Walking In The Shadows (2016) - ein Review von Akhanarit

Grim Reaper: Walking In The Shadows - Cover
1
Review
2
Ratings
8.25
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


Akhanarit Avatar
27.09.2016 14:57

Meine Güte, das sind ja jetzt fast schon 30 Jahre, in denen von der britischen Legende GRIM REAPER (bzw. seit 2006 als STEVE GRIMMETT'S GRIM REAPER) kein Studioalbum mehr erschien. "Rock You To Hell" reicht bis ins Jahr 1987 zurück. "Walking In The Shadows" setzt dem Warten ein Ende und scheint gewissermaßen einem Jungbrunnen entstiegen zu sein. Bereits 'Wings Of Angels' macht deutlich, wohin die Reise gehen wird. Geliefert wird hier purer NWOBHM, den GRIM REAPER hier mit einer Power und Spielfreude zelebrieren, die ich den alten Recken schon gar nicht nicht mehr zugetraut hätte. Erst recht nicht nach einer so langen Zeit. 1999 gab es zwar mal eine Best Of, zwei Jahre später eine kleine Tour EP, aber das war es dann auch schon wieder. Nach und nach knallen einem Songs wie 'Reach Out', 'Rock Will Never Die' oder auch 'Thunder' um die Ohren, dass Die Hard-Fans der Band das ein oder andere Tränchen aus den Augen drücken dürften. Bei 'Now You See Me' ist man zwar ständig verleitet, nach "Now you see me, now you don't" die Fortsetzung "Break the walls, I'm coming out" hinzuzufügen, doch wir haben es hier nicht mit einem Cover zu tun.

Beim Hören der Scheibe beschlich mich mehrfach die Assoziation zu METAL CHURCH mit dem unvergessenen David Wayne am Gesang, doch so nahe sich die beiden Bands auch sein mögen ... die britische Prägung hört man bei GRIM REAPER dann eben doch heraus. Und das ist auch gut so. Sich explizit einen bestimmten Song auf "Walking In The Shadows" herauszupicken macht relativ wenig Sinn, denn alle hier vertretenen Songs halten sich qualitativ so ziemlich die Waage. Vielleicht geht man hier und da etwas zu sehr auf Nummer sicher und man kann dem neuen Album durchaus eine gewisse Gleichförmigkeit unterstellen ... doch wenn man genau hinhört, erkennt man neben den allseits präsenten METAL CHURCH auch Parallelen zu SAXON ('From Hell') und vielen anderen Vorreitern aus dieser Zeit. "Walking In The Shadows" ist somit eine einzige Achtzigerparty geworden und Liebhaber dieser Ära werden definitiv würdig bedient. Welcome back!

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=8090

Punkte: 8.5 / 10


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Tracklist:

  1. Wings of angels
  2. Walking in the shadows
  3. Reach out
  4. I'm coming for you
  5. From hell
  6. Call me in the morning
  7. Rock will never die
  8. Temptation
  9. Thunder
  10. Now you see me
  11. Blue murder
  12. Come hell or high water

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