woifal


Registriert seit: 02.08.2011

Zum Verkauf 81 Eingetragen 208
Bewertungen: 105 Reviews: 104
Genres: Dark Wave/Gothic, Metal, Rock

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Bewertungsverteilung von woifal
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Die letzten Bewertungen
8.0 für Death Tyrant: Opus De Tyranis (2013) (13.09.2013 20:53)
8.0 für Leyd: Allt Närmare Ändå (2013) (13.09.2013 20:52)
8.0 für Epitome Of Frail: Society (2012) (23.08.2013 15:29)
7.0 für Nailgun: New World Chaos (2012) (18.08.2013 14:00)
6.0 für Mynded: Humanity Faded Away (2013) (20.05.2013 15:22)
7.0 für Wotans Wille: Steinernes Erbe (2013) (05.05.2013 15:07)
8.0 für Molllust: Bach Con Fuoco (2013) (22.04.2013 19:11)
6.0 für Death Agony: Carcinogenic Memories (2012) (13.04.2013 19:24)
Insgesamt 105 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

13.09.2013 20:53 - Death Tyrant: Opus De Tyranis (2013)

8.0 / 10
Der 2013er-Silberling "Opus De Tyranis" der schwedischen Metal-Formation "Death Tyrant" rotiert heute in meiner Anlage. Geboten wird darauf eine Death/Black Metal-Mischung wie aus dem Bilderbuch, also neue Songs im bekannten Stil. Bevor man die Platte allerdings auflegt, hält man schon mal ein wirklich gelungenes Cover in den Händen, das sowohl den Bandnamen, als auch den Albumtitel wunderbar widerspiegelt und in seiner Ausführung einfach zu gefallen weiß. Nun sitzt man da und betrachtet dieses tolle Bildchen, das den Tonträger schmückt, und hat schon erste Vorstellungen, wie das Ganze wohl zu klingen hat. Fakt ist, dass, wenn man sich schon eine Zeit lang in diesem Subgenre bewegt, diese Erwartungshaltung wohl nicht enttäuscht wird. Das klingt erstmal rein positiv, doch muss natürlich auch abgewogen werden, ob man selbst sich mit "nur dem" zufrieden geben kann, oder ob man sich von der Musik mehr Innovation, Eigenständigkeit und Extravaganz erwartet. Obwohl man den Stil und die Interpretationsweise schon kennt, gibt es doch ein paar unvorhersehbare Breaks oder Grundtonwechsel, was es dann wieder ein bisschen spannender macht. Außerdem muss der Truppe positiv angerechnet werden, dass sie sich bei "Opus De Tyranis" nicht nur auf fette, verzerrte Gitarren und ein bisschen Gegröle/Gekrächze beschränkt haben, sondern auch über die instrumentelle Schiene Abwechslung eingearbeitet haben. Ein Beispiel dafür ist die Akustikgitarre im Intro (welches ja eigentlich als Einleitung direkt mit dem ersten Song verknüpft ist) oder die episch anmutenden Leadgitarren-Läufe. Es kann eben auch ein brachiales Werk wie dieses Melodik beweisen. Positiv hervorzuheben sind weiters Geschwindigkeit und Rhythmik in all den vorkommenden Facetten, denn vom ersten Track weg zieht "Opus De Tyranis" mit – sei es nun in den stampfenden Passagen, mitten im Blastbeat-Unwetter oder bei einem der vielen Doublebass-Läufe. In Summe würde ich das Werk in diesen beiden Punkten durchaus als treibend beschreiben, was dieser Art der Musik naturgemäß zugute kommt. Stimmlich hat man keine großartigen Überraschungen zu erwarten. Gut gemachte Vocals im bekannten Stil, die einen nicht umhauen, aber das Album auch nicht sonderlich schwächeln lassen. Der Sound klingt ausgewogen und gut abgemischt und hat genug Power, um zu überzeugen, beziehungsweise die Musik ins rechte Licht zu rücken. Die immer wieder vorkommenden Leadgitarren arbeiten sich schön aus dem Metal-Getöse heraus, ohne dabei jedoch zu aufdringlich zu wirken. Also ja, "Opus De Tyranis" ist von dieser Seite gelungen und stimmig. Nun zum Schwierigsten – dem Fazit. Ich erwarte mir von absolut keiner Promo, dass es meine Weltansicht verändert, meinen Musikgeschmack oder gar die Musik an sich revolutioniert. Bestimmt nicht. Inwiefern man also die (nicht) vorhandene Eigenständigkeit in einem von tausend Werken beurteilen möchte, obliegt rein dem subjektiven Empfinden des jeweiligen Hörers, das ich versuche, so weit wie möglich zu unterdrücken, aber selbstverständlich nicht komplett abstellen kann. Ich für meinen Teil störe mich jedenfalls nicht daran, "wieder so ein Album" zu hören, wenn es denn in der Umsetzung gelungen ist und über zumindest den Großteil der Spielzeit für Unterhaltung sorgen kann, wie es hier der Fall war. Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

13.09.2013 20:52 - Leyd: Allt Närmare Ändå (2013)

8.0 / 10
Vor nicht allzu langer Zeit habe ich einen Haufen an Promomaterial in die Hand gedrückt bekommen – oben aufliegend ein schwarzes, dünnes DIGI mit der Aufschrift "Leyd". Dass es sich hierbei um eine rohe Black Metal-Veröffentlichung handeln könnte, war mir schon zu diesem Zeitpunkt bewusst und hat sich letztlich auch als richtig herausgestellt. Explizit handelt es sich dabei um die Einstands-EP der Deutschend Band "Leyd", die im Mai diesen Jahres veröffentlicht wurde und "Allt Närmare Ändå" betitelt wurde. Ich muss schon sagen, dass alleine das Cover aufgrund seiner Einfachheit ein kleines bisschen zur ersten Begeisterung beisteuert. Keine ach so diabolischen Bilder oder Symbole, sondern ein schlichtes Logo auf ebenso schlichtem Hintergrund. Irgendwie hat's was! Das Mini-Album kurzerhand in die Anlage geworfen, bekommt man sofort das typisch schwarzmetallische Gebolze in Moll ins Gesicht geschlagen. Wer ein schwaches Gemüt hat und gerne mal ein kleines Intro oder zumindest eine Einleitung hören möchte, bevor losgedroschen wird, der sollte eventuell mit dem etwas weniger rasant startenden zweiten Track "Uppå Galgbacken" beginnen – der überfällt einen nicht ganz so, obwohl auch hier genügend Power dahintersteckt. Dafür ist man durch diesen brachialen Start umso schneller mitten im Geschehen, was bei einer nur vier Tracks starken Platte durchaus von Vorteil ist, da nicht sonderlich viel Zeit bleibt, um den Hörer zu überzeugen. Hauptsächlich bestechen "Leyd" mit hohem Tempo, schnellen Gitarrenläufen, rasantem Drumming und fiesem Gekeife. Blastbeats dominieren die Platte und lassen an jüngere Veröffentlichungen der österreichischen Kombo "Asmodeus" denken. Jedoch lässt sich die EP auch die eine oder andere schöne Gitarrenmelodie entlocken, die von Doublebass getragen wird. So kann man bei "Wiedergänger" oder dem Titeltrack beispielsweise auch mal ein bisschen "Helrunar" oder "Kjeld" durchschimmern hören, wodurch die vier Titel dann doch Abwechslung zu bieten haben und nicht in purer Monotonie versinken. Ein ganz klarer Vorteil, der sich neben dem meiner Meinung nach sehr passend gewählten Klanggewand positiv auf das Fazit auswirkt. Zwar ist "Allt Närmare Ändå" aufgrund des durchgehend hohen Tempos mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, aber die knapp 20 Minuten Schwarzmetall sind durch die schön verarbeitete Kurzweiligkeit gut zu überstehen und laden auf einen zweiten Durchgang ein. Black Metal hat man schon viel gehört, und sicherlich auch vieles, das ähnlich, wenn nicht sogar komplett gleich klingt. Würde nun aber jede neue Band einen komplett eigenen Stil entwickeln, würden diverse Genres irgendwann aussterben, weshalb ich es in vielen Fällen gutheiße, wenn eine Stilrichtung aufgegriffen und neu erarbeitet wird. Im Falle von "Leyd" möchte ich sagen, dass ihnen dieses Unterfangen gelungen ist. Mir persönlich hat das Vorgetragene gefallen und ich wäre definitiv bereit, mir das auch über eine längere Spielzeit anzutun. "Allt Närmare Ändå" ist auf nur 80 Stück limitiert und über den Label-Shop für wenige Euronen erhältlich. Ich denke nicht, dass man hier fünfmal überlegen muss, wenn man auf rasanten, roh gehaltenen Black Metal steht, der ausreichend Melodik zu bieten hat. Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

23.08.2013 15:29 - Epitome Of Frail: Society (2012)

8.0 / 10
Aus einem lockeren, musikalischen Beisammensein heraus wurde "Epitome Of Frail" 2001 gegründet, und seit ihrer ersten Veröffentlichung "The Art Of Being Frail" aus 2004 liegt mit "Society" der bereits vierte Silberling der Truppe vor. Erfahrung als auch Weiterentwicklung sind Begriffe, die den deutschen Musikern definitiv zuzusprechen sind, haben sie doch schon einige Bühnenauftritte hinter sich gebracht, bereits große Bands supportet und auch von den bösen, bösen Musikredakteueren den einen oder anderen positiven Zuspruch erfahren. Auch der Stil der Band hat sich gewandelt, denn wo der Modern Death Metal klangtechnisch anfangs noch in die Lade des Metalcore gepresst werden konnte, geht es auf "Society" wieder etwas todesmetallischer zu. Das Songwriting ist geradlinig und "straight", wie es so schön heißt, und bringt dadurch Vorteile, aber auch Nachteile mit sich. Auf der einen Seite erleichtert das ungemein das Hineinhören in dieses tobende Death Metal-Album, was es nicht nur Fans der vorangegangenen, eher dem Metalcore zugehörigen Werke einfacher macht, sich mit dem neuen Werk anzufreunden, sondern auch denjenigen Hörern, die grundsätzlich nicht dem reinen Todesmetall angehören. Auf der anderen Seite macht es "Society" aber zu einem gewissen Grad vorhersehbar. Dazu muss einfach auch gesagt werden, dass die Platte nicht unbedingt vor Innovation und Neuem strotzt, wenngleich diese Aussage wohl auf die meisten Veröffentlichungen egal aus welchem Genre zutrifft. Geschmälert wird der Gesamteindruck dadurch aber nur bedingt, denn lässt man diesen Umstand außen vor und konzentriert sich aufs Wesentliche, geht es auf dem Silberling immer noch ganz schön rund. Rasantes Drumming, gepaart mit schnellen Saitern, der einen oder anderen melodiösen Einlage und viel Wumms. Dazu kommen dann noch abwechslungsreiche Vocals, die sowohl grölend, als auch schreiend, shoutend und krächzend daherkommen. Klar, auch in der Stimme liegt der Fokus eindeutig beim Death Metal, aber die regelmäßigen Schwenker in andere gesangliche Richtungen machen's für mich letztlich noch interessanter anzuhören. Und was gibt es zum Sound zu sagen? Nun, so wie auch das Songwriting ist er sehr sauber und gerade. Er kratzt nicht, er vibriert nicht, er fährt geradlinig, aber drückend aus den Boxen. Ein Old School-Album ist "Society" also weder von der kompositorischen, noch von der klanglichen Seite, sondern durchaus modern. Aber gerade das finde ich auch gut daran. Ich, der ich mich selbst nicht unbedingt im rohen, dreckigen Death Metal beheimatet fühle (und schon gar nicht im Metalcore), kann mit dem 2012er-Mischlings-Streich von "Epitome Of Frail" gut etwas anfangen, und das möchte etwas heißen. Einzig das elektronische Zwischenspiel "Indiction" kann in meinen Augen gar nichts – selbst nach mehrmaligem Hören nicht. Diese eine Spielminute hat sich für mich aber leicht überhören lassen. Summa summarum liegt mit "Society" neben vielen, vielen anderen Platten erneut ein Album vor, das das bereits Vorhandene aufwärmt, etwas umdekoriert, aber dann doch in ähnlicher Form wieder präsentiert. Soll oder darf man das nun negativ bewerten? Diese Frage stelle ich mir jedes Mal, und ich bin dabei immer unschlüssig. Im Endeffekt zählt für mich hauptsächlich der Unterhaltungsfaktor, der dann schlussendlich beim aktuellen "Epitome Of Frail"-Werk gegeben ist und diverse Negativpunkte ausgleichen kann. Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

18.08.2013 14:00 - Nailgun: New World Chaos (2012)

7.0 / 10
Aufgrund des interessanten Covers wollte ich bei der vorliegenden Promo unbedingt zulangen. Irgendwie hat's was! Hinter der hübschen Verkleidung, die auf ein Metal-Album mit ausreichend Gegenpolen und Abwechslung hoffen lässt, steckt das 2008 gegründete, süddeutsche Sextett "Nailgun", das mit dem 2012er Output "New World Chaos" seine nunmehr zweite Veröffentlichung darlegt. Mit dem Debütwerk "Paindustry" aus dem Jahr 2011 konnte sich die Band schon einen kleinen Namen erspielen und erntete auch viele gute Kritiken. Mal schauen, was sich innerhalb dieser kurzen Zeit von nur einem Jahr bei der Truppe getan hat! Im Großen und Ganzen ist "New World Chaos" sicherlich nicht das Album, das dem Heavy Metal neue Türen eröffnet und durch unbekanntes, innovatives Material brilliert, selbst, wenn das aktuelle Schaffen von vielen Seiten als undefinierbar und geradezu völlig eigenständig bezeichnet wird. Diese Methode, neugierige Nasen zum Zugreifen zu motivieren, ist aktuell aber sehr beliebt, weshalb man es der vorliegenden Platte nicht allzu negativ anrechnen sollte. Jedoch entsteht durch derartige Aussagen immer eine entsprechende Erwartungshaltung beim Hörer, die in den meisten Fällen nach dem ersten Durchlauf in Enttäuschung endet. Dieser Knacks lässt sich für mich aber insoweit ausgleichen, als dass der "Das habt ihr bestimmt noch nie gehört!"-Stempel ganz schnell mal vergessen wird und man sich einfach dem hingibt, was es tatsächlich zu hören gibt, denn das ist im Falle von "New World Chaos" durchaus solider Heavy Metal, der neben seinen simplen Songstrukturen und der Einfachheit der Musik dennoch ein gesundes Maß an Abwechslung mit sich bringt und technisch überzeugen kann. So gibt es auf der instrumentellen und gesanglichen Seite für mich eigentlich nichts zu kritisieren, denn gemacht ist die Sache definitiv gut! Auch auf die Album-Highlights wurde gut hingearbeitet, und so ergibt sich ein stimmiger Verlauf über die Länge von knapp 51 Minuten. Der Sound ist gelungen und gut abgemischt, wenngleich mir die Durchschlagskraft, respektive die Stärke der Gitarren ein wenig fehlt. Hier hätte man vermutlich noch ein bisschen mehr "aufdrehen" können, um das Ganze noch eine Spur präsenter zu gestalten. Vorzeigbar ist er aber allemal. Das in meinen Augen basslastige Album hält sich geschwindigkeitstechnisch hauptsächlich im Mittelfeld auf und kann getrost als Midtempo-Stampfer betitelt werden. Einzig bei "Time Is Running Out" war ich dann doch kurz überrascht, dass der Track mit Geknüppel und schnellen Gitarren gestartet wird. Das ist wiederum aber ein geradezu perfektes Beispiel dafür, dass auf "New World Chaos" abwechslungsreich gearbeitet wurde, denn gerechnet hätte ich selbst zu diesem späten Zeitpunkt auf der CD nicht damit! Der eingeschlagene Weg ist absolut in Ordnung und auch kommt das Produkt der süddeutschen Musiker sehr glaubwürdig und ehrlich rüber, weshalb der Heavy Metal-Fan unbedingt reinhören sollte. Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

20.05.2013 15:22 - Mynded: Humanity Faded Away (2013)

6.0 / 10
"The mixture of old school thrash metal and old school awesomeness leaves the listener hungry for more", so heißt es auf der offiziellen Facebook-Seite der erst 2011 gegründeten, deutschen Jung-Thrash Metal-Kapelle "Mynded". Dieses Jahr, genauer gesagt Ende Jänner, warfen die vier Herren Niko Lambrecht, Joachim Ferstl, Thomas Hiendl und Alexander Li die erste Platte in Form einer EP in die Runde, die auf den sehr für das Genre typisch klingenden Namen "Humanity Faded Away" hört. In allen Tracks präsentieren sich Riffs oder Melodien, die man so oder zumindest so ähnlich schon mal wo gehört hat. Das ist aber irgendwie auch klar, wenn man sich im Gesamten schon so am "Alteisen" wie "Metallica", "Testament" oder "Machine Head" orientiert und auf das übermäßige Moderne verzichtet. Dass hier trotzdem der eine oder andere moderne Einfluss zu finden ist, ist jedoch im Zuge einer unaufhaltbaren Genreentwicklung nur logisch. Parallelen zu den Genre-Vätern findet man an jeder Ecke der Scheibe (haha!), doch wird alles zu einem eigentlich schon eigenständigen Gesamtprodukt vermengt, das das Potenzial der jungen Truppe herausschmecken lässt. Immerhin sind die Burschen rund um "Mynded" ja auch keine absoluten Neulinge, was die Musik betrifft, sondern konnten auch schon vor dieser Formation Erfahrungen sammeln, was sich positiv auf "Humanity Faded Away" auswirkt. Den großen Coup gelandet hat die junge Truppe in Summe betrachtet jedoch mit dem aktuellen Silberling nicht, denn dafür ist nach oben hin noch etwas zu viel Platz. Ab und an gerät das Thrash-Gerüst ins Schwanken und schwächelt, doch trotzdem muss man sagen, dass die Herren dem Hörer fünf gute Tracks in für meinen Geschmack etwas zu basslastiger Aufmachung bereitstellen, die von rasanten Passagen über rasende Soli bis hin zu rockigem Gestampfe vieles zu bieten haben. In Punkto Vocals muss ich allerdings anmerken, dass diese etwas zu flüssig daherkommen. Hier wäre ein bisschen mehr Biss und Kantigkeit nicht schlecht, um der Sache noch ein wenig Schärfe zu geben. Man gewöhnt sich aber nach jedem Durchlauf mehr daran und es fällt mit der Zeit gar nicht mehr so negativ auf. Der Titeltrack der EP ist ein super Anspieltipp, denn er spiegelt die allgemeine Abwechslung der Musik des aus Deutschland stammenden Quintetts wunderbar wider. Nach nur etwas mehr als 25 Minuten Thrash Metal ist dann letztlich Schluss. Für ein Debüt jedoch – so muss ehrlich gesagt werden – haben die deutschen Musiker ein gutes Produkt abgeliefert, das sicherlich noch nicht die Spitze des Eisberges darstellt, aber doch in gewisser Weise erahnen lässt, was mit den folgenden Veröffentlichungen noch kommen kann. Jetzt heißt's nur noch ranhalten und weitermachen! Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

05.05.2013 15:07 - Wotans Wille: Steinernes Erbe (2013)

7.0 / 10
Die junge, österreichische Pagan Black Metal-Formation "Wotans Wille" ist längst keine unbekannte mehr, wenngleich sie natürlich noch nicht im Spitzenfeld mitläuft. Eine feste Anhängerschaft hat sie über die letzte Zeit jedoch bereits an sich gespielt und auch sonst hört man schon viel Gutes über die Band. Nach einem Demo, einer Neueinspielung von selbigem und gröberen Besetzungswechseln haben "Wotans Wille" im März diesen Jahres die auf neuem Fundament aufgebaute EP "Steinernes Erbe" veröffentlicht, die alleine schon durch die Samples auf YouTube für reichlich Anklang gesorgt hat. Mit sieben Titeln und einere Gesamtlänge von nicht ganz 34 Minuten wird die EP von ambientartigen Klängen eingeleitet, die durch eine langsame Melodie der verzerrten Gitarren direkt in den Titeltrack der Scheibe münden. Schon hier fällt auf, dass sich "Wotans Wille" klanglich weiterentwickeln konnten, denn alleine die ersten Spielminuten lassen das musikalische Schaffen der jungen Truppe homogener wirken, als das noch beim vorangegangenen, neu eingespielten Demo der Fall war. Doch so schnell man über die qualitativ höherwertigere soundtechnische Umsetzung erfreut ist, fällt auch wieder derselbe Minuspunkt auf, der den Gesamteindruck bereits bei "Alte Wege, neue Wanderer" aus 2011 geschmälert hat: Das elektronische Schlagzeug. Selbstverständlich mit einem echten und ambitionierten Musiker vor dem Instrument immer noch besser als programmierte Drums, aber klanglich eben nicht ganz das Wahre. Hier herrscht definitiv Verbesserungspotenzial, das sich durch den Umstieg auf ein akustisches Schlagzeug aber leicht bewerkstelligen lässt. Im Gegenzug muss betont werden, dass sich "Wotans Wille" im kompositorischen Faktor durchaus und merkbar steigern konnten. So gibt es einige sehr prägnante Passagen zu entdecken, die schon beim ersten Durchlauf hängen bleiben. Die Riffs, die Rhythmen, die Tracks im Generellen klingen auf "Steinernes Erbe" eine ganze Ecke durchdachter und ausgereifter als ihre Vorgänger. Zusammen mit dem für eine in Eigenregie produzierte Scheibe sehr gut gelungenen Sound wirkt sich auch der neue Sänger Kjetter durchwegs positiv auf das Gesamte aus. Die Einbindung und auch die Emotion selbst der Stimme ist wesentlich überzeugender, als sie beim Demo und dessen Neuaufnahme auf mich gewirkt hat. Ich will mal behaupten, dass sich die Musiker hier richtig entschieden und einen wahrlich guten Griff getätigt haben. Die teils simplen, teils richtig guten, mitreißenden Riffs und Melodien in ihrem wohl durchdachten Arrangement bieten zusätzlich eine sehr gute Basis und lassen letzten Endes alles zu einer stimmigen Masse verschmelzen, die nur ab und an Mal eine kleine Macke aufweist. Sicherlich ist "Steinernes Erbe" keine perfekte Platte geworden, doch ließen sich die Fortschritte der Musiker für mich deutlich mitverfolgen. Wie es im Grunde sein sollte, wächst die Band augenscheinlich von Veröffentlichung zu Veröffentlichung und festigt ihren Stil, was sich letztlich auch beim Hören ihres Schaffens bemerkbar macht. Einen Punkt muss ich in der Bewertung leider zum Abzug bringen, und zwar aus demselben Grund, weshalb ich es bereits bei der Rezension von "Alte Wege, neue Wanderer" getan habe: E-Drum. Bei derart erdiger Musik haben synthetische Klänge für mich nichts verloren – das muss ich ganz ehrlich sagen. Freunde von "Wotans Wille" werden deren neuesten Output mit Sicherheit schon ihr Eigen nennen dürfen, doch sollte das nicht der Fall sein, frage ich mich, worauf gewartet wird!? Für alle anderen gilt: Fans des Pagan Black Metals, die mit der Musik der österreichischen Truppe noch keinen Kontakt hatten, sei angeraten, hier mal reinzuhören. Potenzial! Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

01.05.2013 14:05 - Fuel Of Hate: Between Darkness And Light (2011)

7.0 / 10
"Melodischer Death Metal mit Deathcore-Spuren. Dafür stehen die aus Schwanenstadt in Oberösterreich stammenden "Fuel Of Hate"." Diese Einleitung habe ich jetzt einfach mal ganz frech von der offiziellen Facebook-Seite der jungen, lokalen Todesmetaller gefladert (Worterklärung gibt's auf ostarrichi.org), wie man so schön sagt. Die zweite Veröffentlichung der Herrschaften halte ich in Händen, beziehungsweise dreht sie gerade eine Ehrenrunde im Player, hat sie mir doch auf Anhieb sehr gut gefallen. Die EP "Between Darkness And Light" der 2008 gegründeten Truppe bietet vier Stücke der todesmetallischen Schiene, die allesamt überzeugend drücken und relativ abwechslungsreich daherkommen. So tief die Saiten auch schwingen mögen, bleibt immer genug Platz für einen melodischen Einschlag auf den Gitarren, ohne dabei aber allzu kitschig zu klingen. Deathcore wird gekonnt mit Melodic Death Metal vermengt, wodurch ein spannendes Mini-Album entsteht. Zwar besticht die Musik weniger durch große Neuerungen, da man die Elemente aus allen Einflüssen bereits oft gehört hat, doch hat sie etwas sehr charmantes und sympathisches. Sie klingt einfach ehrlich. Die Vocals kommen variantenreich zum Einsatz und wechseln gekonnt zwischen Magengruben-tiefen Growls und heiserem Gekeife. Für mein Empfinden ist die Stimme aber etwas dünn, so ehrlich muss ich schon sein, und auch im passagenweise auftretenden Klargesang sitzt es nicht immer hundertprozentig. Im Gesamtpaket mit den Saitern und dem Schlagwerk jedoch haben "Fuel Of Hate" einen richtig tollen Sound hingebastelt, der mit der ersten und bis zur letzten Spielsekunde zu gefallen weiß. Wenngleich hier nicht übermäßig innovativ gearbeitet wurde, sind die kompositorische Gabe und das handwerkliche Können der Musiker an den Instrumenten unabstreitbar. Grob zusammengefasst: Ehrlich, überzeugend, solide. Für eine Platte, die in den eigenen vier Wänden aufgenommen wurde, kann man an der EP eigentlich gar nicht viel meckern. Klanglich nicht perfekt, aber sehr in Ordnung, würde ich mir lediglich noch etwas mehr Eigenständigkeit im Songwriting wünschen, denn ich sehe hier verdammt viel Potenzial. Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

22.04.2013 19:11 - Molllust: Bach Con Fuoco (2013)

8.0 / 10
Kurz nach der Rezension des Erstlingswerkes "Schuld" der deutschen Opera Metal-Gruppe "Molllust" liegt nun auch schon der Nachfolger auf meinem Tisch. "Bach Con Fuoco" nennt sie sich, die EP, die Mitte März veröffentlicht wurde und vier Stücke mit einer Spielzeit von knapp 20 Minuten aufweist. War das vorangegangene Album schon ein kleines Juwel, sitzt die Messlatte sowie die Vorfreude natürlich entsprechend hoch. Ist die CD erst mal aus dem erneut schicken Digipack befreit und in die Anlage gelegt, zeigt sich schnell, dass hier zumindest wieder dieselbe Qualität auf den Hörer wartet, wie er sie bereits auf "Schuld" hat genießen dürfen. Mächtig und bombastisch startet das Präludium und lässt einen in Windesschnelle in die Musik eintauchen. Oder wird man eher regelrecht hineingerissen? Ich entscheide mich für zweiteres, denn so packend der Vorgänger bereits war, ist das auch auf "Bach Con Fuoco" der Fall. Wieder haben "Molllust" eine grandiose Mischung aus Metal und Klassik zu bieten, die besonders durch die wundervolle Stimme von Sängerin und Pianistin Janika lebt. Aber auch der Rest der Mannschaft leistet wieder einmal gute Arbeit und setzt das Vorhaben der Vereinigung der beiden Genres durch scharfe Metalriffs an den Saitern, drückendes Schlagzeug und feine Streicher-Melodien überzeugend um. Dazu ist alles in einem Klangkonstrukt vermengt, das sowohl drückend und bedrohlich, als auch besänftigend wirken kann und die filigranen Details würdevoll durchschimmern lässt. Es ist ein Vergnügen, sich den leider viel zu kurzen 20 Minuten Musik hinzugeben und die vier Titel auf sich wirken zu lassen. Dramatik, Melancholie, Leidenschaft – das sind die drei Faktoren, die sich für mich am meisten aus dem aktuellen Schaffen der deutschen Musiker herauskristallisieren, und das in einer sehr überzeugenden Art und Weise. Die Opera Metal-Formation hat in meinen Augen den richtigen Weg eingeschlagen, denn es funktioniert. Für mein Empfinden greift "Bach Con Fuoco" sogar noch etwas schneller als der Vorgänger und weiß ab dem ersten Durchlauf zu gefallen. Was die Bewertung betrifft, kann ich dennoch keine volle Punktezahl geben. Der wohl stärkste Grund dafür ist das Extrem, das dieser Musik innewohnt. Zum einfachen Durchhören ist das Schaffen nicht geeignet, denn es könnte dem einen oder anderen Metaler die Haare aufstellen. Genauso könnte sich der Klassik-Liebhaber an der Mischung stoßen, wodurch ich hier ein Herantasten empfehlen würde. Bands, die im geeigneten Maße mit den Stilrichtungen hantieren, gibt es ja zum Glück wie Sand am Meer. Außerdem sagt mir mein Bauchgefühl, dass hier noch mehr folgt, weshalb ich mir nicht den letzten Joker nehmen möchte. Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

21.04.2013 16:03 - Aethernaeum: Wanderungen Durch Den Daemmerwald (2013)

9.0 / 10
"Aethernaeum" ist eine junge deutsche Folk Black Metal-Truppe, die ihren Ursprung im gleichnamigen Soloprojekt von Alexander Paul Blake, den man bereits von Gruppen wie "Eden Weint Im Grab" oder "Transit Poetry" kennt, findet. Im letzten Jahr schenke der kreative Geist der Gemeinde das Einstandswerk "Die Rückkehr ins Goldene Zeitalter", das von vielen Seiten hohen Anklang fand und am 19. diesen Monats von "Wanderungen durch den Daemmerwald" abgelöst wird. Über die neueste Veröffentlichung der naturmystischen Folk Black Metal-Truppe gibt es im Grunde nur eines zu sagen: Er hat es schon wieder getan! Der Kreativgeist Alexander Paul Blake hat – diesmal mit Unterstützung seiner neuen Mitstreiter – erneut ein Album erschaffen, welches die Themen Natur, Mystik, Gespenstischkeit (ein besseres Wort fällt mir nicht ein), Träumerei, Aggression und Romantik wunderbar vereint. Dabei wurde genauso vorgegangen, wie es auf dem Vorgängerwerk "Die Rückkehr ins Goldene Zeitalter" bereits bestens funktioniert hat, nämlich höchst leidenschaftlich. Ich würde sogar meinen, dass es Herrn Blake diesmal noch eine Spur besser gelungen ist, sämtliche emotionale wie technische Faktoren in ein Gesamtprodukt zu schließen. "Wanderungen durch den Daemmerwald" hat viele Seiten zu bieten, wie ich finde. Seien es die ruhigen, zum Träumen verleitenden Melodien, die durch das Album schweben, oder die treibenden Schlagzeug-Rhythmen in Verbindung mit den sägenden Gitarren, die einen aus diesen wieder herausreißen und die pure, kalte Energie spüren lassen. Irgendwo zwischen den rasanten Passagen und ergreifenden Melodien, wie sie "Dornenreich", "Agalloch" oder auch "Mondstille" bereits aufgezeigt haben, bietet das Rauf und Runter der Emotionen genug Stoff, um gedanklich abzuheben, aber auch ausreichend Momente, die den Hörer wieder auf den Boden zurückholen und mit der harten Realität konfrontieren. Musik zum Fühlen – besser lässt es sich für mich nicht beschreiben. Doch so grandios das erste "Aethernaeum"-Werk auch ist, muss ich so ehrlich sein und eine Schwachstelle aufzeigen. "Wanderungen durch den Daemmerwald" funktioniert nicht nebenbei oder als reine Unterhaltungsmusik und verliert im Zufallsmodus der Wiedergabeliste einiges an Wirkung. Ein einzelner Song geht einfach unter! Das Album sollte – um nicht zu sagen muss – von vorne bis hinten durchgehört werden, um sich im Geiste des Hörers völlig entfalten zu können. Subjektiv ist dieser Umstand mit Sicherheit kein dramatischer, objektiv betrachtet aber dennoch erwähnenswert. Für mein Empfinden lohnt es sich aber, sich der Scheibe gezielt anzunehmen, denn das hat sie durchaus verdient. Die Rezension dieses Albums war wahrlich nicht einfach für mich. Selten fällt es mir schwer, meine Gedanken zu einer Sache in Worte zu packen. Meistens erleide ich bei besonders schlechtem Tonmaterial eine Schreibblockade – vermutlich aus dem Schock heraus. Diesmal war es aber anders, denn mir fehlten schlicht die richtigen Worte. Kreativkopf Blake hat mit seinen Mannen wunderbar dort angesetzt, wo "Die Rückkehr ins Goldene Zeitalter" verstummt ist. Wem dieses Werk bereits gefallen hat, der darf sich die Fortsetzung nicht entgehen lassen. Aber auch diejenigen Freunde naturmystischer Musik wie die obgenannter Bands, die mit dem vorangegangenen Schaffen Alexander Paul Blakes noch nicht vertraut sind, sollten "Wanderungen durch den Daemmerwald" ihre Aufmerksamkeit widmen. Meine Empfehlung! Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

13.04.2013 19:24 - Death Agony: Carcinogenic Memories (2012)

6.0 / 10
In Bezug auf die junge, französische Metal-Kapelle "Death Agony" habe ich bereits des Öfteren gelesen, dass sie simplen Old School-Death Metal zu bieten haben. Vor allem bei dem aktuellen Aufkommen an Old School-Thrash, -Death, -Black oder sonstigem Metal, der sich meist nur durch den davorgesetzten Banner, nicht aber durch tatsächliche, musikalische Leistung auszeichnet, bin ich eher vorsichtig und erwarte mir nicht zu viel davon. "Carcinogenic Memories" ist nach dem 2007er Demo, einer Live- und der "Resilience"-Mini-CD der erste Full Length-Output der Todesmetaller aus Nordfrankreich. Mal schauen, wie sich die Sache in der Anlage entwickelt... Was auch ohne vorangegangene Recherche schnell auffällt ist, dass wir uns mit "Carcinogenic Memories" kein Album zu erwarten haben, das sich in irgendeiner Form einem der neumodischen, dubiosen Sub-Sub-Genres zuschreiben möchte. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass das Debüt-Album der Franzosen rustikal klingt. So viel zu "Old School". Simple Songstrukturen schmücken sich mit einem rotzigen Sound und verzichten dabei auf großartige technische Ummantelungen. Das Werk zeigt sich erdig und am Boden geblieben, hat dafür kompositorisch aber keine übermäßigen Highlights zu bieten. Von Pig-Squeals bis hin zu den abstrusesten gutturalen Lauten begleitet Sänger Milouse (nein, nicht Milhouse!) seine Mannen durch das nicht knapp 38 Minuten lange Werk. Passend dazu gesellen sich die tiefen Gitarren mit meist einfachen Rhythmen, das Auftreten von schnellen Leads, Midtempo-Schlagzeug, das – wie überraschend – mal grob stampfend, mal mit Doublebass oder Blastbeats daherkommt, und der Bass, dem man aus soundtechnischer Sicht etwas mehr Raum hätte bieten können. Ob der Tiefsaiter nun perfekt (also kaum hörbar) eingebunden oder schlichtweg zu undifferenziert abgemischt wurde, kann ich nicht ganz klar beurteilen, doch verliert er sich vor allem in den Tiefen sehr, was naturgemäß eher ungünstig ist. Das Drücken kommt hauptsächlich von der Basedrum. Eines muss man der todesmetallischen Truppe "Death Agony" auf jeden Fall lassen: Wenn Death Metal drauf steht, ist auch (nur) Death Metal drin. Keine obskuren stilistischen Experimente, keine Ausflüge auf genrefremdes Terrain, sondern lediglich Death Metal. Doch des einen Freud' ist des anderen Leid, und somit ist "Carcinogenic Memories" wohl eher etwas für Freunde des altbekannten, puristischen Death Metal und weniger für die Hörer gedacht, die ihren Todesmetall gerne blackened, technical oder sonst wie haben. Ich für meinen Teil empfinde das Debütwerk der Franzosen als zweischneidig. Auf der einen Seite schön zu sehen/hören, dass man seine Musik nicht immer in eine der suspekten Subgenre-Laden stecken muss, sondern sich auch mal dem Ursprung der Stilrichtung widmen kann. Auf der anderen Seite muss, rein objektiv betrachtet, aber auch klargestellt werden, dass "Carcinogenic Memories" nicht den heiligen Gral der Death Metal-Geschichte darstellt und sich "nur" in den bekannten Rahmen stecken lässt. Sei's drum: Freunde der klassischen Schule des Todesmetalls sollten sich das "Death Agony"-Einstandswerk mal zu Gemüte führen und selbst entscheiden, ob Top oder Flop. Die, die sich zeitlebens auf der Suche nach Extravaganz und Abwechslung im Metal befinden, können auf diesen Silberling wohl verzichten. Wolfgang / RottingHill.at [Review lesen]

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