8 Songs (2011) - ein Review von blackening

In Flames: 8 Songs - Cover
1
Review
12
Ratings
6.54
∅-Bewertung
Typ: Compilation/Best-Of
Genre(s): Metal Melodic Death Metal, Crossover


blackening Avatar
01.08.2011 19:22

Als ich hörte, das der nächsten Ausgabe meines Lieblingsmagazins eine Cd von In Flames beiliegt,war ich sketptisch. Ich fand ein paar Songs der Band immer ganz ok, aber im Groben und Ganzen mochte ich sie nicht. Also dachte ich die CD könnte meine Meinung ändern.Die Cd beschränkt sich aber fast auschließlich auf die Pop-Songs der Band, die so klebrig sind, das selbst Killswitch Engage und Atreyu sich dafür schämen würden. Statt Riffs gibt es hier nix weiter als furchtbare Mitsing und Mitklatschsongs, passable Alben wie die Frühwerke ( als man bei In Flames noch von Melodic und sogar von Death Metal sprechen konnte) werden sogar ausgeklammert. Zum Stil: man hat hier durchgängig durchgeterzte , oft 3stimmige Leads ( damit sie live auch ja nicht reproduzierbar sind), einen merkwürdigen Keifgesang, ultra-einprägsame Songs nach dem Verse-Chorus-Verse-Schema und vorhersehbare Soli.Das ist sie also, eine der erfolgreichsten modernen Metalbands? Sorry aber das alles hat für mich mit Metal, ganz besondere mit (melodic) Death metal GAR NICHTS zu tun. Metal animiert zum headbangen, zum Luftgitarre spielen oder zum Moshen, aber doch nich zum sich-fröhlich-in-den-Armen-liegen-und-mitsingen ( ok, maiden sind da ne Ausnahme). Metal ist Rebellion ( was heute auch kaum noch jemand weiß), Aggression, die Vertonung der dunklen Seiten der Menscheit und kein Kindergeburtstag. Ich finde es vor allem beleidigend, dass Fans von Modernen metal ( zu denen ich gehöre) oft auf In Flames oder die kaum weniger schlechten Soilwork und Amon Amarth festgelegt werden, während gute Bands wie Machine Head, Meshuggah oder Chimaira fast gar nicht wahrgenommen werden. Macht endlich Platz für richtige Bands oder geht zu Top Of The Pops, wo ihr hingehört!

Punkte: 0.5 / 10


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