Zone Of Alienation (2012) - ein Review von Frozen-Steel

Steelwing: Zone Of Alienation - Cover
1
Review
16
Ratings
8.81
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


Frozen-Steel Avatar
03.03.2012 21:53

Nach starkem Debüt entwickelten sich STEELWING schnell zu einem Senkrechtstarter der neuen Generation traditioneller Heavy/Power Metal Bands. "Sentinel Hill" vom Debüt "Lord of the Wasteland" zählt für mich zu den besten Songs von 2010, und hat dabei auf der Scheibe selbst massig Konkurrenz hinter sich gelassen. Grund genug, auch das neue Werk der Schweden auf die Einkaufsliste zu setzen.

Nach futuristischem Intro zeigt sich sofort: Eine lohnende Wahl. "Solar Wind Riders" ist ein genialer Power Metal Song, schnell und wuchtig schallen tolle, melodische Riffs aus dem Lautsprecher, Background Chöre werden gezielt aber nicht wie leider heute so oft üblich übertrieben angebracht und Riley findet eine perfekte Mischung aus dezent rockigem Gesang und eierkneifenden Schreien. STEELWING setzen da an, wo sie 2010 aufgehört haben und liefern von Anfang an ein tolles Werk ab.

Ob mit saftigen Rockern wie dem schnellen "Full Speed Ahead", dem halbballadesken "Breathless", dem Riffgewaltigen "Tokkotai" oder dem Instrumental "They Came from the Skies", hier herrscht starkes Power Metal Songwriting und technische Finesse, die den Aufstieg der Jungs mehr als rechtfertigen. Der abwechslungsreiche und melodische Titeltrack "Zone of Alienation" kann sich ebenfalls zu den Höhepunkten zählen. Die Gitarrenarbeit ist einfach herausragend, melodisch und doch hart, gepusht von einer modernen aber keineswegs übertriebenen Produktion. Der perfekte Sound für eine Power Metal Band des 21. Jahrhunderts, ganz grosses Lob hier an Rikard Löfgren, den Produzenten des Scheibchens.

Doch die beste Produktion bringt nur dann etwas, wenn das Material auch stark ist. Und STEELWING liefern hier wahrlich besten Edelstahl. Abgeschlossen wird das Album vom 10 Minuten Kracher "Lunacy Rising" - Ich liebe Rhytmustriolen ^^ - der als Musterbeispiel für den melodischen, traditionellen Heavy Metal dient, den die schweden uns hier präsentieren. Das Album steckt den starken Vorgänger mal locker in die Tasche und bestätigt das, was schon zu erahnen war: STEELWING gehört die Power Metal Zukunft.

Einziger Kritikpunkt: Die Tour kam wohl etwas früh, so dass die Songs den meisten Fans noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind. Immerhin setzen sich die Ohrwürmer dieses Silberlings mit der Zeit immer tiefer und tiefer im Gehörganz fest, aber im Januar kannten viele die neuen Songs halt noch nicht und die "alten" wirkten einfach zwingender. Umso gespannter bin ich auf die nächsten Liveauftritte.

Ansonsten für jeden Fan traditioneller Metalklänge: Unbedingte Kaufempfehlung.

Anspieltipps: "Solar Wind Riders", "Full Speed Ahead!", "Tokkotai (Wind of Fury)", "Zone of Alienation", "Lunacy Rising"

Punkte: 9.5 / 10


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