlich bekifften Eindruck. Und zum ersten Mal wird auf einer LP für den amerikanischen Markt der Name der Band nicht erwähnt.

Zu den schönsten Liedtexten gehört Lennons „Norwegian Wood (This Bird Has Flown)“. Wie McCartney „I‘m Looking Through You“ spielt auch dieser Song auf Turbulenzen im Privatleben an. Dagegen wirft „Nowhere Man“ den ganzen Liebesballast von Bord – bis dahin eine Rarität im Repertoire der Band.
Das schnulzige „Michelle“ gleicht durch Lieblichkeit aus, was an Tiefe fehlt, während „Girl“ täuschend einfach ist („viel intelligenter als Dylans „Just Like A Woman“, schnaubte der Kritiker Greil Marcus zur damaligen Zeit).

Auch musikalisch ist Rubber Soul“ ein Schritt nach vorn. Neu sind die Sitar und der verzerrte Baß. Zwar ist der Titel „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ die größte Enttäuschung bei den Beatles. Trotzdem wird dieses Album der Beatles gerne übersehen. Das Album entält zwar keine Hits, doch für viele andere Bands der damaligne Zeit, wäre dieses Album ein echter Höhepunkt gewesen.

Für mich persönlich ist dieses Album der Beatles das Erste, auf dem Weg der Band erwachsen zu werden. Die Tatsache, dass die Band hier begann exotische Instrumente zu verwenden und mit Verzerrungen zu Arbeiten, wird in den folgenden Alben der Band immer intensiver.

Punkte: 7 / 10


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