Severed Survival (1989) - ein Review von Janeck

Autopsy: Severed Survival - Cover
1
Review
26
Ratings
9.13
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


Janeck Avatar
03.09.2011 11:15

1989 erschien ein bis heute unerreichter Klassiker des Death Metal.
Bis heute gilt „Severed Survival“ von AUTOPSY als das vielleicht purste Death Metal Album aller Zeiten!
„Severed Survival“ ist das Kernstück einer ganzen Szene, das reinste und ungeschliffenste Stück Todesstahl welches in seiner Hässlichkeit die eigentliche Energie einer ganzen Musikart darstellt.
Bis heute wächst das Album mit jedem Jahr und stinkt immer noch so faulig wie vor über 20 Jahren.
Jeder einzelne Song auf „Severed Survival“ ist ein Standard-Werk im Death Metal, Produktion und Songwriting drücken genau das aus was Death Metal eigentlich ist: hässliche Musik für eine bestimmte Masse, die mit Trends, „Kommerz“ und der eigentlichen Musikindustrie nicht viel zu tun haben will.
AUTOPSY haben mit ihrem Debüt bis heute DAS Death Metal Reinheitsgebot erschaffen.
Jeder ausgekotzte Grunzlaut von Meister Reifert gleicht einer Erfüllung, jeder Bassanschlag von DiGiorgio ist mehr Wert als jede High-End Death Metal Scheibe, das Drumming ist brutal stumpf und hat mehr Durchschlagskraft als jeder Klöppelmeister aus diesem Genre und die unfassbaren abgrundtief hämmernden Riffs gehören zur Genregrundausstattung.
AUTOPSY haben nicht nur ein Genrestandard erschaffen sondern ein ganzes Genre geformt, geprägt und bis heute hat sich an der Stellung von „Severed Survival“ nichts geändert - es ist und bleibt eines der 5 besten Death Metal Alben aller Zeiten, an manchen Tagen ist es für mich sogar das beste Werk was der Death Metal zu bieten hat.
Angefangen bei den völlig irren Vocals von Chris Reifert, die völlig einzigartig sind, asozial eklig und widerlich abstoßend, dazu bearbeitet Reifert gleichzeitig das Drumkit mit minimalem Aufwand aber mit maximalem Genuss - Stumpf wird hier definiert und in jedem Anschlag findet man so viel Energie, Leben und barbarische Härte, welche man vielleicht nur noch bei 2-3 anderen Scheiben vorfindet.
Über Steve DiGiorgio muss man wohl kaum Worte verlieren, gerade sein Bassspiel gehört zu absoluten Königsklasse im gesamten Heavy Metal Universum, auch wenn er auf „Severed Survival“ nicht die komplexe Schiene fährt, sondern mit seinen treibenden und durchschlagenden Bassläufen das Chaos vorantreibt.
Die beiden Gitarristen Eric Cutler und Danny Coralles liefern auf „Severed Survival“ ein Feuerwerk an Riffs ab, die so primitiv sind das es weh tut - und genau das soll es auch.
Death Metal in seiner reinsten Form, hässlich, brutal, abstoßend und nur für eine bestimmte Zielgruppe bestimmt.
Schlürfend, zäh und polternd rumpeln sich AUTOPSY durch 10 Klassiker der Death Metal Geschichte, jeder einzelne Song steht für den Ursprung eines ganzen Genres und hat unzählige Bands beeinflusst.
Kein Album bringt die Essenz dieser Musikart so genau auf den Punkt wie „Severed Survival“, der Schweden Tod wäre ohne AUTOPSY kaum vorstellbar und ohne dieses Ungetüm wäre der Verlauf einer gesamten Szene unvorstellbar.
AUTOPSY sind vielleicht die wichtigste Band im Death Metal, für mich sind AUTOPSY auf jeden Fall die bedeutendste Death Metal Band aller Zeiten!
Auch nach „Severed Survival“ veröffentlichten AUTOPSY mit „Mental Funeral“ (1991) einen weiteren Klassiker und mit „Acts of the Unspeakable“ (1992) und „Shitfun“ (1995) baute man die Ekelgrenze noch weiter aus.
Texte, Image, Covergestaltung sowie der Gesamtsound gehen Hand in Hand und bieten nichts weiter als die reinste Ursuppe der gesamten Death Metal Welle!
Mehr muss man zu diesem Werk auch nicht mehr schreiben, jeder Death Metal Fan sollte dieses Album kennen und jedes weitere Wort wäre reine Zeitverschwendung.
Wer „Severed Survival“ nicht kennt hat nie gelebt!

Punkte: 9 / 10


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