Land Of The Free (1995) - ein Review von Frozen-Steel

Gamma Ray: Land Of The Free - Cover
1
Review
34
Ratings
9.10
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Power Metal, Speed Metal, Melodic Metal


Frozen-Steel Avatar
09.04.2011 12:33

Für eine meiner absoluten Lieblingsbands einer von zwei entscheidenden Punkten in der Geschichte. Der zweite war, als das heutige Lineup so zusammenfand und seither in Sachen zusammenspiel nicht zu toppen ist. Hier hat Kai wieder das Mikro in die Hand genommen - und den Metalgöttern seis gedankt, diese Stimme möchte ich nicht missen. Mehr Charisma geht nicht.

Von vielen wird die Land of the Free als die stärkste Gamma Ray geschätzt, auch weil hier ein genialer Mix aus eingängigen Up- und Midtemponummern mit starkem und vergleichsweise komplexem Songwriting kombiniert wird - für Gamma Ray Verhältnisse natürlich, da müssens immer Mitsingnummern sein, sonst würde etwas nicht passen. "Rebellion in Dreamland" ist schon ein ideales Beispiel. Tempowechsel, klare Einstiege, tiefgründige Texte, aber erneut kernige Riffs und schnelle Gitarrensoli von überragender Qualität. In diese Rebellion kommt man nicht beim ersten hören rein, aber sie entfaltet mit jedem hören mehr ihre Klasse.

Melodische Leads, hohes Tempo und klasse Hooks, so sieht der Gamma Ray Song aus. "Man on a Mission" ist heute kaum noch wegzudenken, würde sich auch als Opener an Livegigs hervorragend machen. Und auch wenn ich mir Gamma Ray ohne Dan nicht vorstellen kann, klasse Leistung hier auch von Thomas Nack an den kesseln, der Song hat mächtig Power. Mit dem Übergang von "Fairytale" geht es zu einem weiteren Favoriten von mir: "All of the Damned". Akkustischer Einstieg aus Bass, Gitarre und Becken, langsam ansteigendes Tempo, ein Einstiegssolo und Kais beste Gesangsleistung auf diesem Album in meinen Augen - dynamisch wie gewohnt, aber irgendwie ergreifender. War kürzlich schockiert - sogar mein Vater kennt den Song und einige Textteile. Frage mich keiner woher dieser Schlager-fünfziger diese Musik kennt ^^

Einer der meistgespielten Songs ist natürlich der Titeltrack, "Land of the Free" zeigt erneut geniale Riffs und einen Mitsingchorus wie ihn ein Gamma Ray Gig braucht. Auf dem Album wirkt der Song leider etwas handzahm, die Power einer Liveperformance kann die Albumversion nicht toppen - die genialen Melodien sind aber natürlich weiterhin da. "High Above, at the edge of the world, we're searching for glory and peace. When the Time has come, You will see our return to the Land of the Free". Klasse.

Nebenbei bemerkt: Auf der Hauptsächlich in Japan veröffentlichten Kollektion mit den Bonustracks ist noch das Holocaust Cover "Heavy Metal Mania" drauf - zwar wie bei Covern fast immer der Fall nicht ganz auf dem Niveau des Originals, aber ein starkes Cover mit geilen Gitarren. Ich hab für den gestimmt bei der anstehenden Tour.

"Land of the Free" ist zweifellos ein Kracher, wie ihn so nur Gamma Ray hingekriegt hätte. Und bei jemandem, der von dieser Band derart beeinflusst wurde wie ich, muss diese Platte natürlich ein hohes Standing haben.


Anspieltipps: "Rebellion in Dreamland", "Man on a Mission", "All of the Damned", "Land of the Free", "Heavy Metal Mania (Holocaust Cover)"

Punkte: 9.5 / 10


Gamma Ray: Land of the Free Pt.II

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Tracklist:

  1. Into The Storm
  2. From The Ashes
  3. Rising Again
  4. To Mother Earth
  5. Rain
  6. Leaving Hell
  7. Empress
  8. When the world
  9. Opportunity
  10. Real world
  11. Hear me calling
  12. Insurrection

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