gelal

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Registriert seit: 19.06.2009

Zum Verkauf 0 Eingetragen 55
Bewertungen: 129 Reviews: 127
Genres: Blues, Country, Dark Wave/Gothic, Metal, Punk, Reggae, Rock, Singer/Songwriter/Liedermacher
Bewertungsverteilung von gelal
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Die letzten Bewertungen
9.0 für Iced Earth: Plagues Of Babylon (2014) (27.02.2014 14:07)
9.5 für Asenblut: Von Worten Und Taten (2013) (10.05.2013 09:04)
9.5 für Totengeflüster: Vom Seelensterben (2013) (10.05.2013 09:02)
6.5 für Trail Of Tears: Oscillation (2013) (10.05.2013 08:58)
8.0 für Procession: To Reap Heavens Apart (2013) (10.05.2013 08:52)
8.0 für Fen: Dustwalker (2013) (20.01.2013 21:16)
8.0 für Dante: Inner Circle, The (2007) (20.01.2013 21:06)
8.5 für Dante: Saturnine (2010) (20.01.2013 21:05)
9.5 für Saille: Ritu (2013) (20.01.2013 21:03)
9.5 für Helloween: Straight Out Of Hell (2013) (20.01.2013 12:13)
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Die letzten Reviews

27.02.2014 14:07 - Iced Earth: Plagues Of Babylon (2014)

9.0 / 10
Seit nunmehr 25 Jahren ackert sich die Amerikanische Power Metal Institution Iced Earth, die unter dem Namen Purgatory begann, nun schon durch die Metal Landschaft. Auch wenn die Band eine hohe Fluktuation an Musikern aufweist, allein am Mikro hört man mit Stu Block, mittlerweile Sänger Nummer 5, so ist mit der Musik, welche fast ausschließlich aus der Feder Masterminds Jon Schaffer stammt, schon eine Art Markenzeichen des Power Metals US Amerikanischer Prägung entstanden. Wann immer der Begriff Power Metal fällt, fällt auch der Name Iced Earth. Neben dem typisch Schafferschen Riffing, hat natürlich kein geringer als Matt Barlow(Sänger von '94 - '03 und '07 - '11) mit seiner markanten kraftvollen Stimme den Sound der Band geprägt. Nach dem Weggang Matt's befürchteten viele Fans den Untergang der Band. Mit Tim "Ripper" Owens, welcher von den Briten Judas Priest zu Iced Earth wechselte, hatte man zwar wieder einen Mann am Mic, welcher eine großartige Stimme besitzt, der aber nicht wirklich zu den Amis passte. Die beiden Alben mit ihm waren rein musikalisch auf gewohnt hohem Niveau, konnten aber ob des gewöhnungsbedürftigen Gesangs nicht vollends überzeugen. Als Matt 2007 zurückkehrte war die Fanschar spürbar erleichtert. Leider wurde nur ein neues Album mit ihm veröffentlicht, bevor er erneut ausstieg. Diesmal jedoch fand Jon in Stu Block( Into Eternity)einen mehr als würdigen Nachfolger für Matt. Mit ihrem letzten Album "Dystopia" veröffentlichten Iced Earth, neben ihrem "Überalbum" "Something Wicked This Way Comes", einen weiteren Genre-Klassiker. Nicht zuletzt dem Facettenreichen Vocals Stu's ist der Erfolg dieser Scheibe zuzuschreiben. Nun schickt sich die Band an mit "Plagues Of Babylon" das Jahr 2014 ordentlich zu eröffnen und die hochgelegte Messlatte "Dystopia's" zumindest zu erreichen. Vom Label wird mir "Plagues..." als wohl das härteste Album seit "Something Wicked..." angekündigt und schon nach dem ersten Durchlauf konnte ich dem durchaus zustimmen. Das heißt jetzt allerdings nicht das es hier nur direkt auf die 12 gibt. Nein, vielmehr bezieht sich die Härte auf das Gesamtbild der Scheibe. Das Prachtstück des Album steht auch direkt am Anfang. "Plagues Of Babylon" ist ein rasantes, fast 8 Minütiges Meisterstück mit leichten "Dystopia-Touch", was somit ein Übergang von letzten zum neuen Album darstellen könnte. Fettes Schaffersches Riffing im Zusammenspiel mit feinen Leads, abwechslungsreichen Vocals, Chören und markanten Drums(manchmal einen Tick zu hell klingend) prägen dieses Stück. Hier hat Jon wieder sein ganzes Songschreiber-Talent in die Waagschale geworfen und... ...gewonnen. Das sogar noch rasantere "Democide" kommt mit richtig dunkler Stimmung um die Ecke und reißt den Hörer regelrecht mit sich. "Among The Living Dead" erinnert etwas an das Sideproject "Demons & Wizards", was Jon zusammen mit Blind Guardians Hansi Kürsch betreibt. Die Nummer ist sehr dunkle gehalten und galoppiert mit treibenden Riffs vorwärts. Hansi, der bei einigen Refrains auf dem Album mitwirkt, hat hier sogar die Hauptstimme inne. Das über 7 Minuten lange "The End?" erinnert ein wenig an "Something Wicked..." Zeiten und könnte der heimliche Hit des Albums werden. Mit "If I Could See You" gibt es ein Stück, welches in "Melancholy(Holy Martyr)" Manier daher kommt und mit melancholischen Gesang und treibenden Refrain überzeugt. Die Ausgewogenheit und das Zusammenspiel von Rhythmus- und Lead Gitarre weiß hier sehr gut zu gefallen und das Soli zum Ende der Nummer punktet noch mal zusätzlich. Das folgende "Cthulhu" reißt den Hören dann sofort wieder aus dem Sessel und marschiert gnadenlos vorwärts. Auch hier leistet die Leadgitarre hervorragende Arbeit und setzt ein ums andere Mal Akzente. Den Abschluss des Albums bildet das Cover "Highwayman"( Original von Willie Nelson, Johnny Cash, Waylon Jennings and Kris Kristofferson). Eine wirklich coole Nummer, die im Iced Earth Gewand richtig Laune macht. Hier gibt es diverse Gast Sänger zu hören. Zitat Jon: „Eines der Highlights des Albums ist für mich der Song „Highwayman“, der von einigen meiner besten Freunde aus der Musikbranche eingesungen wurde. Es handelt sich dabei um ein Cover, das im Original von Willie Nelson, Johnny Cash, Waylon Jennings and Kris Kristofferson stammt. Ich singe ihn zusammen mit Russell Allen (Symphony X, Adrenaline Mob), Stu und Michael Poulsen(Volbeat) und zwar genau in dieser Reihenfolge, wobei jeder von uns eine Strophe übernimmt." Produktion und Mix sind bestens gelungen und auch wenn das Album keine Direktzünder wie "Anthems", Anguish Of Youth", "Days Of Rage" oder "Tragedy and Triumph", wie auf "Daystopia" an Bord hat, weiß es zu überzeugen. Dies liegt nicht zuletzt am klasse Songwriting. Lyrisch geht's gewohnt Horror und Science Fiction mäßig zu Werke, so wie wir es von Jon gewohnt sind. Fazit: Mit "Plagues Of Babylon" bestätigen Iced Earth ihre Ausnahmestellung in Sachen Power Metal und Stu zeigt genauso eindrucksvoll das er jetzt DIE Stimme der Band ist. Ihren Status als Nummer eins in Sachen Power Metal haben Iced Earth hier ein weiteres Mal untermauert! Pflichtkauf für alle Power Metaller! [Review lesen]

10.05.2013 09:04 - Asenblut: Von Worten Und Taten (2013)

9.5 / 10
Ihr wollt den besten Blackened Thrash, ihr bekommt den besten Blackened Thrash!!! So ähnlich wie Kiss ihren HardRock ankündigen könnten auch die Niedersachsen von Asenblut ihre Konzerte beginnen. Denn gerade wenn es um vermischte Stilrichtungen geht, wird oft mehr angepriesen als man bekommt. Im Fallen von Asenblut ist dies allerdings anders, denn hier bekommt man genau das was "drauf steht", und das auch noch richtig gut. Mit ihrem Debüt "Aufbruch" haben die Jungs schon mal ein Zeichen gesetzt und sich schnell eine kleine Fangemeinde erspielt. Vor allem bei den Metal Only Hörern war die Band schnell in aller Munde und ihre Songs gehören in den Genre entsprechenden Sendungen zum festen Bestandteil. Mit ihrem zweiten Streich "Von Worten und Taten" will man natürlich an den Erfolg des Erstlings anschließen und am besten noch einen drauf setzten. Direkt der Eröffnungstitel "Was Angst Ist" haut mich vom Hocker. Die fast schon Power Metal mäßige Eröffnung(erinnert mich etwas an Iced Earth) frisst sich sofort ins Hirn. Der Übergang in rasende Drums und Gitarren, die eine Spur Satyricon zu Nemesis Divina Zeiten in sich tragen, ist perfekt und auch der Rhythmuswechsel, wenn der Gesang einsetzt, zeigt das Gespür fürs Songwriting. Ganz starke Nummer mit viel Abwechslung. Apropos Abwechslung; davon haben Asenblut eine ganze Menge zu bieten. Die Stücke auf der Scheibe haben zwar alle eine ähnliche Ausrichtung, was natürlich dem Gesamteindruck zugutekommt, sind aber auf ihre Weise doch unterschiedlich und setzen immer auch eigene Akzente, sei es durch kurze Soli, oder einfach durch einen prägnanten Groove, wie z.B. beim "Die Nibelungenmär". Das eingängige "Ringfluch" weiß mit treibendem Riffing und mit einem gewissen Grad an Melodie zu überzeugen und der stampfende "Vier Reiter" mit seinem Wechselspiel zwischen schweren Riffs und feinen Leads. Außerdem variiert man hier sehr schön mit dem Tempo. Das Album hat so viel zu bieten, das man hier jeden Song aufschlüsseln könnte und dabei immer wieder was Neues finden würde. An den Instrumenten wird ein super Job gemacht und Tetzels Gesang fügt sich da Nahtlos ein. Dabei deckt er gutturalen Gesang genauso gekonnt ab wie tiefe Growls oder gesprochene Worte. Hinzu kommt das er die deutschen Texte, welche genauso vielfältig wie die Musik sind und sich mit Sagen, Fantasy, der Apokalypse oder einfach mit der Gefühlswelt befassen, sehr verständlich vorträgt. Alles harmoniert bestens und überzeugt auf ganzer Linie. Sicher erfinden Asenblut dieses Genre nicht neu und das wollen sie auch gar nicht. Allerdings schaffen sie es der Musik ihren eigenen Stempel aufzudrücken und somit ihren Wiedererkennungswert nach oben zu schrauben. Die Produktion ist richtig gut ausgefallen und noch eine Spur besser als auf dem Debüt. Die Musik kommt mit genügend Druck daher, ist nicht zu glatt aber auch nicht zu rau und der dunkle Touch passt sehr gut. Auch das Artwork sei hier erwähnt, eine feine Zwergen Zeichnung mit viel Liebe zum Detail ziert das Cover. Das Digipack kommt mit großem Asenblut Logo und Bonustrack. Das 20 Seitige Booklett im Digi hat alle Texte und Infos zu bieten und ist ebenso fein gestaltet wie das Cover Artwork. Fazit: "Von Worten und Taten" ist ein richtig starkes Album, welches mit Messerscharfen Riffs, feinen Leads, einer starken Rhythmus Abteilung und mit richtig gutem Songwriting überzeugt. Das Beste was ich seit langem in Sachen schwarzgefärbtem Thrash gehört habe! Kaufen Leute! [Review lesen]

10.05.2013 09:02 - Totengeflüster: Vom Seelensterben (2013)

9.5 / 10
Aus dem Schwabenländle kommen drei Musiker die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kälte und Wut des Schwarzmetalls in feine Strukturen unterzubringen und mit klassischer Musik zu verbinden. OK werden einige sagen, das gibt es doch schon, und den meisten wird wohl in dieser Hinsicht Cradle Of Filth und Dimmu Borgir einfallen. Stimmt, und wenn man sich mit den Musikern hinter Totengeflüster befasst, dann wird man auch schnell feststellen das diese beiden Bands(aber nicht nur diese) auch ihre Spuren bei den Jungs hinterlassen haben. Allerdings haben wir es bei Totengeflüster nicht mit einer Kopie genannter Größen zu tun, sondern mit einer Band die zwar in selbigen Gefilden zu Hause ist, die aber mit weit weniger Boombast, nämlich fast ohne, auskommt. Bereits 2007 begann der Kopf und Hauptsongwriter der Band, Totleben, an ersten Songs zu arbeiten und die Jahrelange Arbeit hat sich nun ausgezahlt. Auf ihrem Debütalbum "Vom Seelensterben" ist es dem Trio gelungen ihre oben erwähnte "Aufgabe" umzusetzen und trotz aller Einflüsse ein völlig eigenständiges Kunstwerk abzuliefern. Kalte, sägende Gitarren, rasende Drums, ein prägender, aber nicht überdemensonierter Bass und Keys, die für den symphonischen Charakter sorgen, bestimmen die Musik von Totengeflüster. Die deutschen Texte, welche sich, wie der Titel der Scheibe ja schon andeutet, mit dem Tod bzw. dem Sterben oder auch einem Zustand irgendwo dazwischen befassen, kommen meist BM typisch als guttural, keifende Vocals daher, können aber auch schon mal mit tiefen Growls("Vom Seelensterben") punkten. Schon bei "Traumgespinst" welcher nach dem dunkel, bedrohlichem Intro "Prophezeiung" die Platte eröffnet bekommt man einen Eindruck davon wie filigran man zu Werke gehen kann, ohne dabei Härte und Aggressivität zu vernachlässigen. Bei Stücken wie "Ein Monolog Im Mondschein" oder "Ein Neuer Pfad" kann man mit Tempowechsel und Breaks überzeugen und versteht es mit Atmosphärischen Parts Akzente zu setzten, die noch zusätzlich für Abwechslung sorgen. Der Titelgeber "Vom Seelensterben", "Der Pakt" oder auch "Blutsegen (Die Strömende Erkenntnis)" hingegen sind rasende Black Metaller, bei denen die Keys relativ im Hintergrund agieren und die einen gewissen Old School Charme nicht verbergen können. Mit "Im Tau Der Toten Morgensonne" gibt es auch ein Instrumental. Dieses lässt das Album perfekt, mit Atmosphäre und mit viel Gefühl gespielt, ausklingen. Als Bonus gibt es dann noch die Orchestrale Fassung von "Ein Monolog Im Mondschein. Hier kommt man ebenfalls, bis auf etwas Chorus, ohne Vocals aus und erzeugt viel Atmosphäre. Hier hört man auch sehr schön Totlebens Hang zur Klassik. Anders als bei anderen Symphonisch ausgerichteten Künstlern ist die Produktion des Albums nicht glasklar, sondern eher mit einer etwas rauen Note, wie man sie vom "normalem" Black Metal her kennt, versehen; was wie ich finde sehr gut zur Musik Totengeflüsters passt. Was ich unbedingt erwähnen möchte ist das großartige Erscheinungsbild der Veröffentlichung. Man sagt den Schwaben ja große Sparsamkeit(manch einer redet gar von Geiz °°lol°° ) nach, aber die Truppe spart hier mal gar nicht. Mit viel Liebe zum Detail wurde ein tolles Coverartwork erstellt und das Album kommt im schicken ltd. Digi und als, auf 25 Einheiten limitiertes, edles Hochglanz Artbook im 12" LP Format unters Volk. Das Artbook ist ein wahres Kunstwerk, mit tollen Hochglanzbildern, welches jeden Cent der 35 Euro wert ist. Übrigens ist alles in Eigenverantwortlichkeit entstanden!!! Totengeflüsters "Vom Seelensterben" ist ein Album welches Old School- und symphonischen Black Metal miteinander vereint, dabei fast ohne Boombast auskommt und gekonnt Aggressivität, Härte und Atmosphäre in feine Songstrukturen unterzubringen versteht. Für BM Puristen ist das sicherlich nichts, aber jeder offene Black Metaller sollte hier zugreifen!!! Ohne dieses großartige Album fehlt was in deiner Sammlung!!! [Review lesen]

10.05.2013 08:58 - Trail Of Tears: Oscillation (2013)

6.5 / 10
Die Gothic Metaller Trail of Tears blicken auf eine 16 Jährige Geschichte zurück und veröffentlichen mit "Oscillation" ihr siebentes und wahrscheinlich letztes Album. Die Band hat sich dieses Jahr angeblich aufgelöst.(auf Facebook scheint man aber weiterhin aktiv) Prägend für die Musik der Norweger war vor allem das Wechselspiel zwischen male und female Vocals und der dadurch entstehende Kontrast. Auf der eine Seite der hohe weibliche Gesang, der allerdings nur sehr selten in die ganz hohen Töne abdriftet und auf der anderen Seite die tiefen männlichen Growls und der teilweise gutturale Gesang. Das nötige Gespür für Melodie fehlt der Truppe dabei ebenso wenig wie die nötige metallische Härte. All dies erwartet der geneigte Hörer natürlich auch auf "Oscillation" und im Ansatz bekommt er das auch. Allerdings wirklich nur im Ansatz. Das Album bietet zwar genau die Trademaks der Band, lässt aber immer wieder die femalen Vocals den Ton angeben und verliert sich zu sehr in "Geträller". Dass man das Niveau eines Albums wie "Profoundemonium" nicht mehr erreicht, hat sich ja mit den letzten Veröffentlichungen schon gezeigt, aber hier ist man noch weiter davon entfernt als bisher. Man hat immer das Gefühl des "schon mal dagewesenem" und vermisst wirkliche Innovationen. Sicher ist das alles nicht schlecht vorgetragen und auch das Songwriting an sich ist nicht schlecht, aber der Aha Effekt fehlt einfach. Am besten funktioniert das TOT typische Gemisch noch in Songs wie "Vultures Guard My Shadow" oder "Our Grave Philosophy". Mit viel Gefühl und einprägsamer Melodie kann man im, völlig ohne männlichen Part auskommenden, "Lost Of Life" überzeugen. Auch Produktionstechnisch kann man nicht meckern, alles kommt sauber und mit genügend Druck aus den Boxen. Fazit: Vieleicht war Trail Of Tears Entscheidung die Segel zu streichen richtig, man weiß es nicht, aber dieses Album lässt es erahnen. Ein Album was die Fans wohl zufriedenstellen kann, aber außer zwei drei wirklich guten Nummern und der guten Produktion nicht all zu viel bieten kann. Überdurchschnittlich gut ist es aber dennoch. [Review lesen]

10.05.2013 08:52 - Procession: To Reap Heavens Apart (2013)

8.0 / 10
Auf die Chilenen Procession bin ich 2009 aufmerksam geworden, als sie ihre "Cult Of Disease" EP veröffentlichten. Ihren Epic Doom, irgendwo zwischen Candlemass und Solitude Aeternus mochte ich von Beginn an und war einfach nur begeistert von dem was ich dort hörte. Das erste Full Length Album "Destroyer Of The Faith", welches 2010 folgte, wirkte dann zwar etwas ausgereifter, konnte aber den starken Eindruck der EP nicht ganz wiederholen. Natürlich war ich gespannt was mit dem neuen Werk "To Reap Heavens Apart" auf mich zukam! Das kurze Album einleitende instrumentale "Damnatio Memorae"(könnte man auch als Intro sehen) geht schon mal vielversprechend mit doomigen Riff, prägnantem Bass und feinen Leads zu Werke, hat eine eingängige Melodie zu bieten und das Schlagwerk gibt einen kräftigen Takt an. Soweit so gut. Die Nummer geht direkt in den Candlemass mäßig daherkommenden "Conjurer" über. Auch die Nummer weiß mit prägnantem Bass und fein arrangierten Leads zu glänzen und hat Abwechslung zu bieten. Allerdings, so gut die Nummer auch sein mag, sie klingt einfach zu sehr nach Candlemass und lässt die eigene Note etwas vermissen. Das von der letzten EP bekannte "Death & Judgement" geht ähnlich los wie "Conjurer" aufhört, wird dann zu einer "zähen" Walze und kommt an manchen Stellen fast zum Stillstand. Ein dunkler Song im klassischem Doomgewand, welcher nicht zuletzt vom emotionalem Gesang Filipe's lebt und sehr variable gestaltet daherkommt. Dieser Song bietet die ganze Bandbreite dieses Genres. Der Titelgeber ist dann eine Nummer, die auch von Solitude Aeternus sein könnte, stark gespielt wird aber auch die eigene Note wieder vermissen lässt. Die Höhepunkte des Albums gibt es zum Schluss. Mit "The Death Minstrel" und "Far From Light", letzterer fast 11 Minuten lang, gibt es zwei der stärksten Procession Nummern bisher. Ersterer ist ein 6 1/2 Minütiges Stück, mit episch-atmosphärischem Touch. Es beginnt mit Geräuschsamples, feiner Akustik Gitarre und Percussions, später gesellen sich schweres Riffing, schleppendes Schlagwerk und spoken Words dazu und der dunkle Anstrich macht das Ganze sehr bedrohlich. "Far From Light" hat wieder alles was eine klassische Doom Nummer ausmacht, weist zwar auch hier wieder Candlemass und Solitude Aeternus Züge auf und liegt irgendwo dazwischen, hat aber auch eine gewisse Eigenständigkeit zu bieten. Ein fein arrangiertes Stück, welches nicht ganz so dunkel ist wie sein Titel suggeriert, aber sehr intensiv daher kommt. Die Produktion ist druckvoll und sauber, was vor allem unterm Kopfhörer schön zum Tragen kommt. Fazit:"To Reap Heavens Apart" ist ein klasse Doom Album und das bis Dato ausgereifteste Werk der Chilenen. Auch wenn die Bezüge zu Candlemass und Solitude Aeternus immer noch sehr stark sind, so können die Jungs doch auch genügend Eigenständigkeit unter Beweis stellen und überzeugen mit richtig stark vorgetragenen Doom Metal alter Schule. [Review lesen]

20.01.2013 21:16 - Fen: Dustwalker (2013)

8.0 / 10
Postmetallische Klänge, Ambiente-artige Harmonien und traurig-schöne melancholische Atmosphäre, gepaart mit progressiven Schwarzmetall. So oder so ähnlich könnte man das dritte Album der Engländer Fen beschreiben. Auch wenn es auf dem neuen Werk "Dustwalker" an der einen oder anderen Stelle noch ähnlich wirr zu geht wie auf ihrem Vorgänger "Epoch" und es auch sonst unverkennbar die Handschrift Fen's trägt, so ist doch eine Weiterentwicklung deutlich zu vernehmen. Ähnlich wie Todtgelichter, oder Alcest ist der schwarzmetallische Aspekt geringer und die Postmetallische Ausrichtung größer geworden, allerdings haben die Engländer hier immer noch eine gehörige Portion Black Metal mäßige Arschtritte parat um die Genrebezeichnung zu rechtfertigen. Der Opener "Consequence" oder "Wolf Sun" sind gute Beispiele dafür, hier gibt es kalte schreddernde Gitarren, rasende Drums, Gekeife und Gekrächze und wenn der Progressive Touch nicht wäre, würde zumindest ersterer als reiner Black Metaller durchgehen. Letzterer ist, wegen seinem doch eher Ambiente daherkommendem Ende, eher eine Kombi aus der harten und zarten Seite Fen's. Auch "Walking The Crowpath" kann man als einen Fenschen "Zwitter" bezeichnen, denn auch hier kommen beide Seiten zu tragen, wobei die aggressiven Ausbrüche noch eine Spur kräftiger ausfallen als bei "Wolf Sun". Das variable "Hands of Dust" ist auf der anderen Seite dann eine Nummer welche die Postmetallische/rockige Seite der Band zum Vorschein bringt und teilweise gar Neofolk Züge in sich trägt. Besonders im vorderen Mittelpart wirkt die Musik und der Klargesang sehr zerbrechlich. Später gibt es aber auch hier den ein oder andern mittelschweren Ausbruch und der Gesang wird schwärzer und verzweifelter. Eine starke Nummer; und anders als noch auf dem Vorgänger haben Fen hier ein besseres Gefühl für die Längen, die sehr gut ausgefüllt werden. Das Ambient-mäßige "Spectre" hat viel Atmosphäre zu bieten und lädt mit seinen zarten Passagen fast zum Träumen ein, nur gegen Ende wird es etwas "wilder" und vertrackter. Das Bonusstück(ltd. Edition) "Epilogue" lässt das Album instrumental und passend ausklingen und besticht mit versierter Arbeit an der Akustikgitarre, welche ebenso wie die Drums bestimmendes Instrument der Nummer ist. Man hätte diesen Song ruhig auch auf die "normale" CD packen können, gerade der Kontrast zum Opener passt sehr gut als Abschluss und kommt dem Gesamteindruck zu Gute. Auch die Produktion trägt dazu bei, ist sie doch genauso variabel ausgefallen wie die Songs. Wenn die schwarzmetallische Seite der Band zu tragen kommt ist sie leicht "unsauber" und da wo es sein muss ist sie klar und druckvoll. Fazit: Fen haben aus der Vergangenheit gelernt und einige kleine Mankos abgestellt bzw. verbessert und kommen mit "Dustwalker" ausgereifter und noch variabler daher als auf "Epoch". Ein sehr gutes Post- Schwarzmetallisches Ambient Metal Album mit progressiven Zügen, welches jedem offenen Geist Gefallen bereiten sollte. [Review lesen]

20.01.2013 21:06 - Dante: Inner Circle, The (2007)

8.0 / 10
Wie erschaffe ich eine Band? Ganz einfach! Ich gehe mit einem Kumpel auf ein Konzert und beschließe danach selbst eine Band zu gründen, welche dann genau diese Art von Musik spielt wie ich sie gerade gehört habe. Geht Nicht! Geht sehr wohl. So geschehen 2005 in Bayern. Nach einem gemeinsam besuchtem Dream Theater Konzert beschlossen Gitarrist und Produzent Markus Berger und der klassisch ausgebildete Pianist Markus Maichel eine eigene Prog-Band zu gründen. Mit Alexander Göhs(Gesang) und Christian Eichlinger(Schlagzeug) stand dann 2007 das Line Up(mittlerweile ist auch noch Bassmann Dennis Neumeier dazu gestoßen). Umso erstaunlicher dass wir es anno 2008 bereits mit einem ziemlich reifen Album zu tun bekommen, was auch noch in Eigenregie entstand. Das die Jungs eine große Neigung zu Dream Theater und Co. besitzen hört man nicht nur ihrer Musik an sonder zeichnet sich auch durch die Länge der Tracks auf „The Inner Circle“ aus. So gibt es hier zwar auch zwei „normal lange“ Songs mit 3 ½ „For I Am“ und 4 ½ min „The Giving“, aber eben auch Stücke in Überlänge mit z.B. 18 ½ min „The Taking“. Hier bekommt man über eine Stunde ProgMetal zum genießen. Alles was sich ein Prog Herz wünscht wir aufgefahren, vertrackte Passagen, frickelnde Gitarren, Keyboardsounds und klassische Parts. Alles ist ziemlich gut verpackt und nichts von alledem wird auf die Dauer übertrieben und nervig, wann immer diese Gefahr im Raum steht kommt ein Break oder Rhythmuswechsel. Zu hören gibt es aber keine Kopie von Dream Theater oder anderen etablierten Szenegrößen, nein, „The Inner Circle“ klingt doch ziemlich Eigenständig. Außerdem hat man mit Alexander eine super Stimme am Mikrophon. Sein Gesang ist irgendwo zwischen hohen und mittleren Oktaven angesiedelt und wirkt dadurch doch eher weich. Dies kommt der Musik sehr zu gute, denn dieses, ich nenne es mal, „Eunuchen“ – Gequieke fehlt hier völlig. Was ich als sehr positiv empfinde. Ein weiterer Pluspunkt ist das Cover Artwork, welches sehr gelungen ist und schon den Progressiv Charakter der Musik erahnen lässt. Auch ein fettes Booklet ist dabei und gibt dir alle Lyrics und Infos die du brauchst. Fazit: Mit „The Inner Circle“ haben Dante ein super Debüt abgeliefert, welches um so höher einzustufen ist, da es in Eigenregie entstanden ist (das soll jetzt nicht die Leistung von Markus, der hier auch als Produzent verantwortlich zeichnet, schmälern). Sie haben den Prog Metal nicht neu erfunden und sicher auch „noch“ keinen Klassiker abgeliefert. Allerdings ist ihnen hier ein Grundsolides Werk gelungen was Prog Fans und Leute mit offenen Ohren, welche in ihrem Musikgeschmack nicht stur in eine Richtung gehen, einen Kauf wert sein sollte. Songs wie „Faded“, „Ghost From The Past“ oder „The Taking“ zeigen das Potential der Band und lassen Großes erahnen. [Review lesen]

20.01.2013 21:05 - Dante: Saturnine (2010)

8.5 / 10
Nach ihrem großartigen Debüt „The Inner Circle“ 2008, legen die Bayern von Dante mit „Saturnine“ ihren zweiten Progressiven Erguss vor. Eins wird sofort klar, die Jungs bleiben ihrem Stil treu und werden dem geneigten Hörer genau das geben was er haben will. Verschachtelte Prog Happen die es zu erforschen gilt. Mit jedem Durchlauf hört man neue Feinheiten, auf die man sich beim ersten oder zweiten Mal noch gar nicht konzentrieren kann. Mit über einer Stunde Spielzeit bei „nur“ 7 Songs weiß wohl jeder Prog Fan worauf er sich einlässt und er wird seine Freude daran haben. Auch dieses Mal sind es der erste und der letzte Titel welche die zweistellige Minutenzahl knacken. Diese haben es aber wieder richtig in sich und zählen zu den stärksten Stücken des Albums. „All My Life“ ist mit seinen 12:14 min ein großartiges Prog Stück, welches wie schon auf dem Debüt, seine Wirkung nicht verfehlt und den Hörer sogleich suggeriert „dranbleiben, hier wird dein Ohr verwöhnt“. Schon hier fährt die Band groß auf. Klasse Songwriting lässt den Song in keiner Sekunde langweilig werden. Trotz des vertrackten Geflechts gibt es hier eine große Melodie, welche durch den Gesang von Alexander so richtig zu tragen kommt. Das einzige was mir ein wenig missfällt ist der manchmal etwas zu sehr in den Vordergrund gestellte Keyboard Sound(dies gilt aber für das Ganze Album und nicht explizit für den Opener). Auch kürzere Stücke, wie „Drifting“ zeigen das die Band nicht immer lang gestrickte Bahnen braucht um zu überzeugen, was hier in knapp 5 min rein gepackt wird, bekommen manche nicht auf ein ganzes Album, sehr schöne Pianoklänge und Streicher veredeln den Song und harmonieren sehr schön mit der Stimme Alexanders. Ein Ausreiser ist auch auf dem Album vorhanden, allerdings im positiven Sinne. „Last“ ist ein rotzig vorgetragener Hardrocker welcher einen richtig dunklen Touch besitzt und zeigt das die sonst eher weiche Stimme von Alex auch mal etwas „rupiger“ zu Werke gehen kann. Dieser Song hat richtig Hit Potential. Der letzte Song auf der Platte „Vanessa“ ist für mich aber der Favorit schlechthin. Hier gibt es alles was das Prog Herz höher schlagen lässt, ein schöneres Arrangement habe ich lange nicht gehört. Allein diese 19 min sind das Geld der Platte wert. Fazit: Das Debüt von Dante im Jahre 2008 hat uns nicht zu viel versprochen, denn die Augsburger knüpfen mit „Saturnine“ direkt an „The Inner Circle“ an und überzeugen ein weiteres Mal mit großartigen Prog Hymnen. Super Songwriting, gepaart mir sehr fähigen Musikern und einer klasse Produktion machen das Album zu einem Progressiven Leckerbissen, welcher in jede Sammlung der geneigten Hörerschaft gehört. Dass auch hier die Vorliebe zu Dream Theater immer noch raus zuhören ist tut dem ganzen aber keinen Abbruch! [Review lesen]

20.01.2013 21:03 - Saille: Ritu (2013)

9.5 / 10
Die Belgier Saille begeisterten bereits vor zwei Jahren mit ihrem Debüt "Irreversible Decay". Das Album, welches vollgepackt war mit Ideen, die dann auch noch richtig gut umgesetzt wurden, begeisterte Fans und Kritiker gleichermaßen. Nun kommt der Nachfolger "Ritu" in die Shops und wird sich an der 2011 Scheibe messen lassen müssen. Eins kann man direkt beim ersten hören feststellen, Saille können nahtlos an ihr Debüt anknüpfen und haben es sogar geschafft noch zuzulegen. Erneut kommen sie mit großer Vielschichtigkeit und Ideenreichtum daher, vermeiden es aber gekonnt ihr Debüt zu kopieren. Der progressive Anteil wurde leicht erhöht und beim Songwriting scheint die Kreativität der Truppe unendlich zu sein. Am Mikro hat es eine Veränderung gegeben, Jonathan ist vom selbigen an die Gitarre gewechselt, die vorher von Yves Callaert(der nicht mehr mit von der Partie ist) bearbeitet wurde und hat seinen Platz für Neuzugang Dennie Grondelaers frei gemacht. Dessen Organ klingt etwas weniger fies als Jonathan's, passt aber perfekt zur Saille'schen Mucke. Auch wenn ich mir insgeheim wieder ein oder zwei überlange Stücke wie "Passages Of The Nemesis" oder "Tephra", wie vom Vorgänger, gewünscht hätte, Saille vermögen die Vielfalt auch in den kürzeren Songs so zu verpacken, das ich das nicht Vorhandensein gut verschmerzen kann. Titel wie "Upon The Idol Of Crona", der mit Raserei und leicht progressiven Parts genauso überzeugen kann wie mit Atmosphäre, oder das folkig angehauchte “Runaljod", welches schon mal mit Chören und Zweistimmig daher kommt, überzeugen auf ganzer Linie und zeigen das es für variable und vielschichtige Songs nicht immer 12 Minuten braucht. Inspiriert vom Totenkult alter Kulturen und dem Einfluss Lovecraft's und des Cthulhu-Mythos kommt man auch lyrisch ziemlich dunkel daher. Die beschwörenden Vocals/Formel im schleppend stampfenden "Fhtagn" und die deutschen Sprachsamples in "Subcutaneous Terror" unterstreichen dies ausgezeichnet. Genau wie schon auf ihrem Debüt haben die Belgier auch hier wieder Instrumente wie Flügelhorn, Cello, Geige, Theremin, Tuba und Posaune in ihren Songs verarbeitet und dafür erneut diverse Gastmusiker ins Studio geholt. Die Produktion, welche fernab von blankpolierten und überproduzierten Mainstream liegt, eine raue Note besitzt und nahezu perfekt zur Musik Saille's passt, wurde von Tom Kvålsvoll verfeinert, welcher schon klasse Alben von u.a. Mayhem, Emperor, Arcturus, Limbonic Art, Ulver und Vreid veredelte. Das erneut wunderschöne Coverartwork tut dann auch noch was für´s Auge. Fazit: "Ritu" verbindet den Spirit des frühen Black Metal gekonnt mit dem Modernen symphonischer Spielart, progressiven Zügen, Atmosphäre und leicht epischen Touch. Dieses Album vereint "alten" und "neuen" Black Metal so gekonnt miteinander, dass es Zukunftsweisend für eine neue Generation Black Metaller sein könnte. Grandios von Saille in Szene gesetzt. [Review lesen]

20.01.2013 12:13 - Helloween: Straight Out Of Hell (2013)

9.5 / 10
Helloween haben mit ihren letzten Veröffentlichungen eindrucksvoll bewiesen das man auch nach über 25 Jahren im Geschäft und auf den Bühnen der Welt, noch hochklassige Musik machen kann, die ehrlich ist und sich dem Mainstream nicht anbiedert. Mit "Gambling With The Devil"(2007) und "7 Sinners"(2010) haben die Kürbisköpfe mit die besten Alben des Genres veröffentlicht und daran wollen sie natürlich mit ihrem neuesten Streich "Straight Out Of Hell" anknüpfen. Der geneigte Fan sollte sich schon mal den 18. Januar ganz dick und rot anstreichen, dann gibt es das gute Stück nämlich in den Läden und Onlineshops zu ergattern. Was soll ich sagen, schon beim ersten hören der Scheibe war klar, dass die Hamburger da weiter machen wo sie mit 7 Sinners aufgehört haben. Power/Speed Metal der oberen Liga wird geboten, mit allem was Helloween ausmacht. Druckvolles und rasantes Drum- und Riffing, markante Leads, die für eine gehörige Portion Melodie sorgen, einen präsenten aber nicht zu dominanten Bass und nicht zuletzt ein Andi Deris am Mikrofon in Hochform, welcher mir persönlich noch besser gefällt als auf "7 Sinners". Stücke wie der Opener "Nabataea", welcher durch Variabilität besticht und zu den stärksten Stücken der letzten Jahre avancieren dürfte, die treibenden und mit rasendem Refrain daherkommenden "World Of War" und "Years", dem mit allen Helloween Trademarks aufwartenden Rocker "Waiting For The Thunder" oder dem mit leichtem Maiden Touch versehendem Titelstück "Straight Out Of Hell", die Jungs treffen immer ins schwarze Herz der Fangemeinde. Eine Ballade wie "Hold Me In Your Arms" darf auf einer Helloween Scheibe natürlich auch nicht fehlen. Eine einfach wunderschön unter die Haut gehende, mit Streichern unterlegte Nummer, welche von Andi regelrecht zelebriert wird. Großartig! Das kurze stampfende Percussion Stück "Wanna Be God", welches mit leichtem Live Feeling unterlegt ist, wird sich sicher richtig gut auf den Gigs machen. Ich höre die Fans jetzt schon durch die Halle rufen "I wanna be god". Ebenso ins Live Set gehört für mich das variable "Asshole". Schon allein der Titel schreit geradezu danach von der Masse mit-gegrölt zu werden. Das Album ist noch eine Ecke Abwechslungsreicher ausgefallen als der Vorgänger, ist etwas weniger dunkel gehalten als dieser und wird durch die druckvolle Produktion ausgezeichnet in Szene gesetzt. Ausfälle? Fehlanzeige! Zu den beiden Bonus Stücken der ltd. Edition kann ich nichts sagen, da mir diese nicht vorliegen. Fazit: Helloween schließen mit "Straight Out Of Hell" nahtlos an die erfolgreichen Vorgänger Alben an und legen sogar noch eine Schaufel oben drauf. Schon jetzt ein Anwärter auf das Album des Jahres in diesem Genre! [Review lesen]

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