Crucible Of The Infernum (2015) - ein Review von Akhanarit

Blasphemic Cruelty: Crucible Of The Infernum - Cover
1
Review
1
Rating
6.00
∅-Bewertung
Typ: Single/EP
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal


Akhanarit Avatar
27.09.2016 16:28

Zu erwarten war mal wieder seit langem eine Prise Florida Death Metal, denn BLASPHEMIC CRUELTY stammen aus Tampa und präsentiert nach 7 Jahren des Wartens neues Material. 2008 erschien das Debüt "Devil's Mayhem" noch via Osmose Productions, jenem kontroversen Label, welches sich vor allem durch die Veröffentlichung etlicher Black Metal-Bands hervorgetan hat, jedoch auch immer wieder in Vorwürfe, sie würden nationalsozialistische Bands und Künstler gezielt oder zumindest wissentlich fördern und vertreiben, verstrickt war. Für die EP "Crucible Of The Infernum" ist das Trio nun zu Hells Headbangers Records gewechselt und auf die Ohren bekommt man drei eigene Songs, die zwar noch unter dem Death Metal-Banner laufen könnten, jedoch dem Thrash-Anteil derart intensiv Tribut zollen, dass Thrash-Fans sogar die Hauptzielgruppe darstellen sollte. Kompositorisch sowie soundtechnisch bleibt man ganz und gar den alten Werten treu und Puristen werden das Scheibchen dankbar abfeiern.

Leider kann ich das nicht so ganz von mir behaupten, denn BLASPHEMIC CRUELTY bieten hier weder Spannendes noch Unverzichtbares. Alle Riffs klingen, als wären sie den 63.673.839 anderen Thrash-Kapellen da draußen entliehen und die Band verbreitet vielmehr den Charme einer Tributecombo, als den einer essentiellen Metal-Maschine, deren neues Album man herbeisehnt. Am meisten Spaß macht hier die Coverversion von SODOMs 'The Crippler', aber nicht weil die Band ihn so unglaublich toll spielt, sondern weil es einfach ein SODOM-Track ist, den man mitbrüllen kann und da das gute Stück am Ende der Scheibe platziert ist, hat man den Drang, direkt nach dieser EP SODOM aufzulegen und BLASPHEMIC CRUELTY verbleiben als Fußnote der Geschichte.

Fazit: Diese EP ist nur relevant für euch, wenn ihr folgenden Satz gerne sagt: "Wie geil, die klingen ja wie die Bands von früher!". Den weniger nostalgischen Hörern empfehle ich, zumindest bis zum nächsten Studioalbum zu warten. Unter Umständen fällt das ja spannender aus.

http://www.bleeding4metal.de/index.php?show=review_de&id=7038

Punkte: 6 / 10


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