World War III (2011) - ein Review von gelal

Madina Lake: World War III - Cover
1
Review
3
Ratings
7.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rock Alternative Rock


gelal Avatar
19.03.2012 12:16

Madina Lake konnten mich bereits 2009 mit ihrem Album „Attics To Eden“ überzeugen und so war ich natürlich auf das neue Werk „World War III“ gespannt, welches dieser Tage über SPV erscheint.
„World War III“ geht jetzt nicht, wie vielleicht manch einer, der die Band noch nicht kennt, denken könnte voll auf die 12 oder in die Magenkuhle. Das Album ist eher in die Alternative Rock Ecke anzusiedeln und der dritte Teil einer Trilogie, welche mit dem 2007er Debüt „From Them, Through Us, To You“ begann und nun mit „WW III“ ihr Ende findet. Die Band lies in dieses Album Höhepunkte und tragische Erlebnisse aus ihrem persönlichen Leben seit dem 2007er „Attics To Eden“(zweiter Teil der Trilogie) einfließen. (mehr Infos dazu am Ende des Reviews, da es mir wichtig erscheint um in das Album einzutauchen und es vielleicht besser zu verstehen)
Herausgekommen ist ein melodiöses und emotionales Rock Album, welches das wohl stärkste Werk der bisherigen Karriere Madina Lake´s darstellen dürfte. Auch auf „WWIII“ ist dem Vierer aus Chicago wieder eine perfekte Mischung aus emotionalen und knackigen Rocknummer gelungen, welches unglaublich intensiv geworden ist. Sei es mit Songs wie dem Opener „Howdy Neighbor!“ oder „Imagineer“, die das Album gleich schön rockig einläuten und vor allem in den „aggressiven“ Parts zu punkten wissen. Oder mit etwas weniger Härte wie z.B. bei „Take Me Or Leave“, welcher gar einen Rap/Hip Hop Part beinhaltet. Der Hit schlechthin auf dem Album ist für mich aber „Across 5 Oceans“. Der Song ist einfach perfekt arrangiert, trifft genau auf den Punkt und reist den Hörer regelrecht mit. Die Band überzeugt aber in jedem Moment der Scheibe und einen Song hier herauszupicken wäre fehl am Platz, denn keiner steht dem anderen in irgendeiner Weise nach. Anders als noch auf dem Vorgänger, bleibt das Album bis zum Ende auf demselben Level und Abwechslungsreich.

Fazit:Madina Lake machen mit „World War III“ nochmals einen Schritt nach vorn und überzeugen von der ersten bis zur letzten Note. Die etwas punkige Note vom Vorgänger ist verschwunden, macht die Musik aber nicht weniger interessant. Die Scheibe ist sehr intensiv, was vor allem auch beim Gesang zu merken ist. Die Härte kommt, trotz Eingängigkeit, nicht zu kurz und das Songwriting ist exzellent. Musik und Gesang sind absolut stimmig und Produktionstechnisch gibt’s auch nichts zu meckern. Ich würde mal sagen Punktlandung! Um es mal mit den Worten der Band aufs Album bezogen zu sagen; Take Me Or Leave! Wer es nicht nimmt, versäumt was.

Infoblatt-Zitat: „ Mit ihrem 2007er Debüt From Them, Through Us, To You schufen Madina Lake die Grundlage für eine komplexe 3-Alben-Trilogie, die in der fiktionalen Stadt Madina Lake der Fünfziger Jahre spielt. Die Geschichte startete mit dem Verschwinden der hinreißenden Provinzschönheit Adalia. Die Bewohner der Stadt suchten verzweifelt nach ihr, in diesem Zuge stellte die Band auf Attics To Eden weitere Charaktere vor. Der Plan für World War III, das letzte Kapitel der Fantasy-Story, sah die Darstellung des Kampfes zwischen Gut und Böse vor. Doch dann ereignete sich das Böse tatsächlich.“ Im Juni 2010 wurde Matthew bei dem Versuch brutal zusammengeschlagen, seine Frau vor einem gewalttätigen Angreifer zu schützen. Matthew lag anschließend mit Schädelbruch, Kieferfraktur und Hirnschwellungen fünf Tage lang im Koma. Die Ärzte mussten ein Drittel seines Schädels entfernen, weil das Gehirn dermaßen stark angeschwollen war. Musiker aus aller Welt engagierten sich für Matthew, sogar die Smashing Pumpkins gaben ein Benefizkonzert und sammelten insgesamt 80.000 Dollar für seine medizinische Behandlung. Erst nach viermonatiger Genesung konnte Matthew zu seiner Band ins ´The Attic`-Studio zurückkehren, um mit seinem Bruder und den anderen Bandmitgliedern an neuem Material arbeiten. Dieses schreckliche Trauma floss direkt in die bislang kraftvollste und ergreifendste Musik der Gruppe ein.
„Während der Produktion überlebten wir eine Art Bombenangriff“, erklärt Matthew. „Die unfassbare Realität, die uns ereilte, wurde in diese Passage der Geschichte eingearbeitet. Im mythologischen Bereich von Madina Lake existiert eine Art siebter Sinn für anbahnende Katastrophen. Als mein Unfall im richtigen Leben passierte, war dies das beste Beispiel für das, was wir in unserer Geschichte aufzuzeigen versuchen. Wir schrieben über die Angst vor dem Unwirklichen. Und plötzlich wurde sie Wirklichkeit.“ Anstatt an der Last dieser Erfahrung zu zerbrechen wurden Madina Lake nur noch stärker. Nathan führt an: „Auf eine total bizarre Weise schrieb unser Leben das Ende der Geschichte genauso, wie wir es die ganze Zeit über im Hinterkopf hatten. Wir waren geradezu das lebende Beispiel für den Grundgedanken der Trilogie.“

Punkte: 9 / 10


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Tracklist:

  1. Howdy Neighbor!
  2. Imagineer
  3. They're Coming For Me
  4. Hey Superstar
  5. Fireworks
  6. Across 5 Oceans
  7. We Got This
  8. What it is to Wonder
  9. Heroine
  10. Blood Red Flags
  11. Take Me or Leave
  12. The Great Divide

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