Ars Obscura (2009) - ein Review von woifal

Imago Mortis: Ars Obscura - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal


08.04.2012 23:29

"Imago Mortis" heißt die italienische Schwarzmetall-Kapelle, die uns ihr 2009 veröffentlichtes Werk "Ars Obscura" zukommen hat lassen. Seit nun 16 Jahren gibt es die Truppe aus dem Süden und das vorliegende Album ist der achte Output der Herren. Erfahrung sollte die Band also mehr als genug haben, und vom ersten Eindruck der Scheibe her – der doch relativ seriös ist – erwarte ich mir auch eigentlich guten Black Metal!

Im Durchschnitt schaffen es die Songs auf 08:30 Minuten, was ein bisschen über der üblichen Spielzeit liegt. Klar, irgendwo muss die Gesamtdauer von 51 Minuten bei nur sechs Tracks ja herkommen. Inmitten des Geschehens wartet relativ einfach gehaltener Black Metal auf technisch gehobenerem Niveau, was zumindest den Klang anbelangt. Sonderlich ausgefallen sind die Songstrukturen und die Riffs/Melodien ja nicht, aber dennoch folgen teils unerwartete Umbrüche in den Liedern. Das macht das Zuhören natürlich gleich wieder interessanter. Der Titelsong mit seinen über zwölf Minuten Spielzeit gefällt mir übrigens besonders gut – nebenbei bemerkt.
Referenzalben der Band kenne ich nicht, da "Ars Obscura" zugegebenermaßen die erste Arbeit der Band ist, die mir zu Ohren kommt. Somit kann ich aber auch nicht beurteilen, ob es sich mit dieser Scheibe um eine Steigerung handelt, oder nicht. Das, was es jedenfalls zu hören gibt, wirkt sehr solide und weiß zu funktionieren, und mehr erwarte ich mir grundsätzlich ja auch nicht.

Zum Sound selbst kann man sagen, dass er durchaus gelungen ist. Besonders das saubere Schlagwerk und der klare Bass, der hie und da seine ganz persönlichen Passagen in den Tracks hat, machen mir viel Freude beim Lauschen der Lieder. Die Gitarren, die sowohl roh-verzerrt als auch druckvoll sind, runden die Musik schön ab und passen mit der krächzenden Stimme, die für die dargebotenen Klänge auch sehr stimmig ist, wunderbar zusammen. Technisch gibt es somit keinen Faktor, den ich bemängeln könnte – auch aus spieltechnischer Sicht nicht. Hier dürfte sich letzten Endes wohl doch die langjährige Bandgeschichte und die Erfahrung positiv widerspiegeln, was ich, wie zu Beginn erwähnt, ja schon erhofft habe.

"Ars Obscura" vermag in seiner klanglichen Darbietung nichts Weltbewegendes zu bieten, weiß aber in seiner simplen Form dennoch sehr zu gefallen. Außerdem ist im Sinne des Black Metal für meinen Geschmack für genug Abwechslung gesorgt. Vor allem für den wirklich gelungenen Sound und dem damit verbundenen Hörvergnügen gibt es noch mal einen Punkt oben drauf.

Wolfgang / RottingHill.at

Punkte: 7 / 10


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