Fear Of A Black Planet (1990) - ein Review von Kalligor

Public Enemy: Fear Of A Black Planet - Cover
1
Review
9
Ratings
8.44
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rap/Hip Hop


24.07.2011 10:40

Zunächst einmal sollte man sich vor Augen führen unter welchem Druck P.E. samt Bomb Squad vor der Veröffentlichung dieses Albums standen. Vor gerade einmal zwei Jahren hatte man mit "It takes a Nation..." eines der bahnbrechensten Hip Hop Alben aller Zeiten auf den Markt gebracht, die Erwartungshaltung der Fangemeinde war entsprechend beinahe unmenschlich. Unter diesen Voraussetzungen ist es fast schon unheimlich das die Jungs es geschafft haben das ihr Niveau nicht nur zu halten, sondern in Punkto musikalischer Kreativität sogar noch zu toppen - auch wenn das unmöglich erschien- und dabei noch ihrem Stil treu zu bleiben...

Mit dem dritten Album der "Goldenen P.E. Ära" schafft es die New Yorker Combo rund um Chuck D endgültig die Hip Hop Welt zu übernehmen und lieferten - obwohl der Kommerz für die Band nie im Vordergrund stand - gleichzeitig Ihr kommerziell erfolgreichstes Album ab. Durch den Meilenstein der Hip Hop Geschichte "It takes a Nation of Millions to hold us back" aufgerüttelt, lechzte die Hip Hop Gemeinde Ende der 80iger Jahre geradezu danach endlich ein neues Public Enemy Album in den Händen zu halten. Folgte 1989 mit "Fight the Power" nur eine Single zum Spike Lee Film "Do the right thing" - welche in Ihrer grandiosen Qualität die Sehnsucht nach einem neuen Album nur noch verstärkte - war es Ende 1990 endlich soweit: Public Enemy veröffentlichten "Fear of a black Planet", welches in den US Charts aus dem Stand Platz 10 der Billboard Charts eroberte und auch in anderen Ländern bis dahin unerreichte Höhen für ein politisches Rap Album erklomm. Musikalisch entfesselte der Bomb Squad mit "Fear of a black Planet" eine nie wieder erreichte Sampling Orgie über die Chuck D und Flav gewohnt aussagekräftige Lyrics - welche abermals den Finger tief in die Wunden der amerikanischen Gesellschaft legten- rappten. Ein weiteres Soundgewitter, Sample auf Sample gestapelt läßt einem der legändere Bomb Squad Musik/Töne/Noise aufs Trommelfell prasseln wie man sie bis dahin und auf Grund der Sampling Gesetze leider auch nie mehr danach zu hören bekommen hat. Der Bomb Squad sampelte, sampelte den Sample dann erneut und benutzte letztendlich für den Track nur eine Sequenz des Samples - einfach genial.

Mit Klassikern wie "Welcome to the Terrordome", "Brothers gonna work it out", "Burn Hollywood burn", ")11 is a Joke", oder der schon erwähnten Rap-Hymmne "Fight the Power" - um nur einige zu nennen - gespickt strotzt das Album nur so vor geballter Hip Hop Power und zementierte damit eindrucksvoll die Ausnahmestellung die Public Enemy zu dieser Zeit im Hip Hop Biz einnahm. Auch wenn für mich persönlich "It takes a Nation of Millions to hold us back" das beste P.E. Album aller Zeiten bleibt, und mir "Apocalypse 91" vom Gesamteindruck besser gefallen hat als "Fear of a black Planet" ist und bleibt dieses Album - auch auf Grund seiner "Hit Dichte" - ein weiterer Meilenstein und musikalisch ein grandioses Feuerwerk mit dem diese Band die Hip Hop Gemeinde verzückt hat. P.E. Veröffentlichungen zwischen 1987 und 1991 sind für mich ein absolutes Muss in jeder Hip Hop Sammlung, daher kann ich auch diese Scheibe nur empfehlen.

10/10 Punkte was auch sonst

Punkte: 10 / 10


Public Enemy: Fear Of A Black Planet

Audio CD

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Tracklist:

  1. Contract On The World Love Jam (Instrumental)
  2. Brothers Gonna Work It Out
  3. 911 Is A Joke
  4. Incident At 66.6 FM (Instrumental)
  5. Welcome To The Terrordome
  6. Meet The G That Killed Me
  7. Pollywanacraka
  8. Anti-Nigger Machine
  9. Burn Hollywood Burn
  10. Power To The People
  11. Who Stole The Soul?
  12. Fear Of A Black Planet
  13. Revolutionary Generation
  14. Can't Do Nuttin' For Ya, Man!
  15. Reggie Jax
  16. Leave This Off Your Fu*Kin Charts (Instrumental)
  17. B Side Wins Again
  18. War At 33 1/3
  19. Final Count Of The Collision Between Us And The Damned (Instrumental)
  20. Fight The Power
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