Dying Alive (2013) - ein Review von Monolith

Kreator: Dying Alive - Cover
1
Review
1
Rating
9.50
∅-Bewertung
Typ: Live
Genre(s): Metal Thrash Metal


Monolith Avatar
30.10.2015 17:03

Ich schmeiß mich weg, hat es dieses Livealbum drauf!

Meistens hört man ja immer die Argumente dass die Bands für Livealben eine spezielle Performance bereithalten sollen, und außerdem die Setlist spektakulär genug sein muss, dass man das Konzert auch wirklich genießen und nachträglich Geld dafür ausgeben will. Letzterem kann ich sogar zustimmen, ich hab schließlich kein Interesse daran, ununterbrochen dieselben "Hits" der Bands zu hören, nur mal mit kleinen Änderungen. Manche schlachten die ja systematisch aus, vielleicht aus Angst, eine neue Setlist könnte ausgebuht werden.

Kreator sind da anders. Sicher, Klassiker wie "Pleasure to Kill" und "Tormentor" werden auf ewig wohl zu den Liedern gehören, die sie bis an's Ende ihrer Zeit live spielen werden. Welche Band hat das nicht? Doch diese dienen meist als kleine Annekdoten oder Stimmungskanonen nostalgischer Art. Kreator sind da aber anders. Seit die Band mit "Violent Revolution" ihren zweiten Frühling erlebt hat, und beinahe jedes Album danach als Statussymbole neuzeitilichen Thrashs gelten, könnten Kreator ihre Setlist mit Flaschendrehen zusammenstellen, selbst da ist das Risiko verdammt gering, irgendeine Niete zu erwischen, die sich live nicht gut machen könnte.

So ist auch "Dying Alive" ein Livealbum, das eigentlich den Status "Blindkauf" verdient hat. Vom Debüt bis zum dato neuen "Phantom Antichrist" haben Kreator hochentzündliche Kracher für ihre Fans ausgesucht, darunter auch Exoten und persönliche Lieblinge wie "Betrayer", "People of the Lie", "United in Hate" und "Voices of the Dead".

Die alten Klassiker machen sich im neuen Gewand so gut, dass es eine wahre Freude ist, die aggressiven Tracks der ersten 5 Alben mit der Stimme eines rasenden Mille Petrozza zu hören. Dazu kommt noch der sehr stramme Gitarrensound und, jetzt hammer's hier doch, die übereifrige Performance der Band. Die Stimmung brodelt so enorm vor er Bühne, dass diese in jedes Zimmer übertragen werden kann. Kreator sind entsprechend von der Stimmung beeinflusst und zocken ihre Lieder größtenteils am Stück energisch runter. Das sieht man auch an den Titeln. "Coma of Souls (Intro)", dann "Endless Pain", oder "Flag of Hate/Tormentor",

Geiler geht's kaum, "Dying Alive" ist auf jeden Fall der "Live Kreation" vorzuziehen.

Punkte: 9.5 / 10


Kreator: Dying Alive

Audio CD

für 15,49 €
Amazon icon Kaufen bei amazon.de - Mehr Angebote

Tracklist:

  1. Mars mantra (Intro)
  2. Phantom Antichrist
  3. From Flood Into Fire
  4. Enemy of God
  5. Phobia
  6. Hordes Of Chaos
  7. Civilization collapse (Big bang)
  8. Voices Of The Dead
  9. Extreme Aggression
  10. People Of The Lie
  11. Death To The World
  12. Coma of souls (Intro)
  13. Endless Pain
  14. Pleasure To Kill
  1. The patriarch (Intro II)
  2. Violent Revolution
  3. United In Hate
  4. Betrayer
  5. Flag Of Hate / Tormentor
  6. The pestilence (Intro)
  7. Amok Run
  8. Demon prince
  9. When the sun burns red
  10. War curse

Weitere Angebote:

Login
×