gravedancer

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Zum Verkauf 4 Eingetragen 135
Bewertungen: 406 Reviews: 149
Genres: Metal
Bewertungsverteilung von gravedancer
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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5.0: 5.8252427184466% (6x)

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7.0: 28.155339805825% (29x)

7.5: 11.650485436893% (12x)

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8.5: 66.990291262136% (69x)

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9.5: 49.514563106796% (51x)

10.0: 32.038834951456% (33x)

Die letzten Bewertungen
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8.0 für Morbid Saint: Spectrum Of Death (1990) (14.02.2019 22:16)
8.0 für Tygers Of Pan Tang: Crazy Nights (1981) (12.01.2019 16:39)
7.5 für Cancer: Shadow Gripped (2018) (17.12.2018 21:54)
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Die letzten Reviews

14.02.2019 22:16 - Morbid Saint: Spectrum Of Death (1990)

8.0 / 10
Manchmal sind die Geschichten hinter der Musik wirklich aufregend. MORBID SAINT zählen heute zu den Kult Bands im Thrash metal schlechthin. Lange gab es von dieser Truppe nur ein einziges vollwertiges Album zu bestaunen. Seit dem Re-Release des Debuts "Spectrum Of Death" 2016 mit "Destruction System" zusammen kann man nun viele Hintergründe von damals in einem ausgibigen hoch interessanten Interview nachlesen. So wird hier z.B. berichtet, dass es sich bei dem erst 1990 veröffentlichten Debut um ein und die selben Aufnahmen des 1988er "Lock Up Your Children" Demos handelt. Und so macht plötzlich auch die Produktion mächtig Sinn. Nach bester Mitt-/Ende-80er Manier rumpelt und scheppert es doch gewaltig, während alle anderen tatsächlich 1990 produzierten Thrashalben vergleichsweise zam, glattpoliert und langweilig klingen. Bei dem mächten Hall auf Patt Linds Gesang hätte zwei Jahre später etwa ein Scott Burns nur noch die Augen verdreht...ja typischer hätte man ein Album seinerzeit nicht produziert haben können. Und letzten Endes ist es genau dieser Rumpelsound, der mir ein klein wenig weh tut. Aber nur ein wenig. Denn Die Musik, die dahinter steckt ist brachial und abwechslungsreich zugleich. Und vor allem die Mid-Tempo-Passagen machen hier mal wieder den besonderen Reiz aus. Scheiße hätte man 1988 bereits ein Label an der Hand gehabt, um das Album international zu vertreiben, wer weiß, wo die Band heute stünde. Vermutlich hätten sie ab Anfang der 90er Power Metal gespielt und Sänger Patt Lind durch Geoff Tate ersetzt. Kleine Anekdote am Rande: Als man Gitarren- und Drumspuren, beinahe alle im ersten Take, im Kasten hatte, fragte der Tonmann, wie denn der Sänger klinge. Da zog man den durchaus passenden Vergleich Geoff Tate. Die Kinnlade des besagten Tonmanns muss sehr tief gehangen haben, als Lind schließlich seine Texte für die Ewigkeit auf Magnetband keifte. Nicht zuletzt aufgrund dieses markanten Gesangs werden oft Vergleiche mit DEMOLITION HAMMER gezogen. Ebenfalls nebenbei erwähnt sei die Tatsache, dass die Band das Eddie-eske Monster des Coverartworks keinesfalls wissentlich von MAIDEN plagierte, wie hier schon behauptet wurde. Ganz im Gegenteil. Man engagierte einen Künstler mit ein paar Vorstellungen seitens der Band, die dieser nur mangelhaft umsetzen konnte...Seiner Zeit bemerkte man die augenschänlichen Ähnlichkeiten sofort, hatte aber nicht das nötige Kleingeld und schon gar nicht die nötige Zeit, um ein neues Artwork anfertigen zu lassen und arrangierte sich also mit dem vermeintlichen Plagiat. Meiner Meinung nach nur halb so schlimm. Wenn auch der Künstler offenbar ein großer Fan vom 'Killers' Album gewesen sein muss, vermochte er die olle Fratze doch noch ein wenig grußeliger zu gestalten. Ich find's jedenfalls geil. Jedenfalls ist die Platte wirklich gut, wenn sie zur Zeit der Veröffentlichung auch ein wenig altmodisch dahergekommen sein mag. Gerade dieser Old School Charme, der ja heute wieder gefragt wie nie zuvor ist, hatte sicher für den einen oder anderen Kenner schon damals den ausschlaggebenden Punkt zur Kaufentscheidung in der Morrisound-überschwemmten Death- und Thrashlandschaft der 90er leichter gemacht. Ich persönlich bevorzuge dummerwiese öfter eher die Scott Burns Produktionen...ja stimmt, wirklich langweilig, ich weiß. Daher resultiert die eher verhaltene Bewertung. Aber auch ich sollte bei MORBID SAINT noch mehr auf meine Kosten kommen... [Review lesen]

12.01.2019 16:39 - Tygers Of Pan Tang: Crazy Nights (1981)

8.0 / 10
Da gibt's eigentlich nicht mehr zu sagen? Na wenn dem so ist, dann müssen wir so manchen Musikklassiker aber noch einmal überdenken. Einem Nichtskönner, der uns weismachen möchte, die Produktion des hier vorliegenden Klassikers wäre schlecht und weiter nichts zu sagen hat, sollte man keine Beachtung schenken. Nachdem ich mir die 2017 erschienene Box mit den ersten 4 Alben gekauft habe, testete ich die gleichzeitig erworbenen neuen Sennheiser Kopfhörer zunächst mit "Crazy Nights". Die ersten beiden Werke, allen voran das überragende Debüt "Wild Cat" kannte ich bereits und mit den Nachfolgern habe ich mich bis jetzt noch nicht beschäftigt. Als allererstes dachte ich, scheiße, geile Produktion! So viel dazu. Ansonsten hat man hier ein stereotypisches NWoFBHM Album vorliegen mit einer seinerzeit typischen Produktion (etwas druckvoller als beim Vorgänger), mit den typischen Riffs jener Tage, der markanten, mehrere Register umfassenden Stimme Jon Deverills, den man schon von "Spellbound" kannte. Beim Durchhören bemerke ich, dass ein herausragender Hit, wie eben zum Beispiel 'Hellbound', fehlt. Den hatte das Debüt auch nicht. Brauchte es auch nicht. Weil da kein einziger schlechter Song drauf war. Etwa so verhält es sich auf "Crazy Nights" auch. Zwar fehlt es dem Album an der rohen Energie "Wild Cat"s aber es ist eben auch kein Filler zu finden. Bereits Matthias Herr bemerkte in Band 3 seiner großartigen Lexikonreihe: "Irgendwie fehlen zwar auf dieser Platte die markanten, herausragenden Tracks, jedoch weist das Material auch keine nennenswerten Schwachpunkte auf." Diese Passage habe ich im übrigen erst nachgelesen, nachdem ich die vorangehenden Zeilen bereits geschrieben hatte. Unabhängig davon sollte man unbedingt erwähnen, dass diese Scheibe ein ultrageiles Coverartwork besitzt und damit diesen Klassiker mehr als befriedigend abrundet.Zu sehen ist ein gigantischer Tiger, der den Londonder Fernsehturm erklommen hat und von 2 Doppeldeckerflugzeugen angegriffen wird. Man könnte sicher mehr besprechen, als ich es hier tue, als es Matthias Herr seinerzeit tat und weiß Gott, als es der "Rezensent" unter mir kläglich versucht hat. Aber letzten Endes liegt mir mit meinen Rezensionen ja meistens vor allem daran, andere Menschen auf Musik aufmerksam zu machen. Und wer mit den TYGERS noch nicht so viele Erfahrungen gemacht, dem möchte ich die ersten 3 Alben uneingeschränkt empfehlen und rate entsprechend zum Kauf der Box "The MCA Years". Und dann kann ja jeder selbst entscheiden, ob die Produktion auf "Crazy Nights" tatsächlich so schlecht ist, wie manche Experten Glauben machen möchten. [Review lesen]

17.12.2018 21:54 - Cancer: Shadow Gripped (2018)

7.5 / 10
CANCER sind wieder da! Ist das jetzt was Gutes? Live sollen die 3 Herren ja seit einigen Jahren schon wieder unterwegs sein. Allerdings hat man sich noch ein paar Jahre mehr Zeit gelassen, auch wieder ein Lebenszeichen aus dem Tonstudio hören zu lassen. Das nun hier vorliegende Stück hört auf den Namen 'Shadow Gripped' und der ein oder andere mag bei einem neuen CANCER Output vielleicht etwas zwiegespalten sein. Immerhin beeindruckten die Herrschaften auf 'Black Faith‘ und 'Spirit In Flames‘ vor allem durch Walkers unerträglichen Gesang. Ich bin sogar davon überzeugt, dass beide Alben mit Beibehalten der Death Growls wesentlich besser klingen würden. Wie dem auch sei, hier versucht man wieder genau den Death Metal zu machen, mit dem man vor über 25 Jahren zwei, na sagen wir ruhig DREI! Kultalben produzierte. Das Cover ist ja erstmal...nun, es verspricht bereits mehr, als jene der beiden Vorgänger. Der Opener fällt dabei durchaus etwas ungewohnt aus und tatsächlich kriege ich beim erstmaligen Hören etwas Angst. Doch ein Fehlkauf? Wieder so eine Grütze? Nein Nein. Größtenteils im Midtempo aber mit einem interessanten Riff, dass mir bereits beim zweiten Mal hören sehr gefällt. Schon bei "Garotte“ ist man wieder da, wo man auf ‚Death Shall Rise‘ aufgehört hatte. Ein schöner Double Bass Stampfer, von der Geschwindigkeit sehr an "Hung, Drawn and Quartered“ erinnernd, ist leider nach guten 2 Minuten schon wieder vorbei. Auch „Ballcutter“ erinnert, dank der polka Beats sofort an die Phase Anfang der 90er. "Organ Snatcher“ hält sich größtenteils im Midtempo auf und ballert gelegentlich mal los, erinnert mich persönlich sehr an "To The Gory End“. Auf "Half Man Half Beast“ überzeugt man wieder in rollender Manier, gar nicht mal so weit weg von BOLTTHROWER. Und Hand aufs Herz, letzten Endes sind diese ganzen Vergleiche sowieso für’n Arsch, denn immerhin klangen bereits 1991 alle Death Metal Bands gleich. Bis auf die aus Schweden, die wiederum ebenfalls alle gleich klangen. Und so geht es in diesem Album bis zum Ende weiter. Hier und da denkt man, das eine oder andere bereits schon einmal gehört zu haben, was aber nicht negativ verstanden werden soll. Denn bis auf "Disposer“ (der Rausschmeißer), gibt es keine Ausfälle...meiner Meinung nach. Das heißt natürlich nicht zwangsweise, dass alle anderen Titel überragend sind. Das hat das Trio (Originalbesetzung '88 bis '91) selbstredend nicht geschafft. Und wenn ich ehrlich bin, war das auf den ersten drei Alben nicht wirklich anders. Aber ein Gutes Death metal Album, dass an alte Zeiten erinnert ist fürwahr dabei rausgekommen. Mir macht es Spaß und es gesellt sich bestens zu den anderen drei großen Brüdern und wird sicher noch wachsen. Reinhören darf man also gerne. Und für die, die ihre Erwartungen etwas im zaum halten, haben CANCER auf 'Shadow Gripped‘ vllt sogar die ein oder andere Überraschung parat! [Review lesen]

13.02.2018 14:35 - Pestilence: Malleus Maleficarum (1988)

8.0 / 10
PESTILENCE' Erstling, der bereits 1988 das Licht der Welt erblickte steht beim Durchschnitts-Death-Metaller seinen beiden Nachfolgern leider immer etwas nach. Dabei nimmt das Debut einen wegbereitenden Stellenwert in diesem Genre ein, müsste eigentlich selbstredend immer neben den oft zitierten Klassikern 'Scream Bloody Gore', 'Seven Churches', 'Altars Of Madness', 'Slowly We Rot' und wie sie doch alle heißen, genannt werden. Dabei schmälere ich den Kultstatus dieser Platte (den sie zweifelsohne inne hat) gerade unbeabsichtigt. Grund für den genannten Umstand mag sicher jener sein, dass die Band seinerzeit die Härte und Brutalität der amerikanischen Mitstreiter nicht ganz erreichte. Van Drunens eigenständiges, mittlerweile noch unverwechselbareres Gekeife stellte auf 'Malleus Maleficarum' noch keine so große Gefahr da und auch musikalisch hielt man sich 1988 hier und da noch deutlich im Thrash Sektor auf. Freilich, welche der Death Metal Urgesteine tat das damals nicht. Musikalisch verfährt man hauptsächlich im thrashigen Uptempo, zweistimmige Gitarren stechen immer wieder hervor und die Produktion ist rückblickend für ein Debutalbum mit diesem Härtegrad seinerzeit zwar nicht überragend aber vollkommen in Ordnung. Unter dem überwiegend gutem Material, dass ohne große Langweiler auskommt ragen für mich immer wieder vier Stücke heraus, namentlich "Anthropomorphia" (welches vom titelgebenden Instrumental "Malleus Maleficarum" eingeleutet wird), "Commandments", "Chemotherapy" sowie "Cycle Of Existence". Diese vier Ausnahmestücke zeichnen sich durch ihre markanten Riffs und den dadurch bedingten hohen Wiedererkennungswert aus und dürfen somit als Anspieltips gesehen werden. Sollte also der ein oder andere noch nicht in PESTILENCE' als auch Van Drunens musikalischem Erstling reingehört haben, so empfehle ich das vor allem Thrash Fanatikern, Old School Death Metallern und 80er Nostalgikern sowieso. Mittlerweile gibt es die Klassiker ja allesamt wieder bei Highroller Records mit ausreichend Bonusmaterial! [Review lesen]

21.01.2018 17:15 - Motörhead: Under Cöver (2017)

8.0 / 10
Ich kann mich meinem Vorredner nicht wirklich anschließen...zum Einen ist eine 7,5 (wenn schon, dann Schallplatten, nicht Sterne...) ja eine durchaus gute Bewertung, zum Anderen sind solche Behauptungen, Coverversionen sollten besser sein, als die Originale (was in der Tat selten der Fall ist) und das dann noch mit dem hanebüchenen Beispiel 'Sound Of Silence' von DISTURPED zu untermalen, ein ausgemachter Witz... Lieber zu Ace Of Spades greifen? Naja jeder, der Motörhead kauft, hat das Teil doch längst schon...zu mir werden die Alben wohl nie in die Sammlung finden...es sind zu viele und klingen irgendwie auch alle gleich...Aber Ace of Spades würde ich mir wohl als letzztes holen, das Ding hängt mir mittlerweile sowas von zu den Ohren raus. Egal. Da ich ein Fan von Coversongs bin, ist meine Meinung in den Augen von Coversonggegnern wohl genauso irrelevant, wie umgekehrt. Als Abschiedsgeschenk ist eine solche Compilation von Coverstücken doch sicher eine nette Geste. Viele schöne Stücke haben es auf die Scheibe geschafft, unter anderem das bis dato noch nicht veröffentlichte DAVID BOWIE Cover ''Heroes'' oder der ein oder andere relativ rare Song, den es bisher nur auf diversen Tribute-Sampler zu vernehmen gab, wie etwa das RAMONES Cover ''Rockaway Beach'', das großartige TWISTED SISTER Stück ''Shoot 'em Down'' (das auch als Original zu meinen Faves der Band gehört), oder aber das DIO Tribute 'Starstruck' (im Original auf RAINBOWS 'Rising' zu hören) mit SAXONS Biff Byford. Etwas im Zwispalt lässt mich "Hellraiser", welches meines Wissens nach aus der Feder von Lemmy himself stammt und somit ja eigentlich gar kein Cover ist...aber das sein nur nebenbei erwähnt. Ein geiler Song ist es dennoch, egal, von wem interpretiert. Etwas schade finde ich die recht geringe Songauswahl, immerhin gibt es ja da noch ein paar Coversongs mehr in der Discographie MOTÖRHEADs zu bestaunen. Da wären zum Beispiel der namensgebende Songtitel "Motorhead" selbst zu erwähnen, der im Original bereits von HAWKWIND interpretiert wurde. Weiterhin gäbe es noch "City Kids" (PINK FAIRIES), "Lost Johnny" (HAWKWIND), "Beerdrinkers & Hellraisers" (ZZ TOP), "Louie Louie" (RICHARD BERRY), und die beiden GIRLSCHOOL Cover "Emergency" und "Please Don't Touch" zu erwähnen. Sicher, ein Großteil der genannten Songs ist hier und da bereits auf einem regulären Album erschienen (Das sind andere auf dieser Compilation enthaltene aber auch), der Vollständigkeit halber hätte man die aber mit draufpacken können. Vermutlich tat man das nicht ob des fortgeschrittenen Alters der fehlenden Songs, welche mit der mittlerweile doch etwas bescheidenen Produktion (im Vergleich zu den enthaltenen Titeln, die erst ab den 90ern aufgenommen wurden) nicht so recht zum Rest gepasst hätten. Schlussendlich ist es mit solchen Kompilationen halt immer so eine Sache...die einen schreien "Ausverkauf!!" die anderen sehen es als gelungenes Sammlerstück. Ich gehöre dann natürlich eher zu zweiterer Fraktion, finde die Interpretationen Lemmys und seiner Brüder auch durch die Bank recht gelungen, genau so wie die Idee, die dahinter steht. [Review lesen]

27.04.2017 16:27 - Devil: To The Gallows (2017)

8.0 / 10
Es ist mal wieder so weit. Eine der derzeit vermutlich authentischsten Bands der Welt, DEVIL, sind wieder da. Nach dem überragenden Erstling und dem etwas doomigeren und garstig produzierten Nachfolger, der mich nach wie vor etwas im Zwiespalt lässt, haben wir nun nach 4 Jahren den dritten und von meiner Seite lang ersehnten Longplayer "To The Gallows". Wie auch bei "Gather The Sinners" haben uns die Norweger vor ab mit Liedgut in Form des Openers und Titelgebers 'To The Gallows' sowie dem Rausschmeißer "Cemetary Still" angefüttert. Was als allererstes auffiel, war eine deutlich druckvollere und professionellere Produktion als auf den Vorgängern. Dabei hat man sich von Album zu Album stetig etwas weiter entwickelt. Während man, wie ich jetzt weiß, den Stoff vom ersten Album komplett in Eigenregie mit Hilfe eines alten Computers im Proberaum aufgenommen, gemixt und gemastert hat und dabei eine unglaubliche Athmosphäre erzeugen konnte (Zitat: "On TTR we did EVERYTHING in the rehearsal room with the help of an old PC and our own equipment") Nahm man auf GTS Schlagzeug und Bass bereits in einem Tonstudio auf und zwar mit meiner Meinung nach ernüchterndem Ergebnis. Das widerum muss aber nichts mit dem Vorgang des Aufnehmens zu tun haben. Beim Schlagzeug wurde, wie ich finde, einfach nur der Mix verrissen. Auf dem nun hier vorligenden Album hat man offensichtlich, wie auch in den credits zu lesen ist, die Aufnahmen komplett in einem Tonstudio vollzogen. Die Produktion klingt im Endeffekt unheimlich druckvoll, frisch und hat trotzdem einen gewaltigen 80er Jahre Touch. Musikalisch hat sich natürlich wenig verändert. Nach wie vor bekommt man straighten Heavy Metal mit der markanten Stimme von Joakim Trangsrud geboten. Allerdings steht der Doomfaktor, mit dem man auf dem Vorgänger zu Werke gegangen ist nicht mehr ganz so im Vordergrund. dafür gibts dieses Mal etwas mehr New Wave of British Heavy Metal Elemente. Die Songs sind insgesamt etwas zackiger und der Gesang fällt bisweilen etwas melodischer aus und das steht der Band meines Erachtens bestens! Ronny Østli, seines Zeichens Schlagzeuger der Band und, wenn ich richtig informiert bin, eigentlich gelernter Gitarrist, macht zunehmend eine gute Figur. Und da kommen wir auch zu einem unheimlich wichtigen Punkt, der diese Band so besonders macht. Ich denke, die Musiker, die sich unter dem Namen DEVIL vereinen, sind allesamt keine virtuosen Spezialisten auf ihrem Gebiet. Dabei übertreibe ich bei dieser Bezeichnung vollkommen bewusst und absichtlich, weil ich ihre Fähigkeiten an ihren Instrumenten in keinster Weise herabwürdigen möchte. Es wedren eben keine anspruchsvollen Soli gespielt, das ein oder andere Schlagzeug-Fill-In holpert mal ein wenig und wenn Joakim Trangsrud und Thomas Ljosåk den Refrain im Duett singen, dann setzt der eine eben auch mal etwas später ein als der andere. Daraus macht die Band aber keinen Hehl, weil es einfach zur Musik dazu gehört. Da könnte wieder einer kommen und sagen, dass sei alles so gewollt, da versucht die Band krampfhaft so authentisch wie möglich zu sein...Alles Bockmist. DEVIL müssen überhaupt nicht versuchen, authentisch zu sein. Die haben das Glück die pure Authentizität sozusagen gepachtet zu haben. Ein weiteres Zitat möchte ich an dieser Stelle bringen. Es stammt aus einem MS Review zum Debut: "Um wirklich zu überzeugen, fehlt es DEVIL aber am Mut zur Innovation und dem Willen zur Originalität." Wer sagt, das die Band ihr Debut nicht in einem professionellen, modernen Tonstudio aufgenommen hätte, wenn eine Plattenfirma den Studioaufenthalt bezahlt hätte? Wer sagt, dass es nicht Mut gekostet hat, das Album komplett in Eigenregie unter erschwerten Bedingungen aufzunehmen und anschließend zu veröffentlichen (ich nicht, die Aufnahmen haben bestimmt unheimlichen Spaß gemacht)? Zumindes, was den Anspruch auf Mut zur Innovation angeht, sollte der Rezensent von damals auf "To The Gallows" zufriedengestellt worden sein. Was den Wille zur Originalität angeht, so ist dies in meinen Augen nur belangloses Gefasel aus dem Mund von irgendjemand. Man kann nicht original sein wollen. Man ist es oder man ist es nicht. DEVIL sind so original, als nur möglich. Man spielt die Musik, die man gerne hört. Dem kann man keinen Vorwurf machen. Allerdings hat die Band seit ihrer Gründung ja nun auch mehrfach gezeigt, dass man durchaus variabel im Songwriting ist, ohne an Wiedererkennungswert, den die Band zweifelsohne besitzt, zu verlieren. Ich erinnere mich, wie Matthias Herr in seinem Heavy Metal Lexikon Band 1 JUDAS PRIEST sinngemäß vorwarf auf "Sad Wings Of Destiny" bei BLACK SABBATH plagiiert zu haben. Man habe erst auf "Sin After SIn" einen eigenen Stil gefunden. Vielleicht hatter er recht. Vielleicht war es auch nur das Gefasel irgendeines Mannes in irgendeinem Buch (das ich zufällig mehrfach gelesen habe). Fakt ist, dass heute keine Metal Band auch nur ansatzweise so "original" sein kann wie eine Heavy Metal Band mitte der 70er oder eine Thrash Metal Band Mitte der 80er oder eine Black Metal Band Mitte der 90er, oder eine........Es gab eben schon alles. Außer vielleicht eine Metal Band bestehend aus Kleinwüchsigen, die auf KinderInstrumenten spielen. Wobei der Wille zur Originalität einzig und allein darin bestehen würde, eine Band zu gründen und Metal zu spielen oder so. Nun ja. Als Anspieltips möchte ich gerne den genialen Opener 'To The Gallows', das drückende 'Trenches' (das mich im Rafrain immer an irgendeinen NAZARETH Song erinnert), das doomige 'David And Goliath' (packender Refrain!), und das großartige 'Cemetary Still' stehen lassen. Einen persönlichen Komplettausfall gibt es leider auch. 'Regulators' mit dem im Ergebnis etwas unglücklich gewordenen zweistimmigen Gesang in der Strophe lässt mich immer etwas sauer aufstoßen. Dafür ist das restliche Material gut. Fazit: Wer ebenso große Sympathien für die Band empfindet, wie ich es tue, hat den dritten Langspieler vermutlich schon im Regal stehen oder aber wird ihn sich in nächster Zeit zweifellos noch zulegen. Daher sollen sich wie auch beim Debut Fans von PENTAGRAM, BLACK SABBATH, der NWoBHM oder schlicht und ergreifend schnörkellosem Heavy Metal besonders angesprochen fühlen, wenn ich sage: bei diesem Werk (Bei dieser Band) könnt ihr nichts falsch machen. Daher fällt die Bewertung für diese Platte nun auch wieder etwas besser aus. Ein glückliches Händchen, wie man es auf "Time To Repent" in allen Belangen hatte, hat man vermutlich nur einmal. Daher wird der Erstling für mich für alle Ewigkeit das non plus ultra im Hause DEVIL darstellen. Trotzdem ist TTG ain starkes Album geworden und trotzdem werden sich Devil weiterhin im Untergrund tummeln, mit einer kleinen aber treuen Fanschar im Nacken.Im Sinne von "Your bravest man will fight till the end" oder auch your truest fans will stay till the end [Review lesen]

08.01.2017 21:36 - Thor: Unchained (1983)

8.0 / 10
Wer sich über kurz oder lang etwas intensiver mit der Heavy Metal Kultur der 80er beschäftigt, kommt an Jon Mikl Thor nicht vorbei? Kürzlich hätte ich diese Aussage lächeld abgetan, denn vor Erscheinen der sensationellen Dokumentation "I Am THOR" konnte ich besagten Namen nicht zuordnen und hatte mich somit auch noch nicht mit seiner Musik beschäftigt. Wie ich jetzt weiß, hat der Kanadier mit Österreichischen Wurzeln seinem Vorbild Arnold Schwarzenegger nachgeeifert und in den 70er Jahren eine beeindruckende Bodybuilderkarriere hin gelegt. Später trat er in diversen Fernsehshows auf und führte diverse Kunststückchen vor. Dazu gehörten etwa das Aufblasen einer Wärmflasche, bis diese platzte oder aber das Zerbiegen von Metallstangen mit Hilfe seiner Zähne. Diese Showelemente verwendete er später auch bei seinen Auftritten. Irgendwo dazwischen legte er sich wohl dann dieses THOR Image mit Hammer und Umhang zu. Nach einigen nicht von Erfolg gekrönten Versuchen musikalisch Fuß zu fassen, erschien dann 1977 mit der schlicht THOR betitelten Band dessen Debut, welches auf den Namen 'Keep The Dogs Away' hörte und hauptsächlich langweiligen Hard Rock zu bieten hatte. Besonders gut scheint sich auch dieses Kunstwerk nicht verkauft zu haben, denn zwischen dieser Platte und der, die hier eigentlich vorgestellt werden soll, mussten ganze 6 Jahre ins Land ziehen. Mag sein, dass er mit 'Keep The Dogs Away' 10 Jahre zu spät war, mit der hier vorliegenden 'Unchained' traf er jedenfalls den Nerv der Zeit. 1983 begannnen nicht nur die harten und schnellen, Poser wie Jon Mikl Thor verachtenden Thrasher wie Pilze aus dem Boden zu schießen, sondern auch Bands, die man später dem Glam, Hair, Pop oder gar Poser Metal zuordnete. MÖTLEY CRÜE, RATT, DOKKEN und wie sie alle hießen sollten später groß raus kommen. Und die auf der 'Unchained' enthaltenen Stücke passten ganz gut zum restlichen straighten Heavy Metal jener Tage. Titel wie "Lightning Strikes", "Anger" oder "Rock The City" gehen sofort ins Ohr und haben dank der simplen Riffs und markannter Hooklines einen Hohen Wiedererkennungswert. Das mit dem muskelbepacktem Krieger versehene Coverartwork, als auch die bereits erwähnten ausgefallenen, sehr unterhaltsamen Shows, in denen auch leicht bekleidete Tänzerinnen und Kleinwüchsige eingesetzt wurden, die dem Helden hin wieder ein Schwert reichten, um mit dem Hammer zu tauschen und umgekehrt, sorgten beim leicht zu beeindruckenden amerikanischen Publikum sicher ebenfalls für viel Anklang. Mit "When Gods Collide" ist noch ein weiterer Hit mit drauf, der neben "Rock The City" auch auf dem 2 Jahre später erschienenen Full Lengh "Only The Strong" erscheinen sollte. EIn Langweiler hat sich natürlich auch drauf geschlichen: die ätzende Ballade "Lazer Eyes"...mehr gibt es aber nicht zu bemängeln. Das abschließende "Death March" macht seinem Namen alle Ehre, ein herrlich stampfendes Instrumental mit tollen Soli. Bis auf die Vorliebe fürs Bodybuilding, die er mit Eric Adams teilte, hatten THOR und MANOWAR, obwohl überall gerne behauptet, übrigens rein gar nichts gemeinsam. Die Krieger von nebenan waren zu der Zeit noch kompromisslos, schrieben blutrünstige Texte, hatten einen begnadeten Sänger und die Musik war um einiges härter... Bis vor kurzem wäre man sicherlich nur schlecht an diese kultige EP ran gekommen. Mittlerweile gibt es, zumindest als US Import, einen herrlich aufgemachten Digi Pack mit allerhand Bonustracks (unter anderem die 82er 'Lightning Strikes' EP, die in keiner offiziellen Discographie vermerkt ist und auch aufgrund der rauhen Produktion und der nahezu identischen Songs so etwas wie ein Demo zur EP gewesen zu sein schien). Leider ist die akkustische Qualität unter aller Sau. Die Titel klingen verdächtig nach mittelmäßiger mp3 Qualität, was vermuten lässt, das Deadline Music nicht die Rechte an den originalen Tapes bekommen hat, oder aber solche nicht mehr existieren...schade. Aber aufgrund der tollen Aufmachung, der vielen Bonustracks und einer zusätzlichen DVD sollte man sich das Teil, ohne zu zögern, über den Teich schiffen lassen. Es lohnt sich! Für die eigentliche 6 Track EP kann ich leider nicht mehr als 8 Punkte vergeben, da auch die guten Songs für meinen Geschmack noch ein bisschen zu poppig sind. Auf dem folgenden 'Only The Strong' legte Herr THOR dann aber noch eine Schippe drauf. [Review lesen]

04.01.2017 14:03 - Nasty Savage: Nasty Savage (1985)

8.5 / 10
"The Thrash Classics finally available again - For the first time on limited Digi-CD" - so der glänzende Sticker auf den hübsch gestalteten Re-releases der ersten beiden NASTY SAVAGE Alben. Sehr nice, denke ich mir. Gekauft! Wer jetzt beim selbstbetitelten Debut der Mannen um Fronter und Hobby Wrestler Nasty Ronnie jedoch ein Thrash Outfit der Marke SLAYER, EXODUS oder DARK ANGEL jener Tage erwartet, der könnte enttäuscht werden. Denn tatsächlich handelt es sich bei diesem Kultwerk um ein lupenreines Power Metal Album, maximal mit gelegentlichen Speed Metal Ausflügen. Das ist aber überhaupt nicht schlimm, denn wer offen gegenüber 80er US Metal steht, der sollte mit dem Erstling dieser Truppe seine pure Freude haben. Stampfende Riffs untermalt von mächtigen Doublebass-Attacken verpackt in einer druckvollen Produktion, wie sie für ein Debut dieser Zeit nicht besser hätte sein können, kennzeichnen die Musik auf 'Nasty Savage'. Hinzu kommt der agressive Gesang Nasty Ronnies, der immer wieder seine sirenenhaften Screams auspackt. Rein musikalisch (vor allem produktionstechnisch) würde ich das Album mit AGENT STEELS 'Unstopable Force' vergleichen. Aber eigentlich war die Musik dieser Truppe schon immer recht eigenwillig, was sich auf den Folgewerken noch deutlicher zeigen sollte...Fans des härteren US power Metals können hier jedenfalls bedenkenlos zuschlagen. Als Anspieltips möchte ich gerne ''No Sympathy", "Gladiator", das agressive "Metal Knights" als auch das athmosphärisch doomig beginnende "The Morgue" stehen lassen. Auch der auf den CD Versionen seit jeher existierende Bonus Track "End Of Time" soll in diesem Zusammenhang genannt werden. Die anderen Tracks sind ebenfalls gut bis Durchschnitt, wirklich schwache Tracks gibt es allerdings nicht. --> Daher bei Sichtung: Zugreifen! [Review lesen]

23.07.2016 16:07 - Agent Steel: Unstoppable Force (1987)

8.5 / 10
Bei AGENT STEELS zweiten Full Lengh Streich gab es sicher einmal eine Zeit, in der ich das Album wesentlich schlechter hätte abschneiden lassen. Es war damals mein erster Tonträger der Band und ich erinnere mich, wie enttäuscht ich nach den ersten Durchläufen war, denn man hatte mir ein vorzügliches Speed Metal Outfit versprochen. Und das bekommt der "Unstoppable Force" Hörer leider nur bedingt zu hören, nämlich im herrasusragenden Opener (und Titelsong gleichermaßen) und dem Song 'Indestructive' der im Chorus etwas zackiger wird. Das wars leider schon. Meine Güte, was hab ich mich geärgert, dabei ist das Album tatsächlich ein sehr gutes (wenn auch kein Speed Metal, dafür aber) Power Metal Teil der 80er. Denn hinter Titeln wie 'Never Surrender', 'Rager' (LEGENDÄR) , 'Chosen To Stay' und 'Nothing Left' verbergen sich knüppelharte Powergranaten, die durch die etwas druckvollere Produktion (Im Vergleich zu den Vorgängern) ordentlich zur Geltung kommen. Was übrig bleibt, ist die Ballade (WÜRG) 'Traveler' und der Langweiler 'Still Searchin'' in der zwar des Meisters zig Oktaven umfassende Stimme wieder schön anzuhören ist...naja, mehr aber leider auch nicht (ätzender Chorus). Ach ja, dann gibt es ja noch das phänomenale Instrumental 'The Day At Guyana', welches man bereits auf "Mad Locust Rising" als Outro kurz angespielt hatte. Unbedingt erwähnt werden, sollte das herrausragende Cover Artwork, dass alleine schon durch das schön gestaltete Bandlogo zum Kunstwerk wird. Zu sehen ist scheinbar eine Invasion der Erde durch eine fremde Zivilisation (unaufhaltbare Macht), dargestellt durch zahlreiche Laserstrahlen die (vermutlich) auf die Erdoberfläche einwirken. Matthias Herr formulierte im ersten Band seiner berüchtigten Heavy Metal Lexika Reihe treffend: "Rückblickend ein großartiges Album, bei dem seinerzeit jedoch zurecht das fehlen jener Höchsgeschwindigkeit störte, welche gepaart mit starker Melodieführung beim Erstling so begeisterte. Dafür war nun mit "Traveler" die scheinbar unvermeidliche Ballade an Bord." Diese zwei Sätze sagen mehr aus, als alles Gefasel so mancher stümperhafter Möchtgernjournalisten oder so mancher Möchtegernrezensenten (wie mir). Wers also etwas schneller mag, dem möchte ich das vorzügliche Debut "Sceptics Apocalypse" sowie die EP "Mad Locust Rising" ans Herz legen. Auch das Comeback "Omega Conspiracy" und dessen Nachfolger "Order of Iluminati" darf jeder Speed / Thrash Fan bedenkenlos in seine Sammlung aufnehmen. [Review lesen]

20.07.2016 14:34 - Tyrant: Live And Crazy (1990)

7.0 / 10
Ein Live Album zu veröffentlichen gehörte für so manch eine deutsche Metal Band der 80er zum guten Ton. Da gab es Alben wie "World Wide Live" (85, SCORPIONS), "Ready For Boarding" (88, RUNNING WILD), "Live Without Sence" (89, DESTRUCTION), "Staying A Life" (90, ACCEPT) und eben auch das hier vorliegende "Live And Cracy", einer gestandenen Power/Speed Metal Band, die seiner Zeit 4 hochklassige Alben veröfentlichte. Über Sinn und Notwendigkeit solcher Veröffentlichung kann man sich ja immer streiten. Wer sich nicht zu den Die Hard Fans der Band zählt, der braucht diese Live Platte definitiv NICHT. Die Produktion ist durchschnittlich, das Publikum scheint ein Overdub zu sein und rückblickend muss man sich sogar die Frage stellen, ob es sich denn überhaupt um ein Live recording vor Publikum handelt, obwohl es ja auf der Ruling The World Tour mitgeschnitten worden sein soll. Anyway, interessiert heute keinen mehr. Wer die Band mag und sich gerne auch die Live Songs reinziehen möchte, muss nicht zum mittlerweile überteuerten und raren Original greifen. Alle 4 Alben gibt es remastered als Rerelease für wenig Geld zu erstehen und auf den Alben "Mean Machine", "Running Hot" sowie "Ruling The World" sind jeweils 2 bis 4 Bonus Tracks enthalten, die, wer hätte es gedacht, in richtiger Reihenfolge geordnet das Album "Live And Cracy" ergeben. Mensch, da muss ich mir das Ding ja gar nicht mehr bei ebay holen...fetzt. Und es gibt sogar drei Songs zu bestaunen, die auf keinem regulären Album zu finden sind, nämlich die Rock'N'Roll Nummer 'Let's Dance', den Opener 'I'm Crazy' der im Übrigen von einem genialen Intro eingeleitet wird, das dem einen oder anderen aus dem Soundtrack von "Dune - der Wüstenplanet" bekannt sein sollte (letzte Minute des Tracks 'Big Battle') und dem Stampfer 'Steamhammer'. Diese drei Titel sind übrigens allesamt Bonustracks des letzten Full Lengh "Ruling The World". Leider hat es kein Song des fabelhaften "Fight For Your Life" Album auf die Live Platte gebracht...sehr ärgerlich. Also wirklich empfehlen kann ich das Teil heute niemanden mehr. Das soll aber nicht heißen, dass ich die Platte als schlecht empfinde, das ist sie nämlich beileibe nicht. Wer die genannten Rereleases der Alben besitzt und noch nicht bemerkt hat, wo die Bonustracks her sind, dem wünsche ich viel Spaß am Rechner beim sortieren und anhören. [Review lesen]

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