Unto The Locust (2011) - ein Review von blackening

Machine Head: Unto The Locust - Cover
1
Review
57
Ratings
8.02
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Thrash Metal


blackening Avatar
23.11.2011 20:10

Lange habe ich überlegt, was ich von der neuen Machine Head halten soll. Nach dem Vorgänger und den Ankündigungen, alles solle noch progressiver werden, waren meine Erwartungen unfassbar hoch, und sie wurden nur zum Teil erfüllt.Positiv fällt mir auf, das sich Machine Head hier nicht wiederholen. Negativ finde ich, dass sich bei mir beim Hören einfach kein " Machine Head Feeling" einstellen will. die Platte fühlt sich irgendwie nicht wie Machine Head an. Die Einflüsse Metallica, Sepultura und Hardcore a la Cro-Mags sind fast gar nicht mehr vorhanden, stattdessen merkt man ihnen an, dass sie viel mit Bands wie Trivium oder Shadows Fall auf Tour waren.
Das Album beginnt stimmig mit einem an " Ave Satani" aus Omen erinnernden Intro, und wird dann zum Metalcore-Midtempo-Stampfer. Ganz gut, nur die 10000fach gedoppelten Voaclas stören mich. Danach wird es thrashiger, sehr schön,auch wenn das Riff etwas an Trivium erninnert. Das bedeutet, dass das Riff so klingt, als wolle man zeigen, was man kann, statt ein gutes Riff abzuliefern. Trotzdem macht der Song Spaß, haut mich aber auch nicht um. " Be Still And Now" beginnt mit einer an Arch Enemy erinnernden Melodie, die wird aber zum Machine Head typischen Banger gewandelt für die Strophen, Gesang und Gitarrenarbeit sind gewohn großartig. " Locust" ist für mich das Highlight der Platte: schönes Intro, das wie eine modernisierte Version von Metallica anno 1988 klingt, geht in ein EXTREM fieses Midtemporiff über, dass einfach zum Headbangen bringt. In der Mitte gibt es wunderschöne, klassisch angehauchte Melodien, und am Ende einen Breakdown. Sehr fett. " This is The End" ist das zweite Albumhighlight, das Grundriff nimmt fast schon Black Metal Züge an, Robb klingt sehr angepisst, um dann im Refrain mit seinen vermutlich höchsten Vocals bisher zu imponieren. Top! " Darkness Within" beginnt ziemlich befremdlich, der Anfang erinnert stark an den späten Johnny Cash. Der Song wird dann zum Ende in immer härter, wie es auch schon bei " A Farewell To Arms" auf dem Vorgänger funktioniert hat. Alles in allem nicht schlecht, aber auch nicht gut. Bei " Pearls Before The Swine" muss ich am Anfang immer an Trivium denken, danach wieder Thrash mit den Machine Head typischen Midtempo-Attacken. Auch sehr schön, vor allem die Moshparts. " Who We Are" finde ich dagegen echt schwach. Schiefer Kindergesang im Intro, der Rest schafft es einfach nicht, bei mir hängen zu bleiben.
Zum Sound: die Produktion ist finde ich weitaus schwächer als beim Vorgänger. Der Bass ist nur noch zu erahnen, die Drums klingen glasig. FURCHTBAR finde ich an dem Album, dass man sehr viel Metalcore in die Songs integriert hat. Machine Head waren für mich so interessant, weil sie ihre Songs selten nach dem Metalcore-Schema " Strophe Brüllen, Refrain Heulen" gemacht haben. Bis jetzt. Fast jeder Song ist nach dieser vorhersehbaren Formel gestrickt. SEHR schade.Schlecht finde ich auch, dass die Songs zu kurz sind. In den Songs passiert so viel, dass die ganzen Ideen nicht hineinpassen. Dadurch klingen die Wechsel sehr abrupt , statt so natürlich wie beim Vorgänger, wo man noch gefühlte 12 Bridges zwischen jedem Riff hatte. Machine Head waren früher Vorreiter, heute unterscheidet sie kaum noch etwas von Trivium und Co. Das ist , wie das Album, nicht wirklich schlecht, aber auch nicht so großartig wie ihre letzen beiden Alben. Nächstes Mal bitte weniger Trivium hören beim Songwriting. Schon bei Unto The Locust bin ich kurz davor, sie für das beste Trivium-Album, dass Trivium nie aufgenommen haben, zu halten. Sehr viel Potential verschenkt, Jungs!

Punkte: 7.5 / 10


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Tracklist:

  1. Sangre Sani
  2. Be Still And Know
  3. Locust
  4. This Is The End
  5. Darkness Within
  6. Pearls Before The Swine
  7. Who We Are

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