Obituary Ten Thousand Ways To Die (2016) - ein Review von Akhanarit

Obituary: Ten Thousand Ways To Die - Cover
1
Review
2
Ratings
8.50
∅-Bew.
Typ: Live
Genre(s): Metal Death Metal


Akhanarit Avatar
26.01.2017 15:51

Zum Auftakt der kommenden OBITUARY-Tour haben sich die Szeneurgesteine des Death Metal aus Florida etwas Feines ausgedacht. Warum nicht mal wieder eine Live-Scheibe? Zumal die letzte Live-Platte "Dead" ja schon bis ins Jahr 1998 zurückgeht. Die Die-Hard-Fraktion wird natürlich gleich wieder wissen wollen, was denn nun vom Debüt "Slowly We Rot" (1989) dabei ist. Nun gut! Da hätten wir zum einen 'Bloodsoaked' live in New York, ''Til Death' aus dem House of Blues in San Diego, 'Intoxicated', bei dem sich John Tardy in Boise über weiße blendende Lichter beschwert, darf natürlich auch nicht fehlen. Aus Fort Lauderdale gibt es natürlich noch den unsterblichen Klassiker und Titelsong 'Slowly We Rot', welches ja - egal wo - immer ein Heimspiel ist. Doch auch Alben wie der nächste Klassiker "Cause Of Death" ('Chopped In Half / Turned Inside Out' gibt es quasi als Medley und 'Find The Arise' sowie der Bunkerbrecher 'Dying') sind vertreten. Auf Material von "The End Complete" wurde allerdings bedauerlicherweise verzichtet. Dafür ist "World Demise" jedoch mit 'Don't Care' vertreten und auch das Instrumental 'Redneck Stomp' vom 2005er "Frozen In Time" durfte die bangende Meute in Los Angeles gehörig aufmischen und bei der sich die Band in bester KISS-Manier ("You wanted the best, you got the best, from Tampa fucking Florida ... OBITUARY!!!") gebiert. Vom neuesten Output gibt es gerade mal 'Visions In My Head' (Moshpit-Alarm!!!) und das deutlich angethrashte 'Centuries Of Lies' zu verbuchen, welches in Atlanta zu höheren Weihen gekommen ist.

Wirkliche Überraschungen sind auf dem Live-Sektor also nicht vorhanden. Doch die Gebrüder Tardy sind erfahren genug um zu wissen, dass ihre Fans mehr wollen, weshalb es mit 'Loathe' und dem Titelgebenden 'Ten Thousand Ways To Die' gleich zwei brandneue Stücke gibt, die OBITUARY wie immer in ihrem Element zeigen. Old School bis zum Anschlag, nie zu technisch oder gar dem Speedrausch verfallen (besonders 'Loathe' walzt sich mit ungeheurem Bedacht durch die Soundlandschaft) und dazu ein Albumcover, welches Death-Metal-Jünger wieder einmal mit der Zunge schnalzen lässt. OBITUARY können eben nicht aus ihrer Haut raus. Das wird lieber anderen angetan!

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=8175

Punkte: 8 / 10