Yo! Bum Rush The Show (1987) - ein Review von Kalligor

Public Enemy: Yo! Bum Rush The Show - Cover
1
Review
5
Ratings
8.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rap/Hip Hop


24.07.2011 10:42

Das Debütalbum der vielleicht einflussreichsten Hip Hop Band aller Zeiten. Als das Album 1987 auf den Markt kam, befanden sich RUN DMCs "King of Rock + Raising Hell", Beastie Boys "Licensed to ill" und LL Cool Js "Bigger & Deffer" in meinem Besitz. Wie man sieht waren meine Berührungen mit Hip Hop Alben - auch auf Grund das dieser Musikstil gerade erst nach Europa rübergeschwappt ist - noch relativ überschaubar, nichtsdestotrotz war mein Musikgeschmack schon für den Rest meines Lebens versaut. Als ich dann meine erste Public Enemy Scheibe erstand - damals übrigens nicht weil ich die Band schon kannte oder wusste was mich erwartete, sondern vielmehr weil man auf Grund des Nachschubmangels praktisch jede Hip Hop Scheibe kaufte die man im Plattenladen seines Vertrauens erstehen konnte - schlug diese ein wie eine Bombe. Sicherlich kann ich den üblichen "Kritikern" dieses Albums nicht widersprechen, im Vergleich zu den nachfolgenden drei Alben schließt dieses Werk bescheidener ab, aber zum damaligen Zeitpunkt kam es einer Offenbarung gleich.

Als kleine Anektote möchte ich dazu noch anmerken: Chuck D hat in einem Audiokommentar zu dieser Platte folgendes gesagt -> Wir haben die Platte 1986 aufgenommen, auf Grund diverser anderer Releases der Plattenfirma wurde das Album jedoch erst 1987 auf den Markt gebracht. Zwischenzeitlich hatten BDP und Eric B. & Rakim mit Ihren Alben bereits eine Weiterentwicklung des Raps eingeläutet, daher erscheint unser Album etwas Old schooliger als geplant, dies merkt man bsp. an den BPM die hier im Gegensatz zu den nachfolgenden Alben noch unter 100 BPM liegen.

Obwohl Rick Rubin als Producer noch seine Hand über den Bomb Squad hielt und auch Chuck D sowohl thematisch, als auch von der Aggressivität her noch an seinem Rap-Stil feilte, hob sich das Album schon deutlich von anderen Hip Hop Veröffentlichungen ab. Wenn ich nur an "Public Enemy No. 1" denke, ein Track dessen musikalische Untermalung praktisch nur aus einem "nervigen Piepton", einem dumpfen Basslauf und Scratcheinlagen bestand, so stellte dieser Track für mich einen Meilenstein unter den P.E. Singles dar und darf als grandioser Vorläufer späterer "Bring tha Noize" Tracks angesehen werden. Auf die ansonsten noch auf dem Album enthaltenen Tracks möchte ich an dieser Stelle gar nicht so sehr eingehen, nur soviel zum damaligen Zeitpunkt - und auch heute noch - kann ich die CD einlegen und von Anfang bis Ende durchhören ohne ein einziges mal die Skip Taste zu drücken, das ist Public Enemy.

Mein Fazit: 9,5/10 Punkten ( und ich möchte betonen das die 0,5 Punkte bis zur Bestmarke nur deshalb fehlen damit man die Verbesserung der nachfolgenden Werke auch in den Punkten ersehen kann) für eines der besten Debüt Alben aller Zeiten - und das aus dem Jahre 1987.

Punkte: 9.5 / 10


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