Mayhem Maniac Machine (2012) - ein Review von gelal

Deadborn: Mayhem Maniac Machine - Cover
1
Review
5
Ratings
8.20
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


gelal Avatar
22.08.2012 14:00

Deadborn gründeten sich 2002 und haben bereits mit ihrer 2004 erschienenen Eigenproduktion „Decades Of Decapitation“ den Underground aufhorchen lassen. Für die MCD gab es gute bis überschäumende Kritiken(wenn mal von den mir unverständlichen 5 Punkten von unserem damaligen Mitarbeiter absieht ;) ). Das Langeisen Debüt der Baden Württemberger „Stigma Eternal“, welches über Massacre released wurde, konnte daran nahtlos anschließen und rechtfertigte die Erwartungen der Fans.
Nun, knapp 4 ½ Jahre später, hat man mit Apostasy ein neues, engagiertes Label gefunden und kommt mit einer neuen Death Metal Walze um die Ecke.
Das Album trägt den markanten Titel „Mayhem Maniac Machine“ und macht von der ersten Note an seinem Titel alle Ehre. Direkt der Opener „Premises Of Cryonics“ macht gleich klar; hier wird nicht lange rum-geplänkelt, sondern direkt zu den Waffen gegriffen. Welche da heißen; fette, gnadenlos nach vorn preschende Drums, klasse Riffs und ein Songwriting was die Scheibe, trotz der relativ kurzen Spielzeit von 36 Minuten ziemlich Abwechslungsreich gestaltet. Allein die druckvolle Instrumentierung macht die Scheibe schon zu einem dunklen, unheimlichen Stück Death Metal. Und das alles dennoch mit einem gewissen Grad an Melodie. Wenn dann die Vocals dazu kommen, welche zwischen Death Growl und Grunz liegen(also richtig schön tief und kehlig, dabei aber relativ verständlich), wird das Ganze noch finsterer.
Das die Jungs aber nicht nur wie der Teufel „rennen“ können, beweisen sie ein ums andere mal; wenn man das Gaspedal ein klein wenig lupft. Auch gibt es das ein oder andere kleine Soli, nicht zu lang versteht sich, denn für sowas sind andere zuständig ;) . Einen Song hier besonders hervorzuheben wäre zwar fehl am Platze, weil alle auf einem ähnlich hohem Niveau anzusiedeln sind, aber mein persönlicher Favorit auf der Scheibe ist eindeutig „Slaves Of Megatron“. Dieser Song punktet schon allein durch das geile Intro, kommt mit einem fetten Groove daher und ist so druckvoll das dir die Boxen fast entgegenspringen. Zudem ist er sehr Abwechslungsreich und komplex. Hier kann man sehr schön die technische Versiertheit der Band erkennen. Obwohl das Wort filigran nicht wirklich zum Death Metal passt, hier möchte ich es anwenden. Hört euch nur die Gitarrenarbeit an. Großartig!
Die Produktion ist fett und rau, allerdings so sauber das man die Feinheiten raus-hören kann. Für dieses Album absolut passend. Zu all dem kommt dann noch die wirklich klasse Aufmachung im schicken Digipack.

Fazit: Deadborn liefern auf "Mayhem Maniac Machine" ein fettes Death Metal Brett ab, welches jedem Fan kompromisslosen Death Metals Freude bereitet. Technisch auf oberstem Niveau wird hier alles platt gemacht was sich der "Maschine" in den Weg stellt.

Punkte: 9 / 10


Deadborn: Mayhem Maniac Machine

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Tracklist:

  1. Premises of cryonics
  2. Prof anatic reanimation
  3. Bionic abomination
  4. Isane motor cortex
  5. Replicants device
  6. Slaves of megatron
  7. Reinvented power process
  8. Second order cybernetics
  9. Kraftwerk D
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