Grave Digger The Living Dead (2018) - ein Review von silentforce81

Grave Digger: Living Dead, The - Cover
3
Reviews
8
Ratings
7.06
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


silentforce81 Avatar
16.09.2018 00:43

Mir ist nicht ganz klar wie der Kollege Natasfonos nach seiner absolut angebrachten Kritik dennoch auf 9 Punkte kommt.
Bei zwei Songs gibt er gerne 8-9 Punkte, ansonsten kommt das Teil nicht gut weg.
Wieder einmal ist der "Gesang" wirklich grotte, was man bei GRAVE DIGGER jedoch im Vorfeld schon weiß und nicht anders erwarten darf. Dennoch hat Mr. Boltendahl seine Stimme in Hochzeiten bei Weitem besser einzusetzen gewusst, sodass die Songs gerade durch diese Reibeisen-Stimme an Qualität gewonnen haben. Dies ist auf dieser gesamten Platte nicht der Fall - wie leider auch schon auf den letzten Vorgängern. Gesanglich also miserabel.
Kommen wir zum Sound: Ich hab erst mal nachgeschaut ob meine Bassbox einen Aussetzer hat. Von der Bass-Drum höre ich nämlich leider kaum was! Daher stelle ich mir in Anbetracht des Besetzungswechsels an den Kesseln die Frage, ob wir es hier überhaupt mit echten Drums zu tun haben, oder ob hier das Programming einfach weiter hinten "versteckt" wurde. Sound also ebenfalls maximal mittelmässig.
Songwriting: Seien wir mal ehrlich: Wie gut würde das Album insgesamt aufgenommen werden, wenn da nicht GRAVE DIGGER draufstehen würde? Würde es in der Menge der Veröffentlichungen nicht untergehen, ganz einfach aus dem Grund, dass die Songs nicht zwingend sind? Sicher ist das alles ganz nett und durchaus hörbar, aber ein Highlight, so wie es GD-Alben früher mal waren? Sicher nicht - zumindest für mich nicht.
Axel Ritt rifft hier zum Teil ganz nett - und das trotz der hässlichsten Gitarre im Metal-Universum. ;)
Der Mann kann technisch eindeutig was an der Gitarre. Aber songwriterische Fähigkeiten fehlen da meines Erachtens nach vorne und hinten. Warum wurde nix aus Domain? Weil die Songs schwach waren. Warum sind die letzten GD-Alben nix? Weil die Songs schwach sind.
Mit Manni Schmidt oder Uwe Lulis kamen da einfach bei Weitem mehr Knaller um die Ecke.
Und wenn sich jemand schon lieber die Instrumental-CD anhört, dann sagt das doch schon viel aus.
Ach ja, zu "Zombie Dance" muss ich an dieser Stelle noch nicht mal was sagen - diesen Vernichtungsschlag kann sich jeder selbst antun.
Das Gepose mit Kettensäge, Pistole und Pumpgun im Booklet ist zudem zusätzlich mehr als lächerlich!
Anders als mein Vorschreiber werde ich seine Worte sicher beherzigen: "Das wird sicher die letzte Scheibe von den Jungs sein, die ich mir zulegen werde."

Punkte: 6 / 10


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Tracklist:

  1. Fear Of The Living Dead
  2. Blade Of The Immortal
  3. When Death Passes By
  4. Shadow Of The Warrior
  5. The Power Of Metal
  6. Hymn Of The Damned
  7. What War Left Behind
  8. Fist In Your Face
  9. Insane Pain
  10. Zombie Dance
  11. Glory Or Grave