Rare Tracks 1996-2004 (2012) - ein Review von Akhanarit

Vile: Rare Tracks 1996-2004 - Cover
1
Review
1
Rating
8.00
∅-Bewertung
Typ: Compilation/Best-Of
Genre(s): Metal Death Metal


Akhanarit Avatar
20.01.2013 05:11

VILE sind alte Hasen im Death Metal-Business. Bereits 1996 hat sich die Bay Area-Band formiert und es auf vier Full-Length-Veröffentlichungen gebracht. Mit "Rare Tracks" ist nun eine Compilation erschienen, die sämtliche Demos der in San Francisco, USA, ansässigen Mannen enthält. Gitarrist Colin Davis hat die Songs höchstpersönlich remastert und einen feinen Leckerbissen für alle Fans des Brutal Death Metal-Sektors zusammengestellt. Darunter befinden sich Dampframmen wie 'Surgery', 'Terminal Existence' und auch 'Path To Incineration' durfte unter keinen Umständen fehlen. Als Goodie gibt es obendrein noch vier Live-Tracks. Bei 'Terminal Existence' wendet sich Frontmann Mike Hrubovcak an das Publikum der Heimatstadt, weshalb die Vermutung nahe liegt, dass sämtliche Live-Stücke in San Francisco mitgeschnitten worden sind. Ganz besonders gelungen: das AT THE GATES-Cover 'Cold'. Natürlich vom Meilenstein "Slaughter Of The Soul". So macht Death Metal wirklich Spaß. Die Demos klingen zudem wirklich fett und machen sehr deutlich, dass VILE lieben, was sie tun. So lässt sich eine offenkundige Nähe zum Sound der Landsmänner MORBID ANGEL genausowenig leugnen, wie der Einfluss, den der Schweden-Sektor auf die Jungs gehabt haben muss. Stellt euch eine Mischung aus der Komplexität von MORBID ANGEL und dem tödlichen Groove sowie Vocals der GRAVE-Frühwerke vor, dann solltet ihr eine recht klare Vorstellung von den Songs haben, die VILE uns hier feilbieten. Sicherlich, man darf keine Innovationen erwarten. Hier regieren Schädelspalter-Riffs, purer Death Metal in Fresse und lyrische Themen, wie man sie gerade im Brutal Death-Bereich hundertfach findet. Die Zielgruppe kann sich jedoch einmal mehr entpannt zurücklehnen und fast eine Stunde lang solide Handwerkskunst genießen. Fast logisch, dass die Live-Songs soundtechnisch ein wenig im Vergleich zu den remasterten Demos abfallen und man hin und wieder kleine Feedbacks in Kauf nehmen muss. Dies macht VILE aber nur umso authentischer.

Das einzige, das wirklich negativ auffällt, ist der Fakt, dass die Promo-Agentur beim zusammenstellen der Tracklist offenbar ein wenig gepennt hat. Wenn man schon eine Band promoten will und den Redakteuren die Songs lediglich als lieblosen Download anbietet, sollten die verdammten Dateien auch richtig beschriftet und in korrekter Reihenfolge aufgelistet werden. Im Falle von "Rare Tracks" hat sich hier nämlich gleich zwei Mal der Fehlerteufel eingeschlichen. Schludrigkeit, die eine derart geile Band einfach nicht verdient hat. Der Rezensent übrigens auch nicht!

Erschienen auf: http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=4875

Punkte: 8 / 10


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