gravedancer

gravedancer
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Bewertungen: 418 Reviews: 156
Genres: Metal
Bewertungsverteilung von gravedancer
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
1 1 0 1 0 2 4 4 2 7 7 7 16 29 15 64 69 104 51 34

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3.0: 1.9230769230769% (2x)

3.5: 3.8461538461538% (4x)

4.0: 3.8461538461538% (4x)

4.5: 1.9230769230769% (2x)

5.0: 6.7307692307692% (7x)

5.5: 6.7307692307692% (7x)

6.0: 6.7307692307692% (7x)

6.5: 15.384615384615% (16x)

7.0: 27.884615384615% (29x)

7.5: 14.423076923077% (15x)

8.0: 61.538461538462% (64x)

8.5: 66.346153846154% (69x)

9.0: 100% (104x)

9.5: 49.038461538462% (51x)

10.0: 32.692307692308% (34x)

Die letzten Bewertungen
3.5 für Body Count: Murder 4 Hire (2006) (07.10.2020 20:12)
5.0 für Testament: Practice What You Preach (1989) (01.09.2020 15:36)
7.5 für Alice In Chains: Facelift (1990) (12.07.2020 12:19)
7.0 für Alice In Chains: Dirt (1992) (12.07.2020 12:18)
6.5 für Alice In Chains: Alice In Chains (1995) (12.07.2020 12:17)
8.0 für Grave Digger: Return Of The Reaper (2014) (14.06.2020 12:38)
5.5 für Grave Digger: Clash Of The Gods (2012) (04.06.2020 17:22)
6.5 für Grave Digger: Healed By Metal (2017) (04.06.2020 15:49)
4.5 für Grave Digger: Living Dead, The (2018) (04.06.2020 12:29)
Insgesamt 418 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

07.10.2020 20:12 - Body Count: Murder 4 Hire (2006)

3.5 / 10
Zugegeben, ich habe recht spät zu dieser Band gefunden. 'Bloodlust' war es, gerade einmal 3 1/2 Jahre her, dass mich eiskalt erwischte...druckvolle Gitarren, hier und da mit Höchstgeschwindigkeit gespielt, machten mich schnell zum Fan. Vor allem Ice T empfand ich als Ermittler bei Law and Order schon immer als Sympathieträger (ja ja, lacht nur lol), hatte er da sein Gangster Image freilich längst abgelegt. Denn jetzt, wo er ein alter Mann ist, kann er sagen: "Seht, einst war ich auch ein böser schwarzer Junge, der vom Cop killen brüllte, aber nun bin ich alt und weise und habe aus meinen Fehlern der Jugend gelernt und singe über die Missstände dieser kaputten Welt". Recht so, mir egal. Der gesamte Backkatalog folgte und ich stellte fest, dass jedes Album seine Höhepunkte hat. Nur 'Murder 4 Hire' fehlte noch. Längst vergriffen wird das Teil auf Ebay, wenn überhaupt einmal gesichtet, zu horrenden Preisen gehandelt. Doch nicht etwa weil es so gut ist... Die Höhepunkte aus diesem Teil herauszupicken fällt mir sichtlich schwer...ein Durchlauf reicht um genug Minuspunkte aufzuzählen, die das Teil direkt unten durch fallen lassen. Und die haben alle mit der Produktion der Platte zu tun. Die hat nämlich scheinbar niemals stattgefunden. Ganz im Vordergrund setzt sich neben Herrn "T"s Gesang nur ein unsäglich lästiger Drumcomputer fest. Das Ding mag vielleicht bewusst billig programmiert worden sein. Punkt. Das allein würde ja verschmerzlich sein, wenn da noch 2 fette Gitarren rechts und links wären, die die sterilen Trommeln erträglich machten. Dem ist aber nicht so...Die Gitarre ist zwar da aber irgendwie steht Ernie wohl mit seinem kleinen 50 Watt Amp100 Meter hinter der Bühne. Na da hört man den kleinen Mann natürlich nicht mehr. Tja was habt ihr euch nun dabei gedacht. Bei so einem Mist brauchen wir wahrlich kein Re-release dieses Meisterwerks mehr. Ein Paar Songs, drei an der Zahl, immerhin, picke ich dennoch heraus. Allen voran "Mr. C's Theme". Der Rausschmeißer ist ein Instrumental, mit dem man sich bei Ernie scheinbar entschuldigen wollte, ob der bis zur Unkenntlichkeit heruntergedrehten Lautstärke seiner Klampfe auf dem Rest des Albums. Die cleane Gitarre hört man dieses mal laut und deutlich und da der Mann ja wirklich auch spielen kann, höre ich ihm in diesem Song am liebsten zu. Ansonsten möchte ich noch den Opener "Invincible Gangsta" und den Titelsong herausheben, die mit etwas Wiedererkennungswert punkten. Durch die mega arschige Produktion sind die Dinger aber leider nicht wirklich gut sondern maximal erträglicher als der Rest. Achja hervorheben möchte ich noch das Cover Artwork, welches, wie ich finde, besser ist als alle anderen davor und danach. Aber das ist ja auch Geschmackssache und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Über zu leise Gitarren und billige Drumcomputer jedoch beileibe schon. [Review lesen]

01.09.2020 15:36 - Testament: Practice What You Preach (1989)

5.0 / 10
Testament ist heutzutage eine der beständigsten und, ich denke man kann durchaus sagen, besten Thrash Bands, die es gibt. Die Frühphase der Band kann ich leider nur bedingt feiern. Zwar sind die beiden esten Werke gespickt mit großartigen Songs, leider hatten beide, allen voran natürlich das Debut, unterirdische Produktionen, weshalb ich mir auch diese Alben nur selten gebe. Der Umstand mit der Produktion änderte sich mit dem hier vorliegenden Output "Practice what you preach". Leider änderte sich noch etwas ganz gewaltig, der Stil. Der harte Thrash, den man auf den beiden Vorgängern gespielt hatte, wich einer Art Heavy Metal mit gelegentlichen Thrash Einlagen, ähnlich wie das, was man erst '91 von METALLICA zu hören bekam. Und das muss man den TESTAMENTern ja lassen: man kann ihnen nicht vorwerfen, Sie hätten es METALLICA gleich getan, es sei denn, dies war ein ganz kläglicher Versuch "...And justice for all" nachzuahmen. Sei es wie es war, hier ist jede Aggressivität verloren gegangen. Der musikalische Inhalt wirkt anbiedernd bewusst radiotauglich zusammengezimmert. Natürlich wurden auch 3 Musik-Videos gedreht, um auf MTV ordentlich Werbung machen zu können (eins mehr, als bei "the New Order"). So oft ich mir die Scheibe auch anhöre, es bleibt nahezu nichts hängen. Riffs, Gesang, Refrains, Soli, alles irgendwie arschlangweilig. Da gab es seinerzeit einfach viel zu viele Bands, die im US Metal Sektor Besseres ablieferten, denn mit Thrash hatte das hier gewiss wenig zu tun. Und der war ja noch lange nicht tot, auch wenn dieses Album den Anschein macht. Unter den ersten 4 Songs ist kein einziger dabei, den ich empfehlen könnte, weichgespülter Mist, nicht mal eine halbwegs ordentliche Hookline, gar nichts. Erst mit 'Blessed in Contempt' bekommt man das erste mal einen vernünftigen Uptempokracher, der dank gehobener Geschwindigkeit und etwas mehr Power in Billys Gesang an die beiden vorangegangenen Alben erinenrt. Ansonsten hat auch die B-Seite nur wenige wirkliche Höhepunkte, am nächsten kommt dem wohl sogar die Ballade, die etwas aus dem Einheitsbrei heraus sticht. Auch das kurze und knackige 'Nightmare' bleibt mir durchaus gut in Erinnerung. Das war es dann leider. Das beste am ganzen Album ist bis heute das Bandlogo geblieben, weshalb ich das Teil dann doch mal für nen 5er mitgehen ließ. [Review lesen]

14.06.2020 12:38 - Grave Digger: Return Of The Reaper (2014)

8.0 / 10
Grave Digger kamen damals nach dem "Tunes Of War" Vol. 2 und der Griechenland Doku "Clash of The Gods" erneut mit einem Album zurück, welches ohne ein lyrisches Konzept auskam. Dabei zeigte die Vergangenheit, dass es Herrn Boltendahl leichter zu fallen schien, Texte zu schreiben, wenn ihm ein bestimmtes Thema dabei ein paar Vorlagen bereitstellte. Das 5 Jahre zuvor erschienene "Ballads Of A hangman" bewies aber, dass es auch ohne ging. Und ähnlich wie damals prahlte man auch auch hier, dass man mal wieder zu seinen Wurzeln zurückkehren würde und ein schnelles, hartes Album abliefern wolle. Bei dem Ballads Album gab ich ihnen recht, das war gut und zählt bis heute noch zum besten, was die Herren um Herrn Boltendahl in den 2000ern verbrochen haben. Eingeläutet wird das 2014 erschienene Werk etwas plump mit dem obligatorischen H.P. Katzenburg Intro, dieses Mal der klassische Beerdigungs Marsch, den jeder schon einmal gehört hat. Klar, der Reaper ist ja zurück und er kommt mit seiner traditionellen Eingangsmusik. Und so heißt der Titelsong nicht 'The Reaper is back' sondern 'Hells Funeral' und beginnt schon mal ordentlich, schnell und kompromisslos. Guter Beginn. 'War God' macht dort gleich weiter und ballert amtlich, sodass ich mir dachte: Ja Mann, geht doch! Im folgenden hat man versucht mit 'Tattooed Rider' einen Midtempostampfer ála 'The Gravedancer' zu komponieren. Dies ist bisweilen auch ganz gut gelungen, allerdings ist der Text doch wirklich auf einem Fünfte-Klasse-Niveau... "ich bin ein tätovierter Motorradfahrer direkt aus der Hölle, ein Gesetzesbrecher, ein Draufgänger, ein Unruhestifter, gejagd wie eine Spinne?!" Was zur Hölle?! Gut, den Text können die 10 Jährigen Konzertbesucher genau so mitgröhlen, wie deren 70 jährige Urgroßväter und da sich GRAVE DIGGER Konzertgänger etwa genau in diesem Spektrum befinden, lassen wir das mal durchgehen. Ähnlich gehts auch bei 'Road Rage Killer' zu. Double Bass Geballer, hartes Riffing und es wird offenbart, dass der tätowierte Motorradfahrer nicht nur ein Tunichtgut ist, sondern ein Straßenraudi der übelsten Sorte, der über Leichen geht und auch vor Fahrerflucht nicht zurückschreckt. 'Satan's Host' ist auch so n Teil. Geht schön ab. Wurde textlich auch schon auseinandergenommen...klar, das ging in Ordnung, bis der olle Bolle dann plötzlich "Suck My Dick" raushaut....NEIIIN, hat er nicht gesagt!!! du traust dich was! Naja ich seh es nicht so schlimm, wie man mittlerweile mitbekommen hat, sollen hier wieder sämtliche Rock'N'Roll Klischees bis zum bitteren Edne ausgereizt werden. Erwähnen möchte ich auch 'Death Smiles At All Of Us'. Der Titel wird zwar erst im Refrain gut, aber da macht er mir immer Spaß. Neben durchschnittlichen, also keineswegs schlechten Titeln wie 'Grave Desecrator' und 'Dia de los Muertos' haben sich auch ein paar Langweiler mit eingereiht. 'Ressurection Day' geht zwar schön ab, bleibt aber nicht besonders gut hängen. 'Season Of The Witch' auf der anderen Seite ist schwer im Sinne von heavy, erinnert ein wenig an 'The House' lässt im Chorus aber deutlich nach und fetzt nicht wirklich. Natürlich muss auch mal wieder die obligatorische Ballade mit drauf. 'Nothing To Believe' reiht sich im mittlerweile ganz ordentlich angewachsenen Balladensemmelsurium dabei leider ganz hinten ein und wird von mir hier eindeutig zum Filler deklassiert. Wer sich wie ich für eine der Special Editions entschieden hat, wird noch mit einer Bonus CD beglückt, auf der neben ein paar Live Mitschnitten UNPLUGGED! bekannter Klassiker auch noch 2 Stücke aus dem Aufnahmesessions zum Album enthalten sind. Die komplette CD ist für micht nicht weiter von Bedeutung, geht als Bonus aber natürlich völlig in Ordnung Im Gegenteil zu manch anderem fallen mir die recht kurzen Spielzeiten nicht negativ auf. Wieso alles immer ständig unnötig in die Länge ziehe? Ohne Umwege auf den Punkt kommen, sagen, was man zu sagen hat und schluss! Völlig in Ordnung. Die Produktion fällt im Gegensatz zum Vorgänger, bei dem mir vor allem die schlecht produzierte Gitarre auffiel, sehr druckvoll aus und passt zum Songmaterial wie die Faust auf's Auge. Das Cover im Übrigen erinnert schon recht stark an die "Death On The Road" von IRON MAIDEN aus dem Jahre 2005. Ein Komentar auf der Facebookseite von GRAVE DIGGER, der die beiden Coverartworks gegenüberstellte, wurde übrigens umgehend gelöscht. Ein Umstand, der einmal mehr für die Kritikresistenz eines selbsternannten Metal Gottes steht. Alles in Allem also wieder einmal ein durchaus gelungenes Werk mit vielen Eigenheiten. Druckvoll produziert, viele coole Nummern, wenige Ausfälle. für mich nicht nur bis dato, sondern bis heute bestes Werk unter Mitsongwriter Ritt. Denn trotz vieler textlicher Lachnummern, kann man sich das Teil durchgehend anhören und die Musikalische Umsetzung ist wirklich größtenteils geglückt. [Review lesen]

04.06.2020 17:22 - Grave Digger: Clash Of The Gods (2012)

5.5 / 10
Kennt Ihr diese Cover Artworks, bei deren Betrachtung man sich fragt: "Was möchte mir der Künstler damit sagen?" Nehmen wir doch dieses hier! Das 15. Meisterwerk der Band GRAVE DIGGER (bzw. 16. mit der DIGGER Scheibe) ziert das bekannte Band Maskottchen, der REAPER. Komischer Weise besteht dessen eigentlich schütteres Haupthaar aus einem vollem Schlangen-Toupet. Dabei stellt sich mir die Frage, ob sich der Reaper nun als transsexuell outet? Oder ist der Sensenmann in Wahrheit eine Sensenfrau? Oder handelt es sich hierbei etwa gar nicht um den Reaper, sondern um die sterblichen Übberreste der Gorgone Medusa, der auf dem Album, welches offenkundig die griechische Mythologie behandelt, ein ganzer Song gewidmet wurde? Wäre möglich, denn diese soll als Einzige neben ihren 2 Schwestern eine sterbliche Natur besessen haben. Vielleicht ist es aber auch nur ein plumper Versuch, das Bandmaskottchen auf der einen Seite mit dem lyrischen Thema des Albums auf der Anderen zusammenzuführen. Ich tippe auf Letzteres. Wie dem auch sei, die zweite Langrille mit dem damals "neuen" Gitarristen Axel "Saladfinger" Ritt bleibt mir bis heute nur mäßig in Erinnerung. Ich würde sie wohl zu den für mich schlechtesten Full Lengh Veröffentlichungen der Band zählen. Nach einem ungewohnten, weil auf deutsch vom IN EXTREMO Frontmann gesprochenem Intro, gehts mit "God Of Terror" erst einmal gewohnt laut und hart los. Dieser Track ist so gut, wie man es seiner Zeit von GRAVE DIGGER eigentlich noch gewöhnt war und lässt erst einmal alle Zweifel verschwinden, dass sich die Band mit dem Thema der griechischen Mythologie vielleicht etwas vergriffen haben könnten. Auch das folgende "Hell Dog" kommt mit einem fetzigen Riff daher und überzeugt von vorn bis hinten. Nun kommt endlich der "Cover"Track "Medusa", in dem recht nett umschrieben wird, wie Diese zur vollen Schlangendauerwelle gekommen ist. Auch dieser Track ist gelungen und ich frage mich, wieso ich mir das Album so selten angehört habe? Beim Durchklicken der Folgesongs fällt es mir wieder ein. Ähnlich wie beim Vorgänger, auf dem mich die ersten Songs durchweg überzeugen konnten, musste ich leider einen deutlichen Qualitätsabfall verzeichnen. Und so plätschern "Clash Of The Gods", "Death Angel And The Grave Digger", "Walls Of Sorrow", das schleppende "Call Of The Sirens" (erinnert im Chorus doch zu sehr an "Dark Of The Sun") und auch das wieder etwas straightere "Warriors Of Revenge" einfach nur durch, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Bevor das Album ausgeläutet wird, folgt ein eigentlich nicht erwähnesnwertes Instrumental Stück, welches in das immernoch bekannte und live gespielte "Home At Last" mündet. Dieser Track ist mir vermutlich ob der Live Präsenz und freilich auch aufgrund des sehr eingängigen Rafrains als Einziger wirklich dauerhaft im Gedächtnis geblieben. Dabei mag ich das Stück mit diesem AMIGOS-Gedenk-Chorus eigentlich gar nich mal so sehr... Zusätzlich bekommt man noch 2 Bonus Tracks. Und es scheint auch wirklich eine Jewel Case Version zu geben, auf der diese beiden Titel nicht enthalten sind. Zum einen hätten wir da "Saints Of The Broken Souls", das mit teilweise griechisch anmutenden Akkustikgitarren ein wenig griechisches Flair versprühen soll. Langweilig. Dann kommt noch einmal "Home At last" mit deutschem Text...Mag eine nette Idee sein, fällt für mich aber eher in die Rubrik "Wer's braucht". Eine Cover Version hätte mir besser gefallen. Aber als Bonus Track sollen diese beiden Titel nicht mit in die Wertung eingehen. Alles in Allem also ein mehr als durchwachsenes Album, bei dem die wenigen Höhepunkte das Gros an mittelmäßigen Songs leider nicht aufwerten können. Und es ist umso ärgerlicher, wein ein Album so stark beginnt, siehe 'The Clans Will rise Again', aber dann so abrupt nachlässt. Hinzu kommt noch eine Produktion, bei der Ritt's Gitarre so einen seltsam verwaschenen Klang abbekommen hat. Bleiben unterm Strich also 3 bis 4 gute Nummern (ja, selbst "Home At Last" hat seine Momente und läuft immer mal wieder) von insgesamt 9 vollwertigen Songs, eine fraglich produzierte Rhytmusgitarre und ein schlecht gealtertes Cover Artwork. Und ich lasse mich einmal mehr zu einer doch noch recht gut gemeinten Bewertung hinreißen. [Review lesen]

04.06.2020 15:49 - Grave Digger: Healed By Metal (2017)

6.5 / 10
"Healed By Metal" ist der nunmehr 5. Longplayer, den Berufs-Veganer Axel Ritt eingespielt hat. Gewöhnt habe ich mich an den durchaus unsympathischen Saitenhexer bis heute nicht. Obwohl der Mann ein exzellenter Rhytmusgitarrist ist, dreht sich mir bei seinen seelenlosen Frickelsolos nach wie vor der Magen um. Ändern wird sich das nicht so schnell, daher habe ich mich damit abgefunden und versuche auf jedem Album mit ihm warm zu werden. Die Riffs sind ja tatsächlich immer zu 100% GRAVE DIGGER. Nach dem mich das zuvor erschienene 'Return Od The Reaper' doch recht glücklich stimmte, erwartete ich von diesem Opus nicht allzuviel. Selten konnte die Band in der näheren Vergangenheit auf mehreren aufeinanderfolgenden Alben überzeugen. Auch die - für GD Verhältnisse - halbe Ewigkeit seit dem Vorgänger: unglaubliche 3 Jahre! ist trügerisch, den 2015 warf man das recht ordentlich gelungene Album mit Neueinspielungen dazwischen. Seit Erscheinen hatte ich bis heute genug Zeit, das Album das ein oder andere Mal durchlaufen zu lassen. Damals, nach wenigen Durchläufen, stellte ich recht schnell fest, dass es eben doch nur ein weiteres Album einer mittlerweile endlos scheinenden Diskographie zu sein scheint. Nach nun mehr 3 Jahren und bereits zwei neu erschienenen Alben, hält sich dieser Eindruck noch recht wacker. Allerdings konnte der ein oder andere Song etwas reifen, sodass ich 'Healed By Metal' heute nicht mehr ganz so schlecht hinstellen würde, als ich es hätte damals getan. Der Titelsong kommt ohne Vorwahrnung (Intro) direkt zu Beginn und hat zugegebenermaßen einen so hohen Wiedererkennungswert, dass ich ihn heute sogar als meinen Lieblingstrack und ersten Anspieltipp nennen muss. Und das bei diesem Text! "Healed by metal! WE ROCK!!!" DIO hat gerockt! Ja Mann! Aber wenn Grave Digger singen, dass sie rocken, dann kann man doch nicht anders, als laut anfangen zu lachen. So hatte ich seinerzeit immer eine gewisse peinliche Berührtheit verspürt, wenn dieser Chorus lief. Mittlerweile habe ich mich aber so sehr daran gewöhnt, dass es mich gar nicht mehr stört. Und das Riff am Anfang und am Ende des Songs ist einfach ultra Heavy, da muss ich dem ollen "Knochenfinger" doch mal auf die Schulter klopfen. Auch "Lawbreaker", in dessen Text einem die Rentnergemeinschaft aus dem Seniorenstift GRAVE DIGGER weismachen wollen, sie seien harte Typen, die den ganzen Tag nur herumlungern und nichts Gutes im Schilde führen, wirkt erst mal nur peinlich. Auch hier juckt mich das komischer Weise nicht mehr im Geringsten. Immerhin war Opa Bolle noch nie ein begnadeter Texter und versucht doch nur immer wieder aufs Neue, dieses und jenes Metal Klischee zu bedienen oder gar auszureizen. Die musikalische Umsetzung ist mir eben wichtiger und die ist hier ansich ganz ordentlich geworden. Der Song "Hallelujah", relativ weit hinten, ist für mich erst wieder erwähneswert. Trotz des recht banalen Strophenteils entpuppt sich das Stück im Refrain zum Mitgröhler und taucht daher auch in meiner Grave Digger Playlist immer wieder mit auf. Ebenso das abermals etwas peinlich anmutende "Laughing With The Dead", bei dessem HA HA HA HA HAAA man schon selbst mal ins Lachen kommt, gefällt mir mittlerweile ob seiner Heavyness sehr gut. Die restlichen regulären Songs des Albums fallen eher unter das mittlerweile leider gewohnte Mittelmaß. Hier und da mal ein übertrieben nach Blind Guardian oder Santiano klingender Chorus, der meiner Meinung nach immernoch nicht zu GRAVE DIGGER passt ('Free Forever', 'Call for War') oder einfach nur Belanglosigkeit, Durchschnittsriffing, ohne besondere Akzente ('The Hangman's Eye', 'Kill Ritual'). Auf allen hier zu findenden Tonträgerversionen sind außerdem zwei weitere Bonus Tracks. Sind es dann überhaupt Bonustracks? Selbst auf den Vinylvarianten sind diese enthalten. Vielleicht will man sich da ja nur im Voraus für eine etwaige mangelde Qualität entschuldigen? Naja auf "Kingdom Of The Night" trifft das meiner Meinung schon mal zu. Einer dieser Tracks, die man nicht braucht. "Bucket List" wiederum kommt überraschend frisch mit so einem traditionellen Heavy Metal - SAXON - Gedenk - Riff daher. Mir gefällts jedenfalls. Apropos SAXON, hört euch mal "Free Forever" an...und dann "Solid Ball Of Rock"...witzig oder? Auf dem ein oder anderen Vinyl, als Japan Bonus sowie in Form einer 7" Single, enthalten in der Wooden Box, gibt es im Übrigen noch einen lupenreinen Bonus Track zu hören. "Brave, Young and Innocent" ersetzt dabei die obligatorische Ballade, die auf 'Healed by Metal' fehlt und stellt damit keinen Song dar, den man unbedingt haben muss. Das Cover Artwork, welches ich auch immer gerne erwähne, fällt jener Tage typisch GRAVE DIGGER aus. Zu sehen ist der obligatorische Reaper, der in einer Kirchenruine eine junge, nur von einem seidenen Tuch umhüllte Frau "heilt", exorziert, was auch immer, während 4 olle notgeile Zausel in Mönchsroben dabei zuschauen. Wie das arme Mädel zu den Reißzähnen gekommen ist, bleibt auch der Fantasie des Betrachters offen und fällt auch erst bei genauerem Hinschauen auf größeren Auflösungen auf. Insgesamt bleiben also 5 recht ordentliche bis gute Songs übrig, denen 7 Mittelmäßige bis Langweilige gegegnüber stehen. Hinzukommt ein eher mittelmäßiges Cover Artwork und eine gewohnt gute Produktion aus den Principal Studios, in dessen Hallen die Band seit 'Heart Of Darkness" ihre Alben aufnimmt und produzieren lässt. Entsprechend wohlwollend fällt wohl auch meine Bewertung aus. Kein Meilenstein also in der unendlichen Geschichte GRAVE DIGGERs, aber auch kein Totalausfall. [Review lesen]

04.06.2020 12:29 - Grave Digger: Living Dead, The (2018)

4.5 / 10
Ob niemand mitbekomme, dass GRAVE DIGGER in die Jahre gekommen sind? Also ich habe das bereits beim damals selten langweiligen Output 'Liberty Or Death' gemerkt und Jahre später beim Einstand von PETA-Aktivisten Axel "Knochenfinger" Ritt auf 'The Clans Will Rise Again' fiel mir es doch auch deutlich schwer, den nun aktuellen Opa-Metal für gut zu befinden. Leider hat sich bis heute nichts daran geändert. Und so fällt auch das 2018er Werk leider unten durch. Wie kommt man überhaupt auf diese hanebüchene Idee mit den Zombies, nachdem in den ein bis zwei Dekaden davor dieses Thema mit mehreren Dutzend Filmen und einem halben Dutzend Serien bereits völlig abgenutzt ist. In den 80ern hätte das sicher gut funktioniert aber die sind ja nun seit 28 Jahren vorbei...egal. Auch wenn das ultra hässliche Cover Artwork es vermuten lässt (Da überzeugt mich der DIGGER Donald Duck vom 'Stronger Than Ever' Album aber bei weitem mehr!), ist es glücklicherweise kein Zombie-Konzept Album. Ein bisschen wehmütig wird mir beim Hören dieser Scheibe ja schon. Das Album, für dass man sich nur 1 mageres Jahr nach dem bereits eher (wieder) durchschnittlichen "Healed By Metal" gelassen hat, ist das Letzte, welches Stefan Arnold eingetrommelt hat. Sein Schlagzeugspiel war gewissermaßen ein Markenzeichen der Band geworden. Wer wie ich alle Alben besitzt, der hatte sich bereits an den Stil des Mannes gewöhnt und erkennt die kleinen stilistischen Akzente, die er auf jedem Album eingebaut hat. Als man ihn aus der Band geschmissen hat, war es ein Schock für mich, aber rückblickend sicher nur eine Frage der Zeit, bis der Sympathieträger das Weite suchen musste. Vermutlich hat er ein mal zu viel seinen Mund aufgemacht...nicht mit dem Metal Gott...der duldet keine anderen Metal Götter neben ihm. Bleibt also abzuwarten, wie lange das Gespann Ritt/Boltendahl noch so gut harmonieren wird... Mit "Fear Of The Living Dead", dem Titelsong also, beginnt die Scheibe und im Gegensatz zu einem anderen Rezensenten hier ist dieser Song der Einzige der mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist und den ich als Anspieltip werten würde. So fällt beispielsweise beim folgenden "Blade Of The Immortal" oder bei "Shadow Of The Warrior" auf, dass doch gute Ansätze vorhanden sind. Leider werden die Songs aber in der Regel durch SANTIANO-Schlager-Rentner-Schunkel Melodien ad absurdum geführt. Das ist übrigens nicht erst seit diesem Album so, sondern begann bereits auf "Liberty Or Death" in Ansätzen. Und das mit den guten Ansätzen - aber leider eben auch nicht mehr - durchzieht das gesamte Album. Das kommt davon, wenn man alle 1 bis 2 Jahre ein neues Album herausbringen möchte, um sich den Lebensunterhalt zu sichern. Quantität und Qualität vertragen sich leider selten. Vor allem dann, wenn der künstlerische Zenit schon vor über 20 Jahren überschritten wurde. Und so zimmerten die Mannen um olle Bolle "Metal Gott" Chris Boltendahl, nun ein letztes mal mit Stefan Arnold, ein weiteres Einheitsbrei-Metal-Album mit wenig Höhepunkten. Ein Song oder ein Album braucht eben manchmal Zeit zum reifen...doch die gibt man den Songs bei GRAVE DIGGER leider nicht. Massenware vom Fließband soll produziert werden, damit auch regelmäßig Moneten auf dem Konto landen. Guter Ansatz für die beiden Hauptverdiener der Band, schlechter für die Fans... Apropos Höhepunkte: derlei gibt es doch noch 2 zu nennen: Auf "Fist In Your Face" überrascht man doch noch einmal mit einem seltenen Blues Einschlag. Solche Nummern haben mir immer schon gefallen und sorgen für etwas Abwechslung im tristen Opa-Metal-Alltag. Der Zweite wäre dann "Zombie Dance". Ein Höhepunkt im negativen Sinne, so ein bescheuerte Lachnummer als offiziellen Track mit aufs Album zu packen ist in meinen Augen eine Verhöhnung der echten Metal Fans dieser Welt, die ein gutes GRAVE DIGGER Album erwartet haben. Da wird einem nun eindgültig klar, wie weich der olle Bolle nun in der Birne wird. Jegliche Kritik wird natürlich abgeschmettert mit der gewohnten Boltendahl-Ignoranz, der nämlich keine Kritik zulässt...mus er auch nicht. Lange Zeit vorher hat er begriffen, dass er als Künstler machen kann, was er will. Da hat er Recht. Denn die Fans, die seit Jahrzehnten ganz selbstlos kaufen und konsumieren (wie ich), egal, was für eine Jauchebrühe einem als traditionelles Gourmet-Metal-Süppchen angeboten wird, geben Ihm Recht. Die besten Tracks des Albums sind übrigens die beiden Bonustracks "Glory Or Grave" und "Nightmare", was ja bereits Bände spricht...Und der erste Bonustrack ist wiederum auf jedem hier vertretenen Tonräger enthalten und ist somit eigentlich gar kein Bonustrack. Verstehe wer will! [Review lesen]

22.03.2020 11:23 - Various Artists/Sampler: In Conspiracy With Satan - A Tribute To Bathory (1998)

10.0 / 10
Eigentlich bin ich kein besonders großer Freund von Tribute Alben. In der Regel besteht die Songauswahl nicht gerade aus meinen Lieblingssongs, viel mehr sind es immer die All Time Hits, die man zum einen hoch und runter gehört hat und zum anderen die Songs, die einem gar nicht gefallen. Dann wäre da noch der Aspekt, dass man den ein oder anderen Interpret von vornherein scheiße findet und die restlichen Bands die Songs, die man vielleicht sogar gut findet, von vorn bis hinten verreißt. Wenn man Glück hat, sind 3, 4 Bands dabei, die ihre Sache gut machen. Oder sagen wir mal, zur Zufriedenheit des Hörers. Hier handelt es sich also um ein BATHORY Tribute, und zwar nicht irgendeines, sondern das ultimative, wie ein Sticker verspricht. Und bereits bei einem ersten Blick auf das Back Cover und die Titelliste könnte man bereits feststellen, dass das hier anders sein könnte. Ich habe mich noch nicht mit allen Interpreten beschäftigt, die meisten jedoch, sollte jeder zumindest beim Namen gehört haben. Und es stellt sich also heraus, dass hier beinahe ausshließlich namhafte Black Metal Bands der 90er Jahre Songs der ersten 4 Alben dieser Kultband covern. Das Songmaterial dieser Alben war relativ ähnlich. Das erste Album fiel noch etwas rockiger, bisweilen punkiger aus, während "The Return" und "Under The Sign..." wesentlich härter und schneller wurden. Das letzte Album der 80er war auch das Letzte, auf dem Qourthon durchweg krächzte und welches man, musikalisch zumindest, noch dem Black Metal zuordnen könnte. Und so gehören diese 4 Werke auch irgendwie zusammen. Da diese 4 Alben gleichzeitig immernoch so gut sind, wie sie auch wegweisend waren oder vielleicht auch noch sein mögen, kann man eigentlich nichts falsch machen. Denn das Songmaterial strotzt nur so von Klassikern, die weder nerven noch irgendwie ausgelutscht sind. Und so spielen hier also lauter gute Black Metal Bands lauter gute Black Metal Songs und man tat gut daran sich auf die ersten 4 Alben BATHORYs zu beschränken. Somit war meine wichtigste Erwartung erfüllt. Weiterhin ist festzuhalten, dass die Songs alle mit einer sehr guten Produktion versehen sind, was mir ebenfalls wichtig war. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Musik Quorthons von Mitte bis Ende der 80er aufgrund des Härtegrades seiner Zeit weit voraus war, waren die Alben, natürlich auch dem Stil entsprechend, recht rauh produziert. Ich würde mir nicht anmaßen, einem Album dieser Era eine schlechte Produktion nachzusagen (eher noch der ein oder anderen Platte aus den 90ern) aber es würde mich doch sehr stören, wenn hier ein Drittel der Bands für Ihre Interpretation einen Keller einem Tonstudio vorgezogen hätten. Das ist glücklicher Weise nicht der Fall. Lediglich GEHENNA nahmen Ihre Version von 'The Reaper' (einer meiner Lieblingssongs) mit nur einer Gitarre auf, um den alten Spirit dieses Songs etwas nahe zu kommen, was zumindest nicht nach hinten losging. Auch bei NIFELHEIMs 'Die In Fire' rumpelt es etwas mehr aber immernoch, ohne billig zu wirken.Die restlichen Songs drücken doch ordentlich, sind aber aufgrund des Aufnahmezeitraums Mitte der 90er auch weit von einer sogenannten Überproduktion entfernt...perfekt also! Zu guter Letzt möchte ich noch das hübsche Cover Artwork hervorheben (Digi, LP) und die Tatsache, dass man im Inneren noch eine kurze Biographie über den Zeitraum, aus dem die Songs stammen, eingebaut hat. Im Booklet werden die Bands mit Promofotos und Kurzinfos zu den Aufnahmen aufgeführt. Diese Tribute Scheibe ist also rundum gelungen, äußerlich, wie auch musikalisch. Kein Ausfall, alles top. Somit möchte ich diese Scheibe also allen BATHORY und Black Metal Fans ans Herz legen. Ich habe den Digi Pak...das Teil wurde vor wenigen Jahren aber auch als Doppel LP veröffentlicht. Zugreifen, würde ich sagen! [Review lesen]

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