Still Reigning (2004) - ein Review von el_fakir

Slayer: Still Reigning - Cover
1
Review
7
Ratings
9.50
∅-Bewertung
Typ: DVD/Video/etc
Genre(s): Metal Thrash Metal


el_fakir Avatar
11.01.2012 18:10

Slayer zelebrieren ihr Referenz-Werk „Reign In Blood“.
Alle Songs in der Reihenfolge wie sie auch auf dem Album sind. Das ist eine feine Sache, allerdings auch genauso schnell wieder vorbei. Die Pladde war nur 'ne knappe halbe Stunde lang und auch live wird der Genuss des wohl einflussreichsten Thrash Albums überhaupt nicht künstlich in die Länge gezogen. Um den 18. Geburtstag der Scheibe auch gebührend zu Feiern, spielen die Musiker das Finale dann auch in einem schönen Blutregen, aus dem nur Mr. Hannemann recht glimpflich entkommt.
Dass das eigentliche Konzert dann aber doch länger war, merkt man in der Bonus-Ecke der DVD. Dort warten noch einmal 6 Slayer Klassiker, die allesamt mindestens mal genauso gut sind wie das „Reign In Blood“ Liedgut. Allen voran sollten hier „Spill The Blood“ und „Mandatory Suicide“ genannt sein. Ganz offensichtlich hat man alle Bonus-Songs zu Anfang des Sets gespielt, denn die Herren sind noch nicht blutgetränkt.
Insgesamt sind die Songs auf dieser DVD über jeden Zweifel erhaben. Toms Stimme ist gut, er singt anständig und schreit nicht alles in Grund Boden. Die Gitarrenfraktion ist straight wie eh und je und über Herrn Lombardo ist eigentlich schon alles gesagt worden. Der Mann ist nicht von dieser Welt.

Der 5.1 Sound ist ordentlich, aber wie bei so vielen DVD’s den Namen eigentlich nicht wert. Jedenfalls kam bei mit kein „Mittendrin“ Gefühl auf.

Schön ist, das es zwischen den Songs nicht, wie auf „War At The Warfield“, Einspieler gibt, die das Konzert immer wieder unterbrechen. Schade ist dagegen, das man nicht das Konzert am Stück schauen kann, sondern die anderen Songs nur als Bonus bekommt.

Ebenfalls in der Bonussektion befinden sich kurze Interviews mit jedem Bandmitglied. Leider ohne Untertitel. Aber Neuigkeiten gibt es hier sowieso nicht und von daher ist das ganze zwar ärgerlich, aber zu verschmerzen. Schlimmer ist da schon der unterirdische Ton. Der geht ja mal gar nicht.

Das Bildformat hat mich ein wenig verwundert. Während die Menüs und Interviews noch in 16:9 gehalten sind, ist das eigentliche Konzert dann im Letterboxformat. Da musste ich meinen Fernseher umschalten.

Unterm Strich bleibt eine DVD die mir persönlich besser gefällt als die „Warfield“, aber doch sehr kurz geraten ist. Fans sollten aber auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Punkte: 8 / 10


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