Chronicles Of Perversion (2015) - ein Review von metal lounge

Kraanium: Chronicles Of Perversion - Cover
1
Review
1
Rating
0.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


04.09.2015 00:27

Entschuldigung jetzt für dieses Review, das keines ist.
Aber ich kann sie nicht mehr sehen, diese Cover mit zerschnipselten und kaputtgefickten Frauenkadavern in Blut- und Gedärmpfützen, und es sind jetzt KRAANIUM mit "Chronicles Of Perversion", die mein Zorn jetzt trifft. Es hätte auch eine anderen beliebige Band von Sevared Records o. a. sein können, und es ist auch egal, welches Album der Band ich nehme. Und auch wenn mir dieses Review wieder gelöscht werden sollte, ich hab doch in die Musik reingehört, um bestätigt zu finden, was ich befürchtet hatte. Stumpfes, überproduziertes Gehacke mit abartigen und ebenso stupiden Gurgel-Röchel-Kotz-Quietsch-Vocals. Der reine Müll, und an sich entsetzlich langweilig. Und dazu die üblichen Quälerei-Samples halt mit Schreien, Messerwetz- und Körperkaputtmach-Geräuschen. Brutal Death Metal ist das dann also, wie seit einiger Zeit lesen kann. Aha. Wer extra noch die Kategorisierung "Brutal" für seinen Death Metal braucht, hat doch eh schon verloren, oder?!? Thematisch geht's um "Gore, Torture, Fornication, Sodomy, Rape", die Auflistung hier stammt von Metal Archives. (Wär' ich beim Lesen der Songtitel allein ja nie drauf gekommen....) Wer über Jahre hinweg immer wieder solchen Schund aufnimmt, ist wirklich nur noch unter geistiger Tiefstfliegerei einzuordnen. Wollen all diese Bands sich und anderen beweisen, dass die Genrelegenden Cannibal Corpse, (alte) Carcass, Mortician u. a. textlich der reinste Kindergarten sind? Und nein, das kann und darf eigentlich nicht verglichen werden, aber in einer beschissenen NSBM-Truppe zu spielen, ist auch nur minimal dümmer. Aber die haben tragischerweise oft genug wenigstens einen höheren ästhetischen Anspruch mit verschneiten Wäldern in Schwarz-Weiß und so. Doch Bands wie KRAANIUM können sich ja immerhin noch über ihren kranken Humor definieren, die meinen ihre Verachtung des Lebens ja nicht wirklich ernst. Ein Glück. Trotzdem regt mich diese Dummheit einfach auf. Schaut doch einfach weiter eure Pornos und eure Horrorfilme an und lasst die Instrumente in der Ecke stehen. Und die Typen, die diese Drecksbilder malen, sind auch nicht besser. "Die in pain", möchte man da sagen.
Eigentlich wollte ich mir ja mal Pyrexia's "Sermon of Mockery" vornehmen (das Cover!), das ist wenigstens musikalisch noch interessant.

Musikalisch ein einhalb Punkte höchstens, insgesamt Schund, Schund, Schund! Null Punkte.


Und jetzt nicht lachen, aber ich höre grade eben Clawfinger's "Deaf Dumb Blind". Immer noch große Klasse.

Punkte: 0.5 / 10


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