Let's Start A War (2002) - ein Review von Akhanarit

Master: Let's Start A War - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal


Akhanarit Avatar
06.10.2012 11:01

"Let's Start A War" erschien unrsprünglich im Jahre 2002. Nun, zehn Jahre später, erscheint dieses Album in remasterter Form. Obendrein gibt es die Songs der 2001er EP "Follow Your Savior" als Bonus Tracks dazu. Das bedeutet, vierzehn Mal oldschooliger Rumpel-Death Metal, wie ihn wohl nur noch wenige Szene-Protagonisten zustande bekommen. Paul Speckmann (der Kopf von MASTER, 1999 aus Chicago in die Tschechische Republik ausgewandert) gehört definitiv dazu. Mit stoischer Gelassenheit geht er den schon 1983 eingeschlagenen Weg konsequent weiter und schert sich einen Teufel um Konventionen und Neuerungen. Der Fortschritt, dein Feind? Vielleicht. Fans der ganz alten Schule werden dennoch auf ihre Kosten kommen. Besonders, wenn diese "Let's Start A War" und die EP noch nicht in ihrem Plattenschrank stehen haben. Das Cover sowie das Booklet erstrahlen ebenfalls in neuem Glanz, weswegen auch Sammler vor der Frage stehen werden: kaufen oder nicht? Diese Frage muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden und wird davon abhängen, ob ihr rumpelige Sounds gerne in einer besseren Tonqualität hören wollt, oder aus nostalgischen Gründen doch lieber zum Original greifen wollt. Fakt ist: die Musik des kauzig wirkenden Bandleaders wird wohl größtenteils nur von einer kleineren, dafür umso treueren Fangemeinde geschätzt werden. Technische Präzision oder Doublebass-Gebretter wird man hier jedenfalls nicht finden. Aber seien wir mal ehrlich: in unseren perfekt durchgestyleten Zeiten kann eine Rückkehr zur Basis durchaus sehr erfrischend sein. Wenn selbst Bands wie MORBID ANGEL mit zwiespältigen Experimenten langjährigen Fans vor den Kopf stoßen, braucht es auch (und gerade) Truppen wie MASTER. Da jibbet sowat nich!

Fazit: MASTER lassen sich auch nach 29 Jahren Dienstzeit nicht aus dem Konzept bringen. Trotz Remastering sind die Stücke roh und puristisch geblieben, stiltechnisch aber ziemlich weit von dem entfernt, was man heutzutage als Death Metal definiert. Für die entsprechende Clientel heißt es jetzt aber wieder: MASTER in liebevolle Hände abzugeben!

Erschienen auf: http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=4589

Punkte: 7 / 10


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