Eliminator Last Horizon (2018) - ein Review von JollyRoger

Eliminator: Last Horizon - Cover
1
Review
2
Ratings
7.75
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


JollyRoger Avatar
01.05.2018 18:00

Eliminator aus dem Vereinigten Königreich sind eine unverbrauchte Band, die 2011 mit einer EP auf der metallischen Bildfläche auftauchte. Danach folgten noch eine Single, eine Split und ein Demo. Nun in 2018 erscheint jedoch das erste Album mit dem epischen Namen „Last Horizon“. Mit Danny Foster verrichtet hier bereits der vierte Sänger sein Werk. Dieser scheint jetzt der richtige Mann für die NWOBHM-lastigen Kompositionen zu sein.

Der Einstieg fällt mit „2019“ rasant aus. Es geht gleich in die Vollen, flott und dennoch episch mit Hintergrundchören ausgestattet, merkt man gleich, wohin die Reise geht. Iron Maiden haben Danny (Voc.), Mathew (Guit.), Jack (Guit.), Jamie(Bass) und Dave (Drums) mit der Muttermilch aufgesogen, ohne jedoch wie eine reine Kopie zu wirken. Der Gesang des Herrn Foster ist äußerst vielseitig. Von agressiv bis gefühlvoll setzt dieser seine Stimme gekonnt ein und holt an den passenden Stellen immer geile Screams raus. Der Mann kann was! Aber auch der Rest der Band bearbeitet die Instrumente gefühlvoll und dynamisch. Der mit flirrenden Gitarren beginnende Titelsong „The Last Horizon“ ist ein Paradebeispiel für gelungene Tempowechsel. In den ruhigeren Passagen kann der Sänger hier seine emotionale Klarstimme rausholen, bevor das Tempo und der Härtegrad wieder angezogen wird.

Wahrhaft episch ist auch „Echoes“ mit seinem ruhigen Beginn und plötzlich herausbrechenden hohen Screams. Epische Parts wechseln sich ab mit treibenden. Das gelingt der Band äußerst gut. „Procession Of Witches“ ist eigentlich ein straighterer Song, wenn nicht ab Songmitte ein atmospährischer Part eingebaut wäre, der diesem dann etwas die Kraft raubt. Im Prinzip ändert die Band ihr Rezept im Verlauf des Albums wenig. Dadurch wird eine gewisse Gleichförmigkeit erzeugt, auch wenn das musikalische Niveau ansprechend ist und die Zielgruppe mit Sicherheit erreicht wird.

Zum Ende hin wird es noch einmal zwingender. „Pride And Ruin“ zieht die Geschwindigkeit an und bleibt aufgrund des tollen Refrains wieder mehr im Ohr hängen. Der abschließende längste Track des Albums „Spoils Of An Empire“ vereint dann noch einmal vieles des vorher Gehörten und ist ein überzeugender, heroischer Abschluss, der mich ein wenig an die Landsmänner von Dark Forest erinnert, wenn auch mit deutlich metallischerer Kante.

Es bleibt festzustellen, dass Eliminator zwar im Fahrwasser von Iron Maiden schippern, aber weniger (vor allem gesanglich) wie eine Kopie klingen, als Attick Demons oder Monument. Wen die Zielrichtung anspricht, dürfte mit der Platte also durchaus glücklich werden, auch wenn mir vieles noch zu gleichförmig wirkt und ein wenig mehr „Dreck“ hätte vertragen können.

Original-Review:
http://heavystageforce.rocks/eliminator-last-horizon

Punkte: 7.5 / 10


Eliminator: Last Horizon

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