At The Woodchoppers Ball (1965) - ein Review von kurare

Woody Herman & His Orchestra: At The Woodchoppers Ball - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Jazz


kurare Avatar
03.02.2016 13:07

Warum habe ich mir diese LP der "Swinglegende" Woody Herman aus dem Jahr 1965 gekauft?

Es gibt vom Titelstück "Woodchopper's Ball" eine Live Coverversion von Ten Years After auf der LP "Undead". Da ich seit Ende der 60er bis Mitte der 70er Jahre absoluter TYA Fan war (und immer noch bin, nur nicht mehr fast alleine stehend), mir früher aber nie große Gedanken über die Entstehung der einzelnen Songs gemacht habe, hatte ich vor ein paar Wochen auf einmal das "dringende" Bedürfnis mir alle Songs die nicht aus der Feder der Band (zu 98% eh von Alvin Lee) stammen unter die Lupe zu nehmen. Einiges kannte ich ja schon, aber Woodchopper's Ball war dann doch die Überraschung schlechthin, da der Song aus einer ganz anderen musikalischen Ecke kommt.
Woody Herman spielte Klarinette und Altsaxophon (verdammt gut wie ich gelesen habe), und am Anfang seiner karriere sang er auch noch. Er hatte versch. eigene Orchester, die von Ende der 30er bis in die 80er Jahre große Erfolge hatte. First Herd bis The Fourth Herd und zum Schluss in den 80ern Thundering Herds nannte er die Orchester, die natürlich ihre Musikstile über die vielen Jahre auch änderte. Eigentlich immer als Big Band wurde angefangen vom Swing, über Cool Jazz bis Hard Bop alles gespielt.
1974 begleitet sein Orchester Frank Sinatra bei einem Fernsehkonzert welches im Madison Square Garden live gezeigt wurde und weltweit 1 Milliarde Menschen erreichte.

Über die Musik an sich kann ich nicht viel schreiben weil ich mich damit nicht auskenne ... später dann evtl. mal.

Interessant ist allerdings wirklich wie Ten Years After das Original umsetzt. Der Gitarrenriff ersatzt dabei die recht eingängige Grundmelodie der Bläser des Orchesters und die Band hält sich im Prinzip recht genau an die Vorgabe incl. einem Bass Solo von Leo Lyons. Allerdings legen TYA einen Gang zu und Alvin Lee lässt die Finger über die Saiten flitzen. Wenn man den Anfang und das Ende von der TYA Version nimmt und den Mittelteil (außer dem Bass Solo) raus nimmt sind wir ganz, ganz nah am Original wie ich finde.
Mich würde jetzt im nachhinein noch Interessieren wer von den vieren (ich tippe auf Ric Lee weil er ein paar drummer aus dieser Ära zu seinen Vorbildern zählt) auf die Idee kam einen Swingsong zu nehmen und so zu interpretieren.

7 Punkte ... weil es bestimmt ne tolle Scheibe ist, was ich aber eigentlich (noch) nicht beurteilen kann, und für den Spass den ich mit der Recherche hatte!!

Punkte: 7 / 10


Login
×