Terminal Redux (2016) - ein Review von MLSnick

Vektor: Terminal Redux - Cover
1
Review
27
Ratings
9.44
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal, Progressive Metal
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MLSnick Avatar
02.01.2017 13:40

Das Review zu der Scheibe im Deaf Forever hatte mich so überzeugt, dass ich zuerst die LP und dann, weil's wegen der Sammelbestellung länger dauerte, die CD bestellte. Auch der Hype im Netz verbreitete sich unter den Thrash-Gläubigen rasend schnell. Als Appetithäppchen wurde der sabbernden Meute schließlich der Eröffnungstrack vorgeworfen und zumindest ich erstarrte vor Ehrfurcht. Es war ja alles noch viel schlimmer als erwartet!

Letztendlich konnten VEKTOR für mich die Erwartungen über die ganze Spielzeit von 70 Minuten nicht halten. Das Teil ist mir persönlich einfach zu lang und wahnsinnig komplex. Nach ca. 20 Rotationen habe ich wenigstens mal ein paar Leckerlis raus gefischt, doch die Suche geht weiter und ja, es macht trotzdem verdammt viel Spaß diese Platte zu erforschen!

Die Amis haben da aber auch einen Batzen erschaffen! Die Jungs sind ja nicht nur unglaublich schnell, sondern rattern das Ganze auch richtig flüssig runter. Alles an 'Terminal Redux' ist wahnwitziger als alles was ich je zuvor gehört habe, egal ob Breaks, Solis, Riffwechsel oder was auch immer. Der blackige ThrashMetal von VEKTOR steckt, so weit wie ich das beurteilen kann, Grössen wie SLAYER, EXODUS, VOIVOD und METALLICA technisch locker flockig in die Tasche.

VOIVOD sind hier sowieso allgegenwärtig, genau wie MEKONG DELTA oder KREATOR, aber auch DEATH, PINK FLOYD, RUSH, STRAVINSKY oder MILES DAVIS scheinen für einzelne Momente als Inspiration gedient zu haben. Die Band erschlägt den Zuhörer, auch oder vor allem den Erfahrenen, mit Ideen und Arrangements, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen. Auch wenn für mich nicht jeder Song sitzt, bzw. auf der Hirnrinde kleben bleibt, so respektiere ich dennoch diese erfrischende Truppe für die Messlatte, die sie mit diesem Werk ganz weit oben angebracht haben.

Meine liebsten Tracks sind bis jetzt "[Re+]Charging The Void", "Cygnus Terminal" und "Pillars Of Sand". Es ist irgendwie auch mal wieder angenehm beim Hören so gefordert zu werden! Und ich mag sie echt mehr, als das vielleicht hier durchsickert. Ich kann's nur noch nicht ganz verstehen, fast so als wäre es die 'Bitches Brew' des ThrashMetals...

Ich habe mir diese Referenz als schnöde Doppel-Schwarz-LP im Gatefold zugelegt. Die Platten sind relativ plan und wirklich störende Nebengeräusche konnte ich keine ausmachen, ausser beim göttlichen (jetzt schon legendären) Fast-Abschluß-Part. Egal! VEKTOR machen auf Vinyl am meisten Bock!

Eine ganz dringende Empfehlung für neugierige Audioabenteurer und aufgeschlossene Headbanger!

*****

Fazit nach ein paar Wochen: Würde es nach Komplexität, Spielfreude, Geschwindigkeit und Raffinesse gehen, wäre dieser 'Jetzt-schon-Klassiker', diese neue Messlatte des Machbaren, diese Thrash-/Death-Referenz ohne Zweifel ganz oben und unerreichbar auf dem ersten Platz meines Jahres-Rankings. "Charging The Void", "Cygnus Terminal", "Pillars Of Sand" und "Recharging The Void" finde ich großartig; überwältigend; unerreichbar und doch knallen bei mir die anderen Tracks nicht so ganz dolle rein, was mir bei der Gesamtwertung etwas Wind aus den Segeln nimmt. Trotzdem muss man dieses Album gehört haben, um es glauben zu können! Ganz großes Kino!!!

Punkte: 8.5 / 10


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Tracklist:

  1. Charging the void
  2. Cygnus terminal
  3. LCD (Liquid crystal disease)
  4. Mountains above the sun (Instrumental)
  5. Ultimate artificer
  6. Pteropticon
  7. Psychotropia
  8. Pillars of sand
  9. Collapse
  10. Recharging the void

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