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Registriert seit: 09.09.2007
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9.0 / 10
STREET FIGHTER dürften zum Großteil der deutschen Metal Opas gehören, die man heute nur noch kennt, wenn man sich wirklich sehr rege mit der deutschen Heavy Metal Szene der 80er Jahre auseinandersetzt. Im Gegensatz zu den heute ganz großen Vertretern aus damaligen Tagen (ACCEPT, RUNNING WILD, GRAVE DIGGER, RAGE, HELLOWEEN, SODOM, KREATOR, DESTRUCTION...) hatten es Street Fighter auf lediglich (aber immerhin) ganze 2 Alben geschafft, die sich stilistisch auch etwas unterschieden. Und man muss sagen, dass sie mit zu den ersten gehörten, denn das zweite und letzte Album erschien bereits 1984, als die meisten der oben genannten Vertreter erst mit Ihrem Debüt oder gar erst ersten Demos auf sich aufmerksam machten. Und wir wissen ja, damals waren 2 Jahre eine lange Zeit, in der ganze Genres mit zahllosen Klassikern aus dem Boden schossen.
Doch was darf man von einer Band erwarten, deren Name man später nur noch mit einer Videospielreihe in Verbindung bringen würde? Vermutlich zeitgleich oder etwas eher als die Kollegen von TRANCE veröffentlichten STREET FIGHTER ihr Erstlingswerk mit dem vielversprechenden Titel "Feel The Noise" irgendwann in der ersten Hälfte des Jahres 1982. Nicht so vielversprechend fiel das ultra langweilige Artwork aus, welches seiner Zeit vermutlich vermutlich für wenig Kaufanreiz gesorgt haben dürfte. Die Aufnahmen zum Album fanden jedoch bereits ab der zweiten Hälfte des Jahres 1980 statt, also als gerade einmal der ACCEPT Klassiker "I'm A Rebel" erschien. Und da ACCEPT bekanntermaßen Maßstäbe in Sachen Härtegrad in Deutschland setzten und der noch größere Klassiker "Breaker" immerhin schon ein halbes Jahr später, aber eben erst im Frühjar 1981 erschien und STREET FIGHTER in dieser Zeit ihre Aufnamen zum Debüt scheinbar erst abgeschlossen hatten, orientierte man sich beim Songwriting also zunächst am Hard Rock der späten 70er Jahre. Und so mögen wohl Bands wie JUDAS PRIEST, KROKUS, AC/DC, sicher auch KISS und MONTROSE Pate gestanden haben, zumindest was die Instrumentalfraktion angeht. Denn dank des eigenständigen Gesangs von Rohland Michaeli, den ich eher mit der New Wave of Britisch Heavy Metal in Verbindung bringe und der sich auch eher im mittleren Spektrum (ähnlich Eero Hämäläinen von OZ auf "The Oz" aka "Heavy Metal Heroes") aufhält, denkt man eben nicht sofort an die vermeintlichen Einflüsse.
Das Album beginnt mit einem bärenstarken Opener und zugleich Titelsong, also "Feel The Noise", an dessen Klasse und vor allem Härte man leider nicht noch einmal anknüpfen kann. Denn in der Folge wird's meist etwas bluesiger aber nicht zu sehr, den wir befinden uns stilistisch auf der gesamten Platte komplett im Hard Rock bis Heavy Metal Bereich. Und die komplette A-Seite ist wirklich durchgängig sehr gut. Und so würde ich neben dem Opener auch die folgenden Tracks "Loser", "Fuck" und "Crazy" als uneingeschränkte Anspieltipps dastehen lassen. Die B-Seite schwächelt im Vergleich aber nur ein wenig. Denn die auf der A-Seite begonnene Linie wird konsequent durchgezogen. Und letztlich kann ich diese Platte IMMER in einem Lauf durchhören und dies tat ich in den letzten Monaten sehr häufig, so häufig wie lange nicht mehr.
Leider ist bisher kein vernünftiges CD-Release erschienen und wenn, dann würde ich vorschlagen, das entsetzlich hässliche Artwork zu ersetzen. Aber falls jemand ein ordentliches Vinyltransfer braucht, um sich der Sache annehmen zu können, ich konnte mir glücklicher Weise eine Platte in nahezu perfektem Zustand ergattern und habe mir das Album nach einer Plattenwäsche aufgenommen und geschnitten. Das Ergebnis ist hervorragend, genau so wie das Album selbst. Somit spreche ich bei Sichtung auf dem Flohmarkt eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für Fans des traditionellen Heavy Metals und Hard Rocks aus! [Review lesen]
5.0 / 10
Die Wertung bezieht sich hier tatsächlich auf die brasilianische Kill Again Version. Man muss ja bei solch eingeflogenen CDs immer Gefahr laufen, lieblos zusammengeschusterte Vinyltransfers auf CD geklatscht zu bekommen (immer wieder aber auch in Deutschland). Das ist ist hier zumindest teilweise der Fall, leider.
Das zweite starke Album "We Rock The Nation" ist hier als erstes vertreten und lässt sich auch wirklich hören. Ein Remaster scheint dies in der Tat zu sein. Man hat soweit ich das erkennen kann, ein Vinyltransfer genommen, bei welchem man kaum Störgeräusche wahr nimmt. Teilweise lassen sich die Tiefen etwas vermissen und die Höhen sind hier und da etwas zu laut aber insgesamt will ich mich bei der Variante gar nicht beschweren.
Anders sieht es leider beim Debüt der Band aus. Was man da genommen hat weiß ich nicht, es ist jedenfalls unhörbar. Das Album zischelt und krächzt daher wie schlechte Mp3s einer zerkratzten Schallplatte. Daher habe ich mich entschlossen, eine original Vinyl Variante nachzukaufen und aufzunehmen. Das hat sich gelohnt. Eine vernünftige CD Version gibt es leider noch nicht. Das wäre vllt mal was für Diabolic Might Records ;-)
Wer nicht so anspruchsvoll ist und beide Alben auf einer CD sucht, wird hier fündig aber dürfte zumindest beim Erstling ob der miserablen Qualität enttäuscht werden. Achja...der Live Bonustrack ist natürlich auch für die Katz, sowas braucht niemand. Wenn ich da selber einen Song vom Rockfabrik Festival 1985 via Youtube ausschneide, kommt mehr bei rum. [Review lesen]
4.0 / 10
Zugegeben, ich war noch nie Fan dieser Formation. Und gerade das kann dazu führen, dass seitens der Fans nicht gern gehörte Spätwerke bei mir Anklang finden. Leider trifft das hier nicht zu. Die Platte ist leider wirklich nicht gut. Und das sage ich so wirklich selten. Zum einen greift man zu keiner Sekunde die ultraschnelle Musiziergeschwindigkeit der Anfangstage auf, mehr noch, die Songs befinden sich zum Großteil im Midtempobereich, was nicht nur Fans sondern auch viele Oldschool-Thrasher ermüden dürfte. Und dann muss man leider einfach sagen, Reinhard Kruse ist eben kein sonderlich begnadeter Sänger. Und das fällt besonders dort auf, wo er versucht richtig zu singen. Das kommt hier des öfteren vor. Da stand ihm das aggressive Gegröle auf dem Debut besser zu Gesicht. Und bei "Coming Again" auf dem Zweitwerk bewies er ja sogar, dass er ein Gespür für Melodien hatte und machte dort auch gesanglich eine sehr gute Figur. Ich vermute aber auch einfach, dass zwischendurch zu viel Zeit ins Land gezogen ist, wo die Stimme nicht mehr trainiert wurde. Das merkt man dann eben auch. Hauptproblem ist meiner Meinung jedoch, dass man nicht mehr die rohe, unbändige Spielgeschwindigkeit der Frühphase aufgreifen wollte. Dann wäre das sicher alles etwas anders ausgefallen...nun, es ist, wie's ist. [Review lesen]
9.0 / 10
Das G'n'R Debüt war die erste Scheibe, die ich mir als Jugendlicher selbst gekauft habe und ist sozusagen der Grundstein meiner heutigen Sammlung...mit den Gunners fing es quasi an und entsprechend genießt diese Platte bei mir auch heute noch einen ganz besonderen Status (auch wenn ich sie bisher noch nicht in Vinylform gekauft habe...wieso eigentlich nicht?).
Dem vorgenannten Umstand zum Trotz könnte ich versuchen, die Platte einigermaßen objektiv zu betrachten, was mir freilich aber nie gelingen würde. Zu viele Jahre sind ins Land gegangen und während ich heute, hörte ich die Platte das erste Mal, wesentlich weniger Punkte vergeben müsste, kann ich nicht leugnen, wie sehr manche Songs und auch das gesamte Album an sich seit damals gewachsen sind.
Ganz klar, GUNS N' ROSES machten seiner Zeit nichts Neues. Diese Art Musik spielten schon unzählige andere Bands so oder so ähnlich, manche etwas härter, manche etwas softer aber es gab einfach auch schon Jahre vorher Typen, die sich genau so beschissen anzogen, genau so dämliche Frisuren hatten und eben einen ähnlichen Schlag Musik machten. Dabei schien bei der hier besprochenen Scheibe vllt. auch einfach nur ein bisschen Glück dabei gewesen zu sein und mit Sicherheit auch etwas Charisma, dass viele Käufer damals der Formation oder auch nur einzelnen Mitgliedern zugesprochen haben, obwohl wenigstens einer der damals 5 Leute ein absoluter Scheißkerl war und ist. Aber solche Charaktere machen die Musikwelt doch aus.
Mancheiner spricht bei Slash's Riffs von 0815 (unabhängig davon, dass auch ein Großteil der Riffs von Izzy gekommen sein dürfte). Wer so etwas behauptet, hat aber auch nicht viel Ahnung, spielt selbst kein Instrument und vergleicht gerne Äpfel mit Birnen. Jeder weiß, was für ein begnadeter Gitarrist Soul Hudson schon damals gewesen ist. Das hört man auch an den geilen Solos, die der Mann auf diesem und den folgenden Longplayern verewigte. Auch der Gesang Axls wird gerne als Kritikpunkt gesehen. Klar, seine Stimme mag man oder eben nicht. Aber eins muss man ihm zugestehen, er hatte einen Stimmumfang wie kein anderer. Und das stellte er auch bereits auf diesem Album hier unter Beweis. Und dann muss man eben auch einfach zugestehen, dass die Hit-Dichte und da rede ich jetzt nicht als Metaller, sondern als Musikfan, einfach sehr groß war! Von den 5 ausgekoppelten Singles erlangten 3 mindestens Gold Status. Und so trug MTV natürlich dazu bei, dass dieses Album bereits kurz nach Erscheinen so erfolgreich war.
Heute kann ich das Album von vorn bis hinten durchhören, ohne dass ich skippen müsste. Dennoch waren da auch früher schon immer ein paar Dinger dabei, die ich nicht so toll fand. "Mr. Brownstone" war so ein Kandidat, der mich rein musikalisch einfach nie erreichte. Auch bin ich kein sonderlicher Fan von Balladen und so empfand ich "Sweet Child O'Mine" immer eher als lästig. Auch "Rocket Queen" hat es mir ob seiner balladesken Züge nie so recht angetan. Aber das war es schon... der Rest ist auch heute in meinen Ohren immer noch gut bis ganz große Klasse. Dass das andere Personen ganz anders einschätzen und betrachten, liegt in der Natur der Dinge und fängt weder bei GUNS N' ROSES an, noch hört es hier auf. [Review lesen]
6.0 / 10
Den hype um HEAVY LOAD habe ich nie verstanden. Mehrere Male in deren Klassiker Alben reingehört und festgestellt, dass ich das mega langweilig finde. Dann kam der Auftritt auf dem KIT 2024, der auch nicht im Gedächtnis blieb, obwohl Ragne Wahlquist (R.I.P) einen sehr schlechten Tag hatte und stellenweise den Text vergessen hatte, sowas merkt man sich ja eigentlich. Ich nicht.
Irgendwann entschied ich mich, der Band doch noch mal eine Chance zu geben und eignete mir deren gesamten derzeit verfügbaren Back-Katalog an, kurz nach dem Tod von Ragne Wahlquist, jedoch unabhängig davon.
Immerhin, die Artworks sind absoluter Kult und letztlich haben wir ja durchaus schönen klassischen Heavy Metal, da kann nicht alles schlecht sein. Ist es freilich auch nicht. Und doch, der mehrstimmige teils sehr anbiedernd melodische Gesang, den die meisten hier wohl abgöttisch abfeiern, nervt mich stellenweise wirklich sehr. Stichwort "Free"...ätzend, sorry. Ich will es nicht weiter in die Länge ziehen, meinen Geschmack treffen HEAVY LOAD leider nur teilweise. Da gibt es einige Vertreter der schwedischen Heavy Metal Szene der 80er, die ich HEAVY LOAD vorziehe. Aber es kann ja auch nicht jeder den gleichen Geschmack haben. Meine Anspieltipps sind die ersten 3 Songs der Platte und "Saturday Night". Mit dem Rest kann ich nichts anfangen. Immerhin. [Review lesen]
6.5 / 10
Eins vorweg: ich habe lange gebraucht, um mich näher mit WARLORD zu beschäftigen, da mir der sehr softe Epic Metal i.d.R. so gar nicht zusagt. Letztlich nutzte ich die Sichtung mehrerer WARLORD Releases über High Roller in einem Media Markt und nahm also die Debüt EP und das Debüt Album mit. Die Enttäuschung war groß, als ich nach dem Durchhören in chronologischer Reihenfolge feststellte, dass auf dem vermeintlichen Debütalbum also nahezu alle Songs der vorangegangenen Releases, also der "Deliver Us" EP und der "Lost and Lonely Days" 12" enthalten waren, bzw. kaum ein neuer Song dabei schien. 'Lucivers Hammer' erschien demnach zum dritten Mal, nachdem dieser bereits auf der EP und auf dem Metal Massacre Sampler II enthalten war. Klar, aus heutiger Sicht, wo man da das gesamte Material jener Zeit auf zwei CDs kriegen kann, lässt sich gut reden. Die "Deliver Us" war sicher schnell vergriffen und erste CD Releases gab es erst 20 Jahre nach Erstveröffentlichung. Von den Metal Massacre Samplers ganz zu schweigen.
Weiterhin enttäuschte mich die etwas schwächelnde Produktion des Albums im vergleich zum Vorgänger (der wiederum für ein '83er Debüt mit einer grandiosen Produktion aufwartete). Doch beide Umstände (wiederkehrende Songs, vermeintlich schlechtere Produktion) lassen sich schlussendlich leicht erklären. Denn bei dieser Platte handelt es sich um ein live in einer leeren Halle aufgenommenes Album, wozu es seinerzeit auch ein Video geben sollte (welches dann aber erstmals 13 Jahre später erschien). Bedenkt mal also, dass es sich um eine Live Aufnahme, nicht aus einer Halle sondern natürlich aus einem Tonstudio handelt, dann ist das Endresultat für die damalige Zeit schon nicht schlecht. Tja, hätte ich mich doch mal eher richtig informiert. Komplett neu waren also zu dem Zeitpunkt ausschließlich die Songs 'Soliloquy' und das Instrumental 'MCMLXXXIV', welches damals allerdings als Intro von 'Child Of The Damned' gezählt wurde. Weiterhin zu erwähnen sei noch ein anderer Sänger "Damien King II" (Rick Cunningham), der unter Kennern freilich ganz anders klingt, für Außenstehende aber vermutlich kaum als Neuzugang erkennbar sein sollte. Er klingt dem Vorgänger, "Damien King I" (Jack Rucker) in der Tat sehr ähnlich.
Nun, was soll ich sagen. Leider gehöre ich nicht zu jenen, die die Band in den 90ern (oder gar früher) mit diesem Album kennengelernt haben, noch war ich, wie bereits erwähnt, je ein sehr großer Epic Metal Fan. Aber US Power Metal liebe ich und solcher wird von der Band freilich zelebriert, wenn auch nicht so harsch. Ich bevorzuge aber aufgrund der genannten Gründe die voran gegangene EP und die 12" Single und meine Bewertung fällt daher nicht so überragend aus wie bei den Fans der Band ;-) [Review lesen]
6.5 / 10
Neuer Gitarrist, neues Glück. Im Abstand mehrerer Alben kommt es vor, das Boltendahl damit wirbt, man nehme ein "Back to the Roots of Heavy Metal" oder "Back to the Roots of Grave Digger" Album auf. Damit wollte man immer sagen, dieses Mal scheißen wir auf lyrische Konzeptthematiken und machen schnörkellosen Heavy Metal, frei aus dem Bauch heraus, so wie früher, als wir noch jung und wild waren. So geschah dies z.B. mit dem Album "Ballads Of A Hangman" 2009, dann 2014 mit "Return Of The Reaper" und auch mit diesem Album hier, "Bone Collector" geht man einmal mehr "back to the roots", zumindest redet man davon und zieht dem Output ein Jahr vorher noch eine Single vor (eine waschechte im 7 " Format, nicht nur ein albernes YouTube Video), auf der man mal eben den gleichnamigen Song "Back To The Roots" von der "Symphony Of Death" EP mit neu eingespielt hat. Man meint es also ernst. Und immerhin, mit den vorgenannten Alben verbinde ich zumeist gute Erinnerungen.
Das Ergebnis dieses Back to the Roots Albums sieht erst einmal fragwürdig aus, also rein optisch. Denn man hat erstmalig (?) ein KI-gezeichnetes Artwork verwendet. Und während vor Veröffentlichung von manch anderer Band vorher die Metalheads auf die Barrikaden gegangen sind, um das Album zu boykottieren, so scheint sich bei GD keiner dafür zu interessieren. Und das, obwohl so mancher KI-typische Fehler ins Gesicht stößt. Naja, GD Fans sind dem selbsternannten Metal Gott ja eh wohlgesonnener und verzeihen z.B. auch den ganzen Mist, den man mit dem Knochenfinger Ritt verzapft hat, bis hin zum hochgelobten, vollwertigen "Tunes Of War" Klon "Fields Of Blood", den man als absolut meisterlichen Bandklassiker abfeierte...würg.
Cover hin oder her, auf dem ersten Blick sieht das eh aus, wie eine Mischung der Artworks aus "Exumination", "The Grave Digger", "Liberty Or Death", naja halt alle, wo der Reaper irgendwie mit drauf ist....also alle. Von daher halten wir uns doch nicht mit dem günstig erstellten Artwork auf, das irgendein Brasilianer mittels KI erstellt hat.
Musikalisch war nach dem ersten Durchlauf weder Ernüchterung noch Begeisterung vorhanden. Bei GD kommt mittlerweile immer so eine gewisse Gleichgültigkeit bei mir auf. Doch hier zu Unrecht, also gab ich dem Album ein paar mehr Durchläufe. Direkt positiv muss ich das Auslassen von Keyboards benennen (braucht man eh nicht). Auch die deutlich hochgeschraubte Musiziergeschwindigkeit, die unter anderem beim Opener und gleichzeitigen Titelsong, sowie "The Rich, The Poor, The Dying" oder "Made Of Madness" zu gefallen weiß und die Band wieder in Richtung Speed Metal hieven, empfinde ich als positiven Rückschritt. Und noch etwas positives, das mir schon bei der vorhin erwähnten Single aus dem Januar 2024 auffiel: Der Kersting kann wirklich geile Soli spielen! Halleluja!
Ansonsten muss ich aber sagen, dass ich wirklich auch mehrere Anläufe benötigte, um mir hier ein paar Lieblingsstücke herauszupicken, denn Richtige Hits, die sofort zündeten, sind eher Mangelware. Manch einer würde da wohl "The Devils Serenade" auserwählen. Doch diese "Hymne", der dazu gezüchtet wurde, um ihn den Fans als zukünftigen Live-Kracher vorzugaukeln, ist mir zu stumpf und zu vorhersehbar (ja ich weiß, was ist bei Grave Digger nicht vorhersehbar). Außerdem erinnert mich das Teil zu sehr an die RUNNING WILD Alben der letzten 20 Jahre und ist mir an der Stelle einfach zu gefällig. Deshalb muss ich mir tatsächlich eingestehen, dass "The Devils Serenade" neben dem langatmigen Rausschmeißer für mich die beiden Ausfälle des Albums sind.
Dennoch, die Tatsache, dass ich mich so sehr mit diesem Album beschäftigt habe, wie lange nicht mehr bei GD, ist wohl ein Zeichen, dass es mir ganz gut gefällt. Und so kann ich jetzt auch ein paar Highlights (für mich) benennen. Das dürften wohl dann das Titelstück, "Kingdom Of Skulls" und "Graveyard Kings" sein. Letzteres hat wieder so ein geiles Riff, à la "The Gravedancer" oder "Grave In The No Mans Land"...ach lassen wir das... wie ihr der Tracklist entnehmen könnt, werden also erneut alle Klischees, die das Genre hergibt, schon bei der Wahl der Songtitel bedient. Und auf jedes GRAVE DIGGER Album gehört nun mal ein Song, der das Wort GRAAAAAVE enthält, mit drauf, selbstverständlich!
Ein Wehrmutstropfen stellt dann leider erneut die Produktion dar. Lieber Herr Frontmann-Bolle-Metal-Gott, bitte überlass das doch den Leuten, die etwas davon verstehen. Das Ergebnis ist jetzt nicht miserabel, aber weit weg von sehr gut. Da auch das wie bei so ziemlich allem anderen Geschmackssache ist, bezeichnet die Produktion der ein oder andere womöglich als "frisch". Ich würde da aber lieber mal Herrn Lulis fragen, ob er nicht die nächste Platte abmischt oder die vom Onkel Reaper produzierten Platten noch einmal remixt...ehrlich. Nein? dann eben nicht.
Fazit: Schnörkellos: ja, kein Ritt, der die Solos versaut: ja! Schnelle Songs, coole Riffs: ja. Aber eine nur "frische" Produktion und halt auch das gewisse: "man, schon wieder ein neues Album, kam nicht erst letzten Monat eins raus?". Das lässt sich bei dieser Albenproduktions-Maschinerie nicht vermeiden. da kommt eben auch immer wieder etwas Langeweile auf. Und natürlich noch das berühmte KI-Artwork. Ich denke, das Album landet für mich irgendwo im Bereich eines "Healed By Metal". Tja, was geben wir denn da... [Review lesen]
6.0 / 10
Hätte ich nicht zufällig die Debatte um das KI Artwork mitbekommen, ich wüsste nicht, dass es einen neuen PESTILENCE Output mit Neufaufnahmen der kompletten Bandgeschichte gäbe. Gibt es auch nicht, denn es wurden nicht alle Alben einbezogen aber dazu später. Etwas zwiegespalten war ich dann auch, als ich in den Metal-archives die ganzen 0 % Rezensionen erblickte, denn offenbar war dort niemand gewollt, das Album einigermaßen objektiv zu bewerten und zu rezensieren. Anscheinend lassen da jetzt viele ihrem Hass auf eine Person freien Lauf, die sich für KI-Artworks ausspricht und mit der man sowieso schon lange nichts mehr anfangen kann. Entsprechend fand in den dortigen Rezenesionen ein regelrechter Boykott der Band oder zumindest des Albums statt. Kindergarten! Und das in der immer ach so toleranten Metalgemeinschaft! Vergleicht man die Anzahl an Rezensionen des Vorgängeralbums (3 Stück) mit den hier immerhin schon 15! (stand 08.01.25), so kann man schlussfolgern, dass sich keine S@µ für das Album interessiert hätte, würde es das leidige Thema um das ursprüngliche KI-Cover (welches ich, nebenbei gesagt, bevorzugt hätte) nicht geben. Aber gut, bei PESTILENCE ist die Metal-Gemeinschaft schon lange uneins. Das reicht ja schon bis zu „Spheres“ zurück und dabei haben PESTILENCE seit jeher ordentliche Alben veröffentlicht. Als einzige Ausnahme müsste ich hier auch das durchweg schlecht weggekommene Album „Doctrine“ nennen, welches es als einziges noch nicht in meine Sammlung geschafft hat.
Egal… was hat also dieses „Levels of Perception“ zu bieten? Also den namensgebenden Song von „Spheres“ schon einmal nicht. Generell hat man sowohl letztgenanntes als auch das Debut komplett außen vor gelassen, was ich bei solchen Projekten nicht nur schade finde, sondern auch wirklich als Negativpunkt verorten würde. Denn das bereits angesprochene „Doctrine“ ist immerhin mit einem Song vertreten. Auch insgesamt ist die Spielzeit von einer dreiviertel Stunde recht mager, da man ja aus einem riesigen Fundus an Songs schöpfen könnte, wenn man denn wollte. Aber der Grund für die Songauswahl ist wohl recht simpel. Laut Herrn Mameli hatte man 2021 einen Live-Stream gespielt, bei dem die Drumspuren so gut gewesen sein sollen, dass man diese gleich für diese Sache verwenden wollte. Und da zu dieser Zeit eben gerade das Album „Exitum“ brandaktuell gewesen ist, haben wir heute entsprechend ganze 4! Songs dieses Werkes hier vorliegen. Praktisch, da spart man sich die teuren Studiokosten für das Schlagzeug. Leider haben wir aber eben jetzt eine etwas fragwürde Tracklist, wo wir gleich 2 der rückblickend absoluten Klassiker des Death Metals und in dem Zusammenhang muss man auch „Spheres“ nennen, nicht finden werden. Schade!
Die Songauswahl dürfte also schon einmal viele Anhänger und auch Interessierte enttäuschen. Denn wir haben hier lediglich 4 Klassiker (nämlich „Dehydrated“ und „Out Of The Body“ vom Album „Consuming Impulse“ und „Land of Tears“ und „Twisted Truth“ vom „Testimony of the Ancients“ Album) und die restlichen 8 Songs stammen alle von den Alben ab dem Comeback „Resurrection Macabre“ von 2009. Und hier stellt sich mir natürlich immer die Frage, brauche ich ein Album mit Neuaufnahmen von Alben, die alle schon mit einer modernen, druckvollen Produktion versehen waren? Denn die Produktion dieses Werks hier, da sind sich auch mehr oder minder alle einig, ist nicht besonders berauschend. Da kling so manches Original besser. Bei den alten Songs funktioniert es, für mich zumindest, noch ganz gut. Aber auch hier sei noch mal auf Mamelis Begründung des Verwendens der Drumspuren aus 2021 verwiesen, auch wenn mir das als Fan natürlich egal ist. Ich würde mir ein paar Songs des Debuts oder den Compilation Song „Hatred Within“ mit moderner Produktion wünschen, was wiederum Patrick Mameli nicht interessiert.
Dann also noch das leidige Thema Artwork…ja, was bei vielen Veröffentlichungen oft nur am Rande erwähnt wird, schlug hier große Wellen. Das ursprüngliche Cover Artwork sollte nämlich die 4 Gesichter der Bandmitglieder, welche das Album eingespielt haben, durch KI im Aussehen verändert abbilden. Das war durchaus ein kleiner Blickfang, man kann sich das „Artwork“, so man es als solches noch bezeichnen möchte, noch immer im Netz anschauen. Da sich aber offenbar sehr viele arg daran gestoßen haben, ersetzte man das Bildlein durch Bilder der 4 Bandmithlieder, welche irgendwann irgendwo bei Live-Konzerten aufgenommen wurden. Das Endergebnis ist, nun sagen wir einmal, recht unscheinbar, beinahe belanglos, langweilig. Vielleicht hätteste mal einen Dreck auf die gegeben, die dir da reingeredet haben, von denen hat bis heute nämlich auch keiner das Album ohne KI Cover gekauft… und irgendwann kräht kein Hahn mehr danach. So enttäuscht also auch das Cover und es bleibt ein langweilig aussehendes Best of Album mit einer fragwürdigen Tracklist und einer fragwürdigen Produktion, weshalb auch ich keine Höchstnoten vergeben kann aber freilich von einer lächerlichen 0-Punkte-Rezension Abstand nehme. Da ich beim Durchhören des Albums durchaus Gefallen empfand, was auch daran liegt, dass die Songs, welche von den neueren Alben verwendet wurden eher zu den oldschooligen Titeln der jeweiligen Alben gehören und da ich sowieso bei Pestilence eher Sympathie als Antipathie empfinde (und ich diese idiotischen 0 % Rezensionen auf metal-archives richtig bescheuert finde), gebe ich hier noch gut gemeinte 6 Punkte. [Review lesen]
6.0 / 10
Nachdem ich ASSASSIN lange Zeit links liegen ließ, rappelte es mich irgendwann und ich legte mir die ersten beiden Kultalben über High Roller zu. Während ich den Erstling vor allem aufgrund seines übermächtigen Artworks immer wieder bewundere (schon immer bewundert habe, zumindest optisch) und entsprechend als Tape, CD und Platte in verschiedenen Schränken liegen habe, reichte mir bei diesem Teil hier die CD Variante und dabei wird es auch bleiben. Leider stellt das bei vielen Thrash Fans abgefeierte Werk hier für mich ein verzichtbares Stück Musik dar. Ja es wird schön die Thrash-Keule geschwungen aber die Songs knüppeln halt alle so durch und hinterlassen selten einen bleibenden Eindruck. Als absolute Höhepunkte würde ich den Opener 'Abstract War' und das mega atmosphärische Titelstück und Instrumental 'Interstellar Experience' hervorheben. Auf den meisten CD-Varianten wie auch den Vinyl-Rereleases ist dann immer noch ein Bonus Track mit Namen 'Strange World' vorhanden, der unverkennbar den Aufnahmesessions zum Album zugehörig ist und mir ebenfalls ganz gut gefällt. Selbiges trifft auf 'Resolution 588' zu und da spielt es für mich vor allem eine Rolle, dass beide Songs eben nicht mit der allerkrassesten Höchstgeschwindigkeit auftrumpfen wollen, sondern etwas gemäßigter daherkommen aber eben immer noch im "Uptempo". Der Rest überzeugt mich leider selten bis gar nicht aber das ist eben wie so oft Geschmackssache.
Bei der Produktion ist, wie das damals so üblich war, eine ordentliche Steigerung im Vergleich zum nur einem Jahr vorher erschienenen Vorgänger zu vermerken. Etwas glatter, hörbar teurer und damit auch irgendwie langweiliger. Auch änderte Robert etwas am Gesang. Das Gekeife mit gelegentlichen Screams (etwas an Mem von Stein erinnernd) von der ersten Platte wurde zu einem irgendwie nervigen Geschrei, wie es auch auf dem Comeback 'The Club' und dessen Nachfolger 'Breaking The Silence' praktiziert wurde. Schade. Das Artwork ziert eine monströse Hut-Gestalt, die an eine Vogelscheuche erinnert. An den Fingerspitzen sind die Köpfe der Bandmitglieder wie Fingerpuppen aufgesteckt. Das hat schon was. Allerdings war das Artwork des Vorgängers bereits so beeindruckend, dass der Kasper hier doch irgendwie lächerlich wirkt, hält man beide Alben nebeneinander. Nun noch ein Aspekt, der manchmal etwas untergeht: eine sehr magere Spielzeit von knapp über 28 Minuten (ohne besagtem Bonustrack, versteht sich) hat für mich schon eher EP-Charakter, erinnert aber natürlich gleichwohl an die 'Reign in Blood', die auf eine ähnlich kurze Laufzeit kam. Allerdings hat die 2 Songs mehr zu bieten, weshalb das wohl immer gar nicht so auffällt. Macht nichts, dann ist eben alles gesagt, reicht ja auch. Weshalb man den Bonus Track jedoch nicht von Anfang an aufs Album packte, wer weiß.
Tja. Am Ende ein knüppelhartes Brett, keine Frage. Reizt mich aber leider nicht so (selbiges gilt für die meiner Meinung nach völlig überbewerteten Alben 'Reign In Blood' und 'Darkness Descends'. Ja Ja, sicher waren das seiner Zeit Meilensteine, die mit ihrer hohen Musiziergeschwindigkeit bahnbrechend waren, alles richtig. Gleichzeitig machte die mehr oder weniger gleichbleibend hohe Geschwindigkeit solche Werke aber eben auch sehr einseitig). Ich werde daher öfters zum Erstling der Band greifen, der mir, obwohl auch schon sehr brutal dargeboten, eben eine ganz besondere Magie zu bieten hat...so ist das eben manchmal. [Review lesen]
6.0 / 10
Ehrlich, ich kann die Kritik am Gesang verstehen, die hier und da mal geübt wird. Herr Gonella war noch nie ein Begnadeter Sänger...und Hand aufs Herz, auf der 'Interstellar Expirience' klang der Mann schon genau so ;-) (für mich so etwas wie ein Bastard aus Gerre und Bob Reid). Die Instrumentalisten holen das aber wieder raus. Das Artwork gehört erst einmal zu den positiven Aspekten. Das ist ja ganz bewusst an den kultigen Erstling angelehnt. Auch die Harris Johns Produktion darf man positiv erwähnen. Allerdings erwarte ich im Jahre 2011 auch eine ordentliche Produktion, das ist heute (und auch damals schon) einfach Standard.
Insgesamt ist hier aber nichts drauf, was einen Assassin - Neuling vom Hocker haut. Für die alten Fans sicher wieder interessanter aber nach dem von den Fans verschmähtem "The Club" auch wie eine Art Wiedergutmachung wirkend... verstehen kann ich die schlechten Bewertungen des Vorgängers übrigens nur bedingt, der war wesentlich abwechslungsreicher, hatte aber eine vergleichsweise dünne Produktion und fiel bekanntermaßen wesentlich punkiger und hardcorelastiger aus. Warum das Ding jetzt allerdings so scheiße teuer ist (wenn es doch niemandem gefällt)...tja.
Egal... hier wurde wieder lupenreiner Thrash geboten, es stechen allerdings wenige Songs heraus (ging mir beim bereits erwähnten 'Instellar...' Album auch schon so). Meine Anspieltips sind "Turf War", "Destroy The State" und "Strike Back". Und da merkt man wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind (siehe vorheriges Review...). [Review lesen]
Bedankt euch bei deutschen Abmahn-Anwälten
Leider passiert es immer wieder, dass Abmahnungen für angebliche Copyright-Verletzungen ins Haus flattern. Ganz häufig ist es der Fall, dass auf dem Frontcover ein Foto oder eine Grafik eines Fotografen oder Künstlers genutzt wird, was dann nur mit dem Namen der Band und dem Titel des Albums versehen wurde. Das ursprüngliche Foto/Kunstwerk ist somit immer noch sehr prominent zu sehen. Die Abmahner nutzen zumeist automatisierte Prozesse, die das Netz nach unlizensierten Nutzungen der Werke ihrer Mandanten durchsuchen und dabei Abweichungen bis zu einem gewissen Prozentgrad ignorieren. Somit gibt es also häufig angebliche Treffer. Obwohl das Foto/Kunstwerk von den Plattenfirmen oder Bands ganz legal für die Veröffentlichung lizensiert wurde, ist dies den Abmahnern egal, ganz oft wissen die ja nicht einmal, was für eine einzelne Veröffentlichung abgemacht wurde. Die sehen nur die angebliche Copyright-Verletzung und fordern die dicke Kohle.
Da Musik-Sammler.de nachwievor von privater Hand administriert, betrieben und bezahlt wird, ist jede Abmahnung ein existenzbedrohendes Risiko. Nach der letzten Abmahnung, die einen 5-stelligen(!) Betrag forderte, sehe ich mich nun gezwungen drastische Maßnahmen zu ergreifen oder die Seite komplett aufzugeben. Daher werden jetzt alle hochgeladenen Bilder der Veröffentlichungen für NICHT-EINGELOGGTE Nutzer verpixelt. Wer einen Musik-Sammler.de Nutzeraccount hat, braucht sich also einfach nur einmal anmelden und sieht wieder alles wie gewohnt.