Keinzeitmensch (2013) - ein Review von LP-Schmidt

Hämatom: Keinzeitmensch - Cover
1
Review
4
Ratings
7.12
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal


LP-Schmidt Avatar
27.09.2013 11:15

2011 konnte Hämatom mit ihrem Album "Wenn man vom Teufel spricht" die Nation von sich überzeugen... 2013 kommt der nächste Geniestreich und der "Keinzeitmensch" hebt erneut die Gemüter der Fans.
Ob es ein Zufall ist, dass das Album zu der Zeit der Bundestagswahlen heraus kam?
Ich würde der Band, welche sich nach den Himmelsrichtungen benennt zumindest zutrauen, mit ihren Texten, in denen die heutigen Geschehnisse besungen werden.

Neugierig machte Hämatom vorab schon, mit der ersten physischen Single der Bandgeschichte "Alte Liebe rostet nicht".
Was erst einmal recht schnulzig klingt, bekommt auch noch ein Video und tatsächlich: Der Song ist alles andere als Schnulzig und gibt mächtig Gas!
Dann noch die zweite Videoauskopplung vor dem Album VÖ, "Ahoi"... Ein Wort und ich musste schon beim Lesen des Titels an Rammstein denken und lustiger weise waren Hämatom mit Rammstein auf der Bühne, beim "Sofia Rocks" in Bulgarien.
Aber ich geh jetzt mal stark davon aus, dass der Track schon vorab entstanden ist, aber trotzdem klingt "Ahoi" schon stark nach Rammstein, aber ohne den Hämatom Charme zu verlieren, also dennoch was eigenes.

Das Album ist draußen und mittlerweile gibt es ja derart viele Arten eines Albums, dass auch der geübte Fan ein Problem hat, die Übersicht zu behalten.
Das liegt wohl weniger an der Band, als an dem Label, aber bei Hämatom gibt es eh nur eine richtige Wahl, die FREAK BOX!
Kostet natürlich auch was mehr als nur das Album, aber neben eben diesem ist auch dieses Mal ein Fan Schal, ein hochwertiger Wecker (kein leichter Plastik Mist), ein Aufkleber und ein Autogramm dabei, für ein Fan ein Muss!

Neben den beiden Songs, die auch als Video erschienen sind, kann ich auch noch ganz besonders "Sing" und "Bester Freund, Bester Feind" empfehlen.
Beim letzteren hat sich die Band zu Teilen an dem Gedicht "Der Zauberlehrling" von Johann Wolfgang von Goethe orientiert und so wird alte Kultur mit neuer Kultur verbunden, da sag mal wer, das Heavy Metal nicht bildet!

Das Album wankt mit dem Stil wieder stark in den Heavy Metal Bereich, nach dem Album "Wenn man vom Teufel spricht" hatte die Band dann doch leicht den Ruf einer Deutsch Rock Band (auch aufgrund der Frei.Wild Tour).
Für alle die ein Genre brauchen, würde ich dies nun als Neue Deutsche Härte mit einem guten Thrash Metal Einfluss bezeichnen.

Ich selber bin mit dem Album sehr glücklich, endlich mal wieder ein gelungener Streich einer Band und ein Kauf der sich gelohnt hat.
Greift zu Freunde der deutschen Texte, Fans von Rammstein und jene die ich jetzt Neugierig gemacht habe.
Würde ich das Album nochmal kaufen, da ich ja jetzt weiß was drauf ist?

Ja!

written by: http://metalap.jimdo.com

Punkte: 9 / 10


Hämatom: Keinzeitmensch

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Tracklist:

  1. Willkommen in der Unsterblichkeit
  2. Säulen des Wahnsinns
  3. Alte Liebe rostet nicht
  4. Ahoi
  5. Warum
  6. Panik
  7. Morgenrot
  8. Seelenpiraten
  9. Die vierte Macht
  10. Sing
  11. Bester Freund, bester Feind
  12. Ketten der Nacht
  13. Genug ist genug
  14. Schutt und Asche (Bonustrack)
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