Wild Waves (2016) - ein Review von Akhanarit

Silverbones: Wild Waves - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


Akhanarit Avatar
27.09.2016 15:30

Gute Nachrichten für alle RUNNING WILD-Fans der früheren Scheiben ("Under Jolly Roger", "Port Royal", etc.)! SILVERBONES aus Italien haben sich musikalisch nämlich genau an eben diesen orientiert und sollten in der Lage sein, so manchem Pirate Metal-Fan mit ihrem Debüt "Wild Waves" ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Schon der instrumentale Opener 'Cry Of Freedom' steht in der Eröffnungstradition der Hamburger Kapitäne und weckt Erinnerungen an 'Chamber Of Lies' oder auch 'March Of The Final Battle (The End Of All Evil)', bleibt aber dennoch dem Sound der 80er treu. Der darauf folgende Titelsong bedient dann alle, die von 'The Conquistadores' noch immer nicht genug bekommen. Spielerisch sind SILVERBONES wahrlich verblüffend nahe an den Vorbildern dran, allerdings ist Marco Salvador (v, g) stimmlich um einiges heller, als der gute Rock 'n' Rolf. Fairerweise muss ich aber auch dazu sagen, dass SILVERBONES damit ihr Pulver ein wenig verschossen haben, denn der Rest des Albums reicht nicht mehr so ganz an die bärenstarke Eröffnung heran. Musikalisch machen 'Royal Tyrants', 'Queen Anne's Revenge' und 'The Undead' zwar Spaß, jedoch sind die Chöre etwas schwach auf der Brust. Erst mit 'Raiders Of The New World' erreichen die Italiener wieder 'Prisoners Of Our Time'-Gefilde und auch 'Wicked Kings' bietet neben einer simplen (aber prima funktionierenden) Leadgitarrenmelodie den von uns allen so verinnerlichten Galopprhythmus. Den dezenten Piratenchor im Background haben sich die SILVERBONES vielleicht sogar bei RolfING WILDs 'Bloody Island' abgeschaut, was aber trotzdem eine Bereicherung auf "Wild Waves" darstellt und somit zufrieden abgenickt werden kann. Wer so offensichtlich mit seinen Vorbildern hausieren geht, muss sich natürlich an ihnen messen lassen. Doch zurück zum Geschehen. Das Abschweifen kommt nämlich nicht von ungefähr, sondern ist dem Umstand geschuldet, dass mich 'Hellblazer' nicht wirklich mitreißen kann. Jedenfalls nicht in CD-Form. Live sollte das aber eine Steilvorlage für Mitsingspielchen darstellen. Das finale 'Black Bart' bietet da schon wieder mehr Anreiz, die Rum-Buddel zu Ehren der Totenkopfflagge zu erheben. Jungs, es war nett mit euch!

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=7975

Punkte: 7 / 10


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