De Veritate (2011) - ein Review von woifal

Horns Of Hattin: De Veritate - Cover
1
Review
1
Rating
8.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal, Pagan/Viking Metal, Epic Metal


02.04.2012 16:35

Ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Album hat den Weg in unsere Redaktion gefunden: "De Veritate", das zweite Werk der Wiener Truppe "Horns Of Hattin". Schon oftmals den Namen der Band gehört, aber dennoch nie so wirklich in ihr Schaffen hineingehört, bin ich doch sehr überrascht, welch grandiose Arbeit in beziehungsweise hinter dieser Scheibe steckt. Das Album besteht aus sechs neuen Songs und drei wiederveröffentlichten, die bereits auf ihrem Demo "1187" enthalten sind und nun neu aufgenommen wurden.

Die Burschen fahren mit ihrer zweiten Veröffentlichung voll auf und präsentieren variationsreiche, saubere und kurzweilige Musik. Aufgrund der Komplexität ihrer Kompositionen ergeben sich zwei Effekte: Zum einen dauert es einige Zeit, bis die Songs greifen, weshalb man "De Veritate" etwas Zeit einräumen sollte, und zum anderen wird Hörvergnügen geboten, das selbst nach mehrmaligem Durchlauf keine Einbußen erleiden muss. Für die Genießer, wie ich selbst einer bin, ein sehr positiver und auch wichtiger Faktor, der hier absolut zutrifft.
Enthalten ist eine sehr ordentliche Mischung der verschiedensten Arten des Extreme Metal-Genres. Was sofort auffällt sind Stilähnlichkeiten mit Bands wie "Old Man's Child" oder "Keep Of Kalessin", den neueren Werken der Deutschen "Dark Fortress" und ja, sogar an "Behemoth" und "Melechesh" wurde ich stellenweise erinnert. Da aber keiner der genannten Einflüsse die Überhand nimmt und auch nicht durchgehend hörbar ist, macht es Spaß, hier wirklich genauer hinzuhören. Wer sich die Zeit nimmt, dem werden vermutlich noch viel mehr Details präsentiert werden.

Nebst der gelungenen Mixtur der verschiedenen Stile wissen "Horns Of Hattin" auch, wie sie mit ihren Instrumenten umgehen müssen. In ein sauberes und druckvolles Klanggewand gepackt, dreschen die neun Nummern dieser Scheibe ohne den kleinsten Knick aus den Boxen. Alle Komponenten haben ihren Platz, nichts geht unter oder bricht aus. Zu bemängelt gibt es somit für mich nichts. Mitschuld an dem Sound ist übrigens Andy LaRocque von den Sonic Train Studios, der das Album gemixed und gemastered hat.

Was soll man noch dazu sagen? "De Veritate" ist ein wirklich gelungenes Werk, dem es kaum an etwas fehlt. Um auch mit künftigen Alben noch genauso begeistern zu können, rät es sich eventuell, kompositorisch noch ein Schäufelchen draufzulegen, wovon ich aber fast überzeugt bin, dass es ihnen gelingen wird. Bis zum aktuellen Punkt haben die Wiener Extrem-Musiker jedoch so gut wie alles richtig gemacht. Beide Daumen hoch!

Wolfgang / RottingHill.at

Punkte: 8 / 10


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