Subconscious Terror (1990) - ein Review von MLSnick

Benediction: Subconscious Terror - Cover
1
Review
23
Ratings
8.35
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


MLSnick Avatar
07.06.2014 14:14

Irgendwo in einer abgelegenen Ödnis in der Hölle, gibt es ein kleines Kaff, wo sich die meisten Serienmörder hin verkrochen haben. Während das normale Volk es vorzieht in der Glut der Großstädte zu rösten, oder sich bieder in ein vor sich hin kokelndes Häuschen zu verziehen, das mit ein bißchen schön geformter Dämonekacke im Vorgarten verziert ist, fröhnen jene Außenseiter dem Austausch krankester Gedanken. Zu fest abgemachten Zeitpunkten trifft man sich in etwas, was einer schäbigen Kneipe ähnelt und trinkt zusammen. Die weiblichen Wesen, die sich auch in diese Abgeschiedenheit verirrt haben, könnte man als noch gestörter, als ihre männlichen Kollegen bezeichnen. Als Musik gibt es natürlich morbides Zeug, wenn auch der Geschmack der Anwesenden wohl nach anderen Klängen verlangt, aber Strafe muß sein. So wird zum Tanz mit Ladies und Gentlemens gerne die Subconscious Terror von BENEDICTION aufgelegt, deren spezieller DeathMetal immerhin ein wenig zur dämmrigen Stimmung passt.

Auf der LP wird direkt auf dem Cover damit geworben, das BENEDICTION die britische Antwort auf MASSACRE seien. Es gibt zwar ein paar Parallelen, wie z.B. der Gesangsstil von Mark "Barney" Greenway auf Subconscious Terror, der ganz klar von Kam Lee abgeguckt ist. Aber dann war es das dann auch, zumindest für mein Verständnis.
Wo MASSACRE aggressiv nach vorne preschten, blieben BENEDICTION eher in ihrer eigenen Art "tanzbar". Die Briten waren relaxter, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muß, denn somit wurde eine leicht gemütlich-schunkelnde, aber dennoch morbide Stimmung vermittelt. Die schön düster summenden Gitarren sind zwar für meinen Geschmack etwas zu leise, aber trotzdem mag ich die Klangwelt der Subconscious Terror. Wieder mal eine Platte, die ich vornehmlich wegen des Sounds anhöre. Zwar gehört der Titeltrack mit zu meinen liebsten DeathMetal-Stücken überhaupt, doch der Rest bleibt eher unscheinbar, was jetzt schlimmer klingt, als es in Wirklichkeit ist. Stören tut dabei allerdings kein Titel und so kann man sich schön gemütlich von diesem Gebräu berieseln lassen, was man fast schon todesbleiernes Easy-Listening nennen könnte.

Die Nachfolger wurden ohne "Barney" aufgenommen, da dieser zu NAPALM DEATH wechselte. Obwohl mich sein Weggang etwas traurig stimmte, [denn schließlich war er es der mich dazu inspirierte mir einen Nasenloch stechen zu lassen, in dem immer noch ein Ring baumelt,] war der neue Sänger nicht unbedingt schlechter. Doch die Alben wurden konformer und austauschbarer, was ich persönlich vor allem dem Klangstandard des damaligen DeathMetal-Trends anlaste.

Ansonsten ist und bleibt Subconscious Terror eine Scheibe die ich regelmäßig auflege.

Punkte: 7 / 10


Benediction: Subconscious Terror/The Grand Leveler

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Tracklist:

  1. Intro: Portal to your phobias
  2. Subconscious terror
  3. Artefacted irreligion
  4. Grizzled finale
  5. Eternal eclipse
  6. Experimental stage
  7. Suspended animation
  8. Divine ultimatum
  9. Spit forth the dead
  10. Confess all goodness
  11. Foetus nose
  12. Forged in fire
  13. Dark is the reason
  14. Jumping at shadows
  15. Experimental stage
  1. Vision of the shroud
  2. Graveworm
  3. Jumping at shadows
  4. Opulence of the absolute
  5. Child of sin
  6. Undirected aggression
  7. Born in a fever
  8. The grand leveller
  9. Senile dementia
  10. Return to the eve
  11. The grotesque
  12. Ashen epithaph
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