Barbarian Steel (2012) - ein Review von gravedancer

Tulsadoom: Barbarian Steel - Cover
1
Review
3
Ratings
9.17
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Thrash Metal


gravedancer Avatar
03.08.2015 22:17

Jetzt stellt euch mal vor, ihr seid auf einem kleinen Untergrund Metal Festival, das ein oder andere Bier im Turm, ihr schaut Richtung Bühne und erblickt MANOWAR, die komischer Weise MOTÖRHEAD Songs spielen, nur doppelt so schnell und Eric Adams krächzt wie Abbath...eine wahnwitzige Vorstellung. So oder so ähnlich könnte es sich abspielen, wenn man das erste mal TULSADOOM erlebt. Ja genau, wer sich auskennt, der verbindet diesen Namen so gleich mit dem Antagonisten des Mr. Universe in der erstklassigen Originalverfilmung von Conan dem Barbaren, Thulsa Doom!

Bei mir war es das Metal Embrace Festival bei Magdeburg im Herbst 2014, als ich TULSADOOM neben weiteren tollen Bands wie HELLISH CROSSFIRE, WITCHBURNER und FLESHCRAWL sah. Für mich waren die Barbaren aus Österreich mit ihren Fellen, Spandexhosen und aufgemalten Bauchmuskeln auf der Bierplautze der ultimative Höhepunkt des Abends. Gleich nach der Vorstellung gings sogleich zur Band, um das damals noch aktuelle Debut abzugreifen und unterschreiben zu lassen. Durch und ducrch freundliche und sympathische Menschen stecken unter den Conankostümen, die sich auch nach einem anstrengenden Auftritt gerne mal die Zeit nehmen, sich eine Weile mit irgendeinem angetrunkenen Metaller zu unterhalten. So etwas bleibt einem lange in Erinnerung!

Tatsächlich steckt wohl der ein oder andere MANOWAR Fan unter den Bandmitgliedern. Das hört man aber in den Songs nicht wirklich. Hier schafft man es ganz ausgezeichnet, Thrash Metal mit einer geballten Dosis Rock N' Roll zu verbinden und hin und wieder packt man noch eine Prise Black Metal mit dazu und erzeugt einen Mix, den ich in dieser Art und Weise nur von TULSADOOM zelebriert vernommen habe, barbarischen Stahl eben.. Unbedingt erwähnen möchte ich auch die hervorragend eingesetzten Keyboard Intros und vor allem das ultraathmosphärische Instrumental 'The Gateway' erwähnen. In diesen Momenten fühlt man sich direkt in die Welt des Cimmeriers versetzt. MEGA! Die Texte behandeln natürlich die ganze Conan Thematik wie die Vergewaltigung des Gottes der vier Winde oder Sex mit Jungfrauen. In 'Barbarian Beer Attack' huldigt man einfach dem tollsten Getränk auf Erden und das mit einem mächtigen Heavy Metal Riff...IRRE! Ich spare mir die Zeit, hier weitere einzelne Songs zu beschreiben. Jeder steht für sich, ob mit Polka Beats, Blast Beats oder im Midtempo. Es gibt keinen einzigen Schwachpunkt. Das Teil kann man rauf und runter hören, es wird nie langweilig, weil es so viel Abwechslung gibt und gleichzeitig klingt jedes einzelne Lied unverkennbar nach dieser Band, TULSADOOM. Abgerundet wird dieses Juwel von einer astreinen Produktion und einem herrlich anzuschauenden Cover Artwork. Da sollte wirklich jeder, der gerne Oldschool Metal hört, unbedingt reinhören (z.B. auf der Bandcamp Seite), es lohnt sich!

Punkte: 10 / 10


Tulsadoom: Barbarian Steel

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Tracklist:

  1. The glory of thulsa doom
  2. Attack the God of the four winds
  3. Fuck the God of the four winds
  4. Doomrider madness
  5. Barbarian beer attack
  6. The hammer of Thorgrim
  7. Barbarian bitchfuck
  8. Virgin penetrator
  9. Tulsaride
  10. The gateway
  11. Enter the snake cult
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