My Inner Burning (2009) - ein Review von gelal

My Inner Burning: My Inner Burning - Cover
1
Review
2
Ratings
8.25
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Gothic Metal


gelal Avatar
03.05.2011 18:06

Eigentlich halte ich nicht viel von den Aussagen der Promoflyer, denn oft wird mehr versprochen als man dann zu hören bekommt. Hier gibt es aber mal eine positive Ausnahme.
Zitat: “Abseits von allen derzeitig vorherrschenden Trends präsentieren sich die 5 Niedersachsen erfrischen Klischeefrei. Wo andere Bands nach dem immer wiederkehrenden Schema „Schneller, härter, lauter“ agieren, überzeugen My Inner Burning mit großen Melodien.“
Dies trifft hier wirklich den Nagel auf den Kopf und die Bezeichnung „Modern Metal“ fasst das Ganze auch gut zusammen! My Inner Burning lassen sich nicht katalogisieren, sie kommen mit einer Mischung aus Gothic Metal, melodischen Metal a la Helloween(zu „The Dark Ride“ Zeiten) und einer Prise Melodischen Death Metal daher. Die Songs(11 an der Zahl) auf ihrem selbst betitelten Debüt basieren auf straighten Gitarrenriffs die gekonnt eingesetzt werden und das Grundgerüst für variables, melodisches Songwriting bieten. Auch die Drum- und Tastenabteilung(welche nicht in übermäßige Klimperei abdriftet) kommt hier auf den Punkt genau zum tragen. Der Gesang von Rebekka kommt dabei sehr vielschichtig zum Einsatz, mal kraftvoll und stets nach vorn peitschend(Head On A Plane, Judgement Day) und ein anderes Mal schon fast sanftmütig(Solitude Within You, sehr schön!). In „Into Chaos“ erinnert sie mich an Dreams Of Sanity zu The Game Zeiten und bei „Over and Over and Over Again“ erinnert mich ihre Art zu singen teilweise sogar an Shakira. Auch wenn es an der ein oder anderen Stelle noch ein wenig intensiver ausfallen könnte, weiß sie doch immer wieder zu überzeugen und lässt keinen Zweifel an ihren Fähigkeiten. Hinzu kommen immer wieder die Shouts von Jörg(welcher auch für eine der beiden Gitarren verantwortlich zeichnet). Diese sind als Gegenstück zu den Vocals von Rebekka sehr gut eingesetzt und machen die Stücke noch abwechslungsreicher als sie es eh schon sind. Sehr schön zu hören bei bereits erwähntem „Over and Over and Over Again“. „They Know Better“ kommt dann hauptsächlich mit den Shouts von Jörg daher, zeigt wie gut es auch anders herum funktionert(mit Rebekka als zweite Stimme) und macht ihn fast zu einem Melodic Deather.

Fazit: Die 5 Protagonist(in)en von My Inner Burning lassen keinen Zweifel daran das sie mehr wollen als nur mit der Masse mitschwimmen. Sie wollen die Spitze des Berges erklimmen und ganz oben mitspielen. Wenn man auf diesem starken Debüt aufbaut, sollte ihnen dies in nicht all zu ferner Zukunft wohl auch gelingen. Einstarkes Debüt welches nicht zuletzt auch durch die gute Produktion zu überzeugen weiß. Hut ab sag ich da nur, und das bei einer Band die so, mit diesem LineUp, erst seit November 2008 existiert. Wenn man bedenkt dass die Band überhaupt erst im Mai ’08 das Licht der Welt erblickte, dann frag ich mich warum andere gestandene Musiker heutzutage solchen Schrott abliefern. Wie man es richtig macht zeigen My Inner Burning!!! Also Freunde des Metals, wenn ihr Melodie und Härte, Gefühl und Abwechslung, variablen Frauengesang und kräftige Shouts vereint haben wollt, dann müsst ihr hier zuschlagen. Ein Intensives Metal Vergnügen! 8,5/10 Punkte

Punkte: 8.5 / 10


My Inner Burning: Eleven Scars

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Tracklist:

  1. Masquerade
  2. Analize
  3. Electrified
  4. For The Last Time
  5. When I'm gone
  6. Demons
  7. Done With Denial
  8. Gone Wrong
  9. Enemy Of Mine
  10. New Breed
  11. Home-Sick
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