Of Hope And Aspiration (2014) - ein Review von Akhanarit

May The Silence Fail: Of Hope And Aspiration - Cover
1
Review
3
Ratings
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Melodic Death Metal


Akhanarit Avatar
26.10.2014 11:26

MAY THE SILENCE FAIL spielen, was heutzutage female fronted Melodic Death Metal genannt wird und präsentieren uns, nachdem im Jahre 2009 mit der EP "Beyond All Dispute" ein erstes Lebenszeichen von sich gegeben wurde, mit "Of Hope And Aspiration" nun ihr Debüt. Anhand der Einleitung habt ihr sicher schon (völlig zu Recht) vermutet, dass es bei der Band aus Baden-Württemberg (Reutlingen) ein wenig moderner zugeht, als manchen von euch vielleicht lieb sein mag. Soll heißen: hier wechseln sich wie fast überall Clean-Vocals mit keifenden Growls ab. Dass die Band zusammen mit SONIC SYNDICATE als Package tourt, kommt also nicht von ungefähr.

Aber ignoriert man mal die zumeist langweiligen und auch melodisch nahezu irrelevanten Mainstreamanbiederungen, kann der geneigte Hörer tatsächlich eine vor Spielfreude nur so strotzende, aufstrebende Band entdecken, die nicht nur etliche geile Riffs mit im Gepäck hat, sondern auch ordentlich Dampf unter den Kesseln macht. Janina Kutschewski (die auch bei den Live-Shows von DEBAUCHERY zum Einsatz kommt/kam) und Sarina Wijasuriya teilen sich den Sängerposten und wer ARCH ENEMY in erster Linie wegen der Female-Growls schätzt, sollte unbedingt auch mal hier ein Ohr riskieren. Mit atemberaubender Lockerheit bieten MAY THE SILENCE FAIL nicht zuletzt etlichen (männlichen) Kollegen die Stirn und die junge Dame brüllt sich die Seele aus dem Leib, dass es ein wahres Fest ist. Einen bestimmten Song hervorzuheben würde der Band absolut nicht gerecht werden, denn "Of Hope And Aspiration" funktioniert prima als Gesamtpaket und teilte demzufolge die Bühne mit Bands wie AMON AMARTH, DARK TRANQUILITY und sogar SLAYER nicht ungerechtfertigt.

Aufgenommen wurde diese Scheibe im Audiospezialist Studio von Martin Schmidt (PRIMAL FEAR, SINNER, LEAVES EYES, ATROCITY) und die Produktion geht absolut in Ordung. Druckvoll und doch transparent genug knallen einem die zehn Songs (das Digi kommt sogar mit einem Bonus-Track) kurzweilig und mit großem Potenzial in die Gehörgänge. Was jetzt fehlt ist eine Besinnung auf die wahren Stärken, das vernichten der Clean-Vocal-Spuren und ein geschickteres Händchen bei der Wahl des Albumcovers. Dann würde ich das sofort kaufen und jedem empfehlen, der etwas mit dieser Sparte anfangen kann. Gutes Album, jedoch leider mit Mithüpf-Garantie.

http://bleeding4metal.de/?show=review_de&id=6427

Punkte: 7 / 10


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